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Estrangain Estrangain ist männlich
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05.11.2015 19:46
Band 5: Die Vampirin Esmeralda
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Asmodi, das Oberhaupt der Schwarzen Familie, ist tot.
Aber der Kampf gegen die Dämonen geht weiter.
Ausgerechnet Olivaro, der sich stets als Dorian Hunters Freund ausgegeben hat, will Asmodi beerben.
Doch Olivaro ist in der Schwarzen Familie selbst nicht unumstritten.
Um die D√§monen zu bes√§nftigen, entf√ľhrt er Coco Zamis, die Gef√§hrtin Dorian Hunters ¬Ė und das Fest auf dem Teufelsh√ľgel kann beginnen ¬Ö

Die Vampirin Esmeralda

Dorian Hunter-Klassiker Band 5

412 Seiten

Erschienen 2001

Enthält folgende Romane der Erstauflage:

18: Neal Davenport "Das Fest auf dem Teufelsh√ľgel"

19: Paul Wolf "Die Vampirin Esmeralda"

20: Earl Warren "Bei Vollmond wird gepfählt"

21: Neal Davenport "Die Geliebte des Teufels"

22: Charles Fleming "Blutorgie in der Leichengrube"

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und-Kunstecke-1242141035869037/

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Estrangain am 05.11.2015 21:00.

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28.12.2017 13:26
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Das Fest auf dem Teufelsh√ľgel

von Neal Davenport



Der Roman beginnt mit einigen interessanten Entwicklungen. Coco trennt sich von Dorian, was l√§ngst √ľberf√§llig ist. Meines Erachtens hat er ihre Liebe nie wirklich erwidert, Coco hat sich seit ihrem ersten Treffen in Wien etwas eingeredet und √ľbertrieben von ihm geschw√§rmt. Monate sp√§ter wird sich nicht viel daran ge√§ndert haben. Zudem hat Dorian noch seine Frau, von der er sich erst emotional l√∂sen m√ľsste.

Groschenheft hin oder her, der Weg von seiner Frau weg und hin zu Coco wurde mir noch nicht glaubhaft beschrieben. Dementsprechend finde ich die kitschige Trennung furchtbar, in der Dorian der Hexe ernsthaft seine Liebe gesteht. Dass er Coco als Freundin bei sich behalten will ist möglich. Dass er sie als Hilfe gegen die Dämonen nicht ziehen lassen will, davon gehe ich sogar aus. Aber Liebe? Nie und nimmer! Der Grundgedanke gefällt mir trotzdem. Schade, dass das nach diesem Heft schon wieder vorbei sein könnte. Warum kein reines Coco-Soloabenteuer?

So beginnt es n√§mlich. Coco folgt einer riskanten Einladung Olivaros zu einem Treffen der D√§monen, um die Nachfolge von Asmodi zu kl√§ren. Vielleicht will sie sich auch ein wenig rehabilitieren. √Ąrger hatte ihre Familie nur mit Asmodi, Olivaro scheint ein gem√§√üigterer D√§mon zu sein.

Es ist sch√∂n, dass einige Figuren dabei sind, die ich aus den CZ-Romanen kenne. Etwas seltsam hingegen, dass nur europ√§ische D√§monen anwesend sind. Das ist bei CZ in solchen Situationen √§hnlich. Asmodi war doch der Herrscher √ľber alle Clans weltweit. Kann sich kein Asiate oder Afrikaner um seinen Posten bewerben? Es sind einige starke D√§monen wie Red Jong dabei, aber auch viele Wald-und-Wiesen-Monster, die eh keine Chance im Machtkampf h√§tten. Also will Olivaro sich nur Unterst√ľtzung im internationalen Wettstreit um die Krone sichern?

Zu richtig langen Verhandlungen kommt es gar nicht erst. Neal Davenport spendiert uns hier einen waschechten Edgar Wallace R√§tselrimi in stilechter Kulisse. Ein einsames Schloss im Moor bei Unwetter. Da geschieht der erste Mord. Wer von den G√§sten oder den Bediensteten steckt dahinter? Wer von den Anwesenden wird es wagen, gegen die abtr√ľnnige Coco aktiv zu werden? Und dann haben auch noch zwei Polizisten mit Gefangenem eine Panne im Sumpf und √ľbernachten im Schloss.

