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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Taschenbücher und die Phantastische Literatur im Buchformat » BĂŒcher » Phantastische Literatur » Phantastische Literatur Bd. 40: Phantastische Literatur 85
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Waldfee Waldfee ist männlich
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Dabei seit: 17.07.2013
Beiträge: 675

04.09.2016 19:43
Phantastische Literatur Bd. 40: Phantastische Literatur 85
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13 ungewöhnliche Geschichten herausgegeben von Michael Görden.


Phantastische Literatur 85


Inhalt:

1. Arthur Machen: Der Schrecken (Originaltitel: The Terror, 1917)

2. Nathaniel Hawthorne: Rapaccinis Tochter (Originaltitel: Rappaccini's Daughter, 1844)

3. Jules Verne: Der Sturm (Originaltitel: Frritt-Flacc, 1884)

4. Marcel Schwob: Die Gabe an die Unterwelt (Originaltitel:

5. Tenessee Williams: Die Geheimnisse des Joy Rio (Originaltitel: The Mysteries of the Joy Rio, 1941)

6. Oliver Onions: DIe RosenholztĂŒr (Originaltitel: The Rosewood Door, 1929)

7. William Morris: Das hohle Land (Originaltitel: The Hollow Land, 1856)

8. Robert Louis Stevenson: Das Flaschenteufelchen (Originaltitel: The Bottle Imp, 1891)

9. Anton Fuchs: Der Chef

10. Mark Helprin: Peter Lake hÀngt an einem Stern (aus: Winter's Tale, 1983)

11. Herbert Braem: Die Nacht im Labyrinth

12. Karl Edward Wagner: Das vierte Siegel (Originaltitel: The Fourth Seal, 1975)

13. Tanith Lee: Flammentiger (Originaltitel: Bright Burning Tiger, 1984)


Aus dem Englischen, Amerikanischen und Französischen von Annette von Charpentier, Waltraud Götting, Richard Bellinghaus, Bernd Seligmann, Hartmut Zahn, Brigitte Beyer und Dr. Elisabeth Sautter

Titelillustration von Achim Bock

Mit Illustrationen von Ulrike Kohnen

491 Seiten

Bastei Taschenbuch Bd. 72040 = Phantastische Literatur Bd. 40

Erschienen 1985

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"Rosebud" C.F.Kane

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Waldfee Waldfee ist männlich
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Dabei seit: 17.07.2013
Beiträge: 675

04.09.2016 19:46
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Hier befand man sich schon sichtbar auf dem absteigenden Ast. Die QualitĂ€t der ausgewĂ€hlten Geschichten weiß durchaus noch zu ĂŒberzeugen. Ein StĂŒck wie Machens The Terror war zum Zeitpunkt des Erscheinens schon eine kleine Sensation, solchen Stoff hĂ€tte man wohl am ehesten von Suhrkamps Phantastischer Bibliothek erwartet; damit kann diese Ausgabe nun schon einmal punkten. Ein Manko ist, dass Geschichten wie die von Hawthorne und Stevenson im Laufe der Jahrzehnte nun wirklich schon fast zu Tode anthologisiert worden waren, die Zusammenstellung in dieser Hinsicht dann etwas altbacken und unoriginell daherkommt. Mark Helprins Text ist zwar ĂŒber jeden Zweifel erhaben, letztlich handelt es sich aber um einen Romanauszug und da greift man doch lieber gleich zum vollstĂ€ndigen WintermĂ€rchen (das in ĂŒbrigen tatsĂ€chlich jederzeit und uneingeschrĂ€nkt empfohlen sei!).
GrĂ¶ĂŸter Schwachpunkt ist allerdings der völlige Wegfall jeglichen redaktionellen Teils, sprich: keine Rezensionen und keine Bibliographie mehr. Damit entkleidete man diesen (und auch den nĂ€chstjĂ€hrig folgenden) Band um das, was die BĂ€nde innerhalb der Reihe unverzichtbar machte und ließ sie zu einer, zwar qualitativ hochwertigen, letztlich aber doch einigermaßen beliebigen Anthologie unter vielen verkommmen. Nicht weiter verwunderlich, dass die Reihe kaum ein Jahr spĂ€ter dann auch schon die Segel strich.

