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Talis Talis ist männlich
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Band 771: Sie sind perfekt gestorben, Mr. Fisher Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Harold Fisher hat eine Lebensversicherung zur Absicherung seiner Frau abgeschossen. Leider stirbt er und die Versicherung beauftragt Anthony Quinn und sein Team den Todesfall zu überprüfen. Eine Spur führt nach Wien.

von James R. Burcette alias Kurt Luif

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Talis am 14.11.2017 16:36.

14.11.2017 11:47 Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

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RE: Band 771: Sie sind perfekt gestorben, Mr. Fisher Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Sie sind perfekt gestorben, Mr. Fisher
Fledermaus-Heft Nr. 771
von James R. Burcette

Die beiden Männer waren unauffällig gekleidet. Sie wirkten so alltäglich wie Vertreter. Kein Mensch wäre auf den Gedanken gekommen, daß er es mit berufsmäßigen Killern zu tun hatte. Sie parkten den Leihwagen in der Kimbell Avenue und achteten nicht auf den Wind, der ihnen die Regentropfen ins Gesicht peitschte. Rasch gingen sie durch den Regen, der wie ein grauer Vorhang in die Häuserschluchten von Chicago fiel. Nick Adams und Ken Clark waren von Los Angeles nach St. Louis geflogen und hatten dort einen Wagen gemietet. Sie waren ein gut eingespieltes Team und bis jetzt noch nie von der Polizei erwischt worden. In Los Angeles galten sie als erfolgreiche Geschäftsleute.
Beide waren glücklich verheiratet und hatten Kinder. Sie bogen in die Palmer Avenue ein und betraten ein zwanzigstöckiges Apartmenthaus. Dem Portier lächelten sie freundlich zu, durchquerten die Halle, stiegen in einen der Aufzüge und verließen ihn im letzten Stockwerk. Sie blieben kurz stehen und stiegen zwei Stufen hoch, die zu einer braunen Türführten, auf der in zierlichen Goldbuchstaben Harold Fisher stand.
Nick Adams holte aus der Manteltasche einen Schlüssel und öffnete die Tür. Er sah sich rasch um. Dann trat er, gefolgt von Ken Clark, ein. Leise zog Adams die Tür zu und schloß von innen ab. Mehr als eine Minute standen sie bewegungslos und lauschten. Als alles ruhig blieb, drehten sie das Licht an und sahen sich flüchtig in der Diele um. Bevor sie sich an die Vorbereitungen zur Ausführung ihres Auftrags machten, durchsuchten sie das Penthouse.
Nick Adams wartete in der Diele, während Ken Clark im Arbeitszimmer hinter dem riesigen Schreibtisch Platz nahm und die Schutzhaube von einer Reiseschreibmaschine hob. Er spannte ein Blatt Papier ein und fing an zu schreiben. Er preßte die Lippen zusammen und konzentrierte sich. Den Text des Schreibens wußte er auswendig, doch mit Handschuhen schrieb es sich schlecht. Außerdem war es Jahre her, seit er das letztemal mit einer Maschine geschrieben hatte.
Nach zehn Minuten war er fertig, zog das Blatt heraus, legte es zur Seite und las es nochmals durch. Dann nickte er zufrieden und spannte ein neues Blatt ein. Er stand auf, löschte die Stehlampe, ging zu Nick Adams in die Diele und nickte ihm zu. Gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer und blieben neben der Tür stehen.
Die Vorbereitungen hatten sie getroffen - jetzt brauchten sie nur noch auf ihr Opfer zu warten.

