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Autor Beitrag
Thema: Dorian Hunter - D├Ąmonenkiller Nr. 39 - Die Wasserleiche im Rio Negro
Talis

Antworten: 1
Hits: 171

RE: Dorian Hunter - D├Ąmonenkiller Nr. 39 - Die Wasserleiche im Rio Negro Heute, 11:59 Forum: 3. Auflage bei Bastei

Von meiner Seite aus wieder ein Blick ins Expos├ę:

DER FLUCH DER INKA
DIE KONQUISTADOREN
DER TOD IM EL DORADO

Der D├Ąmonen-Killer 38
Schauplatz: Inka-Reich und Amazonas(quell)-Gebiet
Zeit: Vergangenheit (1532/33 - 36) und Gegenwart M├Ąrz/April
Autor: Luif-Davenport

Titelbild: liegt als sch├Ânes Dia vor:
Kopf eines Mannes unter Wasser (K├Ârper verschwimmt in den Fluten), Luftblasen steigen auf, kleine, exotische Fische umschwimmen ihn, einer schwimmt aus seinem offenen Mund; sein Kopf steckt in einer Art Fischernetz - aus dem Bild geht hervor, da├č er nicht mehr unter den Lebenden Weilt und da├č er lebendig versenkt wurde (Luftblasen!)
Auf diese Szene wird im Expos├ę noch hingewiesen.



Vorbemerkungen:
In Band 26 (siehe dort selbst) wurde ausgesagt, da├č der D├Ąmonen┬Č-Killer im Jahre 1532 (Fastnacht) als 24j├Ąhriger Georg Rudolf Speyer zusammen mit Dr. Faust die D├Ąmonen-Drillinge bek├Ąmpfte. Wichtig f├╝r die weiteren Abenteuer als Speyer sind aber, nur die Nebenerscheinungen. So verschwand das (fiktive) Dorf Ha├čfurt vom Erdboden - und das mu├č sich ├╝berall herumsprechen.
Klar schaltet sich die Inquisition ein. Faust l├Ą├čt man mehr oder weniger in Ruhe, denn er hat immer noch einigen Einflu├č. Deshalb will man sich an Speyer schadlos halten.
Speyer wird gejagt und kommt nach Spanien, wo er vom Regen in die Traufe ger├Ąt. In diesen Jahren liegt ganz Spanien im Goldrausch. Die Erfolge gegen die Azteken der Neuen Welt und die dabei gemachte Beute macht die Spanier uners├Ąttlich. Sie brauchen mehr Gold, um ihre Seemacht zu unterhalten.
Erst im Jahre 1529 kam der Konquistador (span. = Eroberer) Francisco Pizarro nach Spanien und f├╝hrte dem Hof Lamas, Gold- und Silberschmuck der Inka vor, um den K├Ânig davon zu ├╝berzeugen, da├č es sich lohnte, dieses Land zu erobern. Der K├Ânig lie├č sich ├╝berzeugen und unterzeichnete am 26. Juli 1529 die Urkunde, die Pizarro zum Oberbefehlshaber und Gouverneur jener L├Ąnder machte, die er noch erobern mu├čte. Bisher sind Pizarros Erfolgsmeldungen noch ausgeblieben, aber es sind st├Ąndig Schiffe mit Nachschub in die Neue Welt unterwegs. Und immer mehr Opfer der Inquisition werden - als eine der mildesten Strafen - in die Neue Welt deportiert. Unter ihnen ist auch Speyer - der des Spanischen wie ein Einheimischer m├Ąchtig ist und sich als ein Tabera ausgibt - dieser Familie hat er in seinem vergangenen Leben angeh├Ârt.
Speyer wei├č alles ├╝ber die Existenz von D├Ąmonen und auch alles ├╝ber sich.

Diese Angaben bitte in die Anfangsepisode einflie├čen lassen:
Wir beginnen an Bord der Karavelle, auf der sich Speyer mit einem Haufen anderer Deportierter befindet. Insgesamt sind es drei Schiffe.
Mit einem unheimlichen Erlebnis Speyers beginnen, als die Schiffe schon einige Zeit unterwegs sind und man die Neue Welt bald erreicht hat. Ein Sturm schaukelt die Schiffe wie Nu├čschalen hin und her, die Spanten ├Ąchzen schaurig. Speyer und vier weitere Deportierte werden nach oben geholt, unter dem Vorwand, irgendwelche Arbeit verrichten zu m├╝ssen. Speyer verb├╝ndet sich mit Hernando Vivelda, einem Mith├Ąftling, der sagt, er wisse, wie man einem schlimmen Schicksal in der Neuen Welt entgehen k├Ânne.
Auf dem Schiff befindet sich auch ein Edelmann, Antonio de Aguilar, von dem das Ger├╝cht umgeht, da├č er sich aus Spanien abgesetzt hat, bevor ihn die Inquisition schnappte. Man munkelt unter der Mannschaft auch, da├č er Schwarze Messen auf seinem Anwesen abgehalten hat. Die anderen Spanier an Bord, die freiwillig, des Abenteuers und Goldes wegen, in die Neue Welt fahren und niedrigerer Herkunft sind, gehen ihm aus dem Weg.
Speyer, Hernando Vivelda und drei anderen Deportierten werden an Deck des sturmumpeitschten Schiffes geholt, wo sich sofort Antonio de Aguilar mit einigen Helfern aus der Mannschaft auf sie st├╝rzt. Ein schauriges Gemetzel spielt sich auf dem sturmumtosten Schiff ab. Speyer sieht da├č die Begleiter des Edelmannes zum F├╝rchten aussehen, sie haben sich zu verunstalteten Scheusalen verwandelt, und er vermutet sofort, da├č Antonio de Aguilar ein D├Ąmon ist oder die Saat der D├Ąmonen in sich tr├Ągt und die anderen damit w├Ąhrend der Reise infiziert hat. Nun holen sich die Besessenen nach und nach die Deportierten als Opfer. Sie schlachten sie f├Ârmlich und trinken sie in einem wahren Blutrausch leer (keine Vampire!).
Da in dem Sturm keine Einzelheiten zu erkennen sind, braucht der Autor auch nicht ins Detail gehen. Speyer und Vivelda werfen zwei Mann ├╝ber Bord und k├Ânnen sich in einem Laderaum verstecken. Man glaubt, da├č Speyer und Vivelda ebenfalls ├╝ber Bord gegangen sind bei dem Sturm.
Die beiden halten sich versteckt. Als sich Speyer eines Nachts an Bord wagt, entdeckt er, da├č bereits die gesamte Mannschaft unter dem Einflu├č des D├Ąmons de Aguilars steht. Auf dem Schiff spielen sich Orgien ab. Speyer und Vivelda blieben nur verschont, weil man sie f├╝r tot hielt.
Da wird Speyer entdeckt. Er t├Âtet den Mann am Steuerruder, kann unter Deck entkommen und in de Aguilars Kabine eindringen. Er schl├Ągt dem D├Ąmon den Sch├Ądel ein, stranguliert ihn, knebelt ihn mit Knoblauchzehen, dreht ihm die H├Ąnde auf den R├╝cken und fesselt sie, indem er einen Silbernagel durch sie treibt. Dann wickelt er den d├Ąmonischen Edelmann in ein Fischernetz und wirft ihn mit Hilfe Viveldas ├╝ber Bord.
Kaum ist der D├Ąmon in den Fluten untergetaucht, als eine riesige Welle das Schiff verschlingt. Speyer wird einige Tage sp├Ąter von einem anderen spanischen Schiff aufgegriffen, das gerade von Hispaniola (heute Haiti) in See gestochen ist, um Nachschub nach Panama zu bringen. Speyer gibt sich Antonio de Aguilar aus.

