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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DämonenKiller » Dämonenkiller-Taschenbuch » Dämonenkiller-Taschenbuch Bd. 53: Coco und der Maya-Gott von Neal Davenport
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Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5051

10.07.2014 22:46
Dämonenkiller-Taschenbuch Bd. 53: Coco und der Maya-Gott von Neal Davenport
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In mondhellen Nächten dürstet es Isabel Najera nach Menschenblut. Sie bricht aus ihrem Gefängnis aus, findet ein Opfer und fängt sich bei ihrer überstürzten Flucht in einer magischen Falle. Zu dieser Zeit besucht Coco Zamis Guatemala-City. Ihr ist sogleich klar, daß sich irgend etwas Böses in dieser Stadt zusammenbraut. Rätselhafte Morde halten die Menschen in Angst und Bann. Ganze Dörfer werden verlassen, und das Gerücht vom Auftauchen des Quetzal-Maya sorgt für Panik, denn jeder hat seine Rache zu fürchten. Coco interessiert sich für das Schicksal der Dämonenfamilie Najera, und sie lernt Tepal kennen, dem sie bald im Weg steht. In einer Tempelstadt entbrennt der gigantische Kampf um die Vorherrschaft des Bösen - ein Kampf, in dem Coco unfreiwillig die Hauptrolle spielt ...


Verfasst von Neal Davenport (= Kurt Luif)

Titelbild von Nikolai Lutohin

Erschienen im März 1979


Ein Coco-Zamis-Jugenderlebnis. Nachdruck im Zaubermond-Verlag

__________________
In der großen Pappel hinter dem Haus rauschte der Wind. Und so nahmen sie endgültig Abschied...

Fanny Morweiser: Ein Sommer in Davids Haus

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Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8673

14.07.2014 21:20
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Nächste Station auf Cocos kleiner Weltreise ist Guatemala. Eine neue Geschichte und ein neuer Gegenspieler, im Kern aber das gleiche alte Spiel. Wieder einmal trifft Coco auf „nette Dämonen“, die es so furchtbar selten gibt, dass in fast jeder Geschichte einer auftaucht. Wieder einmal sucht sich die junge Zamis einen Bettgefährten aus, den sie für den Rest der Geschichte ordentlich durchknuddeln darf, bis nächstes mal jemand anderes der One Story Stand ist. Wieder einmal gibt es eine Zusammenkunft der ansässigen Dämonensippen, damit in Soap-Manier die Zickerein untereinander gezeigt werden können und welche exotisch-monsterhaften Kreaturen es im Zamis-Setting gibt.

Cocos Kräfte, die sie als Superheldin nutzt, sind auch immer die gleichen. Wenn sie eine Information braucht oder jemand etwas für sie tun soll hypnotisiert sie ihn einfach. Wenn sie unerkannt abhauen will schafft sie einen Klonkörper, damit die anderen nichts mitbekommen. Oder sie versetzt sich in den schnelleren Zeitablauf und macht irgendwas, während für alle anderen die Zeit stillsteht. So ist auch dieses Abenteuer keine wirkliche Herausforderung, bei der man mitfiebert. Im Gegenteil, die Hexe regt sich sogar über die Unfähigkeit der Dämonensippen in Guatemala auf, den Fall der Woche zu lösen. Am Ende ist sie als supermächtige Junghexe allein die Lebensretterin, wie immer.

Dafür hat man hier ein tolles Reiseabenteuer, anders als bei Dark sind die Beschreibungen und Begegnungen nicht zu langgezogen oder übertrieben. Und irgendwo sind die Geschichten auch interessant. Es würde Spaß machen, Coco auf ihrem Weg zu begleiten. Wenn nur nicht alles nach dem langweiligen Schema F abliefe. (5 von 10 Punkten)

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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Talis Talis ist männlich
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Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2091

07.11.2016 16:09
RE: Dämonenkiller-Taschenbuch Bd. 53: Coco und der Maya-Gott von Neal Davenport
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Hier mal das Originalbild von Nikolai Lutohin:

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Talis Talis ist männlich
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Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2091

03.03.2017 15:31
RE: Dämonenkiller-Taschenbuch Bd. 53: Coco und der Maya-Gott von Neal Davenport
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Als ich im März 1979 dieses Taschenbuch mit Freude gelesen habe, wußte ich nicht, daß Kurt Luif schon 1973 einen Fledermaus-Krimi (Nr. 723 "Ein Millionär im Fadenkreuz) geschrieben hat, der auch in Guatemala spielte.
Heute weiß ich es und mir ist aufgefallen, daß Kurt Luif eine sehr kleine Sequenz (mit oder ohne Absicht) aus dem Feldermauskrimi in seinem Coco-Abenteuer gebracht hat.
Lies man folgendes:

Auszug aus DK-TB-53: "Coco und der Maya-Gott"
„Die Bevölkerung scheint unendlich arm zu sein“, sagte ich schließlich.
Ubaldo nickte zustimmend. „Mir fällt diese unglaubliche Armut gar nicht mehr auf. Aber sie ist vorhanden und wird sogar noch schlimmer. Die meisten Leute sind unvorstellbar arm. Sie haben kaum mehr als eine einfache Hütte aus Stroh und Lehm, einen Lehmherd und Hängematten. Die meisten Familien haben zwischen fünf und fünfzehn Kinder. Manche besitzen nur ein Hemd, eine Hose und selbstgebastelte Sandalen aus alten Autoreifen, einen Strohhut und die unvermeidliche Machete, die als Universalwerkzeug dient. Sie trinken alle Aguardiente, den billigen Zuckerrohrschnaps, den man als Volksseuche bezeichnen kann. Die meisten sind Analphabeten, unterernährt, und die Sterblichkeitsziffern sind ungewöhnlich hoch. Wohlhabendere besitzen ein Radioapparat, einen uralten Kühlschrank und eine Nähmaschine. Aber zu so einem Reichtum bringen es nur wenige.“
„Weshalb wird dagegen nichts unternommen?“ fragte ich scharf.
„Da ich überfragt, Coco“, sagte Ubaldo. „Die Regierung bemüht sich, das zu ändern, aber überall gibt es Korruption. Das Land befindet in den Händen einiger unendlich reichen Familie.“
„Deine gehört doch auch dazu?“
„Ja, das stimmt. Ich habe mich öfters mit meinem Vater darüber unterhalten. Er kann nichts gegen dies Zustände unternehmen, denn das würde nicht zu einem Mitglied der Schwarzen Familie passen. Die anderen Sippen würden sich sofort gegen uns stellen. Aber er startete einen Versuch. Er zahlte höhere Löhne, doch das Ergebnis war niederschmetternd. Die Arbeiter kaufen sich nur noch mehr Schnaps, waren jeden Tag betrunken und kamen selten zu Arbeit. Es gab ihnen mehr Lebensmittel, doch die Arbeiter versuchten sie zu verkaufen. Eine Änderung könnte nur bei den Kindern eintreten, aber da ist wieder die Schwierigkeit, daß die Eltern nicht einsehen wollen, weshalb ihre Kinder zur Schule gehen sollen. Das alles ist ein Teufelskreis, aus dem man nur sehr schwer ausbrechen kann.“
Etwas verwundert blickte ich Ubaldo an. Seine Familie mußte tatsächlich sehr verweichlicht sein, daß sie sich um das Schicksal der Ärmsten kümmerte. Das war völlig untypisch für eine Sippe der Schwarzen Familie, machte sie mir aber sympathischer.
Wir fuhren eben durch einen kleinen Ort, als Ubaldo plötzlich abbremste und stehenblieb.
„Was ist los?“ fragte ich.
Eine Gruppe ärmlichst gekleideter Männer und Frauen überquerte die Staubstraße. Als erster ging ein traurig blickender Indio, der eine kleine Holzkiste in den Händen trug.
„Ein Kinderbegräbnis“, sagte Ubaldo leise.
Die Gruppe stapfte auf einen kleinen Hügel zu, auf dem weiße Holzkreuze standen.

Auszug aus Fledermaus Nr. 723 „Ein Millionär im Fladenkreuz“
"Mr. Quinn", sagte er, "Ihnen ist sicherlich nicht die Armut der Bevölkerung entgangen. Sie wissen, daß die meisten Leute unvorstellbar arm sind - so arm, daß sie kaum mehr als eine einfache Hütte aus Stroh oder Lehm haben, dazu einen Lehmherd, einige Hängematten und acht bis fünfzehn Kinder. Manche besitzen nur ein Hemd, eine Hose und selbstgebastelte Sandalen aus alten Autoreifen, einen Strohhut und die unvermeidliche Machete, die als Universalwerkzeug dient. Sie bekommen pro Tag höchstens einen Quetzal, was ungefähr dem Wert eines Dollars entspricht. Sie trinken alle Aguardiente, den billigen Zuckerrohrschnaps, den man als Volksseuche bezeichnen kann. Die meisten sind Analphabeten, unterernährt, und die Sterblichkeitsziffern sind ungewöhnlich hoch. Wohlhabendere besitzen einen Radioapparat, einen uralten Kühlschrank und eine Nähmaschine, aber zu so einem Reichtum bringen es nur wenige."
Maroto schwieg erschöpft von der langen Rede.
"Und im Gegensatz dazu bin ich unendlich reich", sprach er weiter. "Ich bin einer der reichsten Männer des Landes, und Sie werden sich sicherlich fragen, wie ich in meinem Reichtum leben und mir das Elend, das rund um mich ist, ansehen kann. Es ist schwer zu erklären. In meiner Kindheit war ich daran gewöhnt, da gab es nicht viele Gedanken, man war eben reich oder arm. Das war Schicksal. Doch ich lebte lange in den USA, und mein Standpunkt änderte sich. Ich wollte das Los der armen Bevölkerung lindern, doch es ging nicht so einfach. Ich zahlte höhere Löhne, der Erfolg war niederschmetternd: Die Arbeiter kauften sich nur noch mehr Aguardiente, waren jeden Tag sinnlos betrunken und kamen selten zur Arbeit.
So ging es auch nicht. Ich gab gratis Lebensmittel aus. Was geschah? Die Arbeiter versuchten sie zu verkaufen. So könnte ich Ihnen Hunderte von Beispielen anführen. Die Änderung kann nur bei den Kindern eintreten; da ist aber wieder die Schwierigkeit, daß die Eltern nicht verstehen wollen, weshalb die Kinder zur Schule gehen sollen."
Der Rechtsanwalt nickte. Es waren überall in Zentralamerika die gleichen Probleme, mit denen die Regierungen zu kämpfen hatten.
Die Probleme waren so vielschichtig, daß ein Außenstehender sie kaum richtig beurteilen konnte.
Sie fuhren eben durch einen winzigen Ort, und der Fahrer stoppte plötzlich.
Eine Gruppe von einfach gekleideten Frauen und Männern überquerte die Straße. Als erster ging ein etwa dreißigjähriger Indio, der eine kleine Holzkiste in den Händen trug.
"Was bedeutet das?" fragte Carol, als sich der Fahrer bekreuzigte und Maroto seinem Beispiel folgte.
"Ein Kinderbegräbnis", sagte der Millionär. "Ich erlebte noch nie eine Überlandfahrt, bei der ich nicht ein Kinderbegräbnis gesehen hätte."
Die Gruppe wandte sich einem kleinen Hügel zu, auf dem weiße Holzkreuze standen.

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