Es ist recht schnell klar, wer am ehesten hinter all dem steckt, denn Hinweise gibt es genug. Egal ob man nun Wallace-Kenner ist oder nicht. In den alten Filmen ist es gern mal derjenige, von dem man es am wenigsten vermutet. Der trottelige Gehilfe wäre sicher nicht dazu in der Lage, den nimmt niemand als Killer ernst.

F√ľr Creeper als M√∂der oder zumindest Handlanger spricht aber so ziemlich alles. Das Motiv, er war ein loyaler Diener von Asmodi. Kein Alibi, die D√§monen waren w√§hrend des ersten Mordes alle im Speisesaal, Creeper hingegen nicht. Das n√∂tige Wissen, Creeper kennt die D√§monenfallen und hat hier unter Asmodi jahrelang gearbeitet.

Warum denkt Olivaro also nicht eher an ihn und befragt ihn mal ordentlich auf D√§monenart? Wieso hat er √ľberhaupt einen Diener seines Feindes weiter eingestellt, als er das Schloss von Asmodi √ľbernahm? Warum hat er das Schloss nicht besser gescannt und untersucht, dann w√§ren ihm die Geheimg√§nge eventuell aufgefallen. Und auf die √úberwachungskameras √ľberall muss ihn erst jemand aufmerksam machen. Hoffentlich leidet DH nicht an der CZ-Krankheit, wo alle Gegner ziemlich unf√§hig sind. Bisher war Olivaro ein Verb√ľndeter und durfte schlau agieren, um den Helden zu helfen. Jetzt wo er auf der anderen Seite steht muss er dumm sein, um die Helden nicht zu √ľbertrumpfen?

Kein Wunder, dass Olivaro hier eine herbe Niederlage einstecken muss. Creeper schaltet gut die Hälfte der Gäste nacheinander aus und haut dann noch mit Coco ab, weil einige Dämonen sie entgegen der Anweisung des Hausherren töten wollen. Zum Schluss stößt Dorian hinzu und erledigt die verbliebenen Dämonen. Hätte Coco das nicht als starke Frau allein lösen können? Sie hat nicht mehr ihre Magie, aber durch Köpfchen und Geschick. Der Dämonenkiller tritt als strahlender Held auf, der seine Jungfrau in Nöten rettet.



Neal Davenport hat hier einen stimmigen Roman geschrieben, aber sich auch stark bei Edgar Wallace bedient. Man muss das m√∂gen. Ich denke mal, in den 70ern waren die Verfilmungen richtig angesagt und dementsprechend war es eine schlaue Idee, darauf zur√ľckzugreifen. F√ľr mich liest sich die Handlung ziemlich altmodisch, nat√ľrlich. Und auf Creeper als Killer habe ich von Anfang an getippt. Mit all dem kann ich leben, weil es subjektiv ist und den Roman nicht schlecht macht. Aber Olivaro h√§tte ich f√ľr sehr viel schlauer gehalten. Nicht nur h√§tte er nach dem Ausschlussprinzip des Sherlock Holmes eher auf Creeper als Hauptverd√§chtigen kommen m√ľssen. Es wundert mich sehr, dass er die √úberwachungskameras komplett √ľbersieht.


groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Schnauzern)



PS. Sullivan ist als I.O. der Observator Inquisitor und nicht der Oberste Inquisitor. Muss ich mir merken, finde die Bezeichnung aber schon gew√∂hnungsbed√ľrftig.

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28.12.2017 14:46
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Ich mag Wallace... groŖes Grinsen

Wenn Olivaro sich auch der Unterst√ľtzung weniger bedeutender Sippen versichern will, ist sicher nachvollziehbar, man wei√ü schlie√ülich nie, in welche Situation man geraten kann.