Gegenwart:
Nachdem Abenteuer mit den lebenshungrigen Alten, ist Dorian mit seinen Begleitern auf den Bahamas. Coco ist mit dem D├Ąmon Olivaro, alias Magus VII. gegangen. Dorian m├Âchte seine Begleiter zur├╝ck nach London schicken und sich um Jeff Parker k├╝mmern, von dem er wei├č, da├č er auf einer Expedition im Amazonasgebiet ist. Dorian kann sich auch den Grund daf├╝r denken und macht sich selbst Vorw├╝rfe, weil er in einer schwachen Stunde nach dem Abenteuer auf Haiti (Band 17) Parker erz├Ąhlt hat, da├č es das Land El Dorado tats├Ąchlich gibt. Mehr dar├╝ber aber erst sp├Ąter aussagen.
Dorian setzt alle Hebel in Bewegung, erh├Ąlt von einer von Parkers Sekret├Ąrinnen aus Florida ein P├Ąckchen. Darin ist zuerst ein Brief, der schon drei Monate vorher datiert wurde, Dorian aber erst auf Umwegen erreicht.
Darin schreibt Parker, da├č er sich entschlossen habe, Dorians Hinweisen nachzugehen und den sagenhaften Inka-Schatz in der Goldstadt El Dorado zu suchen, von dem ihm Dorian erz├Ąhlte. Wenn er will, soll er nach Bogota fliegen und sich mit Parkers Verwalter Sancho Parras in Verbindung setzen, der w├╝rde ihm schon sagen, wie es weitergeht. Parker erw├Ąhnt auch noch, da├č er auf der richtigen Spur zu sein scheint und hat in dem P├Ąckchen als Beweis ein goldenes und mit Edelsteinen verziertes Schmuckst├╝ck der Inkas beigegeben.
Es liegt aber auch die verrostete Trommel eines Revolvers bei und eine Analyse, aus der hervorgeht, da├č die Trommel Witterungseinfl├╝ssen ausgesetzt war, die auf ein Alter von ├╝ber vierhundert Jahren hinweisen.
Vor vierhundert Jahren kannte man aber noch keine Trommelrevolver. Seltsam nicht? Dorian macht sich noch mehr Vorw├╝rfe. Er ahnt, da├č er Parker mit seinen Informationen in ein gef├Ąhrliches Abenteuer gest├╝rzt hat, in dem die Schwarze Magie eine Rolle spielt.
Der DK macht sich auf den Weg nach Bogota, und seine Gedanken schweifen ab in die Vergangenheit:

In einer Szene, die der DK als Speyer nicht selbst erlebt, sondern nur vom H├Ârensagen kennt, zeigen wir, wie Francisco Pizarro den Inka Atahualpa ├╝berlistet. Den genauen geschichtlichen Background m├Âge sich der Autor aus den ihm zur Verf├╝gung stehenden Unterlagen holen. Hier nur eine Skizzierung:
Pizzaro ist am fr├╝hen Morgen des 15. November 1532 in Cajamarca mit etwa 100 Mann, Infanteristen und Reitern, und einigen Kanonen eingetroffen, wo sich der Inka-K├Ânig nach dem Sieg ├╝ber seinen Bruder Huascar wegen einer in diesem Kampf erlittenen Beinwunde zur Kur befindet.
Pizzaro bringt den Inka-K├Ânig dazu, sich mit ihm zu treffen. Atahualpa und seine 4000 Begleiter haben keine Waffen. Zuerst schickt Pizzaro den M├Ânch Valderve zum Inka-K├Ânig, der von diesem verlangen soll, sich zum Christentum zu bekehren. Als Atahualpa sich dar├╝ber emp├Ârt zeigt, st├╝rzten die Spanier aus ihren Verstecken in den umliegenden H├Ąusern, machen in einem halbst├╝ndigen Gemetzel die Indianer nieder und setzen den Inka-K├Ânig gefangen. Der erkl├Ąrt sich schlie├člich dazu bereit, ein betr├Ąchtliches L├Âsegeld f├╝r seine Freilassung zu bezahlen: ein 6,60 mal 5,10 gro├čer Raum soll zwei Meter hoch mit Sch├Ątzen aufgef├╝llt werden.
Im Februar trifft Almagro, Pizarros Partner, mit der sehnlichst herbeigew├╝nschten Verst├Ąrkung ein. Darunter ist auch Speyer, der sich aus Abenteuerlust dem Konquistador anschlo├č. Er hofft aber auch, in der Wildnis dem Arm des Gesetzes zu entgehen. Alle weiteren Geschehnisse erlebt Speyer also mit. Die Inka bringen aus allen Teilen des Landes Sch├Ątze heran - bis der Raum voll ist und der K├Ânig sein Versprechen wahrgemacht hat.
Pizarro kann sich aber nicht entschlie├čen, ihn freizulassen, weil er dann f├╝rchtet, da├č sich Atahualpa f├╝rchterlich r├Ącht und ihm die Sch├Ątze wieder abjagt. Viele Spanier wollen den Inka-K├Ânig aber tot sehen. Pizarros Bruder Hernando und Speyer wenden sich gegen ein solches Verbrechen.
Speyer lernt ein Inka-M├Ądchen kennen, die bei ihm um das Leben des K├Ânigs f├╝rbittet und gleichzeitig droht, da├č die bislang schlummernde d├Ąmonischen M├Ąchte erwachen w├╝rden, falls Atahualpa etwas geschieht. Speyer, in der D├Ąmonologie versiert, glaubt an den prophezeiten Fluch des M├Ądchens und warnt.
Doch dem Inka-K├Ânig wird der Proze├č gemacht, das Todesurteil ausgesprochen und ausgef├╝hrt: Tod durch Erh├Ąngen. Soweit halten wir uns an die Chronik. Dort wird aber nicht berichtet, das Atahualpas Leichnam von Unbekannten vom Galgen geholt, bei einem Zeremoniell, das Speyer beobachtet und bei dem er auch das M├Ądchen - ihr Name:
Machu Picchu (nach der 1911 entdeckten Inka-Festung, besser: umgekehrt), eine Prinzessin - sieht, zerst├╝ckelt und fortgebracht.
Die Leichenteile des Inka-K├Ânigs werden nicht gefunden. Zur├╝ck bleibt nur ein Quipu, das aber nicht entschl├╝sselt werden kann. Vorerst zumindest nicht. Und die Indianer weigern sich - obwohl man sie foltert und von Hunden zerrei├čen l├Ą├čt - den Inhalt der verschl├╝sselten Botschaft zu nennen.
Ein Quipu besteht aus einer Hauptschnur, von der viele Nebenschn├╝re herabh├Ąngen. Diese sind verknotet und haben mitunter verschiedene Farben. Die Zahl und Stellung der Knoten und die verschiedenfarbigen Schn├╝re ergeben ganz bestimmte Bedeutung. Auf diese Weise leiten Inka Botschaften weiter, stellen Berechnungen an und machen Statistiken.
Speyer kann das Quipu an sich nehmen. Und w├Ąhrend er Pizarro nach der Hauptstadt Cusco folgt, wo neue Beute der Spanier harrt, besch├Ąftigt er sich intensiv mit der Kultur der Inka.

