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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2001-2100 » Band 2093: Der Feuerfluch der Gaukler
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Umfrage: JS Band 2093: Der Feuerfluch der Gaukler
top 
1
7.14%
sehr gut 
7
50.00%
gut 
3
21.43%
mittel 
2
14.29%
schlecht 
1
7.14%
sehr schlecht 
0
0.00%
Insgesamt: 14 Stimmen 100%
 
Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4573

21.08.2018 14:29
Band 2093: Der Feuerfluch der Gaukler
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Diavolo, Italien

„Ob uns hier der Teufel begegnet?“ Emma Graham kicherte wie ein kleines Schulmädchen, obwohl sie bereits Mitte zwanzig war. Die hübsche Studentin stellte den Rucksack direkt neben dem Ortsschild ab. „Los, ich mache ein Selfie von uns!“
Debby Conway zögerte. Sie war weit weniger aufgekratzt als ihre Freundin.
„Diavolo ... hört sich gruselig an.“
„Ach was, komm schon her.“
Die beiden Freundinnen stellten sich vor dem Ortsschild auf. Emma schaute bewusst verführerisch drein, als sie das Selfie machte.
„Sehe ich nicht aus wie eine leibhaftige Hexe?“, feixte sie und reichte Debby das Smartphone.
Debby wurde blass vor Schreck, als sie das Foto auf dem Display sah.
Im nächsten Moment schrie sie auf und ließ das Smartphone zu Boden fallen ...

Geschrieben von Logan Dee
Erscheinungstag: 21.8.2018

__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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107599
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 1222

21.08.2018 15:05
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Definitiv Logan Dees bester JS-Roman.

Ein nicht ganz komplettes Solo-Abenteuer mit Johnny, aber immerhin der erste Auftritt, bzw. Einsatz seit seiner Rückkehr aus Dark Land. Und genau da liegt Dees Stärke. In Dark Land lieferte er brillante Romane ab, hier bei JS weitaus weniger gut. Aber dieser ist sogar ein 'Sehr guter' geworden. Nichts mit den Allerweltszutaten wie Kreuz, Beretta (ja, die schon auch) und Dämonenpeitsche. Johnny muss sich ziemlich alleine dem Grauen in einem italienischen Dorf stellen, während John & Co. in London einem anderen, nicht weniger brisanten Fall nachgehen müssen. Fand ich Klasse.

Weniger gut fand ich die Tatsache, dass John seinem Patenkind einfach so seine Dienstwaffe überlässt (auch wenn Dee kurz darauf eingeht). Aber Johns Einfluss auf europaweiter Ebene, dass Johnny mit einer Schußwaffe in Italien einreisen darf... nee.. das ist mal ganz unglaubwürdig, sorry. Das hätte anders gelöst werden müssen...

Des Weiteren sind mir 2 Schreibfehler aufgefallen (wer auch immer diese zu verantworten hat), die für mich halt gar nicht gehen... Einmal auf Seite 34 'Ergomanen' und irgendwo in den 40er 'sadonisch'. Klar kann man jetzt argumentieren, dass bei einem ein 'r' zu viel ist und bei dem anderen zu wenig... mir fällt leider sowas auf und mindert mir definitiv den Lesespaß (ist echt so).

Interpunktionsfehler hingegen fallen mir nicht auf... Interpunktion beherrsche ich selbst nicht Augenzwinkern

Gern darf Dee weiterhin die 'Johnny'-Sparte übernehmen, wenn er weiterhin dieses Niveau halten kann.

__________________
and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Tulimyrsky am 22.08.2018 06:51.

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107604
SweetJane SweetJane ist weiblich
Mitglied




Dabei seit: 25.02.2013
Beiträge: 37

21.08.2018 20:06
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Alles in Allem habe ich ein sehr gut vergeben. Es war eine gute Balance zwischen den Fällen, der Fokus war natürlich in Italien, es war aber sehr schlüssig warum sich das Team aufteilen musste.

Wo hier schon Rechtschreibfehler gesucht werden – Es gibt irgendwo ein ‚en‘ was ‚ein‘ sein sollte, aber so richtig „schlimme“ Fehler gab es jetzt meiner Meinung nach nicht, bei so kleineren Sachen sehe ich das ja eh nach dem Motto „Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten“ Augenzwinkern. Da sind wir aus anderen Romanen ja weitaus Schlimmeres gewohnt. groes Grinsen

Jetzt komme ich mal zu den Sachen die mir weniger gefallen haben. Richtig Schlimmes gibt es auch hier nicht, aber da dachte ich mich schon ….‘meh‘…
Das mit der Waffe und dem Flughafen wurde ja schon erwähnt… ich weiß nicht. Erst sagt John „Du bist da als Privatperson“, dann kümmert er sich drum dass Johnny die Waffe mitnehmen darf & dann gibt es noch Amtshilfe für eine Privatperson??? Meh…

