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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DšmonenKiller » Zaubermond-Verlag » Coco Zamis/Das Haus Zamis » Band 12: Sei verflucht, Coco Zamis!
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Habibi Habibi ist weiblich
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Dabei seit: 01.10.2008
Beiträge: 5392

18.10.2012 12:00
Band 12: Sei verflucht, Coco Zamis!
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Und hier der Band, wie er tatsächlich erschienen ist (statt Peter Morlar wurde Markus Kastenholz als Autor verpflichtet).



]
(Edit von Olivaro)



Ganz Wien liegt unter einem Bann, dem - bis auf Coco - auch die Zamis-Sippe zum Opfer gefallen ist. Zu Stein erstarrt, geraten die Bewohner der Domstadt beim Rest der Welt auf unerklärliche Weise in Vergessenheit ... Auch Coco kann sich plötzlich nicht mehr an die vergangenen Ereignisse erinnern. Sie weiß nur, dass sie auf der Flucht ist. Auf der Flucht vor Asmodi, Skarabäus Toth und ihren Helfern. Ein erstes Versteck findet sie in Indien - doch es scheint, als trage sie ein unsichtbares Stigma. Nichts ist nämlich in diesen Tagen begehrter in der Familie als der Kopf von Coco Zamis ...

Autoren: Uwe Voehl & Christian Montillon

Quelle: http://www.zaubermond.de


Mit der Umstellung der Reihe auf Taschenbuch-Format wurden auch die ehemals gebundenen Ausgaben mit einem neuen Titelbild von Mark Freier und einem neuen Serientitel versehen. Hier nun das aktuelle Erscheinungsbild:



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Beiträge: 8796

28.04.2016 16:56
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Todesflug



Juhu, die erste Geschichte hier ist direkt wieder von Herrn Voehl. Gl√ľcklicherweise passiert nichts wichtiges. Kurz gesagt fliegt Coco nur von Wien nach Kalkutta. Viel ruinieren kann der Autor nicht. Die Handlung ist auch in Ordnung. Die erste H√§lfte passiert nichts spannendes. Figuren werden vorgestellt und die ersten Anzeichen des Angriffs eingestreut. Flackernde Lichter und kurze Visionen.

Dann geht der √Ąrger los. Coco und die gesamte First Class befinden sich pl√∂tzlich 1973 in einem anderen Flugzeug und in einer eigenen Dimension. Dort werden sie von Zombies angegriffen und m√ľssen sich zur Wehr setzen. Sp√§ter f√ľgt Voehl noch eine dritte Dimension ein, die sich mit der zweiten Dimension √ľberlappt. Er verzettelt sich mit den ganzen Dimensionen und welche nun auf andere Auswirkungen hat. Das widerspricht sich alles mehrmals und ist einfach nicht durchdacht. Macht aber nichts, die Action und sogar ein wenig Grusel stimmen. In Dimension 3 gibt es eine Zeitbombe, die Coco und die anderen t√∂tet, wenn sie explodiert. Nun ist einer der Passagiere in Berlin aufgewachsen. Und weil damals Berlin ganz doll zugebombt wurde hat er schon etliche Blindg√§nger eigenh√§ndig entsch√§rft. Ist logisch, Bombenentsch√§rfen beherrscht jeder Berliner mit verbundenen Augen. Diese Kunst wird von Generation zu Generation weitergetragen, wie man wei√ü. Das ist der Mist, den Voehl schreibt, wenn es um die L√∂sung seiner aufgestellten Probleme f√ľr Coco geht.

Die Zombies sind besiegt und als die Bombe entschärft wird, landen die Passagiere auf magische Weise wieder in der Gegenwart. Coco landet wie geplant in Kalkutta. An ihrer Seite das blinde Medium Indira und der Schatzjäger Vandermar. Visionen haben schon angedeutet, dass es jetzt mit einem indischen Tempel und einem Dämon mit Totenmaske weitergehen wird.