Ende des Auszugs von DK-Expos├ę Nr. 38.

Thema: Dorian Hunter - D├Ąmonenkiller Nr. 39 - Die Wasserleiche im Rio Negro
Talis

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Dorian Hunter - D├Ąmonenkiller Nr. 39 - Die Wasserleiche im Rio Negro Heute, 11:47 Forum: 3. Auflage bei Bastei



Ich h├Ârte einen Schrei und richtete mich auf. ┬╗Hast du das auch geh├Ârt, Hernand?┬ź, fragte ich den brutal aussehenden Mann, der neben mir hockte. Sein breites Gesicht war mit einem wild wuchernden, schwarzen Vollbart bedeckt.
┬╗Was soll ich geh├Ârt haben?┬ź, fragte er unwillig, ohne die Augen zu ├Âffnen.
┬╗Einen Schrei┬ź, sagte ich.
Ich lehnte mich zur├╝ck und schloss die Augen. Wahrscheinlich hatte ich mich get├Ąuscht. Die lange Schiffsreise zerrte an meinen Nerven.
Ich war auf der Flucht vor der Inquisition.
Mein richtiger Name war Georg Rudolf Speyer, doch ich hatte mich als Juan Tabera ausgegeben, der ich in einem meiner fr├╝heren Leben gewesen war. Tabera war schon lange tot. Er war 1508 gestorben; jetzt schrieb man das Jahr 1532 ...

Die Wasserleiche im Rio Negro

von Neal Davenport (= Kurt Luif)

Titelbild: Mark Freier

65 Seiten

25.02.2020

Erschienen in Dorian Hunter-TB (Zaubermond) 9 ┬╗Sieg der schwarzen Magie┬ź.


Ein Blick zur├╝ck...




Thema: Gruselkabinett Covercharts Runde 2
Talis

Antworten: 15
Hits: 103

RE: Gruselkabinett Covercharts Runde 2 Heute, 11:30 Forum: Covercharts f├╝r Gruselkab

1 - 20
2 - 18
3 - 26
4 - 21
5 - 22

Thema: Iceman┬┤s Fussballbar!
Talis

Antworten: 4237
Hits: 968931

Heute, 11:26 Forum: Talk

Und Werder Bremen tat es seinen norddeutschen "Freunden" nach und verlor sein Heimspiel mit 0:2 gegen Dortmund, die man noch im Pokal besiegt hat. Noch elf Spiele und wir treffen den HSV wieder. Ich wei├č nur nicht in welcher Liga....

Thema: Dorian Hunter - Blog
Talis

Antworten: 95
Hits: 15389

18.02.2020 13:16 Forum: 3. Auflage bei Bastei

Zitat:
Original von Wolf55
http://www.zaubermond.de/aktuelles/cat/dorian-hunter/post/alter-gipfel-junger-gipfel/

Erhellendes zu den B├Ąnden ## 39 - 41

SPOILERT etwas, was COCO betrifft; ist aber so schwammig gehalten, dass man das ruhig ignorieren kann.


Hier mal der komplette Text zu

Prinzessin Machu Picchu:


aus dem Inka-Zusatz-Expos├ę von Ernst Vlcek

Thema: Gruselkabinett Covercharts Runde 1
Talis

Antworten: 19
Hits: 216

18.02.2020 11:36 Forum: Covercharts f├╝r Gruselkab

1 - 14
2 - 02
3 - 04
4 - 12
5 - 03

Thema: News und ├ťbersicht
Talis

Antworten: 2
Hits: 375

18.02.2020 11:32 Forum: Gruselromane Wiki

Wie kann man dir beim D├Ąmonenkiller bzw. Dorian Hunter helfen?

Du wei├čt ja, f├╝r diese Serie mache ich so manches m├Âglich.... Alt

Thema: Gl├╝ckwunsch-Thread...
Talis

Antworten: 3062
Hits: 512966

18.02.2020 11:30 Forum: Talk

Danke an alle f├╝r die netten Geburtstagsw├╝nsche. Habe das verl├Ąngerte Wochenende mit meiner Frau genossen...

Thema: Fledermaus Band 675: Rendezvous ins Jenseits
Talis

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RE: Fledermaus Band 675: Rendezvous ins Jenseits 11.02.2020 15:00 Forum: Fledermaus

Mit diesen Titelbild endete 1971 die langj├Ąhrige Zusammenarbeit von Theo Thomas mit dem Erich-Pabel-Verlag. Die Gestalt "Grimsby" erschien zwei Jahre sp├Ąter auf diversen Dr. Morton-Titelbildern.

Thema: Fledermaus Band 675: Rendezvous ins Jenseits
Talis

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Fledermaus Band 675: Rendezvous ins Jenseits 11.02.2020 14:57 Forum: Fledermaus



"Wenn du mich mit der Adresse auf's Kreuz legst, bringe ich dich um!" keuchte O'Leary und griff in seine Ges├Ą├čtasche. Er brachte eine dicke Rolle Geldscheine zum Vorschein, die mit einem Gummiband zusammengehalten wurden. Mit Genugtuung registrierte er den gierigen Blick, den der Kerl im gelben Anzug darauf warf. Er l├Âste einen Tausender aus dem Paket und steckte den Rest weg. "Also los, an wen mu├č ich mich wenden?" fragte er ungeduldig.
"Kommen Sie morgen nach Anbruch der Dunkelheit in die Winchester Read 32, dr├╝ben in Blue Island."
O'Leary knurrte: "Und wer wohnt da? Etwa Santa Claus?"
Der Mexikaner grinste. "Es ist ein einzeln stehendes grp├čes Haus. Sie k├Ânnen es kaum verfehlen", erkl├Ąrte er wichtigtuerisch. Er streckte seine Hand nach der Tausend-Dollar-Note aus.
Aber der h├╝nenhafte Detektiv zog sie rasch zur├╝ck. "Erst den Namen!" forderte er w├╝tend.
Der Mexikaner funkelte ihn t├╝ckisch an. Doch dann besann er sich. Es schien ihm unklug, den Riesen unn├Âtig zu reizen. Bald w├╝rde er mehr als diesen Lappen ven ihm kassieren. "Also gut", sagte er. "Der Mann, den Sie dort antreffen werden, hei├čt Dr. Kirkpatrick. Sagen Sie ihm nur, Jos├ę h├Ątte Sie geschickt. Das gen├╝gt.
"Hoffentlich."
O'Leary gab dem S├╝dl├Ąnder widerwillig den Geldschein. Der kleine, hakennasige Ganove grapschte gierig danach, murmelte einen Gru├č und machte sich davon. Der Detektiv blickte ihm grimmig nach. W├╝tend dachte er: wenn das Geld nicht aus dem Sonderfonds der Regierung f├╝r Spezialagenten stammen w├╝rde, h├Ątte ich dem krummbeinigen Teufel lieber einen Tritt in den Hintern gegeben, als ihm diese tausend Dollar in den Rachen zu stopfen ... Er wandte sich um und hielt nach einer besonders geeigneten Hausnische Ausschau, um dort ungest├Ârt Funkkontakt mit seinem Chef aufzunehmen, als er erschreckt zusammenzuckte. Das Rattern einer MPi-Garbe zerri├č die n├Ąchtliche Stille. F├╝r den Bruchteil eines Augenblicks glaubte O'Leary, da├č der Feuersto├č ihm galt. Doch dann h├Ârte er einen entsetzlichen, langgezogenen Schrei hinter sich und fuhr herum. Der Mexikaner war wenige Schritte entfernt gegen die Hauswand gesunken. Er'pre├čte beide-H├Ąnde gegen seinen Leib. Der schwache Schein einer Stra├čenlampe erhellt die ui' ├Ąkabre Szene, und O'Leary sah, da├č der gelbe Anzug des Mexikaners sich nun rot f├Ąrbte. Fast in Zeitlupe rutschte er an der Wand herunter.