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"Rosebud" C.F.Kane

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Olivaro Olivaro ist männlich
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Beiträge: 5455

04.09.2016 21:51
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Zitat:
Original von Waldfee. Ein StĂŒck wie Machens The Terror war zum Zeitpunkt des Erscheinens schon eine kleine Sensation, solchen Stoff hĂ€tte man wohl am ehesten von Suhrkamps Phantastischer Bibliothek erwartet; damit kann diese Ausgabe nun schon einmal punkten.


TatsĂ€chlich hatte Kalju Kirde, Herausgeber der Bibliothek des Hauses Usher und zahlreicher BĂ€nde bei Suhrkamp, diese Novelle fĂŒr einen Band in der Phantastischen Bibliothek eingeplant. Nun musste er sich auf die Suche nach einer Alternative begeben, aber letztendlich wurde dieser geplante Machen-Band nie realisiert.

Ebenso erging es den weiteren BĂ€nden mit ErzĂ€hlungen von Oliver Onions, die indirekt noch an die zwei bereits erschienenen angekĂŒndigt wurden. Der Trend, interessante Anthologien mit sattsam bekannten Stoffen aufzufĂŒllen, hat sich leider bis in die Gegenwart fortgesetzt (Festa Verlag). Und was sollte man zu Helprins WintermĂ€rchen anderes sagen, als dass es sich um Buch handelt, das vom Himmel auf die Erde gefallen ist und mich an einen unvergesslichen Leseherbst 1984 erinnert; alleine das Titelbild ist schon zauberhaft.

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Irgendetwas, so hieß es, stĂŒnde hinter den verschlossenen TĂŒren und warte nur auf den Augenblick, in dem es finster genug sei, um hervorzusteigen.

Howard Phillips Lovecraft: Der leuchtende Trapezoeder

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Zwielicht Zwielicht ist männlich
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21.12.2017 13:27
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Zitat:
Original von Waldfee
Hier befand man sich schon sichtbar auf dem absteigenden Ast. Die QualitĂ€t der ausgewĂ€hlten Geschichten weiß durchaus noch zu ĂŒberzeugen. Ein StĂŒck wie Machens The Terror war zum Zeitpunkt des Erscheinens schon eine kleine Sensation, solchen Stoff hĂ€tte man wohl am ehesten von Suhrkamps Phantastischer Bibliothek erwartet; damit kann diese Ausgabe nun schon einmal punkten. Ein Manko ist, dass Geschichten wie die von Hawthorne und Stevenson im Laufe der Jahrzehnte nun wirklich schon fast zu Tode anthologisiert worden waren, die Zusammenstellung in dieser Hinsicht dann etwas altbacken und unoriginell daherkommt. Mark Helprins Text ist zwar ĂŒber jeden Zweifel erhaben, letztlich handelt es sich aber um einen Romanauszug und da greift man doch lieber gleich zum vollstĂ€ndigen WintermĂ€rchen (das in ĂŒbrigen tatsĂ€chlich jederzeit und uneingeschrĂ€nkt empfohlen sei!).
GrĂ¶ĂŸter Schwachpunkt ist allerdings der völlige Wegfall jeglichen redaktionellen Teils, sprich: keine Rezensionen und keine Bibliographie mehr. Damit entkleidete man diesen (und auch den nĂ€chstjĂ€hrig folgenden) Band um das, was die BĂ€nde innerhalb der Reihe unverzichtbar machte und ließ sie zu einer, zwar qualitativ hochwertigen, letztlich aber doch einigermaßen beliebigen Anthologie unter vielen verkommmen. Nicht weiter verwunderlich, dass die Reihe kaum ein Jahr spĂ€ter dann auch schon die Segel strich.