Dass im vorliegenden Roman nur europäische Vertreter der Schwarzen Familie eingeladen wurden, war vielleicht nur der Anfang einer Goodwill-Tour. Es wird zwar nicht erwähnt, dass Olivaro entsprechende Pläne hat, aber auch nicht explizit ausgeschlossen.

Nat√ľrlich gibt es auch im D√§monenkiller Szenen, die man in der einen oder anderen Form oder Variation auch schon mal woanders gelesen/gesehen/geh√∂rt hat, aber man kann schlie√ülich nicht in jedem Roman das Genre neu erfinden, und gerade bei Gruselromanen sind die Zutaten mitunter doch arg beschr√§nkt.

Wenn die D√§monen (in welcher Serie oder Reihe auch immer) so klug wie wir Leser w√§ren, dann w√§re die Zahl der "glaubw√ľrdigen" Heftromane vermutlich sehr √ľberschaubar - und das wollen wir doch alle nicht. Teufel

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28.12.2017 15:07
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Ich auch ... groŖes Grinsen

Obwohl: Seine B√ľcher sind schon teilweise recht altbacken verfasst.

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28.12.2017 18:21
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Zitat:
Original von Olivaro
Wenn die D√§monen (in welcher Serie oder Reihe auch immer) so klug wie wir Leser w√§ren, dann w√§re die Zahl der "glaubw√ľrdigen" Heftromane vermutlich sehr √ľberschaubar - und das wollen wir doch alle nicht. Teufel

Bei Zamorra funktioniert das momentan bei so ziemlich jedem Heft hervorragend. Nšgel
Bei JS von den Co-Autoren in gewissem Maße auch. Aber das soll so, JS ist klassischer Grusel während PZ einen ganz anderen Stil hat.

Speaking of it.... groŖes Grinsen


Die Vampirin Esmeralda

von Ernst Vlcek


Alles beginnt mit einem P√§rchen auf Hochzeitsreise. Die Autobahn ist wegen einem Unfall gesperrt und auf der Umleitung √ľber eine Landstra√üe haben die frisch verheirateten eine unheimliche Begegnung mit einer Frauengestalt, die gro√ües Unheil prophezeit. Sicher nur eine Schwachsinnige! Die Landstra√üe ist dann durch den n√§chsten Unfall versperrt. Die Alternative zu einem gro√üen Umweg w√§re ein Trampelpfad, von dem die Einheimischen aber energisch abraten. Abergl√§ubiges Gew√§sch! Als es sp√§t wird kommt mitten im Nirgendwo eine mysteri√∂se Hosteria in Sicht. Was soll schon schiefgehen, hier wird gen√§chtigt!

Diese erzwungene Einleitung und das furchtbare Gezicke von Tina und Lester muss man leider √ľber sich ergehen lassen, bis die Vergangenheitspassage um Esmeralda und Dorians zweites Leben beginnt. Eine junge Frau wird √ľber einen magischen Zeitschacht ¬Ė mir schon aus CZ bekannt ¬Ė in die Zeit der spanischen Inquisition geschleudert. Ich habe ger√§tselt ob nun schon die Erz√§hlung von Esmeralda beginnt oder es kurz Tina in diese Epoche verschl√§gt, um mit dieser nervigen Figur abzurechnen. Schlie√ülich wird kein Name genannt. Mit meiner daraufhin zurechtgebastelten Theorie lag ich richtig. Ein sch√∂ner Einfall des Autors.


Ernst Vlcek liegen Vergangenheitsabenteuer einfach. Wieder geht es um die Inquisition, ein passendes Thema f√ľr eine Gruselserie. Langsam muss ich meine Meinung revidieren, so ganz modern haben sich die letzten Geschichten nicht mehr gelesen. Man erkennt deutlicher die ¬Ąkultige Qualit√§t¬ď von damals. Etwas anderes sollte ich selbstverst√§ndlich auch nicht erwarten. Dennoch habe ich automatisch den Blick und Vergleich eines Lesers, der mit aktuellen Heftromanserien verw√∂hnt ist.