Rendezvous ins Jenseits
- Zw├Âlf Million├Ąre spurlos verschwunden -

von Jerry Ford (Karl-Heinz Hackmann)

Thema: Fledermaus Band 674: Eisgek├╝hlt ins H├Âllenfeuer
Talis

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Fledermaus Band 674: Eisgek├╝hlt ins H├Âllenfeuer 11.02.2020 14:09 Forum: Fledermaus



Silk sackte zusammen wie ein nasser Sack. Taker fing ihn auf.
Zu zweit trugen sie ihn den absch├╝ssigen Weg zum Seeufer hinunter. Sie schleppten ihn ├╝ber den Anleger, an dem die schnellen Motorboote vor sich hind├╝mpelten.
Taker lie├č die Beine des Detektivs auf die Planken des Stegs gleiten und schwang sich auf eines der Boote.
Er ri├č den Persenning los und warf die Plane auf den Rumpf des Bootes.
Zu zweit legten die Gangster Silk vor den Steuerstand.
Granger machte sich kurz am Schlo├č der Kaj├╝te zu schaffen, dann hatte er es offen.
Er stie├č die Schwingt├╝r auf und trat r├╝ckw├Ąrts hinein.
Silk zog er an den F├╝├čen hinter sich her.
"Sieh zu, da├č du den Motor in Gang bekommst!" rief er Taker zu. ÔÇ×Ich versorge unser Baby erst mal hier unten."
W├Ąhrend sich Taker auf der Suche nach einem St├╝ck Draht auf dem Boot umsah, fesselte Granger den Detektiv in der Kaj├╝te. Er fand ein langes Tau, und ein heimt├╝ckisches Grinsen flog ├╝ber sein Gesicht.
Damit werden wir dich kielholen, bis dir die Puste ausgeht! dachte er und stie├č den Gefesselten auf die Bank an der Bordwand.
Er filzte die Taschen des Mannes durch und stellte zufrieden fest, da├č er sich nicht geirrt hatte. Der Mann trug eine Detektivlizenz auf den Namen Norton Kirby bei sich und arbeitete f├╝r eine Detektei mit Namen Quinn in Western Springs.
In Grangers Hirn begann es beim Lesen des Namens Quinn zu d├Ąmmern. Er er innerte sich an den superscharfen Staatsanwalt f├╝r Sonderaufgaben, der vor Jahren in Chicagos Unterwelt aufger├Ąumt hatte.
Lew Granger wu├čte auch von dem S├Ąureattentat, das auf das Konto des Syndikats ging, und war ein wenig verwundert, da├č dieser Anthony Quinn immer noch nicht aufgegeben hatte.
Befriedigt stellte er fest, da├č der Detektiv keine Waffe bei sich trug. Er ├╝berzeugte sich noch 'einmal davon, da├č die Fesselung straff genug sa├č, da brummte der Motor des hei├čen Bootes auf.
Ein Grinsen huschte ├╝ber das Gesicht des Gangsters als er merkte, wie Taker ablegte und Kurs auf den See nahm.
Erst als sie ein gutes St├╝ck von der K├╝ste entfernt waren, wagte sich Granger aus der Kaj├╝te.
Gus Taker stand auf dem Steuerstand und hielt den Maschinenhebel auf volle Fahrt voraus.
Das Boot jagte mit gut sechzig Stundenkilometern ├╝ber das ruhige Wasser des Sees.
"Wenn wir weit genug vom Ufer entfernt sind, kannst du den Kahn stoppen. Ich hab' ne kleine ├ťberraschung f├╝r den Schn├╝ffler!"
Taker beugte sich zum Niedergang hinunter.
"Was hast du vor?" fragte er.
"Wir schicken ihn eisgek├╝hlt ins H├Âllenfeuer!"


Eisgek├╝hlt ins H├Âllenfeuer
- Jagd auf die Millionenbeute -

von Larry Carr (= ???)

Thema: Fledermaus Band 673: Der Killer mit dem Glasauge
Talis

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Fledermaus Band 673: Der Killer mit dem Glasauge 11.02.2020 13:16 Forum: Fledermaus



Rasch l├Âste sich der Mann aus seiner Deckung, ging mit ein paar schnellen Schritten ans Ufer und setzte ein Spielzeugschiff aufs Wasser - einen Miniatur-Passagierdampfer mit der Aufschrift "Mary" zu beiden Seiten des Bugs. Der Mann richtete sich auf, machte kehrt - in diesem Augenblick drehte sich Big Mallon zuf├Ąllig und und sah ihn ins Dickicht tauchen. Eine Sekunde sp├Ąter nahm die "Mary" lautlos Fahrt auf - elektronisch gesteuert von dem Mann im Unterholz. So ein Spinner! dachte der alte Bootsverleiher. Warum versteckt er sich? Ob er menschenscheu ist? Mit hoher Bugwelle pfl├╝gte die kleine "Mary" durch das dunkelgr├╝ne Wasser.
Als erste wurden die beiden M├Ądchen in dem Ruderboot darauf aufmerksam. "Oh, sieh nur mal, wie reizend, Nelly!" sagte die eine zur anderen. Der junge Mann im anderen Ruderboot warf nur einen fl├╝chtigen Blick auf das kleine Ding. Dann begann er mit aller Kraft zu rudern. Er wollte mal sehen, wie lange er von der Mitte des Sees aus bis zum Ufer brauchte.
Im Knattern des Motors ihres Autoboots hatte Lory Crowe den begeisterten Ausruf des einen M├Ądchens nicht geh├Ârt. Sie legte das Boot auch gerade wieder einmal in eine elegante Kurve, schaltete wieder einmal den Motor ab und lie├č es treiben.
Die kleine "Mary", die sich dem Autoboot inzwischen auf etwa zwanzig Meter gen├Ąhert hatte, machte das Man├Âver mit, als befinde sie sich im Schlepptau des Autobootes. Lory Crowe konnte das Spielzeugschiff deshalb nicht wahrnehmen. Sie hatte es im R├╝cken. Das Autoboot verlor mehr und mehr an Fahrt. Tr├Ąumerisch bickte Lory Crowe zum blauen Himmel empor und dachte an Franz Hintermeyer und die kommende Nacht mit ihm. Die kleine "Mary" kam dem Autoboot rasch n├Ąher. Ein leises Schnurren drang pl├Âtzlich ins Bewu├čtsein Lory Crowes. Es kam von hinten. Sie wollte sich umdrehen, um die Ursache zu ergr├╝nden. In diesem Moment stie├č die kleine "Mary" mit ihrem Bug dicht neben der Schraube gegen das Heck des Autobootes. Die Sprengladung explodierte - elektronisch ferngez├╝ndet. Das Heck des Autobootes wurde zerfetzt, das Benzin im Brennstofftank fing Feuer. Eine Stichflamme zuckte empor, Splitter fuhren wie Geschosse durch die Luft. Lory sp├╝rte einen heftigen Schlag im Nacken. Die Druckwelle der Explosion warf sie schr├Ąg nach vorn aus dem Bootswrack hinaus. Sie sackte sofort weg, denn sie war zu diesem Zeitpunkt schon tot.