Und dann kommen wir mal zu Cathy… das potenzielle ‚Meh‘.
Johnny will ausziehen – macht Sinn.
Erstmal zieht er zu einer Kommilitonin – macht auf der ersten Blick auch Sinn, aber geht Johnny tatsächlich wieder zur Uni? Ich meine dass er 1,5 Jahre nicht da war und trotzdem eingeschrieben ist, ist ja kein Problem – aber geht er jetzt wirklich wieder zu Kursen hin? Also neben seinem „Kaufhaus-Job“ groes Grinsen.
Was ist eigentlich mit seinen Mitstudenten von „damals“? Die werden unter Umständen ja schon ihren Abschluss gemacht haben? Auch als Johnny mal gedanklich erwähnt dass er froh ist wieder bei Familie und Freunden zu sein – was erzählt er denn Letzteren? Dass er ohne ein Wort zu sagen eine „Weltreise“ (eigentlich Reise in eine andere Welt) gemacht hat?
Aber zurück zum Thema. Am Ende erwähnt Cathy dann beiläufig was von ihren „Fähigkeiten“. Hm… Und sie knutscht Johnny auf die Wange. Hm…
Soll sie eine potenzielle Abby-Kopie werden oder was?
Also wenn die beiden in den nächsten paar Heften ins Bett steigen sollten werde ich aus dem Augenrollen aber mal gar nicht mehr rauskommen.
Sollte das Mädel in Zukunft noch eine Rolle spielen, dann bitte auch erst in der ferneren Zukunft.
Im Geiste ist Johnny ist noch bei Abby – das ist auch gut so, alles andere würde ich unglaubwürdig finden.
Wer also keine Lust hat den ganzen Absatz zu lesen: ZU FRÜH. EINFACH NOCH ZU FRÜH. groes Grinsen

Und das ‚Meh‘ des Tages geht an John Sinclair.
Jetzt mal ohne Witz. Da ruft die Mutter seines erwachsenen Patenkindes an und jammert rum dass er ausziehen will und sich Sorgen macht und so weiter und sofort. Das verstehe ich unter den Umständen ja noch, und wir alle wissen wie Sheila auch sonst so tickt, kein Problem soweit.
Dann sagt er dass er die Lage mal checkt – geht auch noch in Ordnung.
Und dann macht er das um halb vier morgens? Ernsthaft? Mit der Begründung er hätte da gerade zu tun gehabt? Er konnte ja nicht wissen dass Cathy um die Zeit noch arbeiten ist und hätte auch sonst im Haus herumgeklingelt wenns kein Namensschild gegeben hätte und das halbe Haus aufgeweckt?
WTFudge??? Tickt der noch sauber? Und Johnny durchschaut das und kocht ihm auch noch Kaffee???
Also sorry, aber da gerade mal kein Notfall vorherrschte macht es doch keinen Sinn um die Uhrzeit da aufzuschlagen, dass hätte er auch ein anderes Mal machen können – so eilig war das nicht. Bei dem Wohnungsmarkt in London wird Johnny ohnehin noch ein bisschen weiter suchen müssen Augenzwinkern.
Ich meine sicherlich musste man sich was ausdenken dass John die ganze Sache mit der Nachricht mitbekommt – aber dann so??? Da weiß ich nicht wen ich schlimmer finden soll, Stalker-Sheila oder Stalker-John? groes Grinsen.

So. Nachdem ich hier mal alles Mögliche ‚bemängelt‘ habe – der Roman ist wirklich SEHR GUT. groes Grinsen
Der Fall an sich ist gut geschrieben und ich mag Johnnys Entwicklung wirklich sehr.
Sicherlich bin ich da voreingenommen, da er und Jane schon immer meine 'Lieblinge' waren, aber ich finde gut wie sein emotionales Nachbeben beleuchtet wird.
Die Charakterentwicklung ist sehr stimmig,und zeigt sich auch die ganze Zeit über wie er an den Fall rangeht. Ich bin froh dass das nicht untergeht.
Wer also schon immer Johnny-Romane mochte nur seine 'unreife Art' etwas nervig fand, der wird diesen Band lieben. groes Grinsen

__________________
John: "Gelsenkirchen"
Glenda: "Was ist das für eine Stadt?"
John: "Ich habe [...] mir sagen lassen, dass es dort die hübschesten Mädchen geben soll.
Denn dort erschuf der Liebe Gott die Mädchen aus dem Kohlenpott."

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107619
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 530

22.08.2018 13:41
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Alle von mir gelesenen Romane von Logan Dee haben mir bislang gefallen. Dieser hier auch wieder "sehr gut".
Johnnys erster Einsatz nach seiner Rückkehr ist durchgehend spannend und schaurig geschrieben. Er löst diesen Fall allein und ist endlich nicht mehr nur auf seinen Vater oder Patenonkel angewiesen. Viele Bände vor seinem Verschwinden kenne ich nicht, aber er kommt hier auf jeden Fall erwachsener daher. Auch die kleinen Einblicke in DL sind für mich, der diese Serie nicht gelesen hat, sehr interessant. Das Finale auf den glühenden Kohlen und dem Ende des Harlekins kann sich sehen lassen. Mit Emma und Cathy kommt der Autor manchmal durcheinander, aber das kann bei Zwillingen schon vorkommen Augenzwinkern

Was mir überhaupt nicht gefiel war der Nebenfall von John und Suko. Nach dem Hexer, Satanos und Dr. Tod wird nun der nächste Gegner aus der Mottenkiste geholt. Hier wirbt man mit dem Mandarin für die kommenden Classics.
In unserer Romanvorschau ist vom Shocking Palace die Rede. Danach werden wir bestimmt auch bald vom Schwarzen Tod, dem bösen Myxin und der Mordliga etwas lesen Augen rollen Augen rollen
Mittlerweile bin ich einfach nur noch genervt von dieser Dauerwerbeveranstaltung. Vermutlich können die Autoren nichts dafür und kriegen vom Verlag dazu die Ansage.
Ich habe es bei Band 2092 schon geschrieben: Wir haben genug Gegner und Handlungsstränge. Bitte lasst diesen Mist. Danke

Das Cover ist wundervoll. Hoffentlich schreibt Logan Dee jetzt wieder öfter Sinclair smile

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107636
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8673

27.08.2018 18:04
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Bei JS war Logan Dee nie einer meiner Lieblingsautoren. Als er dann für DL schrieb wandelte sich mein Bild von ihm. Dort trug er fast durchgehend Romane bei, die ich besser als seine Sinclair oder Zamis fand. Nun ist er mit dem Ende des Spin Offs zurück und ich bin gespannt.

