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Talis Talis ist männlich
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21.09.2016 21:08
Band 6: Die Masken des Dr. Faustus
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Anfang des 16. Jahrhunderts gebiert eine junge Frau während einer Schwarzen Messe die Dämonendrillinge, die eine Gefahr für die gesamte Menschheit bedeuten.
Zur gleichen Zeit schmiedet der Alchemist Albertus Villanovanus die einzige Waffe, die die Drillinge in ihre Schranken weisen kann, aber Villanovanus stirbt, bevor er den Goldenen Drudenfuß anwenden kann.
Das Amulett verschwindet spurlos ... und taucht, zusammen mit den Drillingen, im Europa der Gegenwart wieder auf...

(Klappentext auf Dorian Hunter Buch 6)

Die Masken des Dr. Faustus

Dorian Hunter-Klassiker-Band

411 Seiten

Erschienen 2001

Enthält folgende Romane der Erstauflage:

23 - Jagt die Satansbrut

24 - Der Kopf des Vampirs

25 - Die Rattenkönigin

26 - Die Todesmasken des Dr. Faustus

27 - Das Mordpendel

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18.01.2018 19:22
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Jagt die Satansbrut

von Neal Davenport



Dämonenkiller ist eine interessante Serie, unbestreitbar. Das wird sicher auch so weiter gehen, ich bin guter Hoffnung. Bei den beiden Hauptautoren sehe ich inzwischen aber schon einen Unterschied. Neal Davenport bringt hier neue Ideen und Entwicklungen unter, richtig zufrieden bin ich aber nicht. Vieles sind vertane Chancen, Dinge die ich gern anders gesehen hätte. Die Thematik um Drudenfuß und Dämonendrillinge klingt auf dem Papier sehr spannend, jedoch hat mich dieser Einstieg ernüchtert.

Fangen wir mit der Weitererzählung von Dorians zweitem Leben an, die für mich einige Brüche hat.
War Lucerno schon während der Ereignisse um Esmeralda auf der bösen Seite? Wenn ja würde es noch weniger Sinn ergeben, dass er Esmeralda fallen lässt und ihr Zukunftswissen einem anderen schenkt, als weiter davon Gebrauch zu machen. Bisher war ich der Annahme, er wäre einfach nur ein korrupter Inquisitor gewesen.

Und Juan als zentrale Figur? Plötzlich geht er in eine viel mystischere Richtung. Hat einen Lehrmeister im Studium der Alchemie und liest sich viel mehr wie seine aktuelle Wiedergeburt als Dorian Hunter. In Ernst Vlceks Version war Juan wilder, aber auch naiver. Er hatte keinen Lehrmeister, nur Graf Fuesco als Partner. Und obwohl er von der Existenz der Schwarzen Familie wusste, war er doch eher ein Kämpfer gegen die scheinheilige Inquisition. Ein typischer Rebellenführer mit einem leidenschaftlichen Herzen.

Es ist sehr praktisch. Gerade als die Dämonendrillinge geboren werden, mächtige Überwesen, kann auch die einzige Waffe gegen sie hergestellt werden. Wenn ich es richtig verstanden habe wirkt der Drudenfuß auch nur gegen die Drillinge, ansonsten ist er nutzlos. Und Juans Meister stirbt wenige Minuten, nachdem er seinen Schüler über die Waffe aufgeklärt hat. So gelangt Juan erstmal an das Teil. Hätte man das nicht geschickter lösen können?

Und danach, die Darstellung der Inquisition und der grausamen Folter. Langsam reicht es. Ich bin mir sicher, die Serie hat auch andere historische Themen für düstere Szenen zu bieten. Das muss ich jetzt echt nicht mehr lesen.

Wenn Juan sich jetzt schon so liest wie Nicolas de Conde, muss man ihm nicht auch noch die gleichen Erlebnisse spendieren. Wie wäre es mit einem Leben als vampirisches Mitglied der Schwarzen Familie oder vampirischer Kämpfer gegen das Böse? Dass frische Vampire unbedingt den Befehlen ihres Erzeugers folgen müssen hat mir nicht gefallen. Langweilig, wenn das jetzt eine feste Regel in der Serie ist. Aber Juan als Blutsauger wäre eine sichere Chance auf interessante Abenteuer und ein Alleinstellungsmerkmal dieser Wiedergeburt gewesen. Leider wird sich dazu entschieden, ihn direkt zu töten. Womit auch dieses Dämonenkiller-Leben erledigt ist.


In der Gegenwart ist Coco nicht nur zurück im Team, sondern auch mit Dorian intim. Der Umgang mit dieser Figur ist mit viel zu sprunghaft. Eine glaubhafte Gefühlswelt wird mir jedenfalls nicht vermittelt. Da hat man schon eine emanzipierte junge Hexe in der Besetzung und nutzt sie dann nicht für eine moderne Frauendarstellung. Ich weiß nicht, ob der Leser das damals überhaupt gewollt hätte oder davon genervt gewesen wäre, aber für mich gäbe es DK direkt einen Sympathiebonus.

Die Dämonendrillinge wurden vor etwa 500 Jahren geboren. Super mächtig, eine echte Gefahr für die Menschheit, höchstes Dringlinchkeitspotential, diesdas. Tja, die Welt ist in den 500 Jahren nicht untergegangen und es gibt auch keine historischen Aufzeichnungen über Drillinge die Hitler an die Macht verholfen haben oder den ersten Weltkrieg anzettelten. So schlimm kann es nicht sein. Wenn man dem Leser schon Panik machen will muss das besser ausgearbeitet sein. Sicher sind die Drillinge mächtig und gefährlich, aber das sind andere starke Dämonen auch.

Nun gibt es also diesen Drudenfuß, aber der kann überall auf der Welt sein. Zufällig hat Coco auf ihrer Reise kürzlich jemanden besucht und das Artefakt dort gesehen. Prima. Wenigstens geht Dorian nicht auf Olivaros Unterstützungsangebot ein. Der hat den Dämonenkiller vor kurzem erst erfolgreich eingespannt, um einen Konkurrenten bequem loszuwerden.

Zum Finale gibt es dann den nächsten Vampir, mit dessen direkter Vernichtung man Potential vergeudet. Ich mochte Helnwein als Antiquar sehr gern, seine plötzliche Verwandlung hat mich geschockt. Aber ich hätte mich mit ihm als Vampir, egal auf welcher Seite, arrangieren können.

Bleibt noch der Gegner der Woche. Ich kann leider nicht aufhören, Dinge zu krisitieren. Vidal Campilla ist ein typischer "ich kann alles"-Gegner ohne feste Struktur. Ist er nun ein klassischer Blutsauger oder ein mächtiger Vampirdämon oder ein Vamir aus einem Magierclan? Er hat mir zu viele Fähigkeiten. Und kann probemlos nur als Kopf überleben. Einfach bei der nächsten Gelegenheit einen neuen Körper suchen und fertig. Aha. Der Quälgeist-Schädel wird mitgenommen, um bei der Beschaffung des echten Drudenfußes zu helfen, der bei ihm war nur eine Illusion. Ich wittere Trashszenen mit einem quasselnden und fluchenden Kopf in einer Hutschachtel. Bitte nicht!


Der Drudenfuß-Zyklus könnte sich noch in eine gute Richtung entwickeln. Das Eröffnungsabenteuer hat mir aber nicht gefallen. Zu viele übertriebene, zufällige oder simpel gelöste Momente. Die Chance auf zwei Vampir-Charaktere wurde vertan. Juan Garcia de Tabera ist mir dem Baron Nicolas de Conde zu ähnlich geworden. Die Inquisition ermüdet mich, ich möchte ein frisches Historienkapitel.

groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Schnauzern)


PS. Apropos übertriebene Darstellungen. Marvin Cohen ist furchtbar überzeichnet, als das dumme Arschloch. Der Leser soll ihn unbedingt hassen, deutlicher kann man es einem wirklich nicht ins Gesicht drücken. Wo sonst die Charaktere eine Stärke von DK sind, ist das einfach lächerlich.