Der Killer mit dem Glasauge
- Ein Mord nach Ma├č -

von George P. Gray (= Gudrun und Karl Voigt)

Thema: Fledermaus Band 672: Das 8-Millionen-Ding
Talis

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Fledermaus Band 672: Das 8-Millionen-Ding 11.02.2020 13:02 Forum: Fledermaus



"Das M├Ądchen, das wir vor gut einer Stunde aus der Gewalt der Drachenbande befreit haben - ist nicht Lilian Singh", vollendete der Anwalt.
"Was?!" fuhr Carol auf. Ihre Augen weiteten sich unnat├╝rlich. "Das kann doch nicht m├Âglich sein!"
"Doch. Leider ist es die bittere Wahrheit. Man hat uns hereingelegt", sagte Anthony Quinn dumpf.
Carol konnte es nicht fassen. "Aber", warf sie erregt ein, "wenn es nicht die Tochter von Mr. Singh ist, wer ist es dann?"
"Eine junge Prostituierte aus dem Chinesenviertel", gab der Anwalt Antwort.
"Eine..." Carols Augen wurden noch gr├Â├čer und runder. Sie stammelte: ÔÇ×Aber wieso? Ich verstehe kein Wort!"
"Harry war vorhin am Telefon v├Âllig au├čer sich", berichtete der Anwalt bedr├╝ckt. "Er sagte, es bestehe kein Zweifel, da├č wir auf einen ganz gerissenen Schachzug hereingefallen sind. Und was die Sache fast zu einem schlechten Scherz macht: die Gangster der Drachen-Gang sind ebenfalls hineingelegt worden. Ihr Anf├╝hrer stellt die makabren Zusammenh├Ąnge so dar: die Bande bekam einen verl├Ą├člichen Tip, wo und wann der Austausch des L├Âsegeldes gegen die Tochter des Million├Ąrs stattfinden sollte. Daraufhin hat die Bande den ├ťberfall am Friedhof durchgef├╝hrt und die vermeintliche Lilian Singh weggeschleppt. Aber als man sie in der vorigen Nacht in das Versteck auf Ellis-Island geschafft hatte, und das M├Ądchen das erste Mal den Mund aufmachte, ist der Anf├╝hrer der Bande fast vor Wut geplatzt. Er merkte sofort, was er da f├╝r ein Fr├╝chtchen eingefangen hatte. Schon die ersten saftigen Ausdr├╝cke gen├╝gten, um ihn davon zu ├╝berzeugen, da├č dies nicht Lilian Singh sein konnte. Alle festgenommenen Mitglieder der Drachenbande werden pausenlos verh├Ârt. Aber sie schw├Âren ebenso wie ihr Anf├╝hrer Stein und Bein, da├č die Geschichte sich genau so zugetragen hat, wie ich sie dir soeben erz├Ąhlt habe. Und Harry glaubt ihnen."
"Und du, Thony?" fragte Carol, die ihm atemlos zugeh├Ârt hatte. "Ich auch." Der Anwalt blickte seine Frau an, als sei er in Gedanken weit fort. Er setzte hinzu: "Weil ein be├Ąngstigender Verdacht in mir aufgetaucht ist. Der Verdacht, da├č hinter dem scheinbar absurden Geschehen eine teuflische Methode steckt. Alles ist ein Teil eines ver├Ąstelten und mit heimt├╝ckischen Fallt├╝ren versehenen Plans, den ein Gehirn ausgeheckt hat, um mit einem Millionen-Coup das perfekte Verbrechen unseres Jahrhunderts zu begehen."

Das 8-Millionen-Ding
- Kidnapping wie aus dem Computer -

von Jerry Ford (= Karl-Heinz Hackmann)

Thema: Fledermaus Band 671: Killer killt seinen Bo├č
Talis

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Fledermaus Band 671: Killer killt seinen Bo├č 11.02.2020 12:48 Forum: Fledermaus



In Western Springs vertiefte man sich in die Lekt├╝re des Logbuches. "Das ist ein Beweisst├╝ck seltener Qualit├Ąt!" lobte Anthony Quinn. "Und das haben wir indirekt dem Revolverhelden zu verdanken und unserem armen Silk."
Der "Arme" sa├č dick bandagiert im Lehnstuhl und studierte die zweite H├Ąlfte des auseinandergefallenen Buches. Silk hatte keine Rippenbr├╝che, aber heftige Prellungen und Bluterg├╝sse abbekommen.
Quinn las vor: "Evanston. North Sheridan Harbor. Motorkahn ,Swallow'. Charles Higgins, Captain.
Montag, 23. August. F├╝r A. Ware geholt vom Frachter 'Anatolia'. Kontrolle der Zollfahndung 15 Uhr. Alles in Ordnung.
25. August. Motor ├╝berholen lassen bei Palmer & Scott.
2. September. ├ťberfall! Zwei M├Ąnner in Strumpfmasken und mit Pistolen. Fahrt mit unbekanntem Ziel erzwungen.
3. September. Angebunden an Steuers├Ąule und geknebelt. Die M├Ąnner bringen A. mit. Er wird mit Waffe bedroht und an meine Stelle gefesselt. Fahrt mit viel Lebensmitteln, Treibstoff und Trinkwasser Richtung NNO. Nach 14 Stunden Fahrt legen wir an. Einsame Insel 400 km von Chic. entfernt. A. wird von Bord geschleppt. Ich werde bewacht. Nach einer Stunde: R├╝ckfahrt ohne A. Man erpre├čt mich! Banditen wissen von meinen Fahrten f├╝r A. Ich mu├č mitmachen, sonst bin ich erledigt.
7. September. Um 6 Uhr fr├╝h endlich am Ziel. Fahrt trotz dichten Nebels! Insel geh├Ârt zu den Manitou-Islands, die s├╝dwestlichste, am weitesten vom Ufer entfernt, 45 Grad n├Ârdlicher Breite, 86. L├Ąngengrad. Beide Banditen an Land. ├ťberlegte, ob ich mit der Swallow abdampfen soll. Aber die beiden haben ein Gewehr dabei. Nach zwei Stunden sind sie gekommen, ├Ąrgerlich und schweigsam. Unser Ziel . . ."
Hier brach der Schreiber ab. Eine kurze letzte Eintragung, hastig hingekritzelt, lautete: "Kraftstoff und Lebensmittel fassen. Start zur R├╝ckfahrt nach Chicago 17.30 Uhr."
Quinn blickte in die Runde und sagte nachdenklich: "Leute, was wir hier haben, ist ein Gest├Ąndnis und der Grundstein zur Aufkl├Ąrung dieser r├Ątselhaften Entf├╝hrungsgeschichte. Vermutlich kam Higgins bei dem Anschlag um, falls es ein Attentat war. Uns stellt sich jetzt die Aufgabe, jene Insel zu finden, auf der Allenby ausgesetzt worden ist, denn mit A. ist zweifellos er gemeint. Die angegebenen Positionen notieren wir uns und h├Ąndigen das Logbuch Harry aus."
Silk warf ein: "Nach den Angaben des Kapit├Ąns mu├č es auf der Insel irgendeinen Zwischenfall gegeben haben. Vielleicht ist Allenby gar nicht mehr am Leben."