Der Beginn der Geschichte liest sich sehr vertraut, könnte auch ein CZ Abenteuer sein. Zwei junge Mädchen, Debby und Ella, gelangen in ein uriges Bergdorf und müssen bei Unwetter im Gasthaus übernachten. Dort wird Abends derbe gefeiert und Debby wird von Männern schön angegrabscht. Schlampen und Peiniger, das alte Spiel.

Nach dieser Einleitung in Italien müssen fernab die Helden hinzugezogen werden. Auch hier bin ich nicht glücklich. Ella kann gerade noch ihre Schwester Cathy anrufen. Ausgerechnet bei der wohnt Johnny zeitweise. Und ausgerechnet heute schaut John bei ihm vorbei. Mitten in der Nacht gegen Drei, weil Mommy sich Sorgen um den Sohnemann macht. Wenigstens Sheila konnte ich etwas abgewinnen. Hier ist sie ganz die besorgte Mutter und gute Seele, als die ich sie in der Serie schätze. Johnny und sein Patenonkel sitzen also zusammen und labern, als zufällig jetzt Ella reinplatzt und von dem Anruf erzählt. Toll, wie unter irgendwelchen Begründungen die relevanten Personen an einem Ort zur gleichen Zeit aufeinandertreffen.

Aber ist das ein Fall für John? Der erkennt aus dem Telefonmitschnitt bei einer Stimme im Hintergrund aus den Sprechnuancen, dass es sich um einen Dämon handeln muss. Oder so. Der Geisterjäger ist lange genug aktiv, um Monster an ihrer Stimmlage zu erkennen. Weil sie viel zu schrill für einen Menschen ist. Sorry, aber das klingt für mich nicht sehr nachvollziehbar bei einer Handyaufnahme, das hat sicher kein Studiomikrofon mit kristallklarem Klang außerdem gab es Stimmgewirr und andere Nebengeräusche.

Also doch kein Solofall für den Heimkehrer? John will das natürlich übernehmen. Bekommt aber just in diesem Moment (auch hier wieder ein sehr praktischer Zeitpunkt) mitten in der Nacht einen Anruf, dass der nächste alte Gegner aus der Serien-Frühzeit aktiv geworden sein könnte. Bitte nicht schon wieder!

John und Suko begeben sich also auf die Spuren des Mandarin. Zum Glück nur als Teaser oder kurze Nebenhandlung.



Johnny macht sich mit Cathy auf den Weg nach Italien. Die hängt sich selbstredend wie eine Klette an ihn ran. Da muss der Ritter die holde Jungfer beschützen, wenn er die Drachenhöhle betritt. Immer eine gute Möglichkeit, zusätzlich Spannung zu erzeugen. Im Hotel dann erinnern mich die Szenen ein wenig an die Hostel-Filme. Ella ist verschwunden, hat aber angeblich persönlich ihr Zimmer storniert und ist abgereist, die Koffer hat sie schon abgeholt.

Im Bergdorf hingegen erinnert mich die ganze Szenerie an das Dorf der Stille und das Perchten-Fest von CZ. Ich will dem Autor nicht vorwerfen, seinen groben Text wiederverwertet zu haben und nur die Perchten durch Gaukler ersetzt zu haben. Vielleicht hat er die Idee daher genommen, schlecht ist das im Endeffekt nicht geschrieben.

Interessant finde ich hier, dass Johnny sich beim Geisterjäger abgeschaut hat, Zivilisten irgendwo allein und ungeschützt zurück zu lassen, während man selbst sich in der Umgebung umsieht. Sowas macht man einfach nicht, das geht nicht gut aus. Vielleicht lernt Johnny im Gegensatz zum erfahrenen John seine Lektion noch. Bei Hänschen habe ich noch Hoffnung, Hans wird so weitermachen wie immer.


In London wird am Schluss noch einmal auf die Geisterjäger und den Mandarin eingegangen. Ob das noch ein Thema wird, ist nicht völlig sicher. Sein Hexenzirkel hier ist vernichtet. Und die Oberhexe wird im Sanatorium aus dem PZ-Crossover eingeliefert. Nach einem halben Jahr der erste sehr kleine Verweis auf die Trilogie. Immerhin. Ich hoffe nur, dass der Mandarin nicht wiederkehrt. Zu viele Autoren holen plötzlich alte Gegner wieder hervor, vor einem Jahr war das noch nicht so.



Ja, man merkt, dass Dee wieder bei JS ist und nicht mehr bei DL. Für mich ein deutlich sichtbarer Qualitätsunterschied. Hier haben wir einen soliden Gruselroman. Mit Johnny als Hauptfigur, das gibt Bonuspunkte. Wenn man mit durchschnittlichen Heften zum hinteren Drittel der Co-Autoren gehört, spricht das allgemein aber sehr für die Serie.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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107877
Marvin Mondo
Doppel-As


Dabei seit: 21.05.2018
Beiträge: 137

28.08.2018 08:42
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Zitat:
Original von Sp�taufsteher
Was mir überhaupt nicht gefiel war der Nebenfall von John und Suko. Nach dem Hexer, Satanos und Dr. Tod wird nun der nächste Gegner aus der Mottenkiste geholt. Hier wirbt man mit dem Mandarin für die kommenden Classics.
In unserer Romanvorschau ist vom Shocking Palace die Rede. Danach werden wir bestimmt auch bald vom Schwarzen Tod, dem bösen Myxin und der Mordliga etwas lesen Augen rollen Augen rollen
Mittlerweile bin ich einfach nur noch genervt von dieser Dauerwerbeveranstaltung.
Ich habe es bei Band 2092 schon geschrieben: Wir haben genug Gegner und Handlungsstränge. Bitte lasst diesen Mist. Danke.