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Beiträge: 2091

18.01.2018 20:16
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Du hast gerade den ersten Teil des Dämonendrilling-Zyklus gelesen. Warte erst mal ab, wie es weitergeht und dann wird mich interessieren, was du vom dem Zyklus hältst.
Was Kurt Luif und seinen vertane Chancen angeht, bin ich anderer Meinung. Kurt Luif hat eigentlich immer das beste aus den Exposés gemacht. Sein geschichtliches Hintergrundmaterial ist um Klassen besser, was andere Autoren so liefern.

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19.01.2018 19:05
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Zitat:
Original von Talis
Sein geschichtliches Hintergrundmaterial ist um Klassen besser, was andere Autoren so liefern.


Da kann man geteilter Meinung sein. Ich finde den Vergleich sowieso unfair, heutige Autoren haben es viel einfacher historische Hintergründe zu recherchieren. Auch eher unbekannte Details abseits des Mainstreamwissens und bekannter Klischees.

Was Manfred Weinland da zum Beispiel abliefert ist erstaunlich. Leider so oft Frühmittelalter bis Spätmittelalter oder Nazizeit. In Europa. Es gibt so viele interessante Gebiete. Zum Beispiel als James Cook Australien zur britischen Kolonie "machte" und die darauffolgenden Jahre. Nur mal als spontanes Beispiel.


ABER, es freut mich, dass du dich zu meinem Geschriebenen äußerst. Die Erklärungen oder Korrekturen lese ich gern. Wir sind ja nicht nur für trockende Rezensionen, sondern auch für Meinungsaustausch hier. smile Also haltet euch nur nicht zurück, mache ich ja auch nicht, wenn ich meine eigentümliche Sichtweise auf die Kultserie habe. groes Grinsen



Der Kopf des Vampirs

von Earl Warren



Dorian und Coco sind auf dem Weg nach Amsterdam, um den Vampirkopf von Vidal Campilla aka Thören Rosqvana zum dämonischen Professor Zaander zu bringen. Der Vampir soll dort einen frischen Körper erhalten, Dorian bekommt im Gegenzug Informationen über den Aufenthaltsort des wahren Drudenfußes.

Natürlich entwickelt sich die Reise nicht so einfach wie sie klingt. Rosqvana kann telepathisch Kontakt mit Zaander aufnehmen und ihn warnen. Zeitgleich mit der Zugfahrt beginnt leider auch der Trash. Rosqvana ist in einer Hutschachtel sicher verstaut. Da steigt eine Dame zu, der unglücklich die Schachtel herunter fällt. Coco gaukelt ihr mit ihren wieder wachsenden Hexenkräften schnell die Illusion eines echten Huts vor. Doch der Vampirschädel kann plötzlich fliegen und rast blutgierig auf die Frau zu. Dorian packt ihn gerade noch rechtzeitig und schüttelt ihn ordentlich durch, damit er wieder runter kommt. Das fängt ja toll an.

Als wäre das nicht genug, an dem ich zu knabbern hätte, steigt neben dem Puppenmann Don Chapman auch noch Marvin Cohen zu. Er wird für den Rest der Geschichte immer wieder typische Szenen zugespielt bekommen, damit der Leser auch ja nicht vergisst, was für ein pöser Pursche er ist.

Unser fliegender Schädelfreund bekommt weitere lustige Kräfte spendiert. Er kann die Anwesenden im Abteil in eine magische Benommenheit lullen und dann durch feste Materie hindurch auf Blutsuche im Zug herumschweben. Er findet auch ein Opfer, aber durch seinen Halsstumpf fließt das ganze Blut wieder nach draußen. Wie ärgerlich!

Auch Zaanders Diener Ndoyo ist im Zug, um sich den Vampirkopf zu schnappen und Dorian zu töten. Er erwischt Thörens Kopf auf frischer Tat beim Blutsaugen. Die Blutlache am Boden muss weg. Wie gut, dass Rosqvana jederzeit neue Magie wirken kann. Das Blut gasförmig machen und in einer Dunstwolke aus dem Abteilfenster huschen lassen, überhaupt kein Problem.

Ndoyo schafft es sogar noch, Don Chapman als Geißel zu nehmen und Dorian zu erpressen. Er will ihm direkt im Zug das Gehirn herausschneiden, damit sein Meister etwas zum herumwerkeln hat. In letzter Sekunde betätigt Coco die Notbremse und Ndoyo wird aus dem Konzept gebracht. Wie sie das so zeitgenau ausführen konnte, lasse ich mal unkommentiert. Im folgenden Handgemenge kann Ndoyo mit Chapman aus dem stehenden Zug fliehen. Dafür ohne das Gehirn von Dorian oder Rosqvanas Kopf.

Für die Dämonenkiller geht es aber weiter nach Amsterdam und nicht an die direkte Verfolgung. Es wird am Plan festgehalten, auch wenn man jetzt weiß, dass Zaander Dorian ans Leder will und man garantiert in eine Falle laufen wird. In Amsterdam angekommen erzählt ihnen Zaander bei einem Telefonat, dass Chapman seinem Diener entkommen ist. Wieso sollte er offenbaren, dass ihm dieser Faustpfand verloren gegangen ist? Andererseits, wieso sollte er sich so eine Lüge ausdenken? Egal, obwohl Coco und Dorian momentan eine schwere Phase durchmachen und ein Bruch in ihrer zwischenmenschlichen Beziehung stattfand, gibt es im Hotelzimmer erstmal heißen Sex. Wieso auch nicht? Gefühle und fröhliches Vögeln kann man problemlos voneinander trennen. Ich kann man überhaupt nicht vorstellen, wie das in einer realistischen Serie ihrer Liebe schadet.

Da es regelmäßig passende Stellen für Marvin Cohen gibt, darf man auch ja nicht nachlassen, und den Trashfaktor darüber vergessen. Also gibt es bei Zaander zusammengewürfelte Misch-Monstrositäten. Und Rosqvanas Kopf kommt nicht auf einen neuen Körper, sondern auf den von Ndoyo, ohne dessen Kopf zu entfernen. Nach dem fliegenden schlechtgelaunten Vampirkopf gibt es jetzt den Doppelkopf-Vampir. Darüber sind beide Individuen nicht erfreut und drehen am Rad. Es kommt zum Kampf mit den Monstern des Professors und der Doppelkopf-Vampir flüchtet. In eine Gartenhütte. Wo er ungünstig auf einen Rechen tritt und sich den Stiel an einen der Köpfe hämmert. Glückwunsch, hier war bei mir Schluss. Den Rest habe ich nur noch lustlos weggelesen. Das Gestreite der ungleichen Persönlichkeiten in einem Körper ging mir auch auf die Nerven.

Rosqvana beißt Ndoyo, damit er zum hörigen Vampir wird und Ruhe gibt. Der Doppelkopf-Vampir stellt sich Zaander entgegen. Das Dämonenkiller-Team erwartet ihn schon und huscht hinterher. Es kommt zum Kampf. Zaanders Monster überwältigen die Angreifer. Keine Chance für Dorian und Co. Wie löst man so eine Situation? In einem Trash-Roman ganz simpel. Auf einmal erscheinen in der Wand irgendwelche Öffnungen, aus denen Ratten strömen. Sie erledigen in ihrer Vielzahl Zaander. Das sind nämlich die Wächter des Drudenfußes. Ach stimmt, in diesem Zyklus geht es eigentlich um etwas ganz anderes als die Verpflanzung eines Vampirschädels. Man muss nun also der Spur der Ratten folgen, sozusagen. Cohen tötet in einem seiner spontanen Arschloch-Momente den Doppelkopf-Vampir, bevor der Dämonenkiller reagieren kann. Der Deal lautete eigentlich anders und Ehrenmann Dorian hätte ihn wie versprochen verschont. Egal, fertig.