* * *

Harold Fisher war ein gut aussehender Mann Ende dreißig. Er trug einen dunkelblauen Kamelhaarmantel, den er auf dem Weg zum Penthouse aufknöpfte. Sein dunkelblondes Haar war kurzgeschnitten und feucht. Sein hageres Gesicht war bleich, und dunkle Ringe lagen unter seinen Augen. Er war länger als eine Stunde im strömenden Regen spazieren gegangen und hatte sich zu beruhigen versucht, was ihm aber kläglich mißlungen war. Er war noch immer zu keinem Entschluß gekommen.
Er blieb vor der Tür stehen und suchte nach den Schlüsseln. Gedankenverloren sperrte er die Tür auf und trat ein. Achtlos warf er die Schlüssel auf ein kleines Tischchen neben der Tür, schlüpfte aus dem Mantel und hängte ihn auf einen Haken. Er blickte flüchtig in den Spiegel und schüttelte den Kopf. Sein Anblick wollte ihm gar nicht gefallen. Mit einer müden Bewegung schob er sich das glitschnasse Haar aus der Stirn und ging zum Wohnzimmer. Er drückte die Klinke nieder, öffnete die Tür und trat ein. Er hatte zwei Schritte getan, als das Licht aufflammte und Adams und Clark ihn packten.
„Keine Bewegung und keinen Laut!“ sagte Adams und hob die Pistole, die er in der rechten Hand hielt.
Fisher war viel zu überrascht, um an Gegenwehr zu denken.
„Setzen Sie sich auf die Couch“, sagte Clark rasch.
Fisher gehorchte augenblicklich.
Die beiden Männer blieben vor ihm stehen, und es dauerte einige Sekunden, bis sich Fisher von seiner Überraschung erholt hatte. Er sah die beiden aufmerksam an und wunderte sich, daß sie ihre Schuhe ausgezogen und auf ein Plastiktuch gestellt hatten, auf dem auch ihre nassen Regenmäntel lagen.
„Wer sind Sie?“ fragte Fisher. „Und was wollen Sie von mir?“
„Wir wollen nicht viel von Ihnen“, sagte Adams. „Sie sollen einen Brief für uns schreiben.“
„Einen Brief schreiben?“ fragte Fisher verwundert und zog die Brauen hoch.
Adams nickte.
„Kommen Sie mit in Ihr Arbeitszimmer.“
Er machte eine auffordernde Bewegung mit der Hand.
„Hat das etwas mit meiner Frau zu tun?“ fragte Fisher. Seine Stimme zitterte.
„Wir beantworten keine Ihrer Fragen, Mr. Fisher“, sagte Clark. „Stehen Sie auf.“
Fisher stand auf, und Adams ging vor. Er öffnete die Tür zu Fishers Arbeitszimmer und knipste das Licht an.
„Setzen Sie sich hinter den Schreibtisch!“ befahl Clark, und Fisher gehorchte wieder. Adams stellte sich hinter Fisher, während Clark vor ihm stehenblieb.
„Was soll dieser Unsinn?“ fragte Fisher.
„Schreiben Sie“, sagte Adams kalt.
„Ich denke nicht daran, irgendetwas zu tun, was Sie mir befehlen“, sagte Fisher mutig.
„Das werden wir sehen“, meinte Adams und hob die Pistole. „Entweder Sie schreiben, was wir Ihnen befehlen, oder...“ Er entsicherte die Pistole, und Fisher verstand. Er preßte die Lippen zusammen und konnte nur mühsam das Zittern seiner Hände unterdrücken.
„Was soll ich schreiben?“ fragte er tonlos.
„So gefallen Sie mir schon besser“, stellte Clark zufrieden fest. „Ich diktiere es Ihnen.“ Ciark rieb sich kurz die Nase. Dann fixierte er Fisher. „Schreiben Sie folgendes: Liebe Rita, unvorhersehbare Schwierigkeiten erlauben es mir nicht, auf Dich zu warten. Ich werde mich mit Dir in den nächsten Tagen in Verbindung setzen. Herzliche Grüße.“
Fisher hatte alles geschrieben, was ihm Clark diktiert hatte.
„So, und nun nehmen Sie das Blatt aus der Maschine und geben Sie es mir.“
Fisher zog das Blatt aus der Maschine und reichte es Clark, der es kurz überflog und zur Seite legte.
