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Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5448

04.09.2016 18:00
Marcel Brion: Traumwiese
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Traumwiese

von Marcel Brion

Originaltitel: Le Pré du Grand Songe, 1946

Aus dem Französischen von Grete Rambach

Einband von Herbert Thannhaeuser

Mit Federzeichnungen von Elisabeth Raasch-Hasse

276 Seiten

Berlin: Transmare 1948

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Irgendetwas, so hieß es, stĂŒnde hinter den verschlossenen TĂŒren und warte nur auf den Augenblick, in dem es finster genug sei, um hervorzusteigen.

Howard Phillips Lovecraft: Der leuchtende Trapezoeder

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Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5448

23.11.2016 23:05
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Die Geschichte ist nicht ganz leicht einzuordnen, denn allzu viel geschieht nicht in diesem Roman. Das Haus wird bewohnt von einer Gruppe Kinder unter Aufsicht des Oberst ("Onkel") Charibert und von FĂ©e, einer mutterlichen HaushĂ€lterin; zum Haushalt gehören auch Monsieur Dauphin ("Delphin" von den Kindern betitelt), der die Kinder unterrichtet sowie der alte Diener Martin - und natĂŒrlich ist da auch noch AngĂ©lique-Bleue... Blas ist ein sensibler vierzehnjĂ€hriger Klavierspieler, dem seine Cousine Rosamond verzaubert zuhört. Rosamonde, deren schwĂ€rmerischer Intellekt ihr eine feenhafte Herkunft eingibt. Claire-Lune ("noch fast ein Baby") ist die kleinste in der Kinderschar und lauscht andĂ€chtig FĂ©es ErzĂ€hlungen, von denen eine besonders unheimlich ist (die jener Familie, die hinter einer TĂŒr auf dem Dachboden eines Hauses wohnt und wohl aus Geistern besteht). Sie und die anderen Kinder werden fein charakterisiert und es wird von ihren Vorlieben und Anschauungen erzĂ€hlt.

SchwĂ€rmerische Naturbeschreibungen wechseln ab mit den Handlungen und GesprĂ€chen der Bewohner von "Traumwiese", und obwohl es eine Handlung im "ĂŒblichen" Sinne nicht gibt, mag man das Buch nicht aus der Hand legen. Allerdings ist es eben aufgrund einer fehlendenen fortschreitenden Handlung nicht ganz leicht zu lesen, weil im Prinzip nichts passiert, das den Leser voller Spannung immer weiterlesen lĂ€sst. Am besten liest man das Buch zum Tagesausklang oder in einer wirklichen Musestunde, um sich nach der LektĂŒre gleich Morpheus' Armen hinzugeben.

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