Ich weiß natürlich nicht, inwieweit Earl Warren Opfer des Exposes wurde. Aber die Geschichte war eine einzige Qual für mich und ich hoffe inständig, dass solche Fälle unter dem Trashmotto die absolute Ausnahme bleiben. Was selbstredend sehr vom persönlichen Geschmack abhängt. Fliegende Köpfe sind eines der Dinge, die ich absolut nicht ausstehen kann. Es sei denn es passt genau zur Geschichte und ist extrem gut erklärt. Rosqvana hat dann auch noch haufenweise Kräfte. Als er endlich mit dem Fliegen aufhört und auf einen Körper festgetackert wird, bleibt es beim Trash, weil er sich einen Körper teilen muss. Dazu noch Marvin Cohen, der so schnell wie möglich einen schweren Flügel auf den Kopf bekommen sollte, damit er aus der Serie verschwindet.


Was ich Earl Warren zuschreiben kann ist die gute Schreibe und die Ausarbeitung der Passagen. Damit bin ich sehr zufrieden. Ndoyo ist eine spannende Figur, sein Meister leider der platte fiese Wissenschaftler, der gern mal irre kichert und sich die Hände reibt. Die Szenen im Zug mit Chapmans Geißelnahme konnten mich unterhalten. Wäre der Vampir normal gelaufen, statt bei seiner Nahrungsbeschaffung durch Türen zu fliegen, ich hätte mich voll darauf einlassen und genießen können. Ganz allgemein, ohne den Trash wäre das ein toller Roman geworden, da bin ich mir sicher. Er ist auch ein toller Trash-Roman und deshalb möchte ich ihn ungern bewerten. Da es nur am Ende kurz um den Drudenfuß geht hätte ich ihn überspringen können und vielleicht auch sollen.

groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Schnauzern), aber diese Wertung kann man hier ruhig ignorieren.

Das nächste Thema ist schon wieder so ein Fall. Ratten-Romane sind auch nicht unbedingt meine Favoriten. Liebe Tierchen, aber wenn sie nicht mit einer guten Erläuterung von einem Dämon kontrolliert werden keine Wesen, von denen ich in Gruselromanen gern lese. Viel können die nicht machen, außer in schierer Masse herumzuwuseln und Leute totzubeißen. Naja, mal schauen, Ernst Vlcek traue ich einiges zu.

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20.01.2018 16:53
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
ABER, es freut mich, dass du dich zu meinem Geschriebenen äußerst. Die Erklärungen oder Korrekturen lese ich gern. Wir sind ja nicht nur für trockende Rezensionen, sondern auch für Meinungsaustausch hier. smile Also haltet euch nur nicht zurück, mache ich ja auch nicht, wenn ich meine eigentümliche Sichtweise auf die Kultserie habe. groes Grinsen


Mir liegt meine Lieblingsserie eben am Herzen und wenn jemand - aus meiner Sicht - nicht gerade damit sanft umgeht, kommen eben meine Kommentare zu dessen Meinung. groes Grinsen

Walter Appel alias Earl Warren hat sich mit dem fliegenden Vampirkopf an die Exposévorgabe von Ernst Vlcek gehalten.

Hier mal ein Auszug aus Dämonenkiller-Exposé Nr. 24:

DER KOPF DES VAMPIRS
TEUFLISCHE EXPERIMENTE

Der Dämonen-Killer 24
Schauplatz: Ein E-Zug und Amsterdam
Zeit Anfang November (im Anschluß an Band 23)
Autor: Appel-Warren

Titelbild: (Nach Vorlage, Bild 3) Ein Neger, der in rechter Hand Pistole hält, mit einen 2. Kopf, der von einem Vampir stammt.

Hinweise:
Auf der Jagd nach dem goldenen Drudenfuß sind Coco und Dorian in Vaduz auf den Antiquitätenhändler Thören Rosqvana gestoßen, der ein Vampir ist. Coco konnte ihn ausschalten, doch dadurch kam Dorian trotzdem nicht an den goldenen Drudenfuß heran, denn es stellte sich heraus, daß es sich nur um eine Illusion handelt. Rosqvana, von dem nur noch der Kopf da ist, verspricht, das Versteck des Drudenfußes preiszugeben und die Dämonen-Drillinge auszuliefern, wenn man ihm zu einem neuen Körper verhilft. Er kennt auch jemanden, der das kann. Dieser Jemand bleibt aber in Band 23 noch unbekannt, er wird erst in diesem Band eine größere Rolle spielen.
Dorian erlebte in seiner Erinnerung als Juan Garcia de Tabera die Geburt der Dämonen-Drillinge und die Erschaffung des goldenen Drudenfußes aus Alchimistengold. De Tabera war sogar im Besitz des Drudenfußes, versteckte ihn hinter dem Altar einer im Exposé nicht namentlich genannten Kirche. Tabera fand im Jahre 1508 als Vampiropfer den Tod, als er den Drudenfuß im Auftrag des Vampirs holen sollte.
Diese Ereignisse kurz erwähnen, daß der Leser die Zusammenhänge behält.
Dem Leser auch sagen, daß der Dämonen-Killer nicht mehr unsterb¬lich ist. Er hat seine Unsterblichkeit in Band 16 verloren.
Dorian hat sich auf den Handel mit Rosqvanas Vampirkopf einge¬lassen. Er fährt mit Coco im Zug nach Amsterdam, um die angegebene Adresse aufzusuchen. Er ist natürlich auf jede Teufelei gefaßt. Aber um an den goldenen Drudenfuß und damit an die Dämonen-Drillinge (die er nur aus der Vergangenheit kennt) heranzukommen, ist ihm kein Risiko zu groß.

.....