Denn obwohl das alles sehr schön geschrieben ist und ich meinen Spaß hatte. Um in den Genuss dieser Handlung zu kommen muss ich nicht ganz makellose Erzählmittel in Kauf nehmen.

Juan verliebt sich direkt am nächsten Tag nach ihrem allerersten Zusammentreffen unsterblich in Esmeralda. Bei Märchenverfilmungen finde ich das schön, bei Gruselserien kann ich nur mit den Augen rollen. Aber gut, er ist halt ein idealistischer Naivling, irgendwie. Denkt ernsthaft, dass in der Zukunft dank ihm alle Dämonen ausgerottet sein könnten.

Inquisitor Lucero wiederum hat mit Esmeralda jemanden in seine Dienste gebracht, die in die Zukunft sehen kann. Und sich auch noch willig von ihm erpressen l√§sst. Als sie ihm mitteilt, dass einer seiner Verb√ľndeten ein Vampir ist, wird er w√ľtend und √ľberl√§sst sie den Foltermeistern. So wie Lucerno beschrieben wird w√ľrde er diesen Trump niemals aus seinen H√§nden geben. Es ist ja nicht so, dass Esmeralda sich standhaft weigert, f√ľr ihn zu l√ľgen oder so einem Widerling weiterhin zu helfen. Er h√§tte sie garantiert dazu bringen k√∂nnen, dar√ľber die Klappe zu halten.

Fuenseca ist sofort bereit seine eigene Tochter f√ľr das Wohl der Rebellion zu opfern und muss sich erst von Juan √ľberreden lassen, doch aktiv zu werden. Als er dann aber ein paar Stunden warten soll, bis die Sonne aufgeht, st√ľrmt er dennoch mit seinen M√§nnern des Nachts das Vampirschloss, weil die Sorge um seine Tochter pl√∂tzlich zu gro√ü ist. Und hat nat√ľrlich keine Chance.

Menschen sind manchmal seltsam. Sie reagieren unlogisch oder ändern ihr Verhalten ohne ersichtlichen Grund. In Ordnung, aber es gibt noch andere kleinere Dinge. Ein Beispiel: Wie eine einfache Vampirin so schnell wie ein Auto sein kann. Anfangs hält sie den Wagen der Verheirateten auf und dann ist sie zeitgleich mit deren Eintreffen kilometerweit entfernt in der Unterkunft.

Es sind keine großen Dinge. Aber sowas gibt es in modernen Serien wie PZ oder JS nicht mehr, beziehungsweise nicht mehr so oft und eindeutig. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass solche Geschichten Anfang der 80er Spitzenklasse waren. Mir fehlt diese jungfräuliche Sicht darauf, leider.

groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff (8 von 10 Schnauzern)




Ich habe mir nun doch f√ľr 7¬Ä die ersten 3 H√∂rspiele der Serie geg√∂nnt. Guter Preis, um auf gut Gl√ľck reinzuh√∂ren.

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28.12.2017 22:43
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Das D√§monenkiller-Heft Nr. 19 ist im November 1974 erschienen, also vor √ľber 43 Jahren. Dies war das zweite Vergangenheitsabenteuer des D√§monenkillers und was die Zeitsch√§chte aus den CZ-Romane angeht, die erschienen erstmal in der DK-TB-Reihe (ab DK TB 56) erst 1979.

F√ľr dich m√∂gen diese Klassik-Hefte altbacken sein, aber wenn ich mir die heutigen Hefte anschaue, dann bleibe ich lieber bei den Romanen von Neal Davenport, Dan Shocker, Ernst Vlcek und Hugh Walker (meine pers√∂nliche Creme de la Creme) aus den siebziger Jahre - (nicht achtziger Jahren - da gab es nur die DK-Zweitausgabe) und lese sie immer wieder mit Genuss.

W√§hrend die Romane der Neuzeit bei mir - meistens - den Stempel "mu√ü noch √ľben" verpasst kriegen.