Falls das Verlagsstrategie sein sollte, muss mans nicht unbedingt verstehen. Man hats doch jetzt geschafft, ne einigermaßen breite Gegnerschaft neu aufzubauen, aus der man schöpfen kann.
Kann mir nicht vorstellen, dass da alle Ideen bereits so schnell restlos verbraten sein sollen.
Und dann muss man allen Ernstes die Recycling-Maschine anwerfen? Sich endlos im Kreis drehen? Eine Konstellation a la Dark provozieren - 1500 Handlungsstränge und Konstellationen, die irgendwann, völlig ohne Erklärung, im luftleeren Raum stehen und vergessen werden?
Es war mal so, dass es darum gehen sollte, was die Leser gerne lesen würden (ich erinnere mich tatsächlich noch als einer der wenigen an diese Zeiten bei Sinclair), aber die scheinen...naja, vorbei zu sein. Wie ebenfalls schon geschrieben, den Autoren ist da wohl mit am wenigsten ein Vorwurf zu machen. Aber irgendwo scheint da die Sichtweise doch mehr und mehr abhanden zu kommen.

__________________
Talent is a flame. Genius is a fire...

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107893
lessydragon lessydragon ist männlich
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Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 2449

03.09.2018 15:01
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Es ist also so weit, Johnny ist zurück und mischt nun mit.

Wer meine Rezis verfolgt, weiß, dass ich mit dem alten Johnny nichts anfangen konnte, in Dark Land aber ist er gereift und hat mir gefallen.

Wie Logan Dee in der Leserseite verrät, will er genau den hier in der Derie zeigen, womit ich zumindest neugierig bin und das erste Mal seit langen mich auf einen Band mit ihm freue... bin gespannt!

LG Lessy groes Grinsen Alt

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✨LESSYDRAGON✨
Der Weg ist das Ziel!

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108106
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Haudegen




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 671

03.09.2018 16:13
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Es fängt schon mal interessant an!
Zwei Mädels, Emma Graham und Debby Conway, machen in Italien ein Selfie vor'm Ortsschild Diavolo.
Allein der Name lässt ja schon auf eine nette Story hoffen smile
Und dann natürlich auch der zweite wichtige Punkt: ein Fall, in dem Johnny Conolly zeigen muss, was in ihm steckt! Die erste Story, nachdem der Conolly-Spross aus Dark Land's Twilight City zurückgekehrt ist smile
Da wurde die Nebenstory mit John und Suko tatsächlich schon sehr nebensächlich, obwohl das Thema, mit dem sie sich beschäftigen mussten, auch nicht gerade uninteressant war und sogar die ein oder andere Erinnerung aufkommen ließ ... Augenzwinkern

Johnny träumt von seiner Zeit in TC, hört Abbys Stimme ... Ich finde dieses Einbringen von seinem "anderen" Leben, auch wenn es nur kurz andauerte, sehr schön. Immerhin hat er dort so einiges erlebt und getan, es gehört zu seinem Charakter und deshalb muss es auch erwähnt werden. Zum einen, weil diese Erlebnisse ja auch nachhaltige Eindrücke hinterlassen haben, die man mit einem "Ortswechsel" nicht so einfach vergisst und zum anderen, weil es Johnny wohl auch ein Stück weit reifer und erwachsener gemacht. Er war auf sich gestellt, niemand aus seinem alten Leben war da, um ihm aus der Patsche zu helfen. ER musste sich darum kümmern!
Und sowas legt man ja nicht einfach ab, wenn die äußerliche Situation/Umgebung sich verändert. Der Prozess der Selbständigkeit, auf eigenen Beinen stehen und sich selbst durchschlagen zu müssen, hat sich verankert und will ja auch so weitergelebt werden.

Und damit wären wir bei der Family. Sheila will natürlich, dass Johnny erstmal zu Hause ist, sich regeneriert, etc. ... aber John macht ihr deutlich, dass das wohl genau das Falsche sei.
Nach ihrer Rückkehr wurde Sheila bereits etwas tougher, mutiger dargestellt, was ich auch echt gut fand/finde! Hier wirkt sie wieder etwas arg mütterlich. Passt aber auch, weil sie eben so ist. Ich fänd beides irgendwie ganz gut ... denn dieses betont mütterliche schließt Mut ja nicht aus ...
Sie kommt hier noch nicht damit klar, dass ihr "Junge" ausziehen will. Vor allem so schnell.
Auf Johnny persönlich bezogen ist das natürlich genau das, was man vom ihm auch erwartet hat, gerade weil er sich ja doch einige Zeit alleine durchschlagen und auch für sich sorgen musste. Da will man nicht wieder zum behüteten "Kind" werden.
Bei Sheila bin ich deshalb etwas zwiegespalten: einerseits kann ich gut verstehen, wenn man den lang vermissten Sohnemann wieder bei sich hat und ihn am liebsten nicht mehr aus den Augen lassen will, damit sowas nicht noch einmal passiert.
Aber andererseits wird Johnny doch zu Hause bestimmt von seiner Zeit in TC erzählt haben, denn er dürfte ja u.a. auch stolz darauf sein, in einer fremden Welt überlebt und gelebt haben. Damit müsste sich dann allerdings auch für Mami rauskristallisieren, dass es nicht mehr so ist/wird wie früher. Und selbst da war Johnny ja schon öfter außerhäusig, sei es während seines Studiums und/oder bei den Versuchen, sich mal ne eigene Wohnung zu nehmen ...
Und was ist denn mit der Bude mit separatem Eingang, die zu Hause über der Garage ausgebaut werden sollte (nach seinem letzten schiefgegangenen Auszugsversuch)? Wäre doch sonst für's erste ein Kompromiss ...
Bills Meinung zu alldem hätte mich ja auch noch irgendwie interessiert Zunge raus groes Grinsen