Als letztes darf man Wien nicht vergessen. Gorgon ist offenbar ganz brav und bleibt in der versteinerten Stadt, statt marodierend weiter zu ziehen. Asmodis hat Wien abgeriegelt und konzentriert sich jetzt auf die Jagt nach Coco, statt sich des Desasters anzunehmen, wie es eigentlich sein Job w√§re. Es sind duzende D√§monenclans versteinert. Viele davon auf seiner Seite. Ich h√§tte mir gew√ľnscht, dass man dem Leser hier noch einiges erkl√§rt hatte. Nur weil die Titelheldin in Indien ist, steht die Zeit im Rest der Welt nicht still. Andererseits, von Voehl kann man sowas echt nicht erwarten.



groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Freaks)
Die Logik kann man wie immer in die Tonne kloppen. Was bleibt ist ein nettes Zwischenspiel f√ľr die Junghexe auf ihrem Weg nach Indien. Einer der besseren Romane des Autors.


PS. Auf der Website von Zaubermond und im ebook ist Voehl als Autor angegeben. Bei phantastik-couch und -news ist jedoch von einem Markus Kastenholz die Rede. Der Dank f√ľr diesen Hinweis gef√ľhrt Olivaro.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8796

29.04.2016 17:31
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Sei verflucht, Coco Zamis!


Der maskierte D√§mon Betaphor ist auf der Suche nach einem D√§monenschwert. Dazu foltert er eine Geistseherin, die ihre Gabe nur durch Schmerzen voll aktivieren kann. Da sie das Schwert trotz aller Qualen nicht ortet dient ihr K√∂rper stattdessen als Beschw√∂rungswirt f√ľr den Rattend√§mon Jer√īme LaRatte. Der wei√ü zwar auch nicht wo das Schwert ist, aber irgendwie kann er es herausfinden.

Coco ist in Kalkutta mit Kai Vandermar unterwegs. Das erf√ľllt gleichzeitig den Zweck des √ľblichen Reisef√ľhrer-Romans und des Boytoys der Woche. In einem Museum muss der Schatzj√§ger dann ganz dringend weg. Sein Meister hat ihn spontan gerufen. Kai dient Betaphor. Und Coco hat im Museum eine Vision vom D√§monenschwert. Langsam ergibt alles ein Bild. Und die Zuf√§lle werden mehr.

Sp√§ter besucht Coco die reichen Eltern ihrer neuen Freundin Indira. Dabei kommt heraus, dass das Medium eine Schwester hat. Eine Geisterseherin, die k√ľrzlich verschwunden ist. Coco begibt sich nat√ľrlich auf Spurensuche. Letztendlich kann Indiras Schwester befreit werden. Weder Betaphor noch die W√§chter sind zugegen, als das geschieht. Dass man die einzige Chance auf das lang ersehnte D√§monenschwert unbewacht l√§sst ist wieder typisch CZ. Trotzdem wird Coco am Ende in eine Falle gelockt und gefangen genommen. Da sie eine Vision vom Schwert hatte soll sie Betaphor nun dorthin f√ľhren.

Nebenbei gibt es seltsame neue Informationen zu der Lage in Wien. Asmodis wollte gezielt, dass die Stadt versteinert wird. Warum? Au√üerdem h√§tte er dann einplanen m√ľssen, dass Coco den Plan der Xenos' durchkreuzt. Diese Erkl√§rung passt ganz einfach nicht. Apropos Asmodis. Der schickt einen Incubus, um Coco zu erledigen. Ein niederer D√§mon, der seinem Opfer langsam durch Sex die Lebenskraft aussaugt ist eine gute Wahl, wenn man Vergewaltigungsszenen und sexy Tr√§ume schreiben will. F√ľr die Authentizit√§t ist das jedoch eine d√§mliche Wahl von Asmodis. Ein starker Attent√§ter-D√§mon h√§tte viel mehr Sinn ergeben. Es ist klar, dass Coco den Incubus √ľberf√ľhrt und unter ihre Kontrolle zwingt.



Nachdem Coco in die erstbeste Richtung aus Wien geflohen ist und sie sich durch einen Zauber nicht mal mehr Heimat erinnern kann fehlt der Serie momentan eine Richtung. Coco hat kein Ziel. Erstaunlicher Weise funktioniert das dennoch ganz gut. Gut, die Geschichte hat ihre Längen und schafft es nicht, viel Spannung aufzubauen. Wie schon der Flugzeug-Roman bleibt am Schluss ein mittelmäßiger Roman, mit dem ich mich aber anfreunden kann.