„Jetzt möchten wir noch einige Unterschriften von Ihnen“, sagte Adams.
Clark legte einige Papiere vor Fisher, darunter auch das Schreiben, das er vor Fishers Eintreffen getippt hatte.
„Nein“, sagte Fisher, „ich unterschreibe nichts.“
Adams seufzte.
„Was ist Ihnen lieber? Einige Unterschriften, oder eine Kugel in den Kopf ?“
Fisher schwieg sekundenlang. Dann griff er nach einem Kugelschreiber und setzte seine Unterschrift auf die Stellen, die ihm die Killer zeigten.
„Sehr brav“, sagte Clark sarkastisch und nahm die Papiere an sich.
„Was haben Sie vor?“ fragte Fisher. Plötzlich hatte er Angst. Er konnte sich nicht erklären, was die beiden Gangster vorhatten. Der Brief, den sie diktiert hatten, war völlig unsinnig. Er war an seine Frau gerichtet, aber sie würde mit diesem Schreiben wenig anfangen können.
„Aufstehen!“ sagte Adams.
Fisher gehorchte wieder. Seine Gedanken drehten sich im Kreis.
„Wir sperren Sie jetzt auf die Terrasse“, sagte Clark. „Dort bleiben Sie solange, bis wir gegangen sind. 'raus mit Ihnen.“
Fisher und Adams verließen das Zimmer, während Clark eines der unterzeichneten Schreiben auf den Schreibtisch legte und die anderen Papiere einsteckte. Dann löschte er das Licht und folgte Fisher und Clark. Adams öffnete die Tür, die auf die Terrasse führte.
„Gehen Sie hinaus“, sagte Adams. „Sie brauchen keine Angst zu haben. Wir haben unseren Auftrag erfüllt. Wir sollen Sie nur aussperren.“
„Aber was soll das Ganze?“ fragte Fisher wütend.
„Das dürfen Sie uns nicht fragen, Mr. Fisher“, meinte Clark. „Wir haben einen Auftrag zu erfüllen, aber was dahintersteckt, interessiert uns überhaupt nicht. Gehen Sie vor.“
Fisher trat auf die Terrasse. Der Regen fiel noch immer in Schnüren und prasselte gegen das Vordach.
„Gehen Sie bis zum Geländer“, sagte Adams.
Adams und Clark hielten sich dicht hinter Fisher.
„Nehmen Sie die Hände hoch“, sagte Clark.
Fisher stand dicht vor dem Geländer und hob folgsam die Arme hoch. Clark und Adams steckten die Pistolen ein und traten noch näher an Fisher heran.
„Sie bleiben jetzt mindestens zehn Minuten so stehen!“ sagte Clark scharf und Fisher nickte.
Clark und Adams wechselten einen raschen Blick. Dann nickte Adams, und sie handelten blitzschnell. Adams bückte sich und packte Fishers Beine, während Clark Fisher am Kragen packte. Es dauerte nur wenige Sekunden. Fisher wurde hochgerissen. Bevor er zur Besinnung kam, schwebte er über dem Geländer, und die Hände, die ihn gepackt hielten, ließen ihn los. Er stieß einen Entsetzensschrei aus und wollte nach dem Geländer greifen. Seine Hände verfehlten es. Er überschlug sich und fiel der Erde zu.
Adams und Clark beugten sich über das Geländer und sahen dem sich überschlagenden Körper nach, der verzweifelt mit Armen und Beinen in der Luft ruderte. Als Fishers Körper auf dem Bürgersteig aufschlug, traten sie zurück.
Blitzschnell stürmten sie ins Wohnzimmer, griffen nach den Schuhen und Mänteln und liefen in die Diele. Sie schlüpften in die Mäntel, und Adams sperrte die Tür zu. Er sah sich rasch um. Kein Mensch war auf dem Gang. Sie zogen die Schuhe an, versperrten die Tür und gingen zum Aufzug.
Zwei Minuten später verließen sie das Haus.

* * *

Wie es weitergeht, könnt ihr hier lesen:

http://www.zauberspiegel-online.de/index...orben-mr-fisher

14.11.2017 11:53 Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

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