Geschmäcker sind halt verschieden, wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe.

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30.12.2017 17:29
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Bei Vollmond wird gepfählt

von Earl Warren



Mit dem Deb√ľtroman Earl Warren wird ein zweiter Versuch unternommen, das Orakel Phillip zu t√∂ten. Wir erinnern uns, er ist mit seinen F√§higkeiten ein Erzfeind der D√§monen, kann aber von diesen nicht selbst get√∂tet werden. Also m√ľssen Helfer her. Der Vampir Keystone hat zuf√§llig ein unscheinbares altes P√§rchen in seiner Gewalt, die den Job √ľbernehmen sollen. Jeden Vollmond eine unschuldige junge Frau zu t√∂ten ist kein Problem f√ľr sie. Aber obwohl Keystone ihnen verspricht, sie aus seinem Bann zu entlassen, lassen sie Phillip am Leben. Die Erkl√§rung im Heft gen√ľgt mir nicht. Nat√ľrlich ist Phillip nur ein unschuldiger armer Kerl. Das waren die Untermieterinnen aber genau so.

Da Phillip sich merkw√ľrdiger als sonst verh√§lt und ausb√ľchst, folgt Dorian ihm und stellt eigene Ermittlungen an. Lange tappt er im Dunkeln, obwohl der erste Hinweis ziemlich deutlich ist. Die Kinder hei√üen Jimmy und Liza, die alten Geschwister haben exakt die gleichen Vornamen. Und alle wissen nur, dass die Alten hier wohnen, von Kindern in dem Haus wei√ü niemand etwas. Na, klingelt's? Nat√ľrlich bleiben damit viele Fragen offen, aber dass hier etwas nicht stimmt w√§re damit bewiesen.

Im Laufe des Romans werden zwar mit dem √ľberm√ľtigen Privatdetektiv und der Stripperin die zu gut f√ľr den Laden ist ziemlich altbackende Figuren eingef√ľhrt, aber der Handlungsverlauf hat mir gefallen. Ebenso der Bezug auf einen Charakter aus dem Stammteam. Bitte mehr davon. Ich h√§tte auch nichts gegen ein Soloabenteuer ohne Dorian. Ein Fall von Timothy Morton in den USA oder dass Miss Pickford sich eines D√§mons erwehren muss, das d√ľrfte dann ruhig ein wenig trashig sein. Die Figuren sind alle so gut ausgearbeitet, es w√§re Schade, wenn nur Dorian und Coco im Rampenlicht stehen.

Ein wirklich guter Roman des Neuzugangs in der Autorenbesetzung. Bei ihm machen die Figuren Spa√ü wie bei Vlcek und Davenport. Der Hauptgrund, warum ich die Serie lese. Da kann man auch √ľber kleine Detailfehler bei den Charakteren und Beschreibungen hinwegsehen.

groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff (gute 7 von 10 Schnauzern)

PS. Was ist jetzt mit Dorians weißmagischem Amulett? Mal hat er es, mal wird es nicht erwähnt. Wie es gerade gebraucht wird. Hier hätte es ihm bei der Erkennung von Dämonen und im Kampf gegen selbige sehr geholfen.

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30.12.2017 20:06
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Im DK-Heft Nummer 20 ¬ĄBei Vollmond wird gepf√§hlt¬ď hatte ich einen groben Fehler von Walter Appel gefunden. Er hatte ¬ĄHawaii¬ď statt ¬ĄHaiti¬ď geschrieen und dieser war in DK-Neuauflage auch nicht korrigiert worden. Also dachte ich mir, schaue mal nach, was Zaubermond daraus gemacht hat:

