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Geschrieben von iceman76 am 21.02.2018 um 16:30:

Band 34 - Spiel des Schicksals



Spiel des Schicksals

Mogreds Augen leuchteten auf. Aus den tiefschwarzen Pupillen des Dämons sickerte ein schwacher, düsterer Schein. Seine Sinne waren stets aufs Äußerste gespannt. Deshalb war ihm auch nicht entgangen, dass sich eine Person dem Gebäude näherte.
Eigentlich hätte er gar nicht aufstehen müssen, um zu erfahren, wer es war. Der Ankömmling verströmte eine ihm nur allzu bekannte Aura. Trotzdem tat er es. Er wollte die Botschaft so früh wie möglich erhalten.
Die überlangen, fast skelettierten Finger des Dämons legten sich auf die Lehnen des alten Sessels. Goldene Totenschädel verzierten ihn. Als seine Hände sie berührten, glühten die leeren Augenhöhlen auf. Damit entsandten sie ein magisches Signal an seinen Meister. Er hatte bereits vorausgesagt, dass heute etwas Entscheidendes passieren würde ...

Autor: Rafael Marques

Erscheinungsdatum: 27.02.2018

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*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas was mit Grusel zu tun hat!


Geschrieben von Loxagon am 25.02.2018 um 19:28:

Willkommen in Sgoth, einem Land voller Gefahren, Morde und Verbrechen.

Das Trio Bella, Kajahn und Clay lernt schnell, dass diese Welt ziemlich finster ist, und TC dagegen das reinste Paradies darstellt. Irgendjemand, der sich der "Meister" nennt, will das Trio für irgendetwas benutzen und ist sich sicher, dass seine Herren, die "Weißen Herrscher" kein Versagen dulden. Hm ...

Die Welt ist noch düsterer als TC und während man sich in TC noch hier und da wohlfühlen könnte, scheint Sgoth eine Welt zu sein, aus der man nur verschwinden möchte. Und scheinbar sind die Herrscher genau deswegen nach TC gekommen. Aber nun gut, wir wissen ja aus Band 33, dass sie es waren die ihre Welt ausgebeutet haben. Mal schauen, ob sie nun eine Chance auf Erholung bekommt ...

Erneut ein TOP-Roman.


Geschrieben von lessydragon am 02.03.2018 um 02:57:

Nachdem man in TC jetzt vieles einigermaßen sortiert oder uns Lesern auch Einsicht gewährt hat, gelangt man nun an den Ort, den Bella, Kajahn und Clay vom Hafen aus erreicht haben, als sie TC über den Hafen durch die Nebelwand verlassen haben.
Die Welt, aus dem die Herrscher des Weißen Schiffes herkamen und das den Dreien nun Aufschluss über diese Dämonen geben soll, die nun in TC gelandet sind.

Allerdings haben die Herrscher noch einen mächtigen Diener zurückgelassen, der mit seinem Kartenspiel das Rätsel um die drei auflösen soll. Auf dem Weg in die Falle lernt man einiges an Örtlichkeiten und Personen von Sgoth, der Welt, kennen und die haben dann ja auch noch ihre entscheidenden Rollen in dem Ganzen.

Nach Loxagons Rezi habe ich schon überlegt, ob die Welt dann sogar schlimmer ist als die Prä-Welt Coor bei Tony Ballard, aber bis jetzt ist das noch nicht ganz so wild, eher sehr interessant. Gibt ja auch noch einiges zu erforschen und nach dem Schluss wird man sich noch den ersten Feinden stellen müssen, quasi einer Bande dämonischer Outlaws, wird mit Sicherheit auch noch spannend. Und einer der Drei hat es auch nicht geschafft. Krass, im Verlaufe des Bandes als widerlichen Charakter entlarft, entsteht plötzlich Sympathie und der Verlust wird fast traurig...

Wieder ein Band ohne Wynn und Abby, aber absolut Klasse und interessant aufgebaut mit einem tollen Finale und Lust auf Fortsetzung, somit dann auch ein Top!

LG Lessy großes Grinsen Alt

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✨LESSYDRAGON✨
Der Weg ist das Ziel!


Geschrieben von Das Gleichgewicht am 05.03.2018 um 19:34:

In TC wüten die Dämonen oder entwickeln einen Plan. Und alle relevanten Hauptfiguren sind verhindert. Ich hoffe ja, dass in der Stadt die Zeit weiter läuft, auch wenn die Handlung in anderen Welten spielt.

Bella, Kajahn und Clay gelangen durch den Nebel in eine Art Western-Dimension. Damals habe ich mich beschwert, dass ständig neue Stadtviertel und Dämonenarten in TC eingeführt werden und das nicht so richtig passt. Also einfach ein komplett neues Gebiet einführen, wo man sich wieder ungestraft austoben kann. Natürlich ist Sgoth mit seinen ganz eigenen Kreaturen bevölkert und hat abseits vom bekannten Westernstil ganz eigene dämonische Seltsamkeiten. Das erinnert mich ein wenig an Westworld. Folgen bald weitere „Themendimensionen“? TC selbst orientiert sich auch stark an einem bekannten Stil, den ich am besten mit dem Film Noir Genre vergleichen würde.