Nun ja, Johnny ist ja noch nicht ausgezogen, übernachtet aber hin und wieder woanders und hat wohl die Wohnungssuche im Raum stehen lassen.
Außerdem bekommt er noch eine "Vergangenheit" zwischen DAL und seinem, diesem ersten Abenteuer: er arbeitet als Security in einem Kaufhaus. Coole Sache, er hat nen Job! smile
Das Gespräch zwischen John und Johnny fand ich auch sehr gelungen. Zumal John ja auch nicht gerade zu einer normalen Zeit bei seinem Patensohn aufgetaucht ist.
Vielleicht hätte ich mich über die Uhrzeit gewundert, dass er es, trotz des dortigen Falles, tatsächlich in Erwägung zieht, Johnny mitten in der Nach aufzusuchen, aber vielleicht hat der seiner Mum ja auch erzählt, dass Cathy nachts in ner Bar arbeitet und Sheila hat diese Info ebenfalls an John weitergegeben ... ?! Also konnte er sich ja schon zu 80% sicher sein, NUR Johnny anzutreffen und nicht auch noch seine Kommilitonin zu wecken ...

Auch gut fand ich, dass John sich selbst ein paar Mal auf die Zunge beißen musste, um Johnny nicht zu "degradieren". Erst macht er Sheila klar, dass Johnny erwachsen ist und auf eigenen Beinen steht und dann fällt er selbst noch in dieses Muster zurück ... kann sich aber wohl besser beherrschen Augenzwinkern
Er sorgt schließlich dafür, dass Johnny nach Italien kommt ... bewaffnet!
Dass John ihm seine Dienstwaffe überlässt war ganz und gar nicht korrekt, aber wohl das einzige, das er in dem Moment für sein Patenkind tun konnte. Zudem wurde darauf hingewiesen und diese Handlung auch einigermaßen erklärt ...
Was gar nicht ging war die Tatsache, dass Johnny die Beretta mit nach Italien nehmen konnte. Da hätte John sich schon was anderes einfallen lassen müssen ... sowas wie ein Azubi oder "Hilfssheriff" etc. ... irgendwas, das Johnny eben berechtigt, überhaupt eine Waffe zu tragen!
Normalerweise drücke ich gern mal ein Auge zu, zu Gunsten des Autoren, zu Gunsten der Story und auf Grund des Genres, in dem die JS-Stories sich bewegen.
Aber eigentlich ist hier auch keine gute Lösung möglich gewesen, solange Johnny ein Flugzeug benutzt .... zumindest nichts, das auf die Schnelle funktioniert hätte. Nicht in der heutigen Zeit!
Daher passte das hier nicht so recht. Vielleicht wäre es noch aufzufangen gewesen, wenn John irgendwie mit den italienischen Behörden arrangiert hätte, Johnny in Italien eine Waffe durch einen Beamten zukommen zu lassen oder so ähnlich ...

Johnny und Cathy an sich geben aber ein gutes Team ab. Auch charakterlich waren die beiden gut getroffen, bzw. Cathy ja "neu geformt" und eingesetzt. Ihre Handlungen waren plausibel und gerade bei Johnny merkte man zunehmend, dass er reifer geworden ist, mit bestimmten Situationen klarzukommen und sie zu bewältigen. Er handelt gleichermaßen besonnen, mutig und lässt trotzdem nicht den "erfahrenen Geisterjäger" raushängen, was zu viel des Guten gewesen wäre. Man merkt ihm zwischendurch allerdings genauso an, dass "noch frisch" ist, auch Angst hat und er sich genau überlegen muss, wie sein nächster Schritt aussieht, usw.
Er will die Frauen retten und gerät auch nicht in Panik, als er dem Harlekin UND dem Feuerdämon Naszaratheta gegenübersteht, die sich ein fieses Spielchen ausgedacht haben.
Dann gerät Emma in tödliche Gefahr und Johnny greift ein, wobei er auch nicht so auf sich selbst achtet. Aber da gibt es dann auch noch das Zusammenspiel mit Cathy, die ihm in der ausweglosen Situation weiterhilft, als er nicht weiß, wohin mit sich und Emma, da der Harlekin die Kohlenfläche immer mehr verbreitert.
Und das alles fand ich sehr gelungen!

Dass Cathy auch über irgendwelche Hexenkräfte verfügt, weil sie Isabella weinen hören konnte, das bleibt leider etwas im Hintergrund (oder gewollt??). Aber vielleicht wird Cathy ja noch weiter ausgebaut und zieht eventuell hin und wieder mit Johnny zusammen los ... ?! :-)
Cathy hat auf jeden Fall Potenzial, finde ich, das wurde im Laufe der Geschichte immer deutlicher. Gerade deshalb ist es irgendwie schade, dass man zu ihr nicht viele Hintergrundinfos bekommt. Zumal da ja noch die "Hexensache" mit reingerutscht ist. Und schließlich ist auch nicht ganz klar, warum sie sich ne Wohnung in einer eher unfeinen Gegend aussucht, während Schwesterchen Emma den elterlichen Reichtum allem Anschein nach wohl gerne annimmt und auch zeigt ...
Interessant ist Cathy, und was alles so noch zu ihr gehört, auf jeden Fall!! Vielleicht hört man ja nochmal von ihr ... wo Johnny doch eh des Öfteren bei ihr ist ... Augenzwinkern groes Grinsen