Killer killt seinen Bo├č
- Ma├čarbeit bei Kidnapping -

von Aldo Garden (= ???)

Thema: Fledermaus Band 670: Der Tod sa├č im Parkett
Talis

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Fledermaus Band 670: Der Tod sa├č im Parkett 11.02.2020 12:25 Forum: Fledermaus



Nat Hastings stie├č sich von der T├╝r ab und kam langsam n├Ąher. Seine hellen Augen nagelten Kowalsky auf seinem Bett fest.
"Du spinnst, Nat!" rief der Wirt gepre├čt. "Man wird doch noch mal 'ne Runde um den Block drehen d├╝rfen, um sich die Beine zu vertreten!" keuchte er.
"Und am Amundsen Park telefonieren", erg├Ąnzte der Anarchist drohend. Er zischte b├Âsartig: "Mit einem Klugschei├čer, der Quinn hei├čt. Mit einem Bourgeois wie er im Buche steht, einem Kerl, der mit der Blutsauger-Clique des Kapitals auf einer Stufe steht und f├╝r sie arbeitet!"
Die Worte trafen Kowalsky wie Keulenschl├Ąge. - "Quinn?" fragte der Wirt in einem Ton, als habe er den Namen noch nie geh├Ârt. Er zitterte so stark, da├č ihm die Flasche fast aus den schwammigen Fingern glitt.
"Heuchlerisches Schwein!" fauchte der untersetzte Anarchist. ÔÇ×Ich bin dir heute mittag nachgeschlichen. Habe zwei Schritte neben der Telefonzelle im Geb├╝sch gehockt, als du diesen Quinn angerufen hast. Kein einziges Wort ist mir entgangen!"
Kowalsky zuckte zusammen. "Es - war nur - ein Scherz", stammelte er. "Glaube mir, Nat - ich - ich wollte euch nicht wirklich verpfeifen, auf Ehre!"
In diesem Augenblick sprang der Anarchist so schnell auf den feisten Wirt los, da├č dieser nicht einmal Zeit hatte, abwehrend die H├Ąnde zu heben. Zwei Pranken packten ihn um Hals und rissen ihn brutal von der Bettkante hoch. Die Flasche polterte zu Boden. Der Whisky lief ├╝ber die Dielen.
"Nein - nein...", r├Âchelte Kowalsky. Er sah, wie ihn Nat ha├čerf├╝llt anstarrte und versuchte nun vergeblich, sich aus dem Griff des Anarchisten zu befreien. Doch die beiden Pranken pre├čten seinen Hals immer fester zusammen. Der Dicke lief dunkelrot an. Die w├Ąssrigen Augen traten ihm aus den H├Âhlen.
"So ergeht es allen Verr├Ątern!" spie ihm der Anarchist ins Gesicht.
Kowalsky schnappte r├Âchelnd nach Luft, als ihn die H├Ąnde des anderen urpl├Âtzlich loslie├čen. Er taumelte gegen das Eisenbett. "Nat - ich schw├Âre..."
Das waren die letzten Worte, die der Kneipenwirt ├╝ber die zitternden Lippen brachte. Er sah wie gel├Ąhmt den Stahl einer breiten Messerklinge im Licht der tr├╝ben Deckenfunzel aufblinken. Dann ri├č ihn die linke Faust von Nat Hastings auf das Bett. Die Messerklinge fuhr wie ein feuriger Blitz auf den Dicken nieder und bohrte sich in den feisten Hals des Kaschemmenwirtes. Ein blubbernder Laut, ein leises, ersticktes R├Âcheln, dann war das Leben des Mannes erloschen, der f├╝r eine Handvoll Dollar den Namen des Attent├Ąters nennen wollte.

Der Tod sa├č im Parkett
- M├Ąchtige M├Ąnner im Fadenkreuz -

von Jerry Ford (= Karl-Heinz Hackmann)

Thema: Fledermaus Band 669: Spion in Dezernat "N"
Talis

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Fledermaus Band 669: Spion in Dezernat "N" 11.02.2020 12:11 Forum: Fledermaus



"Ich nehme den hier", stie├č O'Leary hervor, lie├č seine Lampe fallen und warf sich auf den Mann. An ihm vorbei hasteten Kirby und die Schwarze Fledermaus nach vorn. Dorthin, woher der Schrei einer Frau erklungen war. Butch merkte gleich, da├č er es mit einem routinierten K├Ąmpfer zu tun hatte. Der Gesch├Ąftsf├╝hrer wehrte sich geschickt, aber der ├ťberraschungsmoment war auf Seiten des H├╝nen. Er blockte die Schl├Ąge und Tritte nach seinem Unterleib ab, duckte sich und rammte dem anderen den Kopf in den Leib. Der Gesch├Ąftsf├╝hrer wurde nach r├╝ckw├Ąrts gegen die T├╝r geschleudert, durchbrach deren F├╝llung, taumelte ein paar Schritte zur├╝ck und schlug hart gegen die Kante des breiten Schreibtisches. Mit unnat├╝rlich zur Seite stehendem Kopf blieb er liegen. O'Leary warf sich herum, holte seine Lampe und untersuchte den Mann. Der Gesch├Ąftsf├╝hrer lag da wie ein Toter. Irgendwo ballerten dumpf zwei Sch├╝sse, es gab ein dumpfes Ger├Ąusch und eine Scheibe klirrte. Butch warf sich durch die T├╝r├Âffnung auf den Flur und rannte weiter nach hinten. Er kam in eine Art Wohnzimmer, von dem eine T├╝r in einen Baderaum f├╝hrte.
Drinnen standen die Schwarze Fledermaus und Kirby. Der Maskierte st├╝tzte Carol. Das nasse Haar hing ihr ins Gesicht, auch ihr Kost├╝m war na├č und sie sah mitgenommen aus. Auf den Wangen brannten hochrote Flecken und aus den aufgeschlagenen Lippen sickerte Blut. Aber sie lebte. Quinn war eilig in den Baderaum gest├╝rzt. Eben rechtzeitig, um Carols Leben zu retten. Sie hing mit dem Oberk├Ârper unter Wasser. Daneben stand ein j├╝ngerer Mann, den offensichtlich das pl├Âtzliche Erl├Âschen des Lichts ├╝berrascht hatte. Der Mann in Schwarz hatte keine andere Lichtquelle zur Verf├╝gung als Kirbys Taschenlampe, der sich dicht hinter ihm hielt. Aber sie gen├╝gte ihm, um den Revolver zu sehen, den der Mann in der Hand hielt. Noch im Laufen duckte er sich, ri├č die eigene Waffe heraus und feuerte. Er wollte trotz der akuten Lebensgefahr, in der er sich befand, den Mann nicht t├Âten, zielte auf die Schulter und traf sie auch. Der Mann lie├č den Revolver fallen, starrte in dem unsicheren Licht ungl├Ąubig auf die Schwarze Fledermaus und handelte dann mit verbl├╝ffender Schnelligkeit. Er wirbelte herum, sprang auf den Sims vor dem schmalen Fenster und warf sich einfach durch die Scheibe.
"Drau├čen ist ein Vordach, das mu├č er gewu├čt haben", erl├Ąuterte Kirby, nachdem er Butch das Geschehen in wenigen Worten geschildert hatte.
"Wir m├╝ssen weg", entschied Quinn. "Los, schnell zur Treppe. Butch, du nimmst Carol, ich gehe voraus."