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Beiträge: 8796

03.05.2016 20:24
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Betaphor


Coco befindet sich also in Betaphors Gefangenschaft. Dort erh√§lt sie Visionen der jungen Hexe Chloe zur Zeit der indischen Kolonialisierung. Sie dient als Geschenk an einen einflussreichen Maharadscha, damit der sich von Kali l√∂st und zu Asmodis √ľberl√§uft. Nat√ľrlich ist es ein alter Knacker und nat√ľrlich vergewaltigt er sie regelm√§√üig. Es lie√üt sich, als h√§tte Uwe Voehl einen seiner √ľblichen Texte abgetippt und statt Coco einfach Cloe eingef√ľgt. Wie soll es anders kommen, Chloe verliebt sich in den Sohn des Maharadscha, einen echten Menschenfreund. Betaphor, damals der Berater der Herrscherfamilie, manipuliert ihn, Kalis D√§monenschwert zu beschw√∂ren und seinen Vater damit von Kalis Bann zu befreien. Stattdessen wird LaRatte beschw√∂rt, den Chloe aber t√∂ten kann. Die Hintergr√ľnde um Betaphor, LaRatte und das D√§monenschwert sind eine gute Idee. F√ľr den Leser schlie√üt sich so der Kreis in die Gegenwart und die Geschichte wird glaubhafter. Dass Voehl seinen unvergleichlichen Stil in die Visionspassagen einbringt, muss man hinnehmen. F√ľr Coco wird es sp√§ter wichtig, mehr √ľber das Schwert zu wissen.


Auch in der Gegenwart wird auf grausame Sexszenen nicht verzichtet. LaRatte vergeht sich an Coco, bis sie von Kai befreit wird. Man hat aus der Rettung von Indiras Schwester im letzten Abenteuer nichts gelernt und wieder keinerlei Wachen aufgestellt. Kai stellt sich nun also gegen seinen Meister, weil er Coco liebt. Er kann die ersch√∂pfte Hexe ohne Zwischenf√§lle einfach aus ihrem Versteck tragen. Ob nun Wien oder Kalkutta, die Antagonisten bei CZ sind allesamt furchtbar d√§mlich. Da m√ľssen sie sich nicht wundern, wenn ihnen die Felle davonschwimmen. Coco wird immer weiter Richtung D√§monenschwert gelenkt. Gerade als Betaphor sie aufsp√ľrt, erh√§lt sie von Kali das m√§chtige Artefakt. Damit t√∂tet sie kurzerhand in einer viel zu kurzen Finalszene den maskierten D√§mon und das Schwert verschwindet wieder. Stattdessen erh√§lt sie den r√§tselhaften Kuss der Kali. Hoffentlich wird sie damit gegen Asmodis gest√§rkt. Nachdem man in den Visionen die Feindschaft zwischen dem F√ľrsten der Finsternis und der indischen Gottheit aufgezeigt hat, ist das schon fast ein Muss f√ľr mich. Ich h√§tte eigentlich erwartet, dass Coco das Schwert direkt behalten darf.


Bem√§ngeln muss ich zum Schluss noch, dass LaRatte weiter in den Fokus ger√ľckt wird und mehr Auftritte hat. Seine Sprechweise als Mischmasch von Englisch, Franz√∂sisch und Deutsch mag gut gemeint sein, lie√üt sich bei l√§ngeren Dialogen aber unglaublich m√ľhsam.



Als Abschlussband um das D√§monenschwert der Kali kann ich diesen Roman nicht ernst nehmen. Daf√ľr dreht er sich zu stark um andere Themen und das Finale ist viel zu kurz. Wenn man hier jedoch Coco als Werkzeug der Kali gegen Asmodis etablieren wollte, w√§re ich angenehm √ľberrascht. Unabh√§ngig von Voehls Erz√§hlstil ist die Idee gut erz√§hlt und macht Laune.


groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Freaks)

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04.01.2018 18:34
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Ein kleiner Nachtrag zu Taschenbuchversion:
Die Taschenbuch-Ausgabe von Das Haus Zamis Nr. 12 "Sei verflucht, Coco Zamis" erschien 2014 und hatte einen Umfang von 254 Seiten.

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