Das war und ist für mich ein toller "Johnny-Roman" ... aber es gab ja auch noch den Fall, weswegen John nicht höchstpersönlich nach Italien fahren und sein Patenkind begleiten konnte.
Die Nummer mit dem Mandarin ...
Echt oder nicht echt? Mehr Schein, als sein?? Irgendein Dämon, der vortäuschen will, dass der Mandarin zurück ist? Bloße Irreführung?
Wird die Sache noch eine größere Bedeutung bekommen oder ging es eher darum, nach dem PZ/JS-Crossi nochmal das Wingfield Institut in Borough of Havering in Erinnerung zu rufen? Bzw. um die gute Zhang Bai zu "parken", um evt. später nochmal auf sie zurückzugreifen?
Jedenfalls fand ich die kleine Einlage am Schluss noch gut, weil man ja vorher definitiv wusste, dass John deswegen in London bleiben musste.
Auch die Verhöre und dass Suko noch mit dabei war, hatte ebenfalls was und war echt nett zu lesen!!

Der Titel hat hier sowas von Hand und Fuß, denn auf dem Feuerfest der Gaukler beruht die ganze (Haupt-)Geschichte in Diavolo! Die Story ist toll, die Charakterisierungen gefallen mir sehr gut und auch der Nebenstrang mit John und Suko birgt ja noch Möglichkeiten ... in welche Richtung auch immer! Augenzwinkern
Sehr gut! Daumen_hoch

Das Cover ist bombig! Man konnte das Feuer schon fast spüren, wenn man zu lang auf's Bild sah!
Dann noch die starren Augen der Harlekine, die fiesen Zähne beim "Front-Clown" ... sehr cool!

Die Heldenreise auf der LKS war ebenfalls sehr nett zu lesen, beinhaltet erklärende Infos und macht unmissverständlich eines deutlich: Johnny ist definitiv nicht mehr der kleine Junge oder der Langzeitstudent ... er ist gereift, erwachsener geworden, hat Erfahrungen gesammelt und steht auf eigenen Füßen (oder will es^^ Augenzwinkern ). Doch trotzdem handelt er auch noch besonnen und überlegt.
Und ebendies konnte man sehr gut in dieser Story herauslesen! smile


Zitat:
Original von lessydragon
Es ist also so weit, Johnny ist zurück und mischt nun mit.
Wer meine Rezis verfolgt, weiß, dass ich mit dem alten Johnny nichts anfangen konnte, in Dark Land aber ist er gereift und hat mir gefallen.
Wie Logan Dee in der Leserseite verrät, will er genau den hier in der Derie zeigen, womit ich zumindest neugierig bin und das erste Mal seit langen mich auf einen Band mit ihm freue... bin gespannt!

Ich könnte mir schon vorstellen, dass er dir in diesem Roman gefällt ... Aber mal sehen, wie deine Meinung nachher ist smile

__________________
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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Isaak S. Isaak S. ist männlich
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Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 90

03.09.2018 21:29
RE: Band 2093: Der Feuerfluch der Gaukler
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Die Einzelheiten
Zwei Ereignisse: 1. John stößt bei der Aufdeckung eines Pseudo-Hexenzirkels auf eine Frau, die von sich behauptet dem Mandarin als Medium zu dienen. 2. Johnny macht sich auf, um die Zwillingschwester seiner Studienfreundin Cathy Graham zu finden. Emma Graham ist in dem italienischen Dorf Diavolo entführt worden, konnte aber noch einen telefonischen Hilferuf an Cathy schicken.
Sinclair-Team: 1. John und Suko 2. Johnny Conolly Solo-Abenteuer
Figuren: 1. Zhang Bai/Mandarin, William Cunnings, Dr. Lang 2. Debby Conway, Cathy und Emma Graham, Filippo der Gastwirt und seine Frau, Commissaria Ornella Argento/Silvia, Isabella/Marbella, der Harlekin, Naszaratheta
Handlungszeit: 24 Stunden parallel in beiden Geschichten; eine Stunde im Epilog
Handlungsorte: 1. London: Brixton und Chinatown, London/Borough of Havering: Wingfield Institute for Advanced Psychotronic Technology 2. Italien/San Remo; Diavolo
Besonderheiten: Das erste Solo-Abenteuer von Johnny Conolly; Rückkehr des Mandarins
Serien-Referenzen: „Zirkus-Luzifer“ und „Die Totenkopf-Gang“ (Classics 36 und 37)

Johnny be Good
Nach seiner Rückkehr aus dem Dark Land in der Geschichte des Engelstöters (2085) bekommt Johnny seinen ersten eigenen Fall. Und ich teile Tulimyrskys Freude darüber, dass man hier innerhalb der Serie einmal von Null beginnt. Ich stimme ihm, Sheila und SweetJane aber auch zu, dass die Sache mit der Beretta „weniger gut“ war, weil es den Bogen wirklich überspannt hat. Es ist unseriös, wenn John jetzt dafür sorgen kann, dass jeder einmal Schusswaffen einfach durch die Flughafenkontrollen bringen kann. Ich hätte mir gewünscht, dass Johnny von seinem Patenonkel mit der magischen Kreide vertraut gemacht wird. Das hätte dann auch geil zu seinem archaischen Kampf mit dem Speer gepasst.
Insgesamt blieb Johnny für mich aber trotz aller Aktionen eher blass. Ich konnte ihn und seinen Charakter da noch nicht wirklich entdecken geschweige denn fassen. Für mehr fehlt mir da sowohl der DL-Lesehorizont als auch Hintergrundwissen über Johnnys Weg innerhalb der Serie. Der einzige Moment, in dem Johnny ganz klar vor meinem inneren Auge erschien, war die Speer-Szene, als er sich wieder in Wynn verwandelt (58 ): „Er musste den Dämon vernichten, um zu überleben!“ Das war ein krasser Wechsel der Sichtweise weg von den moralischen Verpflichtungen seines Patenonkels hin zu einem Kampf ohne jede Rücksicht. Das verspricht einigen Zündstoff für die zukünftigen, gemeinsamen Kämpfe der beiden!