Spion in Dezernat "N"
- Verr├Ąter landen im Jenseits -

von Peter Theodor (= Peter Theodor Kr├Ąmer)

Thema: Fledermaus Band 668: Masken, M├Ârder, Million├Ąre
Talis

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Fledermaus Band 668: Masken, M├Ârder, Million├Ąre 11.02.2020 12:04 Forum: Fledermaus



Sie stiegen in den Buick Electra. Der H├╝ne lie├č den Motor an, die schwarze Limousine rollte los. Pl├Âtzlich richtete sich der blonde H├╝ne hinterm Lenkrad ruckartig auf.
"Verdammt! Was hat das zu bedeuten?" stie├č er hervor. Von der Ogden Avenue her kam die schmale Crystal Lane ein schwerer Truck entlanggefahren - mitten auf der Fahrbahn, so da├č es f├╝r ein entgegenkommendes Auto weder links noch rechts ein Vorbeikommen gab. "Und der Driver scheint auch noch besoffen zu sein!" br├╝llte O'Leary w├╝tend und erschrocken.
"Der f├Ąhrt ja Schlangenlinien." Gewaltig und unheildrohend kam der F├╝nfundzwanzigtonner n├Ąher. "Schwarze Gesichter im F├╝hrerhaus - das ist kein Zufall, der Fahrer ist nicht betrunken. Das gilt uns, Butch!" rief Quinn.
O'Leary stoppte, wuchtete den Fu├č auf die Kupplung, hieb den R├╝ckw├Ąrtsgang hinein, trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch und lie├č die Kupplung wieder kommen. Mit einem harten Ruck setzte sich der Buick r├╝ckw├Ąrts in Bewegung. Der Motor heulte unter Vollgas. Trotzdem kam der Truck n├Ąher. Jack O'Leary nahm die linke Hand vom Lenkrad, ri├č seinen 38er aus der Schulterhalfter.
Quinn, der die Absicht seines Freundes erkannte, dr├╝ckte rasch auf einen Knopf am Armaturenbrett, und mit leisem Surren senkte sich die Fensterscheibe neben dem Fahrersitz in die T├╝r. Der blonde H├╝ne schob den Arm hinaus und feuerte wie rasend auf das herandonnernde sechsr├Ądrige Monstrum. Die Windschutzscheibe bekam L├Âcher und Risse, mehrere Geschosse schlugen durch den K├╝hlergrill. O'Leary lie├č den leergeschossenen 38er zwischen seinen Beinen hindurch in den Fu├čraum des Buicks fallen, umklammerte das Lenkrad nun auch wieder mit der linken Hand und ri├č es pl├Âtzlich hart nach links herum. Die Hinterr├Ąder des Buick Electra 225 gerieten auf den B├╝rgersteig, der Wagen sprang hinten hoch, nahm ein St├╝ck von der Hausecke mit und scho├č, das Heck voran, mit der linken Karosserieseite an der besch├Ądigten Hausecke entlangschrammend, in eine Seitenstra├če der Crystal Lane hinein. Wie ein m├Ąchtiger Panzer donnerte zentimeterdicht vorm K├╝hler der schwarzen Limousine der F├╝nfundzwanzigtonner vor├╝ber. Sekundenbruchteile sp├Ąter erfolgte ein f├╝rchterliches Krachen, dann eine schmetternde Explosion. Jack O'Leary hatte den Buick zum Stehen gebracht. Sein Gesicht war bla├č geworden.
"Bleiben Sie sitzen, Chef! Sehe nach, was passiert ist. Bin so schnell wir m├Âglich wieder hier", stie├č er hastig hervor. Quinn nickte nur. Er machte keinen Versuch, den H├╝nen zur├╝ckzuhalten. Butch raffte seinen 38er an sich, sprang aus dem Wagen, lud die Waffe im Rennen auf und jagte um die nahe Ecke in die Crystal Lane hinein. Rechts von sich sah er die R├╝ckseite des schweren Trucks, davor eine Feuers├Ąule. Im n├Ąchsten Moment h├Ârte er mehrere Sch├╝sse, dann sah er die Gestalten mehrerer M├Ąnner, die in wilder Flucht von dem Truck fortjagten. Schwarze Gesichter! erkannte er. - Wie der Chef vorhin schon gesagt hat.

Masken, M├Ârder, Million├Ąre
- Zur H├Âlle mit den wei├čen Teufeln -

von George P. Gray (= Gudrun und Karl Voigt)

Thema: Fledermaus Band 667: Der Satan aus Sing-Sing
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Fledermaus Band 667: Der Satan aus Sing-Sing 11.02.2020 11:50 Forum: Fledermaus



Ihre Namen waren Joe Driskill, Abe Bender und Brad Larraby. Die drei wurden wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht gestellt. Brad Larraby war der Bo├č der Bande, der weitaus gef├Ąhrlichere Mann, Bender und Driskill nur Mitl├Ąufer. Ihnen versprach der Staatsanwalt Strafmilderung, wenn sie ein Gest├Ąndnis ablegten. Sie gingen darauf ein, entlasteten sich gegenseitig, schoben Larraby alle Schuld zu und lie├čen ihn die Sache allein ausbaden.
Brad Larraby wanderte lebensl├Ąnglich nach Sing-Sing, Bender und Driskill kamen mit begrenzten Freiheitsstrafen davon. Nach Quinns Informationen waren beide schon ein Jahr sp├Ąter auf Bew├Ąhrung entlassen worden.
Der Anwalt atmete tief durch. "Ja", sagte er. "Nat├╝rlich kann ich mich an Larraby erinnern. Er sitzt in Sing-Sing, nicht wahr?"
"Er sa├č in Sing-Sing", berichtete Cummings. ÔÇ×Am Donnerstag ist er ausgebrochen, offenbar mit Hilfe eines oder mehrerer Komplicen. Ein Aufseher wurde dabei get├Âtet, von Larraby fehlt jede Spur."
Quinn hob die Brauen. Norton Kirby stie├č einen d├╝nnen Pfiff aus und starrte den Inspektor an.
"Und Sie glauben, da├č er es sich in den Kopf gesetzt haben k├Ânnte, sich an uns zu r├Ąchen?" fragte er ungl├Ąubig. Cummings zuckte die Achseln. "Urteilen Sie selbst! Von Larraby fehlt, wie gesagt, jede Spur. Aber in der Nacht zum Freitag wurde in New York Lyndon Ashely ermordet, der Staatsanwalt, der in dem Proze├č gegen Larraby die Anklage vertrat. "Jemand hat ihn in seinem Penthouse ├╝berfallen und aufgeh├Ąngt."
"Aufgeh├Ąngt?" echote Carol entsetzt.
"Ja, Madam, genau. Das allein beweist nat├╝rlich noch gar nichts ÔÇö ein District Attorney hat viele Feinde. Aber da├č gestern nacht auch Joe Driskill ermordet wurde, kann wohl kaum ein Zufall sein, oder?"
Die anderen schwiegen einen Moment.
"Und Bender?" fragte Quinn tonlos.
"Abe Bender starb bereits vor einigen Monaten bei einem Verkehrsunfall. An ihm kann sich Larraby nicht mehr r├Ąchen. Aber Sie, Thony, haben ihn vor Gericht gebracht, und das wird er nicht vergessen."