Im DK-Heft Nr. 20, Seite 7, 1. Spalte, 2 ¬Ė 4. Absatz steht folgendes:
"An sich h√§tte Dorian Hunter zufrieden sein k√∂nnen. Sein Kampf gegen die Schwarze Familie war von gro√üem Erfolg gekr√∂nt gewesen, als er auf Hawaii Asmodi, den Herrscher aller D√§monen, vernichtete. Zuvor hatte Dorian zwar im Kampf gegen den Moloch, Asmodis schrecklichstes Gesch√∂pf, seine Unsterblichkeit verloren, doch daran lag ihm wenig. Der Tod nach einem langen, erf√ľllten Leben ist eine Gnade, und ein Fluch ist es, dem Ewigen Juden Ahasver gleich durch die Zeitalter zu streifen.
Der D√§mon Olivaro, der Dorian ein paarmal geholfen, in Wirklichkeit aber Dorians Kampf gegen die Schwarze Familie f√ľr seine Zwecke ausnutzte - er wollte als Magus. VII der F√ľrst der Finsternis werden - hatte in Moment genug mit den √ľbrigen Mitgliedern der Schwarzen Familie zu tun, die ihn nicht anerkennen wollten und ihn versteckt und offen bek√§mpften.
Die Inquisitions-Abteilung hatte daher im Augenblick wenig Arbeit, wenn es auch nur eine Atempause im Kampf gegen die Mächte der Finsternis sein konnte."


Folgendes fand ich auf Seite 180 im Dorian Hunter-Buch 5 :
"An sich h√§tte er zufrieden sein k√∂nnen. Olivaro hatte im Moment genug mit den √ľbrigen Mitgliedern der Schwarzen Familie zu tun, weshalb die Inquisitionsabteilung zur Zeit ohne gro√üe Arbeit war - wenn es auch nur eine Atempause im Kampf gegen die M√§chte der Finsternis sein konnte."

Nun haben die Zaubermond-Leute zwar den Fehler korrigiert, aber auf eine Art, die mir nicht gef√§llt. Sie haben den Text einfach um zwei Abs√§tze gek√ľrzt, ob sie wichtig f√ľr die Handlung sind, sei dahin gestellt, aber ich glaube mich dran zu erinnern, da√ü ich in einer Zaubermond-Werbung etwas von ¬Ąungek√ľrzt¬ď gelesen habe.

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30.12.2017 20:18
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Zitat:
Original von Talis
Nun haben die Zaubermond-Leute zwar den Fehler korrigiert, aber auf eine Art, die mir nicht gef√§llt. Sie haben den Text einfach um zwei Abs√§tze gek√ľrzt, ob sie wichtig f√ľr die Handlung sind, sei dahin gestellt, aber ich glaube mich dran zu erinnern, da√ü ich in einer Zaubermond-Werbung etwas von ¬Ąungek√ľrzt¬ď gelesen habe.


Und aus genau diesen Gr√ľnden (den Leser belogen und wegen der tats√§chlich erfolgten K√ľrzungen/Bearbeitungen) habe ich alle Zaubermond-B√§nde aus dem Regal genommen; die werden verscherbelt, und zum Lesen wird auf die Hefte der Erstauflage zur√ľckgegriffen.

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31.12.2017 06:47
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Zitat:
Original von Talis
Nun haben die Zaubermond-Leute zwar den Fehler korrigiert, aber auf eine Art, die mir nicht gef√§llt. Sie haben den Text einfach um zwei Abs√§tze gek√ľrzt, ob sie wichtig f√ľr die Handlung sind, sei dahin gestellt, aber ich glaube mich dran zu erinnern, da√ü ich in einer Zaubermond-Werbung etwas von ¬Ąungek√ľrzt¬ď gelesen habe.

Scheint also bei allen (Klein)Verlagen gängige Praxis zu sein ... (?)

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06.01.2018 19:00
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Och, ich bin √ľber diese Zaubermondb√ľcher mit kleineren √Ąnderungen echt dankbar. Die Originalhefte bekommt man sicher gar nicht mehr oder sie sind wahnsinnig teuer. Und die anderen Neuauflagen wurden viel mehr gek√ľrzt. Handlungsrelevant. Wohingegen die Zaubermondb√ľcher sich an die b√∂se jugendgef√§hrdende Fassung halten. Ich denke damit bekomme ich den besten Einblick in die Serie, wie sie urspr√ľnglich von den Autoren gedacht war. Buch


Die Geliebte des Teufels

von Neal Davenport



Timothy Morten geht zuf√§llig auf dem Nachhauseweg an der Kunstgallerie des Ehepaares Dillon vorbei. Die beiden sind gute Freunde von ihm und weil die Eingangst√ľr seltsam offen steht, schaut er nach dem Rechten. So stolpert er auf Heftromanart in einen mysteri√∂sen Fall, der erst zum Finale f√ľr den Leser richtig klar wird.