Italien
Erst vor kurzem hatte ich die Blutnacht der vergessenen Seelen (1944) von Marc Freund gelesen. Dort wie auch hier geht es um ein verfluchtes italienisches Dorf. Gut, vielleicht ist es in Ordnung, wenn alle hundert Bände so ein italienischer Fluch aufgelöst wird. Aber dort wie auch hier hatte ich ein Problem: ab eines bestimmten Punktes wirkte das Ganze auf mich zu konstruiert, zu kompliziert und zerfaserte dann schließlich zum Ende hin in kleine Puzzleteile, als sich alles (wie auch in Bd. 1944) im Feuer auflöste. Es geht mir dabei nicht darum zu bemängeln, dass hier mit Stereotypen um sich geworfen wird, sondern dass sich diese Stereotypen nicht mit Leben füllen. Das Dorf, der Fluch, Filippo, der Harlekin und von mir aus auch die Hexe Marbella/Isabella – das alles fand ich toll; da gehe ich mit. Aber: Was sollte das mit Naszaratheta? War der Harlekin jetzt ein Dämon, oder was? Warum konnte man den so einfach mit einer Metallstange vernichten? Woher kamen dann auf einmal diese Feuerclowns/Horror-Clowns/Kamikaza-Clowns (60-61)? Warum dieser Aufwand, ihnen gleich drei Namen in kurzer Abfolge zu geben? Warum war jetzt Cathy auf einmal auch so was wie eine Hexe? Und der negative Höhepunkt: der Tod von Debby Conway wird während der Flucht aus dem Dorf auch noch kurz abgefrühstückt:

Zitat:
Original auf Seite 60
Plötzlich stoppte Johnny. „Was ist mit Debby? Wir müssen sie…?“
Isabella schüttelte den Kopf. „Sie ist tot. Ein Opfer des Harlekins, weil er glaubte, mir ihr nichts mehr anfangen zu können, als Cathy auf der Bildfläche erschien.“
Erneut loderte die Wut in Johnny auf. „Und du hast wohl nichts damit zu tun, oder?“

Für mich war das der erzählerische Tiefpunkt der ganzen Geschichte. Eine Figur, die so liebevoll und schön aufgebaut wurde, dann aber vom Erzähler komplett ignoriert wird und deren Tod schließlich nur noch eine kleine Randnotiz wert war. Da lodert jetzt in mir die Wut des Lesers auf!

Die Sache mit dem Mandarin
Hier bin ich, wie auch schon beim Erbe des Doktor Tod (2089), bis auf das Äußerste zwiegespalten. Einerseits möchte ich das unterstützen, was Spätaufsteher so schön formulierte: Bitte diesen Mist lassen! Was soll denn diese ständige Wiederverwertung? Kurzfristige Kommerzgeilheit? Das wird der Serie auf lange Sicht nicht gut tun! Andererseits war ich dann aber von der Geschichte, die LD hier bringt und von seiner Sprache, in der er sie erzählt, sehr begeistert. Die Verhöre, die Ermittlungen, die kurze Jagd auf Zhang Bai, der Epilog im Institut. Das krasse Ende. Das war schon alles sehr geil erzählt.
Also, ich weiß es nicht und möchte auch nicht so tun, als hätte ich die Serien-Weisheit mit dem silbernen Sinclair-Löffel gefressen. Was mittlerweile aber immer wieder zur Debatte steht ist die Befürchtung, dass die Serie unübersichtlich wird und sie aufgrund der vielen, vielen Baustellen und Wertstoffhöfe ihre Dynamik und Glaubwürdigkeit verliert. Da würde ich mich wirklich freuen, wenn sich Verlag, Redakteure und Autoren noch einmal Gedanken machen würden.

Meine Lektüre
Ja klar! Johnny macht Spaß und ich werde LD in der Zukunft gerne weiter auf den Spuren seiner Entwicklung folgen. Sein italienisches Abenteuer war für mich alles in allem ein guter Anfang und eine gute Geschichte.

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Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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05.09.2018 00:29
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@ Sheila: Ja, du hast Recht gehabt, so gefällt mir Johnny, es steckt noch ein ganz bisschen Wynn in ihm, und wenn er gereizt wird, noch mehr. Vor allem aber trifft er nun Entscheidungen, sofort setzt er sie um, geht bedacht vor, nachvollziehbar, auch wenn natürlich nicht alles klappen kann. Aus dem alten Johnny, mit dem ich damals nichts anfangen konnte, hat er sich wirklich frei gestrampelt, zu einer Person, die für mich nun auch wirklich gut dazu passt. Nun hoffe ich auch, dass er hier und da nichmal seinen Freiraum bekommt und auch die Sache mit Abby darf gerne weiter am Leben bleiben...

War ich an dem Band auch sehr gekungen fand, war die Abspaltung von Johnny und John, auch wenn es am Anfang sehr arg konstruiert wirkt, wird eine Hauptgeschichte um Johnny gefertigt, drum herum etwas John, der in London nachvollziehbar gefangen bleibt, weil unklar ist, wer hinter diesem Sektenzirkel steckt, ob es wirklich der Mandarin ist. Da lässt man ja auch einiges offen...