Der Satan aus Sing-Sing
- ...macht Jagd auf alle Zeugen -

von Kelly Kevin (= Susanne U. Wiemer)


Thema: Fledermaus Band 666: Coopers letzter Coup
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Fledermaus Band 666: Coopers letzter Coup 11.02.2020 11:45 Forum: Fledermaus



Zwei hielten Revolver In den H├Ąnden. Sie wirkten sch├Ąbig und gef├Ąhrlich. Der dritte Mann sah elegant und geschniegelt aus. Glatt und geschmeidig. Bei seinem Anblick mu├čte der maskierte Anwalt unwillk├╝rlich an einen schwarzen Panther denken. Er musterte die Schwarze Fledermaus eingehend mit seinen gelblichen Raubtieraugen und sch├╝ttelte den Kopf. "So was Verr├╝cktes hab' ich noch nie gesehen! Was soll dieser Mummenschanz bedeuten?"
"Das ist die Schwarze Fledermaus, Bo├č", kl├Ąrte ihn der eine der holden bewaffneten M├Ąnner auf. "Er ist gef├Ąhrlicher als alles zusammen, was hier an Bullen heruml├Ąuft."
Diese Worte verrieten dem Maskierten, da├č der Ganove der Chicagoer Unterwelt angeh├Ârte und nicht erst mit Harrison in die Metropole am Michigan-See gekommen war. Auch der zweite Colt-Man stammte zweifellos aus Chicago.
"Gratuliere, Bo├č! Mit diesem maskierten Schwein sind uns hunderttausend Dollar ins Haus geschneit. Soviel sind seine Ergreifung oder sein Ende einigen von Ihrem Kaliber hier in Chicago wert."
"Interessant!" sagte Harrison mit strahlender Miene. ÔÇ×Die hundert Riesen kommen mir als Start- und Betriebskapital gerade recht. So, und nun abw├Ąrts mit ihm!"
Sie brachten die Schwarze Fledermaus in den Keller hinab und in den Raum mit den Folterger├Ąten
"Sehen Sie sich das an, Mister... wie war es doch gleich? - Schwarze Fledermaus!" Finnegan ging auf ein Etwas zu, das ├ähnlichkeit mit einem Feldbett hatte. Aber wo bei einem normalen Feldbett ein gefederter Rost war, war hier eine nackte Eisenplatte mit etwa zwanzig schmalen Schlitzen. Daneben stand eine Metalls├Ąule.
Harrison trat an diese heran und dr├╝ckte auf einen Knopf. Durch die Schlitze schnellten nadelspitz zulaufende zweischneidige Messer hervor. "Dieses sch├Âne Instrument hat eine Stufenschaltung", sagte Harrison und dr├╝ckte ein zweitesmal auf den Knopf. Die Messer schossen noch einmal nach oben um etwa zwanzig Zentimeter. Mit einem weiteren Knopfdruck versenkte Harrison sie wieder. "Packt ihn 'rauf und schnallt ihn fest!" befahl er seinen beiden Kreaturen, grill unter sein Jackett und zog einen kurzl├Ąufigen Colt Cobre hervor. Sie traten von hinten an den maskierten Anwalt heran. Der mit den stechenden schwarzen Augen schlug ihm den Lauf seines Revolvers ├╝ber den Kopf. Die Schwarze Fledermaus brach bewu├čtlos zusammen.
"Du Idiot!" schrie Harrison w├╝tend, "warum hast du das gemacht?"
"Weil ich mir dachte, das vereinfacht die Sache, Bo├č", erwiderte der Ganove. "Verstehe gar nicht, weshalb Sie sich so dar├╝ber aufregen. Ist doch v├Âllig egal, ob der ein paar Minuten fr├╝her oder sp├Ąter...
J├Ąh verstummte der Gangster und hob lauschend den Kopf. ÔÇ×Was war das?"
"Klang, als w├Ąr 'ne Handgranate losgegangen."


Coopers letzter Coup
- Dem Nachwuchs eine Chance -

von George P. Gray (= Gudrun und Karl Voigt)

Thema: Fledermaus Band 665: Geier teilen nicht
Talis

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Fledermaus Band 665: Geier teilen nicht 11.02.2020 11:28 Forum: Fledermaus



Nolan begriff nicht sofort, daf├╝r schaltete die Rothaarige schneller. Mit drei Schritten war sie an der T├╝r. Ihre Rechte streckte sich nach der Klinge. Buck scho├č, ohne die Waffe aus der Manteltasche zu ziehen. Es gab einen leisen Knall. Der Geruch von Cordit war kaum zu sp├╝ren. Maud stoppte, als sei sie vor eine Wand gelaufen. Im Zeitlupentempo drehte sie sich um. Ihr Gesicht war kalkwei├č, die rotlackierten Fingern├Ągel krallten sich in die Luft wie die Krallen eines Raubvogels. Ein gurgelnder Schrei kam ├╝ber ihre Lippen, dann st├╝rzte sie schwer zu Boden. Der Blutfleck auf ihrem R├╝cken, der sich schnell ausbreitete, war nicht zu sehen. Mit starren Augen blickte die Gangsterbraut zur Decke hinauf.
Nolan stand wie angewurzelt. ÔÇ×Maud!" schrie er. ÔÇ×Baby! Darling!"
Spar dir deine Liebkosungen! dachte der Killer und dreht sich langsam um. Er blieb vor dem Fenster stehen und starrte Nolan aus zusammengekniffenen Augen an. Die Rechte lag um den geriffelten Griff des Revolvers in seiner Manteltasche.
Der Bo├č schien mit einem Schlag zu begreifen, was ihn erwartete. Seine Augen weiteten sich entsetzt. Der Kragen schien ihm pl├Âtzlich zu eng zu werden. ├╝ber seinen R├╝cken lief eine G├Ąnsehaut. "Buck!" stie├č er hervor. "Ich habe einen Job f├╝r dich...!"
Der Killer sch├╝ttelte den Kopf. "Ich habe schon einen Job, Nolan!" sagte er grimmig. "Und ich mu├č sagen, da├č ich diesen Job verdammt gerne erledige!"
Ein keuchendes St├Âhnen entrang sich Nolans Brust. Er wirbelte herum zu dem Tisch, auf dem der Koffer mit dem Geld stand. Ein Teil der Scheine war auf der Tischplatte zu einem Haufen get├╝rmt. Nolan warf sich in den Sessel vor dem Tisch und umschlang mit ausgebreiteten Armen die Geldb├╝ndel.
"Buck!" keuchte er. "Buck! Das alles geh├Ârt dir, wenn du mich laufen l├Ą├čt! Ich brauche nur ein paar Scheine f├╝r die Flucht!"
"Geier teilen nicht, Nolan", sagte Buck kalt. "Das solltest du wissen!" Der Arm mit der Waffe hob sich langsam, der Lauf visierte Nolans Hinterkopf an, die Stelle, die schon ein wenig kahl war. Behutsam zog Buck den Stecher auf den Druckpunkt zu. "Es ist aus, Nolan", sagte er kalt. "Und die Dollars geh├Âren sowieso mir!"

Geier teilen nicht
- Sinfonie im Blei -

von Larry Carr (= ???)

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