Denn wer ist hier von einem D√§mon besessen? Wer sagt die Wahrheit und wer l√ľgt? Miriam Dillon? Elton Dillon? Oder beide? Wie sich sp√§ter heraus stellt sind auch einige der Zeugen manipuliert und ihre Aussagen k√∂nnten bewusst irref√ľhrend sein.

Zum Gl√ľck erh√§lt Tim Hilfe vom D√§monenkiller. Oder eher anders herum, mein Hauptkritikpunkt an der Geschichte. Warum wird Dorian zu dem Fall hinzugezogen? Timothy Morton ist selbst D√§monenj√§ger und zwar wesentlich l√§nger als Dorian. Gut, es kann nicht schaden, sich Unterst√ľtzung zu holen. Arbeit und ein Wiedersehen unter Freunden kann man so schonmal verbinden. Allerdings bleibt Tim irgendwie die ganzen Ermittlungen √ľber der Hilfsbursche von Dorian. Der D√§monenkiller muss ihm Dinge √ľber die D√§monenwelt erkl√§ren. Er schickt ihn dahin und dorthin, Tim spurt brav. Gibt ihm Anweisungen zu Schutzmagie und Beschw√∂rungen. Damit der Jung' mal was lernen kann. Auch hier kann man wieder argumentieren. Vielleicht erlangt Dorian immer mehr Erinnerungen an seine fr√ľheren Leben und kann deshalb auf mehr Wissen zur√ľckgreifen. Das unangenehme Geschm√§ckle bleibt aber. Selbst wenn das alles stimmt, Tim w√ľrde sich sicher nicht seinen eigenen Fall so einfach aus der Hand nehmen und sich zum Helfer degradieren lassen. Neal Davenport hat hier zu stark darauf bestanden, dass der Titelheld der Serie im Fokus steht und gl√§nzen kann.

Davon abgesehen bin ich mit der Handlung an sich zufrieden. Die Motivation des Dämons wird auf den letzten Seiten noch logisch aufgeklärt. Der Missbrauch einer Zwölfjährigen erwachsen beschrieben. Nämlich nur angedeutet. Ich brauche sowas echt nicht, aber wenn man eine realistische Schwarze Messe an einer Jungfrau unterbringen will, dann doch bitte so.

An den Details hapert es manchmal. Wie kann ein damals minderbemittelter und schon fast schwachsinniger Junge jetzt Leiter eines großen Entertainmentbetriebes sein? Wieso schlafen alle Zeugen mit einer verheirateten Frau, die Darstellung der Männer ist ziemlich platt. Dorian wird von einem Attentäter mit einem Messer attackiert, das zufällig genau das Amulett trifft und in nicht tödliche Körperregionen abschrammt.

Vor allem, mein Dauerthema, hat Dorian hier wieder sein Amulett. Das nutzt er auch ausgiebig und es zeigt ihm zuverlässig, ob jemand gerade unter Dämoneneinfluss steht. Hätte er es mal im letzten Roman genau so routiniert benutzt.



Eine solide Handlung der Woche. Mit Timothy Morton, der mir aber in seiner Rolle als begabter D√§monenj√§ger mit langj√§hriger Erfahrung viel zu kurz kam. Daf√ľr gut geschrieben und logisch aufgel√∂st.

groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Schnauzern)

DH ist bis jetzt die einzige Heftromanserie, wo ich auch am Wochenende mal fix einen Fall lese. Normalerweise sind da die "richtigen" B√ľcher dran, wenn ich mal Lust auf 2 Stunden Literatur habe.



edit: Der Leser wurde auch nicht belogen. H√∂chstens wurde fies geworben. Die eigentlichen Handlungen sind die der ersten Auflage. Dass es keinerlei K√ľrzungen/√Ąnderungen gibt und nur die Rechtschreibung angepasst wurde trifft nur auf ausgew√§hlte Hefte zu. Nicht auf alle Zaubermondabdrucke per se.