Umblenden zur Haupthandlung:
Dorian und Coco fahren mit ihrem makabren Gepäck (Rosqvanas Kopf in einer entsprechend großen Schatulle verpackt) im Zug nach Amsterdam. Es fällt Coco mit ihren wiedergewonnenen Fähigkeiten nicht schwer, die Zollbeamten dahingehend zu beeinflussen, daß sie an Stelle des Vampirkopfes in der Schatulle Reiseproviant oder sonst was sehen.
Das könnte überhaupt der Anfangsgag der Haupthandlung sein. Rosqvanas Kopf leidet. Der Vampir verlangt nach Blut. Beim Anblick des verlockenden Zöllnerhalses vergeht er fast vor Gier. Der Kopf schwebt aus der Schatulle und will den Zöllner beißen. Dorian verhindert das.
In Bonn steigt der Exekutor Inquisitor Marvin Cohen zu. In seinem Gepäck hat der den Puppenmann Donald Chapman. Dorian hat die beiden telefonisch zur Verstärkung angefordert, bevor er sich in Vaduz auf die Reise machte. Die beiden flogen nach Bonn, jetzt sind sie beim Dämonen-Killer im Abteil.
In Bonn steigt aber auch King-Kong zu. Er tut so, als verirre er sich und kommt in das Abteil des Dämonen-Killers, um die Lage zu studieren. Den Puppenmann Chapman entdeckt er jedoch nicht. King Kong entschuldigt sich, zieht wieder Leine. Coco fühlt sofort, daß mit dem hünenhaften Neger etwas nicht stimmt.
Längst schon ist Dunkelheit hereingebrochen. Coco und Dorian, die in letzter Zeit kaum ein Auge zugemacht haben, legen sich aufs Ohr. Marvin Cohen bewacht den Vampirkopf. Da passiert etwas Phantastisches. Die Schatulle öffnet sich, der Vampirkopf schwebt heraus.
Cohen steht unter magischem Bann, kann die Flucht des Vampirkopfes nicht verhindern.
Dieser schwebt aus dem Abteil und in ein anderes, wo eine einsame Frau friedlich schlummert. Diese wird vom Vampirkopf gebissen. Allerdings hat Rosqvana nichts vom Blut, denn wie er es trinkt, quellt es sofort wieder aus seinem Halsstumpf. King-Kong hat vom Gang den Weg des Vampirkopfes beobachtet, kommt nun ins Abteil und nimmt Rosqvanas Kopf gefangen.
Inzwischen hat Marvin Coco und Dorian alarmiert. Die Suche nach. Rosqvanas Kopf beginnt. Als Coco und Dorian King-Kong im Speisewagen entdecken, da behauptet sie, nur dieser Neger könne den Vampirkopf gestohlen haben. Dorian macht King-Kongs Bekanntschaft, bemüht sich, sein Vertrauen zu erschleichen. Für den Leser ist das reizvoll, denn er weiß, daß Zaander King-Kong ausgeschickt hat, auch Dorians Gehirn zu ergattern. Der Dämonen-Killer weiß nichts davon, ist aber auf der Hut. Während sich Dorian mit King-Kong unterhält, soll Donald Chapman dessen Abteil durchsuchen.
Dorian und King-Kong verlassen gemeinsam den Speiseraum. Als sie an der Tür zu King-Kongs Abteil sind, zückt der Neger plötzlich eine Pistole und dirigiert den Dämonen-Killer in sein Abteil. Drinnen ist die lethargische Dame, die vom Vampirkopf gebissen wurde. Während King-Kong den Dämonen-Killer mit der Waffe in Schach hält, befördert er mit der freien Hand chirurgische Instrumente zutage. Er verrät Dorian auch mit sadistischem Vergnügen, daß er ihn sofort um sein Gehirn erleichtern will.
Bevor King-Kong jedoch noch seine Drohung wahrmachen kann, tritt Donald Chapman auf den Plan. Der Puppenmann sollte bekanntlich dieses Abteil durchsuchen, versteckte sich, als King-Kong mit Dorian hereinkam. Jetzt schießt er aus seiner winzigen Pistole auf den Neger, kann ihn jedoch mit dem winzigen Projektil nur leicht verwunden. Das genügt dem Dämonen-Killer jedoch, um sich auf King-Kong zu stürzen. Ein erbitterter Kampf entbrennt. King-Kong hat Chapman gepackt, hält ihn fest - gerade, daß er ihn nicht erdrückt.
King- Kong ist Dorian natürlich an Körperkraft überlegen. Er öffnet das Fenster des fahrenden Zuges, befördert Dorian hinaus. King-Kong hat vor, Dorian im Fenster einzuzwängen, so daß nur sein Kopf ins Abteil ragt und er so mehr oder weniger bequem dessen Schädel öffnen kann. In letzter Not erwischt Dorian jedoch die Notbremse, kann sich festhalten, während King-Kong durch die Bremsung aus dem Fenster des langsamer werdenden Zuges geschleudert wird. Mit King-Kong verschwindet auch Chapman. Noch ein Nebeneffekt tritt auf. Das Opfer des Vampirkopfes, die gebissene Dame, die gerade die Metamorphose zum Vampir durchgemacht hat, wird gegen eines der Skalpelle geschleudert, davon aufgespießt und zerfällt zu Staub.
Der Vampirkopf findet sich im Abteil, der Dämonen-Killer nimmt ihn an sich. Marvin Cohen, der aussteigt und die Umgebung der Gleise absucht, findet keine Spur mehr von King-Kong und Donald Chapman. Also weiß man, daß der hünenhafte Neger lebt und seine Auftraggeber informieren wird. Chapmans Schicksal ist ungewiß.
Dämonen-Killer und Kumpane haben sich in einem Amsterdamer Hotel einquartiert. Man sichert sich gegen Dämonen ab, bewacht nun den Vampirkopf besser, der ständig nach Blut verlangt. Telefongespräch mit Professor Zaander, der sich informiert zeigt und versichert, daß er bereits einen Körper für den Vampirkopf bereitgestellt hat.
Man begibt sich zu Zaanders Anwesen. Von außen sieht alles ganz normal aus. Als man sich jedoch hinter den hohen Mauern befindet, von der Umwelt abgeschnitten und neugierigen Blicken entzogen, wird die Szene unheimlich. Von Zaander gequälte und gedemütigte Wesen tauchen auf. Der Dämon weiß über verschiedene Fälle etwas zu sagen, spricht mit sadistischem Vergnügen über seine abartigen Experimente.
Dem Autor sind keine Grenzen gesetzt. Er kann Affen mit Menschengehirnen auftreten lassen. Hunde mit einem zusätzlichen Paar Menschen-Arme, einem Pferd an dessen Hals ein menschlicher Oberkörper (Zentaur) transplantiert wurde etc.
Und dann stellt Zaander den Spender vor, der seinen Körper für den Vampirkopf zur Verfügung stellen soll. Es ist King-Kong. Das soll die Strafe dafür sein, daß King-Kong versagte. Zaanders Plan ist aber noch viel teuflischer, nur verrät er das keinem. Erst nach Durchführung des Experiments, als der Dämonen-Killer und seine Freunde vor vollendeten Tatsachen stehen, sehen sie, was Zaander getan hat. Er verpflanzte den Vampirkopf zusätzlich zu King-Kong Kopf (und zwar auf die linke Seite) auf den Rumpf.
Daraus ergeben sich viele Komplikationen, die im Roman zusätzlich zur Handlung dramaturgisch abgefaßt werden sollen. Am besten geschieht das durch Umblendungen, indem man aus der Warte King-Kongs und des Vampirkopfes erzählt.
Herausstellen, daß Dorian und Gefährten nicht mit diesem Experiment einverstanden waren, doch nichts dagegen tun können. Das Ergebnis schockiert sie doppelt.
King-Kong beginnt zu rasen. Der Vampirkopf an seinem Rumpf verlangt nach wie vor nach Blut. King-Kong beschafft sich seine Waffe und flieht in die Nacht hinaus. Zaanders wahnsinniges Lachen begleitet ihn. Dorian, Coco und Cohen müssen vor seinen unheimlichen Geschöpfen fliehen. Vorher hat Zaander behauptet, nichts über den Puppenmann Chapman zu wissen. Eine Lüge, wie der Leser ahnen darf.
Die Jagd auf King-Kong mit dem Vampirkopf beginnt. Die Schwierigkeiten des zweiköpfigen Lebewesens nach eigenem Gutdünken schildern. King-Kong darf sich nirgends sehen lassen. Der Vampir verlangt nach Blut. King-Kong droht, den Kopf zu erschießen, was Rosqvana mit der Bemerkung quittiert, daß dann auch King-Kong sterben muß. Die Gier des Vampirkopfes nach Blut wird so groß, daß er sogar versuchte King-Kongs Hals zu beißen. Als King-Kong einmal völlig übermüdet einschläft, gelingt es dem Vampirkopf schließlich, seinen Durst an der Halsschlagader des Gastkörpers zu stillen. Das jedoch nur für kurze Dauer, denn Rosqvana trinkt sozusagen sein eigenes Blut. Er erreicht dadurch jedoch, daß auch King-Kong zum Vampir wird.
In King-Kong bleibt jedoch der unbändige Haß gegen Professor Zaander zurück. Er will alles daransetzen, um Zaander zu töten.
Damit rechnet auch Dorian und läßt das Anwesen des Professors von Marvin Cohen beobachten.

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22.01.2018 19:54
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Ein Neger namens King-Kong also. Na zum Glück hat Earl Warren den dämlichen Name abgeändert. groes Grinsen


Die Rattenkönigin  

von Ernst Vlcek


Bringen wir es direkt als erstes hinter uns, auch dieses mal ist Arschloch Marvin Cohen wieder mit von der Partie. Wenn man die übertriebenen Sachen überliest geht er als ordentlicher Charakter durch. Jemand, der lieber agiert, statt zu denken. Der zupackt. Die Drecksarbeit macht, wenn es sein muss.

Nach dem letzten Abenteuer geht es zum fiktiven Amsterdamer Vorort Borvedam. Dort sollen Ratten den gesuchten Drudenfuß bewachen. Genau jetzt wo die Helden eintreffen gibt es in der Sache Aktivitäten. Mehrere Männer sind durch Rattenbisse gestorben, alle gehörten einem Freundeskreis an. Während Dorian sich von der Polizei auf den neusten Stand bringen lässt, will sich Don Chapman aus irgendeinem nicht genannten Grund im Keller umschauen, wird auf eine übergroße Ratte aufmerksam und folgt ihr in eine Höhle, die von leuchtenden Würmern und Glühwürmchen erhellt wird. Das ist für das Finale wichtig. Ernst Vlcek hätte sich trotzdem wenigstens einen Grund einfallen lassen können, was der Puppenmann im Keller wollte.

