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woodstock woodstock ist männlich
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Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 11403

15.10.2017 20:26
Larry Brent im Blitz-Verlag: Band 9 „Frankenstein“
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Enthalten sind die Romane:

Band 39: Vor der Tür stand Frankenstein (SGK Band 17)
Band 7: Das Grauen von Blackwood Castle (SGK Band 18)

__________________
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Schüler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele trägt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
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97767
Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2360

14.01.2018 20:42
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Rezension zu Teil 1: »Vor der Tür stand Frankenstein«

Jean Dumont und Nicole Mercier geben sich auf seinem Bauernhof gerade ihrem Liebesspiel hin, als sie durch unangenehme Geräusche aufgeschreckt werden. Jean sieht nach und entdeckt im Schweinestall ein mit bloßen Händen zerrissenes und aufgefressenes Schwein! Und steht dem Verursacher des grausigen Ereignisses gegenüber. Nicole ruft indessen Kommissar Maurice Lucell zu Hilfe, der auch prompt erscheint. Aber er kann nur noch Spuren sichern, eine Fußspur davon ist fast doppelt so groß als seine eigene. Er bringt Nicole sicherheitshalber zurück in den kleinen Ort Montcornet.

Unterdessen kann Larry Brent seinen Freund und Kollegen Iwan Kunaritschew in Hongkong gerade noch vor dem sicheren Tod durch ein unheimliches Wesen retten, durch dessen bloßen Kontakt eine tödliche Pilzkrankheit übertragen wird. Diese Pilze stammen aus dem Weltall, wie sie wenig später durch eine Depesche ihres Chefs – X-RAY-1 – erfahren. Auf die Erde gebracht durch eine illegale Weltraumfahrt der Chinesen, dessen Rakete in Frankreich abstürzte. Larry hat sich unverzüglich nach Frankreich zu begeben, während Iwan weiter nach der verschwundenen Leiche des »Frankenstein-Monsters« suchen soll.

Währenddessen überschlagen sich in Frankreich die Ereignisse. Kommissar Lucell hat alle Hände voll zu tun, als ihm klar wird, dass immer mehr Menschen infiziert werden (könnten) und dass sogar chinesische Agenten mitmischen, die um alles in der Welt verhindern wollen, dass die Amerikaner und die Europäer von ihren Alleingängen im Weltraum erfahren …

Meinung: Der Roman beginnt sehr spannend mit der Beschreibung des Geschehens auf dem Bauernhof sowie der Aktionen von Kommissar Maurice Lucell. Die Episode von Larry Brent und Iwan Kunaritschew in Hongkong wirkt dagegen eingeschoben auf mich, wahrscheinlich um das Agieren der Chinesen in Frankreich zu rechtfertigen. Spielt am Schluss nur noch eine Nebensatzrolle und hätte somit auch gleich in Europa spielen können. Vielleicht war es aber wichtig, um wieder einmal zu zeigen, was für ein toller Hecht X-RAY-3 doch ist, da ihm einfach keine hübsche Frau widerstehen kann, sobald sie ihn zu Gesicht bekommt – und sei es eben in einem Flugzeug! Aber die Dame hat ganz anderes im Sinn, worauf Larry Brent natürlich prompt wieder mit Pauken und Trompeten hereinfällt. Jaja, die männlichen Hormone und speziell die von Larry Brent … groes Grinsen

Obwohl der Plot im BLITZ-Buch nur 61 bedruckte Seiten einnimmt, ergeben sich im Mittelteil doch ein paar Längen auf der Jagd nach den »Frankensteinern«, die hier auch noch falsch bezeichnet werden. Denn sie entsprechen nicht dem Dr. Frankenstein, sondern dessen kreiertem Monster. Doch sehen wir darüber einmal generös hinweg. Leider kommt es im Buchtext zu einigen Unstimmigkeiten, die das Lesevergnügen etwas stören. Ich kann jedoch nicht sagen, ob dies auch im Original-Heftroman so ist, aber das können vielleicht andere User kontrollieren. Ich gehe aber davon aus, dass dem dort auch so sein dürfte. Diese Unstimmigkeiten führe ich hier als Spoiler an. Wer sich davon nicht beeinflussen lassen möchte: Bitte nicht öffnen!