Natürlich gbt es hier und da Fragezeichen, warum muss es halb vier sein, als John zu Johnna fährt, war der Speer gegen den Harlekin aus Silber, ...

Das es debby erwischte, war abzusehen, weil sie nur eine brauchten, und da es zum Schwesternduell kommen sollte, brauchte der Harlekin sie nicht... die Gauklergeschichte war auch ganz in Ordnung und der Feuergott zeigt das typische Höllenverhalten, jemanden ausnutzen, wenn der nicht taugt, dann weg damit und gleich alles drum herum mit. Das hat Jihn ja auch oft genug gerettet...

Ich vergebe ein sehr gut, ruhig mehr davon...

LG Lessy groes Grinsen Alt

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07.09.2018 13:03
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Zitat:
Aber ist das ein Fall für John? Der erkennt aus dem Telefonmitschnitt bei einer Stimme im Hintergrund aus den Sprechnuancen, dass es sich um einen Dämon handeln muss. Oder so. Der Geisterjäger ist lange genug aktiv, um Monster an ihrer Stimmlage zu erkennen. Weil sie viel zu schrill für einen Menschen ist. Sorry, aber das klingt für mich nicht sehr nachvollziehbar bei einer Handyaufnahme, das hat sicher kein Studiomikrofon mit kristallklarem Klang außerdem gab es Stimmgewirr und andere Nebengeräusche. (von Gleichgewicht)


Das war für mich der größte Knackpunkt, da es zu sehr konstruiert wirkte.

Mit allem anderen war ich einverstanden. Auch ohne DL gelesen zu haben (bis auf die ersten 4 Romane), fand ich es super, dass Johnny die Hauptrolle spielte. Das Institut aus dem Crossover kannte ich natürlich auch nicht, liest aber verdammt interessant.

Gesamtbewertung: Sehr gut

Cover: Schön böse! Sehr gut!

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX

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11.09.2018 17:55
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Fazit:
Ich mach's kurz und schmerzlos. Der Roman war wahrlich nicht für mich gemacht.
Logan Dee und Sinclair, dann auch noch ein Soloabenteuer mit Johnny, dem Twilight City Star. Als Gegner mussten dann ausgerechnet noch Gaukler und ein Harlekin her halten. Zu guter letzt dann auch noch den ollen Mandarin ausgebudelt. Dieser brisante "Komponenten-Cocktail" war dann (für mich jedenfalls) am Ende des Guten zu viel. Die ominöse "Beretta-Nummer" wurde hier ja auch mehrfach bereits angesprochen, so etwas geht gar nicht. Die ganze Rache - Geschichte war für mich einfach zu plump.

Besonderes:
1. Solo-Abenteuer mit Johnny Conolly.
2. Erster Auftritt der mächtigen Feuergöttin Naszaratheta.
3. Eventuelles come back von dem Mandarin.

Bewertung:
Von mir bekommt der Roman nur ein "schlecht".

Cover:
Zeigt die "Feuer/Horror/Kamikaze-Clowns" in Aktion. Ein wahres Meisterwerk von Dennis Simcott Grusel .

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Demnächst:
1. JS: 2095 Der Geist aus der Maschine
2. JS: 2096 Kolonien der Bestien
3. LB: 0033 Zur Herberge der tausend Schrecken

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Heute,  04:41
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Servus

Nach längerem möchte ich mich auch mal wieder melden und meinen Senf absondern.

Zum vorliegenden Roman ist meine Wertung ein "mittel". Da waren nämlich schon ein paar Sachen dabei die ich irgendwie nicht auf die Reihe bekam und die auch von Einigen von euch bereits angesprochen wurden.

- Beretta einfach mal so weitergeben??? HÄ?
- Mitten in der Nacht den Patensohn aus dem Bett läuten?? Und genau in dieser Nacht vom Chef angerufen werden, und wieder weg müssen? Hm.
- Mit dem Mandarin einen uralten Gegner ausgraben, als ob es derzeit zu wenig "Böse" gäbe.
- John hört sofort dass da ein Dämon auf die Mailbox gesprochen hat - ist ein wenig unglaubwürdig.

Zwei Sachen sind mir noch aufgefallen.
- Emma bekommt als Geschenk fürs Abitur unter anderem ein Auto geschenkt und es wird ihr ansonsten auch das Geld hinten und vorne reingeschoben. Und ihre Zwillingsschwester studiert, muss nebenbei jobben und wohnt in einer heruntergekommenen Hütte? Wie passt das zusammen?
- Anscheinend ist das Dorf "Diabolo" so abgelegen dass man es nicht mit dem Auto erreichen kann und wird auch als recht klein beschrieben und plötzlich gibt's dort einen "großen Platz" und Johnny verläuft sich vom Weg von der Kirche zurück ins Gasthaus. Wirkt auf mich etwas komisch oder hatte ich da einen "Lesefehler"?

Naja, sei es wie es sei. Der Schreibstil war OK, der junge Conolly ist wieder an Bord und mit Cathy kann sich auch noch so manches ergeben.

Wie gesagt - Mittelprächtiger Roman.

Werde jetzt den letzten Teil von "DL" lesen, nachdem ich mit dieser Reihe nach dem vierten oder fünften Band aufgehört hatte, weil es einfach nicht meins war.

Anmerkung noch bzgl. E-Book, da ich JS nur mehr auf diese Medium lese. Da gibt's anscheinend keine Zeichen wie z.B. * + oder ähnliches mehr wenn von einer Sequenz, Absatz, Schauplatz in einen anderen gewechselt wird. Das stört manchmal doch sehr und ich brauche des Öfteren dann ein, zwei Sätze bis ich draufkomme dass gerade von z.B. Italien nach London, geswitcht wurde.

Grüsse auch Österreich.
Winke

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