Andernorts gibt es den nächsten Rattenangriff, dieses mal nicht auf einen Mann, sondern auf das Mädchen Julie. Sie entkommt verletzt zu ihrem Verlobten Anselm. Zufällig ist der auch aus dem Männerkreis der Opfer und ein mögliches Ziel. Deshalb ist Marvin Cohen gerade zur Befragung bei ihm und nutzt direkt die Gelegenheit, sich mit Julie zu unterhalten. Es stellt sich heraus, dass alle Männer vor ihrem Tod von einer mysteriösen Frau geträumt haben.

Während Cohen noch da ist taucht auch schon die nächste handlungsrelevante Person günstig auf. Die alte Arline scheint einiges zu wissen. Cohen nimmt sie zu Dorian mit, wo sie dem Team die Legende der Rattenkönigin erzählt. Langsam formt sich ein Bild. Aus unerwiderter Liebe hat sie die Männer zu sich gelockt und dann von ihren Ratten töten lassen. Es ist davon auszugehen, dass Amseln wirklich das nächste Opfer sein wird. Deshalb beschattet Chapman ihn. Kann als Puppenmann aber wenig ausrichten, als die Ratten tatsächlich um Mitternacht auftauchen und ihn unter Bann ins labyrinthartige Höhensystem unter dem Ort geleiten. Auch Chapman wird entführt und wird so Zeuge, wie sich Amseln als unwürdig erweist. Die vorherigen Geliebten wurden von der Rattenkönigin an dieser Stelle getötet, Amseln lässt sie aber gehen. Sie verspürt eher Trauer als Hass. Der Kerl wird eben noch für die Handlung gebraucht, den kann man nicht umbringen.

Chapman erspäht in der Lagerstätte der Rattenkönigin den Goldenen Drudenfuß. Und kann letztendlich mit diesen wichtigen Informationen aus den Höhlen entkommen, um dem Dämonenkiller zu berichten.

Man vermutet, dass die Rattenkönigin nun die Nase voll von der Partnersuche hat und wütend ihre Ratten auf die Stadt loslässt. Während Dorian sich mit der Polizei in Verbindung setzt soll Marvon Cohen Arline herholen, damit sie weiter ausgefragt werden kann. Und Coco sieht auf einer Einkaufstour durch Borvedam, dass die Ratten schon da sind und Chaos anrichten. Arline stellt sich nicht wirklich als Hilfe heraus. Sie scheint eigene Ziele zu verfolgen und eher auf der Seite der Ratten zu stehen. Wenigstens erreicht Dorian eine Evakuierung des Ortes und Militärunterstützung.
Aber was gegen diese Unzahl an wuselnden und intelligent gesteuerten Viechern machen? Wenn sie auf Befehl der rasenden Rattenkönigin wirklich nur die Zerstörung von Borvedam im Sinn haben?

Zum Glück besinnt sich die Rattenkönigin doch noch auf die Kraft der Liebe oder was auch immer. Sie kann sich Anselm schnappen und zieht dann ihre Tierchen zurück. Wahre Liebe ist ihr wohl nicht mehr so wichtig, es reicht ihr ein Kerl, auch wenn er Angst vor ihr hat.

Letztendlich taucht Arline überraschend wieder auf und hilft dem Dämonenkiller-Team in das Versteck der Rattenkönigin. Es stellt sich heraus, dass Arline selbst eine Rattenkönigin ist. Es kommt zum Kampf der beiden Dämoninnen. Dorian kommt währenddessen an den Drudenfuß und weiß plötzlich, welche Symbole er wohin verschieben muss, um das Artefakt als Waffe gegen die überlebende Königin zu benutzen. Fertig. Einen ganzen Ort gerettet und die Superwaffe in Besitz genommen, so kann man einen arbeitsreichen Tag doch zufrieden beenden.


Ich kann die Lektüre leider nicht vollkommen zufrieden beenden. Insgesamt hat mich die Ratten-Geschichte positiv überrascht. Dass sie so groß aufgezogen wird hätte ich nicht erwartet. Es trifft keine kleinere Menschengruppe, sondern direkt einen ganzen Ort und seine Bewohner. So gibt es auch interessante Angriffe der Ratten und nicht nur das obligatorische Totnagen oder unter sich begraben und ersticken lassen. Auch die Legende der Rattenkönigin hat mir gefallen, ebenso wie ihre optische Darstellung. Was gleich zum ersten Kritikpunkt führt. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass die alte Legende totaler Blödsinn ist und die Rattenkönigin unabhängig davon zu betrachten ist, handelt sie in einigen Sachen doch seltsam. Allein, um die Geschichte sehr offensichtlich in eine passende Richtung zu lenken.

Es wurde an keiner Stelle erklärt, warum ausgerechnet dieser Männerfreundeskreis so besonders ist. Die Rattenkönigin sucht einen Partner, ok. Da gibt es in Borvedam doch haufenweise. Es ist nicht so, als hätte sie nur diese Clique und wenn sie dort alle Kerle durchprobiert hat muss sie auf ewig allein bleiben. Ebenso wenig habe ich verstanden, was Anselm so besonders macht. Sie hat bereits Freunde von ihm auserwählt und gnadenlos getötet, als sie ihre wahre Gestalt verabscheuen. Anselm lässt sie aber gehen und will ihn später sogar ohne seine ehrliche Liebe bei sich haben.

Der zweite sich durch den Roman ziehende Kritikpunkt ist damit verknüpft. Allgemein sehr forciertes Lenken der Handlung. Als Chapman die Höhle entdeckt. Als Marvin Cohen mit Arline in Kontakt kommt. Als selbst das Militär erfolglos versucht die Ratten auszurotten und sie dann doch nicht mehr den simplen Auftrag haben, den Ort zu zerstören.


Keine perfekte Geschichte, aber eine unterhaltsame Geschichte. Ich weiß, ich bin da sehr genau, aber Ernst Vlcek hätte einige Dinge geschickter lösen können.

groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Schnauzern) + 1 Lesespaßpunkt

PS. Einige zusätzliche Gedanken zu den Charakteren. Coco hat das gleiche Problem wie Dorian mit seinem Amulett. Mal wird es genutzt, dann wieder nicht. Die Hexe kann hier die Aura von Dämonen spüren. Oder zumindest ahnen, ob ihr Gegenüber irgendetwas „magisches“ an sich hat oder ein stinknormaler Sterblicher ist. In vorangegangenen Romanen hätte ihr das sehr geholfen, da wird das aber nicht erwähnt. Auch bei der Größe des Puppenmannes Don Chapman soll man sich endlich mal festlegen. Bei der Beschattung von Anselm kann er das Erdgeschossfenster nur erklimmen, weil zufällig eine Holzplanke daran gelehnt ist. Bei Dorian schafft er es einfach so auf den Fenstersims.

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22.01.2018 21:14
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Original von Das Gleichgewicht
Auch bei der Größe des Puppenmannes Don Chapman soll man sich endlich mal festlegen. Bei der Beschattung von Anselm kann er das Erdgeschossfenster nur erklimmen, weil zufällig eine Holzplanke daran gelehnt ist. Bei Dorian schafft er es einfach so auf den Fenstersims.