Überhaupt scheint mir, dass in diesem Roman vor allem dem französischen Kommissar die Hauptermittlungsrolle zufällt, nicht den PSA-Agenten. Larry Brents Hormone hindern ihn daran, früher am Ort des Geschehens einzutreffen und so hat der Kommissar beinahe alles vorab erledigt, muss sich lediglich gefangen nehmen lassen, um von X-RAY-3 ganz heldenhaft in James-Bond-Manier befreit zu werden. Dies finde ich etwas schade, denn der toughe Kommissar hat mir ganz gut gefallen. Und dass Dr. Alain Fermand, anstatt sich um das eventuelle Überleben von Nicole Mercier zu kümmern, lieber mit dem Kommissar in dessen Auto mitfährt, kann ich überhaupt nicht verstehen und angesichts des hippokratischen Eides auch nicht tolerieren!

Ein weiteres Manko dieses Romans ist, wie ich finde, dass es sich eher um einen Science-Fiction-Roman sowie um einen Agenten-Thriller zu handeln scheint. Denn meines Erachtens sind die echten Gruselelemente dünn gesät, entspricht das Monster doch dem des Films »Das Ding aus einer anderen Welt«. Wobei dieses Weltall-Pflanzen-Monster wirklich unheimlich daherkommt! Dazu passt auch das wenig gespensterjagende Agieren von Larry Brent alias X-RAY-3, der hier als James-Bond-Verschnitt auftritt. Man könnte meinen, es handelt sich hierbei um einen Science-Fiction-Grusel-Roman, wenn man so will. Und das Agieren der Chinesen mit geheimen Weltraumflügen konnte als Teil der Geschichte ohnehin nur Anfang der 1970er-Jahre noch halbwegs ernst genommen werden; heute würde so etwas überhaupt nicht mehr funktionieren, bedenkt man allein die weltumspannenden Satellitenüberwachungsprogramme der befreundeten Staaten dieser Erde ... Urks

Fazit: Ein Roman, der an sich recht spannend verfasst wurde von Dan Shocker/Jürgen Grasmück, aber halt doch so einige Schwächen und Ungereimtheiten aufweist, die wirklich nicht hätten sein müssen. Ob dies jetzt mit eventuellen Kürzungen durch den BLITZ-Verlag zusammenhängt, kann ich nicht nachweisen, da ich den Originalroman nicht vorliegen habe. Sieht man hiervon ab, ist der Roman gut lesbar, wenn auch mit weniger Inhalt als der 2. Teil des BLITZ-Paperbacks mit seinen 84 bedruckten Buchseiten.

Ich vergebe 3 von 5 Smith & Wesson Laser mit der Tendenz zu 3½.


Das Titelbild ist der Larry-Brent-Heftreihe entnommen, wobei es hier durch den kleineren Ausschnitt sogar dramatischer wirkt als auf dem Heft. Dort ist das Drumherum mehr hervorgehoben und somit ergibt sich beinahe der Eindruck, als würde das »Frankenstein-Monster« mit Jean Dumont einen Tanz aufführen und keinen lebensgefährlichen Ringkampf. Hier kommen die zwei Meter Körpergröße auch logisch zur Geltung. Dazu kommt, dass die Frau, Nicole Mercier, im Text an dieser Stelle gar nicht vorkommt, weil nicht dabei. Aber sie hat durchaus einen sexy Betrachtungseffekt …

Ich vergebe 3 von 5 Smith & Wesson Laser.

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Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen – versuche es.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Shadow am 27.03.2018 13:28.

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