Ich lese den Band gerade. Sowohl die Geschichte von Arthur Machen als auch die von Tanith Lee finde ich ausgesprochen lesenswert. Das vierte Siegel von Karl E. Wagner ist ebenfalls gut, aber vom Autor hat man auch schon wesentlich besseres gelesen.

Mir ist auch aufgefallen, dass es sich, bis auf die AutorenblÀtter, um eine reine Geschichtensammlung handelt. Da waren die VorgÀngerbÀnde wirklich abwechslungsreicher.

Wegen dem Thema "Der Trend, interessante Anthologien mit sattsam bekannten Stoffen aufzufĂŒllen": Kann man ein StĂŒck weit verstehen. Wir haben in Zwielicht nur ErstĂŒbersetzungen, einmal von aktuellen Autoren aber auch Klassiker wie Blackwood und die Nachfrage ist eher ĂŒbersichtlich. Gleiches Problem hatte wohl der Shayol Verlag mit Golkonda.
Die Frage ist halt, hat ein redaktionell betreuter Band, also einer, der viele Hintergrundberichte bringt, der dazu unbekannte Perlen aufspĂŒrt, wirklich Chancen, am Markt zu bestehen oder ist es nicht einfacher, vorhandene Texte mit großen Namen zusammenzustellen?

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Das VermÀchtnis des Milton Lucas

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Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5455

21.12.2017 15:36
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Der Gedanke mit dem "sattsam bekannten Material" bezieht sich nicht auf aktuelle geschriebene ErzĂ€hlungen, sondern ob und wie oft ErzĂ€hlungen zuvor schon in Deutschland erschienen sind. Persönlich freue ich mich sogar mehr ĂŒber Stoff, der bereits schon vor Jahrzehnten verfasst wurde, aber erst in einem neuen Band exklusiv in deutscher Übersetzung erscheint. So verdienstvoll Hawthorne, Verne und Stevenson in oben genanntem Band auch zweifellos sind, aber bei mir kann eine Anthologie eher punkten, wenn man dort das BemĂŒhen des Herausgebers spĂŒrt, literarische Ausgrabungen oder Entdeckungen an den Leser weiterzugeben und der Versuchung zu widerstehen, sich auf den bequemen Griff ins Archiv zu verlassen.

In den letzten Jahren wurden durch Anthologisten wie Richard Dalby, Peter Haining oder Otto Penzler Hunderte von ganz grandiosen Gruselgeschichten nach Jahrzehnten der Vergessenheit entrissen, aber nur ein Teil dieser BÀnde/ErzÀhlungen hat es nach Deutschland geschafft. Tröstlicherweise eine der besten ihrer Art:

http://www.gruselroman-forum.de/thread.php?threadid=14031&sid=

FĂŒr jemanden, der eine ReiselektĂŒre benötigt oder ein spannend zu lesendes Geschenk, der ist mit einer der zahllosen Anthologien mit unheimlichen ErzĂ€hlungen sicher gut bedient, aber wenn man vielleicht auf die bizarre Idee verfĂ€llt, solche BĂŒcher zu sammeln (es soll ja solche Leute geben), lĂ€sst man BĂ€nde, die nach dem "Archiv-Prinzip" zusammengestellt sind, ganz sicher liegen. Warum Geld ausgeben fĂŒr etwas, das man ohnehin schon in der einen oder anderen Form kennt und besitzt?

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Howard Phillips Lovecraft: Der leuchtende Trapezoeder

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Olivaro Olivaro ist männlich
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10.05.2018 19:20
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Zehn Jahre spĂ€ter hat der Piper Verlag eine sechsbĂ€ndige Werkausgabe von Arthur Machen vorgelegt, deren erster Band der Kurzroman "Der Schrecken" bildet. Herausgegeber Joachim Kalka hatte keine Kenntnis davon, dass 'The Terror' bereits bei Bastei erstmals in deutscher Übersetzung erschienen ist; die Piper-Ausgabe ist also keine "Deutsche Erstausgabe", wie der Verlag auf dem Umschlag seines Bandes behauptet.

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