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23.01.2018 11:21
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23.01.2018 13:15
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Hier mal ein Daten über Donald Chapman:

Donald Chapman ist nach dem Tod des Puppenmachers normal geworden, aber nur psychisch, denn physisch bleibt er ein etwa 30 cm großer Zwerg. Er soll durch seine Winzigkeit in späteren Romanen Spezialeinsätze zugeteilt bekommen.
(Auszug aus DK-Exposé 3)

Don(ald) Chapman, der Puppenmann:
30 cm (etwa fußgroß), hat normale Proportionen, war früher eine stattliche Erscheinung, Secret Service Agent. Frauenheld; als er (Band 3) in einen Fall des DK verwickelt wurde. ein Dämon ließ ihn zu seiner Wichtelgröße schrumpfen, Verkleinerung im Maßstab 1:6.
Es war ein herber Schlag für den Schürzenjäger. als er plötzlich nur noch eine halbe Portion war, doch inzwischen hat er sich mit seinem Schicksal abgefunden. Sein Dasein hat durch die Dämonenbekämpfung wieder Sinn bekommen.
Auf die Probleme, die ihm durch seine Winzigkeit anstehen, (z.B. Kleiderbeschaffung) braucht nicht eingegangen zu werden, da er in früheren Bänden ausführlich vorgestellt wurde. Aber gegen Fleißaufgaben ist nichts einzuwenden.
Auf die Gefahren, die ihm durch Haustiere (Katzen!) und Schädlinge (Ratten!) und durch normalgroße Menschen erwachsen, sollte schon hingewiesen werden, da sie zur Action beitragen können.
(Auszug aus DK-Daten-Zweitauflage)

Das steht in meinen DK-Lexikon über Don Chapman:

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23.01.2018 22:32
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23.01.2018 22:48
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Original von woodstock
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Auch bei der Größe des Puppenmannes Don Chapman soll man sich endlich mal festlegen. Bei der Beschattung von Anselm kann er das Erdgeschossfenster nur erklimmen, weil zufällig eine Holzplanke daran gelehnt ist. Bei Dorian schafft er es einfach so auf den Fenstersims.


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Sorry GG, aber dein ständiges "Haar in der Suppe suchen" ist echt anstrengend und zuweilen sehr nervig.


1) Kein Suchen, das fällt mir automatisch auf
2) Dann solltest du meine Rezis besser nicht lesen, ich achte eben bei allen Serien auf gewisse Dinge. Andere hier sind zum Beispiel sehr genau, wenn es um den Vergleich zu anderen Auflagen bzw. der Originalauflage geht.

Wenn ich keine Logikfehler, Widerprüche und offen gebliebene Fragen mehr in meine Rezis schreiben will, könnte ich es ganz sein lassen. groes Grinsen

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24.01.2018 17:03
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht

Wenn ich keine Logikfehler, Widerprüche ...


Und das lassen wir dann mal in Stein meißeln.

Logik und Widersprüche im Horrorheftchen. Würde man es damit versuchen wäre jedes Heftchen nach wenigen Seiten zu ende.

Vieleicht ist aber auch alles einfacher. Dir fehlt die Fantasie oder der Wille sich einmal von einem Autor in seine Welt tragen zu lassen. Dort wo es absolut egal ist ob eine Figur einmal 30cm und im nächsten 40cm groß ist, hauptsache die Geschichte wird spannend.

Und dafür ist dieses Thema für mich auch erledigtgroes Grinsen

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24.01.2018 17:21
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
2) Dann solltest du meine Rezis besser nicht lesen, ich achte eben bei allen Serien auf gewisse Dinge. Andere hier sind zum Beispiel sehr genau, wenn es um den Vergleich zu anderen Auflagen bzw. der Originalauflage geht.

Wenn ich keine Logikfehler, Widerprüche und offen gebliebene Fragen mehr in meine Rezis schreiben will, könnte ich es ganz sein lassen. groes Grinsen


Ja, ich bin derjenige, der gerne einen Vergleich mit der Erstauflage macht.
Hier im Forum vergleiche ich - wenn ich Zeit und Lust habe - die Zaubermond-DK-Texte mit der Erstauflage. Die DK-Neuauflage-Texte mit der Erstauflage vergleiche ich auf meiner Spielwiese Zauberspiegel-online.de und bin dort bei DK-Neuauflage Nr. 101 angelangt.
Das Lesen der Erstauflage macht mir immer wieder Spaß und die kleinen Widersprüche bemerke ich zwar auch, aber ich lasse mir davon nicht meinen Lesespaß verderben. Was mich aber stört, sind Veränderungen und Kürzungen, denn wenn ich eine Story kenne, und plötzlich merke, daß sich etwas verändert hat, werde ich sauer...

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05.02.2018 19:29
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Die Todesmasken des Dr. Faustus

von Ernst Vlcek



Nach drei Romanen ist Dorian endlich im Besitz des Goldenen Drudenfußes. Geht es nun gegen die Dämonendrillinge? Nein, die aktuelle Handlung wird kaum fortgesetzt. Olivaro meldet sich und bietet einen seiner fragwürdigen Deals an. Dorian soll ihm den Drudenfuß geben, die einzige Waffen gegen die Dämonendrillinge. Dafür bekommt er selbige ausgeliefert. Kann sie dann aber ohne Drudenfuß nicht mehr vernichten, oder wie? Habe ich den Denkfehler oder Olivaro? Dorian lehnt das Angebot hier vorerst ab.


In seinem dritten Leben als Georg Speyer hat Dorian es das erste mal persönlich mit den drei mächtigen Dämonen zu tun. Ernst Vlcek greift direkt im Prolog tief in die Trickkiste. Gerade als Georg in Toledo eintrifft, um sich dort den Drudenfuß zu krallen, wird er von jemand anderen gestohlen. Diese Tat beschwört ein unheilvolles Gewitter in der Stadt herauf. Blitze, die Kathedrale fängt Feuer, die Toten erheben sich, der Boden vereist.

So ein Pech, Georg ist dem Artefakt zu greifen nah. Er sieht sogar das Gesicht des Diebes und kann es sich einprägen, verliert zunächst aber seine Spur. Der Autor lässt die Handlung durchgehend von solchen Zufällen oder dem Schicksal leiten.

Denn als Speyer viel später in einem deutschen Gasthaus einkehrt, entdeckt er den Dieb von damals unter einer Schaustellertruppe. Er schließt sich ihnen zum Schein an, um an den Drudenfuß zu gelangen. Wenn ich die Entfernung zwischen Spanien und dem Heiligen Römischen Reich nahe Köln bedenke werden Monate oder gar Jahre vergangen sein. Nicht nur trifft Georg ausgerechnet hier und jetzt auf den Dieb. Der Mann wurde damals von den Drillingsdämonen nach Toledo geschickt und sie haben den Drudenfuß nie abgeholt. Bis jetzt!

Der Dieb stellt sich im Gespräch mit den Dämonen etwas doof an. Die werden daraufhin sauer und bringen ihn um. Weder Georg noch die Drillinge erfahren, wo der Gegenstand versteckt wurde. Wie schade. Wenigstens kann Georg die Dämonen mit einem Silberkreuz verjagen.


Nun sind die Komödianten auf den Weg nach Haßfurt, um auf einem Fest ausgerechnet für die drei Dämonen und einen ihrer Paten zu spielen. Die Bewohner des Ortes erscheinen alle böse, wie unter teuflischem Einfluss. Und bei den Proben gibt es immer mehr Streitereien.

Auch der titelgebende Doktor Faustus wird noch eingeführt. Der ist zufällig aus unbekannten eigenen Gründen genau jetzt in Haßfurt. Georg war einst ein Schüler des Gelehrten und Magiekundigen. Die beiden kennen und verstehen sich also schon und Faustus hilft ihm bereitwillig gegen die Dämonendrillinge vorzugehen. Diese wissen vom Doktor und seinen Kräften, sollten also eigentlich extrem misstrauisch sein. Trotzdem lassen sie sich schnell überreden, aktiv im Bühnenstück mitzuspielen.

Faustus hat vor mittels eines Drudensteines das Trio erst erblinden zu lassen und dann zu zerschmettern. Aha, ich dachte der tolle Drudenfuß ist die allereinzigste Waffe, mit denen man die Dämonendrillinge vernichten kann? Und der ist spurlos verschwunden. Oder? Am Abend vor der Aufführung muss der Wohnwagen des Prinzipals der Gruppe repariert werden und Georg entdeckt das Kleinod, welches an einem Rad zwischen die Speichen geklemmt ist. Nach all der Zeit. Toll! Er behält den Drudenfuß aber nicht, sondern gibt in der unwissenden Isolde.