Wie dem auch sei. Ganz klassisch sind die Helden kaum angekommen, schon stolpern sie unfreiwillig in den ersten Ärger, damit sich eine Handlung entwickelt. Bella legt sich mit einer berüchtigten Banditenbande an. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung, aber der Hauptplot ist ein anderer. Erst am Ende des Bandes werden die Banditen als Cliffhanger wieder wichtig.

Eigentlich will das Polizeitrio mehr über die Weißen Herrscher herausfinden, um sie zurück in TC effektiv bekämpfen zu können. Dabei laufen sie bewusst in die Falle des Stadthalters, den die Dämonen hier zurück gelassen haben. Eine mysteriöse Figur, die nicht direkt angreift, sondern durch fiese Kartenmagie jeden Protagonisten mit seinen oder ihren persönlichen Ängsten und Familienproblemen konfrontiert. Glücklicher Weise gibt es zeitgleich eine Rebellion der unterdrückten Rattenmenschen, die das Ritual stören und den Helden so die Möglichkeit geben, die Scharade zu durchschauen und sich gegenseitig aus den Illusionen zu helfen.

Gemeinsam mit den Ratten wird mit den Bösewichten aufgeräumt. Die Szene mit Clay Billings möchte ich als größten Kritikpunkt hervorheben, weil sie mir zu abgedroschen ist. Er hat sich Bella gegenüber immer arschig verhalten. Gerade jetzt ist ihm aber in seiner Illusion bewusst geworden, dass er sie eigentlich liebt. Ganz frisch mit dieser Erkenntnis versehen rettet er ihr das Leben und opfert sich selbst. Indem er sich schützend vor sie wirft. Obligatorisch nicht ohne den langgezogenen Schrei von Bella, fehlt nur noch ein Autorenkommentar, dass man sich diese heldenhafte Aktion bitte in Zeitlupe vorstellen soll.

Und ein kleiner Gedanke noch. Die drei Ermittler sind völlig spontan hierher aufgebrochen. Eigentlich hatten sie nur einen Einsatz im Hafen von TC. Auf so eine Reise haben sie sich nicht vorbereitet. Also müsste ihnen bald die Pistolenmunition ausgehen. Bis zum Ende dieses Romans reicht sie noch. Während die Ratten ihre Patronen schon nach einem kurzen Schussgefecht aufgebraucht haben, was auch erwähnt wird. Rafael Marques als begabter Heftromanautor soll bitte nicht den üblichen Fehler stumpfsinniger Popcorn-Actionfilme begehen.



Die ganze Idee, die Handlung vom düsteren TC in eine andere Dimension zu verlagern, stößt bei mir nicht gerade auf viel Gegenliebe. Kommt aber auch darauf an, wie lange der Aufenthalt ist und wie viele andere Welten folgen. Wenn das so übertrieben wie bei MX ab der 400 mit den Alienwelten wird, wird mir das Kopfzerbrechen bereiten, wie ich damit umgehe und was für Konsequenzen ich ziehe.

Davon abgesehen wurde ich aber prima unterhalten. Ich gebe es ungern zu, dass ich trotz meiner Kritik schwach geworden bin. Einerseits will ich prinzipiell nicht mehr von Sgoth lesen, andererseits hat Rafael das so hervorragend geschrieben und unterhaltsam erzählt, dass ich mehr davon möchte. Sehr gut, da sieht man mal, dass man zwischen Autorenschreibe und Serienkonzeption unterscheiden muss.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis


Geschrieben von Tulimyrsky am 28.04.2018 um 09:48:

Was Rafael hier abgeliefert hat, ist pure Unterhaltung der allerhöchsten Königsklasse.

Angefangen bei Sniff (meinem Lukas, dem Lokomotivführer großes Grinsen) bis hin zu dem Rattenvolk, die als vermeintlich niedrigste Kreaturen gegen die Weißen Herrscher in den Krieg ziehen. Sie bringen trotz ihrer Unterzahl als kleinstes Rädchen im System dieses durcheinander und verhelfen so Bella, Herbert Karajan und Clay sich dem Spiel des Schicksals zu entziehen.

Die Beschreibungen der jeweiligen 'Alpträume' von Bella, Clay & Herbert ;-) waren absolute Spitzenleistung! Danke dafür!

Ich kann mich Gleichgewichts Meinung bezüglich Sgoth nur anschließen. Man möchte mehr lesen, aber eigentlich auch wieder nicht. Aber die Autoren werden das schon nicht ausufern lassen.

Mir gefällt an DL, dass es nicht nur einen Protagonisten (Wynn) gibt, sondern mehrere, über die man nach und nach viel mehr erfährt. Auch wenn es sich 'nur' um Groschenromane handelt. DL hat mittlerweile mehr Tiefgang als mein Auto großes Grinsen

Top-Serie & Top-Roman Daumen_hoch

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and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

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