Der Ausgang dieses Bandes war zwar nicht wie erwartet, aber das war dennoch sehr gut. Der Schauplatz war dieses mal wieder Tokio, bei dem es auch ein paar Einblicke in die teilweise umstrittene Küche für den europäischen Gaumen gab. Das würde schon ausreichend Stoff für einen Horror-Roman liefern.
Interessant waren die Wirrungen und zufälligen Begegnungen. Auch die falschen Rückschlüsse der Protagonisten und die daraus resultierende Geschichte war in der Struktur nah an der Realität. Ell Nabhal und seine Wirtin, die Geisha, sorgten bis zum Finale für dauerhaft unklare Verhältnisse bei den rivalisierenden Gruppen.
Chiyoda erinnerte mich etwas an Meister Yoda aus Star Wars. Aber der wurde mit Mei-Li geschickt eingesetzt, um Nona im letzten Augenblick zu retten.
Die neu entdeckte Fähigkeit von Lilith fand ich auch sehr passend. Langsam reift sie zur wirklich gefährlichen Halb-Vampirin. Als sie Beth bei dem arglistigen Akira rettete, musste ich nochmal kurz zurückblättern. Zitat:"Stattdessen kam etwas anderes herein. Damit war Akiras Schicksal besiegelt". Erst dachte ich, dass diesem Rüpel im nächsten Kapitel ordentlich das Fell gebürstet wird, aber da kam dann nichts mehr. Lilith und Beth waren wieder im Schinrei-Building angekommen. Da konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Ein einfacher Werwolf wurde also per Randnotiz ins Jenseits geschickt. War auch kein würdiger Gegner. 
Das Cover passt nicht ganz zur Szene im Roman. Nona verlor ihre Kleidung erst bei der Metamorphose. Es gab bessere Titelbilder. Ich würde es als Durchschnitt bezeichnen.
__________________ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.
Alfred Hitchcock
Liest : noch unschlüssig
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