Dann ist es endlich soweit. Die Theatervorführung beginnt. Der große Showdown. Mit magischen Masken, Bannsprüchen und dem Drudenstein kann Faustus wie erwartet oder erhofft nichts ausrichten. Im Gegenteil. Er bewirkt nur, dass die Drillinge das Aussehen der grausigen Masken annehmen und erst zu richtig monströsen Gestalten werden. Zur Ablenkung haben die drei die Schausteller gegeneinander aufgehetzt. Bevor Georg den Drudenfuß erreichen kann, hämmert einer der Komödianten mit einem Schmiedehammer die arme Isolde zu Klump und trifft dabei mit Wucht den Drudenfuß. Der aktiviert sich. Jetzt könnte alles mögliche passieren, bei einer so gefährlichen Waffe. Aber er verschwindet nur und nimmt die Dämonendrillinge mit sich.




Wenn ich richtig liege war das nun also der vorletzte Roman im Zyklus. Es bleibt nur noch einer. Dorian hat den Drudenfuß. Aber keine Ahnung, wo die Drillinge sich befinden. Reicht eine Geschichte, um sie zu finden und gegebenenfalls zu vernichten? Das Vergangenheitsabenteuer war nett zu lesen, aber war es so eine gute Idee? Nun gut. Ich möchte erst zum Abschluss dieser Handlung mein Urteil fällen.

Und die ach so mächtigen Dämonendrillinge? Was ich hier das erste mal von ihnen gelesen habe war eher enttäuschend. Sie sind böse und grausam, ja. Aber das sind alle Dämonen. Dass sie so übermächtig sind, wie immer getan wird, sehe ich nicht. Sie lassen sich ja sogar von einem simplen Silberkreuz in die Flucht schlagen. Durch die Idee von Faustus sind sie nun sogar nochmal ein Stück gefährlicher geworden.

Die eigentliche Geschichte um Dorians dritte verfluchte Existenz ist in Ordnung. Standardkost mit den beliebten DK-Elementen. Es muss natürlich eine arme Jungfer geben, die von einem Dämon geschändet wird. Einen geistig behinderten Mann. Folter und teuflische Gemeinheiten. Die Darstellung der Dämonendrillinge gefällt mir. Die ursprüngliche besser als ihre neue Monstergestalt. Auch die Handlung um die Komödiantentruppe weiß zu überzeugen. Doktor Faustus im letzten Drittel noch reinzubringen war mir zu viel, hätte nicht sein müssen. Er hilft sowieso nicht, sondern macht die Sache nur noch schlimmer. Wie von Ernst Vlcek gewohnt, gute Unterhaltung. Beim Zyklus werde ich mit jedem Roman skeptischer, hoffentlich ist das Finale eine richtige Wucht.





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20.02.2018 19:40
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Das Mordpendel

von Neal Davenport



Obwohl es höchste Eisenbahn ist, die Geschichte um den Drudenfuß und die Dämonendrillinge gut zu beenden, beginnt die Geschichte sehr ruhig und lässt sich Zeit. Ein neuer Inquisitor für das Team stellt sich vor. O.I. Sullivan schaut für eine Besprechung vorbei, denn es gibt einen frischen Fall für das Dämonenkillerteam. Menschen verschwinden und einer der Hauptverdächtigen leidet unter Gedächtnisverlust im fraglichen Zeitraum. Hypnose durch Dämonen? Und Phillip hat weiterhin seine Anfälle.

Jim Osmode, der Leute in nächtlichen Stadtbesichtigungen durch London kutschiert, wird als vermeintlicher Täter oder Opfer von Beeinflussung beschattet. Vorerst ergebnislos.

Dafür trifft Dorian sich mit einem der verbliebenen beiden Paten der Dämonendrillinge. Selbst der würde für den Drudenfuß die Drillinge an Dorian übergeben. Ich frage mich immer noch, welchen Sinn der Tausch hat, wenn Dorian die drei ohne Drudenfuß nicht mehr besiegen kann. Er würde sich nur seinen Tod ins Haus holen und sich abmetzeln lassen.

Im ersten Drittel passiert also nicht viel. Man hat immer noch keine Ahnung, wo auf der Welt die Dämonendrillinge sind. Leben sie überhaupt noch? Befinden sie sich in einer anderen Dimension?



Endlich geraten die Dinge in Bewegung. Die Villa wird überfallen. Der Drudenfuß gestohlen und Phillip entführt. Und es stellt sich heraus, dass das Artefakt doch noch zu anderen Zwecken benutzt werden kann. Gleich mehrere Unfälle und Katastrophen ereignen sich, weil wohl irgendwer mit dem Drudenfuß herumspielt. Gerade diese Idee hätte man über mehrere Bände verfolgen können. Wer hat den Drudenfuß? Und warum? Will jemand die Dämonendrillinge selbst töten, weil Dorian bisher absolut planlos ist? Steckt eine Terrororganisation dahinter, jemand der nur möglichst viel Chaos anrichten will? Vielleicht einer der Dämonen, die Asmodis Nachfolge antreten wollen? Es gibt genug spannende Möglichkeiten. Brenzlig ist auch, dass der arme Phillip mitgenommen wurde, weil der sich als einziger halbwegs mit der Magie des Drudenfußes auskennt und ihn intuitiv steuern kann. Das hätte uns auch nicht den Drillingen näher gebracht und wäre eine Nebenhandlung gewesen, aber mich hätte sie sehr angesprochen.

Bei Jim Osmodes ist man inzwischen immer noch nicht weiter bekommen. Coco schließt sich kurzerhand einer seiner nächtlichen Stadtführungen an und hat direkt Glück. Osmodes wird übernommen und führt die Gruppe in eine Schwarze Kathedrale. Dort wartet der letzte Dämonenpate und will Coco töten.

Dorian trifft sich ein weiteres mal mit dem anderen Paten. Er hat den Drudenfuß gefälscht und behauptet, er hätte ihn noch. Nun erfährt er endlich, wie es mit den Drillingen weiter gegangen ist. Nachdem Doktor Faustus sie versehentlich in Monster verwandelt und gestärkt hat, hatte selbst die Schwarze Familie Angst vor ihnen. Später sind sie in England wieder aufgetaucht und konnten gebannt aber nicht vernichtet werden. Als man dann in den Besitz des Drudenfußes gelang wollte man das nachholen. Ausgerechnet zu dieser Zeit erfolgte aber der Machtwechsel zwischen den beiden Asmodi'. Das neue Oberhaupt der Schwarzen Familie ließ sie am Leben, sie waren ja gebannt. Ich frage mich, was der Mehrwert der Aktion war. Mit gebannten Dämonen kann man nichts anfangen und wenn man sie frei lässt laufen sie unkontrolliert Amok. Das hatte Asmodi II sicher nicht vor. Es hätte besser zu ihm gepasst, die stärkeren Drillinge zu entsorgen, finde ich. Jetzt ist er tot und man kann ihn nicht mehr fragen.



Im letzten Drittel des letzten Bandes des Plots bekommen wir endlich die aktiven Drillinge in ihrer Monstergestalt zu sehen. Reichlich spät. Sie waren bisher auf der Kathedrale versteinert und erwachen jetzt zum Leben, um mit Steinbrocken zu werfen. Dorian ist mit seinem Begleiter hier angekommen und muss jetzt offenbaren, dass sein Drudenfuß eine wirkungslose Fälschung ist. Schnell rettet man sich in das Kirchengebäude. Gerade als Coco von einer der bösen Glocken hier getötet werden soll. Man kann es verhindern, aber die Glocke kippt so unglücklich von ihr weg, dass sie stattdessen den dritten Dämonenpate erwischt. Typische Heftromanszene. Als die Dämonendrillinge in die Kathedrale gelangen wird langsam Spannung aufgebaut. Das ist gelungen. Andererseits weiß ich (Zugegeben, das hatte man zum Erscheinen der Erstauflage als Leser nicht), dass die Sache gleich aufgelöst werden muss.