Im Vorwort stand bis jetzt auch stets etwas dazu. Nur kann man sich die ja nicht vorher im Buchladen fix durchlesen. Man muss das Buch erst √ľber Zaubermond kaufen, um dann zu merken, dass es √Ąnderungen gibt.

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09.01.2018 19:47
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Die Leichengrube

von Charles Fleming



Charles Fleming versucht sich als n√§chster neuer Autor an der Serie, kommt aber an die anderen Autoren einfach nicht heran. Mir fehlt g√§nzlich das Besondere der Serie. Der Flair, der D√§monenkiller f√ľr mich von anderen Gruselserien der Zeit abhebt. Viel eher liest sich die Geschichte wie ein klassischer Bastei-GK.

Schon die Einf√ľhrung ist seltsam. Coco m√∂chte ein wenig Abstand von Dorian haben und den Kopf frei bekommen. F√§ngt dann aber auf ihrer Reise ausgerechnet ein Verh√§ltnis mit Sheldon Bloom an. Ist diese Tour, wo sie sich an jeder Zwischenstation einen Sexburschen angelt ihre Art, sich ihrer Gef√ľhle und W√ľnsche klar zu werden? Und ausgerechnet Sheldon Bloom ist eng mit einem Fluch verkn√ľpft, der eben dieses D√∂rfchen heimsucht. Nat√ľrlich ist der Jahrestag sehr bald. Was macht Coco also? Als emanzipierte junge Frau zeigen was sie drauf hat und den Fall allein l√∂sen? Nein, sie zieht Dorian hinzu, weil sie √ľberfordert ist. Gerade den Mann, von dem sie sich gel√∂st hat. Sie bekommt in dem Abenteuer auch irgendwie nichts auf die Kette. Und dieses ewige hin und her zwischen ihr und Sheldon, ob sie nun geht oder bleibt. Die Frauendarstellung ist genau so √ľbertrieben altmodisch-klischeehaft wie die D√∂rfler.

Da ist die zweite H√§lfte der Geschichte schon besser, weil endlich was passiert. Eigentlich kann der D√§mon nur gewinnen. Auf der einen Seite die angreifenden besessenen D√∂rfler, auf der anderen Seite die verteidigenden normalen D√∂rfler. Weil Dorian diese pl√∂tzlich nicht mehr mit magischen Mitteln aus dem Bann befreien kann muss er sie t√∂ten. So m√ľssen doch viele Bewohner dran glauben, die eigentlich unschuldig sind. Der Strippenzieher wird am Ende auf dem Friedhof in wenigen S√§tzen kurz gepf√§hlt, wie entt√§uschend.

Und Kiwibin? Kann wenigstens der Neuzugang glänzen, eine Stärke der Serie? Leider auch nicht. Der Name erinnert mich an die Frucht und die Figur ist im Kern erstmal nichts weiter als ein Fan von Dorian, der ihm helfen will.

Wie gesagt, f√ľr einen Bastei-GK w√§re das ganz solide gewesen und ich w√ľrde mich nicht gro√üartig beschweren. D√§monenkiller hat aber einen ganz anderen Anspruch an sich. Aus dem Vorwort wei√ü ich, dass dies der einzige Roman von Charles Fleming f√ľr die Serie bleiben wird. Und h√§tte ich ausgehend von den Texten die Wahl, ich w√ľrde mich auch ohne zu z√∂gern f√ľr Earl Warren als Erweiterung des Autorenteams entscheiden. Der hat einfach mehr drauf und passt vom Stil besser zum D√§monenkiller.




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