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Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 3578

Fanny Morweiser: Indianer-Leo und andere Geschichten aus dem wilden West-Deutschland Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen




Indianer-Leo

und andere Geschichten aus dem wilden West-Deutschland

Verfasst von Fanny Morweiser

Titelbild von Tomi Ungerer

288 Seiten

detebe 20799

Diogenes Verlag

Nur wenigen Schriftstellern gelingt es, den Leser mit einer solchen Verzauberung zu umweben, wie dies Fanny Morweiser vermag. Die Autorin, verheiratet mit einem Amtsgerichtsrat ("Leider ist er nicht Totengräber"), veröffentlichte 1977 nach den beiden Romanen Lalu, lalula, arme kleine Ophelia und La vie en rose einen Band mit Erzählungen. Wie die beiden Vorgänger wird auch dieser Band, den die Verfasserin als "mein Lieblingskind" bezeichnet hat, von dem seltsamen Zwielicht beschienen, das den meisten Werken eigen ist.

Die vierzehn Geschichten erzählen von Lieb- und Leidenschaften, von Heimsuchung und Erlösung, von Liebe und tiefem Hass. Unter Fanny Morweisers Hand verwischen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantastik, und der Leser steht oft an der Grenze zum Irrsinn, der so widersinnig gar nicht ist. Die bereits verfilmte Geschichte Das Frettchen erzählt von der Rache eines verwahrlosten Mädchens an den Erwachsenen; der sogar von seinen Eltern verachtete Tobias findet seine Erlösung im Haus mit den 100 Türen, und eine alternde Lehrerin begegnet ihrem Mörder und heißt nach seltsamen Gedankengängen den Tod durch seine Hand willkommen. Erlösung von Verachtung, von Hass, von verlorenen Träumen. Erlösung vom Leben selbst. Die Figuren der Fanny Morweiser sind manchmal zu bedauern - und öfter noch zu beneiden.


Erstausgabe von 1977



__________________

Das Haus war ganz still. In weiter Ferne sauste der Wind mit seiner letzten Fracht Fledermäuse über einen Hügel, tönend und zirpend.

21.08.2015 21:42 Olivaro ist offline Email an Olivaro senden Beiträge von Olivaro suchen Nehmen Sie Olivaro in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Waldfee Waldfee ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 17.07.2013
Beiträge: 556

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Über diese Besprechung habe ich mich persönlich sehr gefreut, denn Fanny Morweiser ist nicht nur eine meiner Lieblingsautorinnen, sondern hat mit der in dieser Sammlung vorliegenden Geschichte Schnee einen meiner ewigen Favoriten geschaffen:

Auch hier wandern wir wieder am Rande der Realität, die Übergänge finden unbemerkt statt. Eingebettet in eine verschneite Landschaft, wohnen wir einer Faschingsfeier bei und wissen doch nicht, ob nun Konfetti herunterrieselt oder doch noch weiterer Schnee? Wenn die Feiernden sich zum Reigen die Hände reichen, wer ist da noch unter ihnen? Und am Ende fragen wir: wer sieht die Lebenden und wer sieht die Toten? Wer träumt und wer schläft und ist es gar der Schlaf des Todes?

Letztlich bleibt es beim Leser, wie er das Geschehene bewertet. Folgen wir der Autorin durch diese winterliche Nacht, dann erwartet uns eine unwirkliche Begebenheit. Oder wenn der Leser es zulässt, eine der unheimlichsten Geschichten überhaupt.

In diesem Band gibt es viele außergewöhnliche Geschichten - das Haus mit den 100 Türen und Weißer Fingerhut hatte Olivaro ja bereits erwähnt - die eine Lektüre immer wieder lohnen. Erwähnt sei hier noch die Erzählung Laura aus dem Band Voodoo-Emmi, die mit den Erzählungen aus dieser Sammlung mindestens auf Augenhöhe liegt.

Mit Fanny Morweiser verstummte im letzten Jahr eine der faszinierendsten Stimmen zeitgenössischer Phantastik. Was für ein Verlust!

__________________
"Rosebud" C.F.Kane

23.08.2015 23:06 Waldfee ist offline Email an Waldfee senden Beiträge von Waldfee suchen Nehmen Sie Waldfee in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

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