Zuerst gibt es aber einen richtigen Kracker und Aufreger. Von wem wurden Phillip und der Drudenfuß entführt? Ausgerechnet von der Inquisitionsabteilung unter Sullivan. Was für ein riesiger Haufen Kackscheiße. Ich sage nicht, dass die Idee schlecht ist. Aber jetzt müssen Konsequenzen folgen. Für mich ist Sullivan mit seinem Gefolge endgültig auf die Gegenseite gewechselt. Völlig egal, ob sie Dämonen bekämpfen. Sie hintergehen ihren besten Mann und lassen Phillip weiter an dem Artefakt herumhantieren, obwohl bereits genug Zivilisten gestorben sind. Selbst wenn Dorian nicht persönlich etwas unternimmt. Das kann der Secret Service niemals dulden. Zumindest Sullivan muss jetzt hochkant fliegen. Oder Dorian und seine Freunde brechen unwiderruflich mit ihm und seinen Männern. Die Sache hat sich in der Vergangenheit bereits hochgeschaukelt. Dorian und Sullivan haben sich beide arschig benommen und Fehler gemacht. Das war aber noch zwischenmenschlich, die Entführung ist einige Nummern größer.

Phillip schafft es aus der Ferne mit dem Drudenfuß die Drillinge erstarren zu lassen. Schön und gut, aber ausgerechnet jetzt will Sullivan ihm den Gegenstand entreißen. Dadurch werden ausversehen einige Zeichen verschoben und die Dämonen hierher teleportiert. Erneut eine Ausgangslage, mit der ich mich total anfreunden kann. Die drei wüten auch ziemlich und der Komplex bricht ein. Verdammt, wieso hat man all diese Sachen in das letzte Heft gepackt? Es ist kaum noch Platz. In gerade mal anderthalb Seiten erledigt Phillip die Drillinge mit dem Drudenfuß. Der Angriff hätte viel größer aufgebaut werden können.

Die ewig angekündigten Dämonendrillinge, mächtiger als Asmodi und Olivaro, sind erledigt. Toll. Oder eher nicht.

Bevor ich mein Fazit ziehe noch zwei Gedanken. Cohen wird endlich mal nicht als kompletter Arsch dargestellt. Danke dafür. Es fehlt noch Feinschliff, aber so würde ich das bei der Figur gern weiter lesen. Zwischen Dorian und Coco ist immer noch einiges unklar. Lieben sie sich jetzt? Welche Gefühle haben sie füreinander? Bringt der Versuch einer ernsthaften Beziehung etwas? Durchaus berechtigt werden die Zweifel der beiden behandelt. Völlig unabhängig davon wird trotzdem wieder wild miteinander gefickt. Völlig unglaubwürdig, ich nehme an, als Autor wollte man damals einfach Sex einbauen, weil das dem stumpfen Leser gefällt. Egal ob es die Glaubwürdigkeit kaputt macht.



Gut, es war der Drudenfuß-Zyklus und nicht der Dämonentrio-Zyklus. Dennoch, für meinen Geschmack hätte man die Gegner viel eher aktiv werden lassen müssen. Erst auf den letzten 30 Seiten hier bekommt Dorian die Hauptgegner des fünfbändigen Plots zu sehen. Die sind jahrhundertelang versteinert gewesen und haben nichts gemacht. Eigentlich hat die Sache keine Dringlichkeit. Dass sie jetzt aus ihrem Bann erwachen konnte Dorian nicht wissen. Aus meiner Sicht gibt es in dieser Zeit wichtigeres zu tun. Trotzdem macht sich der Dämonenkiller hektisch auf die Suche nach dem Drudenfuß. Die Drillinge müssen so schnell wie möglich gefunden und vernichtet werden, die Zeit drängt. Dieses Gefühl stellt sich bei mir ein, aber faktisch ist es einfach nicht so. Mich hat der Zyklus als solcher enttäuscht. Da finde ich die spontane Entwicklung mit Sullivan viel relevanter. Wenn das konsequent weiter verfolgt wird kann es ruhig das nächste Hauptthema werden. Entweder Dorian stellt sich gegen die Inquisitionsabteilung als solche oder er versucht Sullivan zu ersetzen. Es geht nicht nur gegen Dämonen, manchmal lauern die Gefahren an ganz anderen Stellen. Von mir aus kann die Inquisitionsabteilung auch ein neuer Gegenspieler werden. Der anders als die Dämonen nicht das Ziel hat, Dorian zu vernichten. Sondern sogar mit der Zerschlagung der Schwarzen Familie die gleiche Motivation wie der Dämonenkiller hat. Doch mit völlig anderen und fragwürdigen Mitteln.



Die Ideen und Ansätze der Geschichte haben mir besser gefallen als der gesamte Zyklus. Das sagt schon einiges aus. Der Überfall auf die Villa. Die Möglichkeiten wer alles dahinter stecken kann und was mit dem Drudenfuß in falschen Händen angerichtet wird. Das hätte mich über mehrere Bände interessiert. Oder der Verrat von Sullivan und wer alles noch darin verwickelt ist. Welche Inquisitoren stehen auf welcher Seite? Wie geht es mit der organisierten Dämonenbekämpfung weiter?

Außerdem ist mit der Vernichtung von Asmodi II ein Machtvakuum entstanden. Olivaro kämpft darum, als neuer Schwarzer Fürst akzeptiert zu werden. Diese Entwicklung für einen Zyklus um die Vernichtung irgendwelcher Dämonendrillinge zu unterbrechen hat mir gar nicht gepasst.

Deshalb groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Schnauzern)






Egal wie genial welche Gruselserie beworben wird. Ich glaube meine Ansprüche sind einfach zu hoch und meine Wünsche können nicht umgesetzt werden. PZ ist bisher die einzige Serie, die solche Themen behandelt. Abseits vom schnöden „der nächste gefährliche Überdämon muss besiegt werden“ oder „ein Freund braucht Hilfe“, was leider üblicherweise die einzige Hauptthemen dieses Genres zu sein scheinen.

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20.02.2018 20:07
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht

Egal wie genial welche Gruselserie beworben wird. Ich glaube meine Ansprüche sind einfach zu hoch und meine Wünsche können nicht umgesetzt werden. PZ ist bisher die einzige Serie, die solche Themen behandelt. Abseits vom schnöden „der nächste gefährliche Überdämon muss besiegt werden“ oder „ein Freund braucht Hilfe“, was leider üblicherweise die einzige Hauptthemen dieses Genres zu sein scheinen.


Vielleicht beantwortet Deine Überlegungen eine einfache Gegenüberstellung:

Dämonenkiller ("aktuell") 27 Bände - Professor Zamorra (aktuell) 1141 Bände

Zudem hatte der zitierte PZ in seinen ersten ungefähr 5 Jahren (eher mehr) genau diese Schemata: "ein Freund braucht Hilfe" oder "der nächste gefährliche Überdämon muss besiegt werden". Bei Zamorra kam zusätzlich und besonders ausgeprägt noch diese Variante hinzu: "Nicole Duvall wurde auch in dieser Woche entführt und muss errettet werden." Zamorra war über Jahre hinweg eine Serie, die fast ausschließlich aus Einzelromanen ohne inneren Zusammenhang bestand, in der jeder Autor nach Belieben vor sich hinschreiben durfte - ohne Absprachen, Rahmenhandlung oder gar ein Exposé.

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In der großen Pappel hinter dem Haus rauschte der Wind. Und so nahmen sie endgültig Abschied...

Fanny Morweiser: Ein Sommer in Davids Haus

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01.03.2018 11:00
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Natürlich. Vielleicht ist das schlicht und ergreifend der Zeitgeist.

Da kann man direkt nachdenklich werden. Was DK wohl heute für eine grandiose Serie wäre, wenn er noch laufen würde. Tut es natürlich, unter Zaubermond. Aber da höre ich von vielen Altfans eher Kritik, dass es nur ein schlechter Abklatsch ist.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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