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woodstock woodstock ist männlich
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Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 11556

16.10.2017 20:08
Larry Brent im Blitz-Verlag: Band 24 „Dartmoor“
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Enthalten sind die Romane:

Band 73: Der Gehenkte von Dartmoor (SGK 47)
Band 60: Bis zum letzten Schrei (SGK 48)

__________________
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Schüler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele trägt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage

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Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2405

17.12.2017 18:23
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Rezension zu Teil 1: »Der Gehenkte von Dartmoor«

In England sind aus dem berüchtigten Gefängnis von Princetown im Dartmoor bereits 19 Schwerverbrecher entflohen. Niemand von ihnen ist je wieder aufgetaucht, was eigentlich unmöglich ist. Chiefinspector Higgins von Scotland Yard wird mit dem Fall betraut und wendet sich an die PSA. David Gallun alias X-RAY-1 hat bereits seinen besten Agenten losgeschickt, um den Tod von X-RAY-14 zu untersuchen. Larry Brent alias X-RAY-3 tappt lange im Dunklen, nichts scheint zusammenzupassen. Er fragt sich zudem, wieso sein Kollege X-RAY-14 gehenkt und weshalb ihm die linke Hand abgehackt wurde – die Hand, an der er seinen PSA-Ring trug. Was hat es mit dem schwarzen Leichenwagen auf sich, der immer wieder gesehen wird, aber wer ihn sieht, der stirbt alsbald? Wozu dienen die beiden leer stehenden alten Bahnhöfe mitten im Moor, die sich Sir Charles Parkinson gekauft hat? Weshalb werden sogar Särge auf dem Friedhof ausgebuddelt, aber nur die Sargnägel gestohlen? Wieso treibt sich zudem der Soho-Gangster Sylvester Sarg hier draußen herum, der sonst niemals London verlassen haben soll? Fragen über Fragen, aber keine Antworten!

Auch Larry Brent sieht den schwarzen Leichenwagen, bekommt es mit den Skeletten darauf zu tun – und landet in einem Kellerverlies, aus dem er nicht mehr entkommen kann. Nicht als Lebender, nur noch als Toter! Als »Gast« in einem Sarg liegend, abtransportiert vom schwarzen Leichenwagen ...

Meinung: Ein unheimlich geschriebener Gruselroman aus den frühen Tagen der PSA. Der Plot folgt hier noch der alten Vorgabe, dass er gruselig zu sein, aber schlussendlich eine logische Erklärung aufzuweisen hat. Somit handelt es sich hierbei definitiv um einen »Grusel-Krimi«. Aber um einen wahrhaft spannend verfassten. Und dieser Roman stammt nicht einmal von Jürgen Grasmück selbst, sondern ist einer von zwei Romanen, dessen Autor bis zum heutigen Tag namentlich nicht bekannt ist! Es heißt nur, dass er Jürgen Grasmück gebeten hätte, sich an ein, zwei Romanen versuchen zu dürfen. Der große Autor erlaubte es ihm – und heraus kam hier vorliegend ein sehr spannender Roman. Stellenweise hat man gar nicht das Gefühl, dass er nicht vom Stammautor wäre. Man merkt es nur an verschiedenen Wendungen, Sätzen oder Wörtern, dass diese einfach nicht von Jürgen Grasmück stammen können. Aber eigentlich auch erst, seitdem ich weiß, dass dieser Roman eben nicht von ihm stammt, sondern von einem Fremdautor! Also kann man dieses Experiment ruhig als gelungen bezeichnen.

Natürlich bietet sich das unheimliche Dartmoor im Süden von Großbritannien perfekt als Kulisse für einen Grusel-Krimi an. Und hier wird ausgiebig damit gespielt. Einzelne Handlungsstränge fallen sehr unheimlich aus, so zum Beispiel die Sequenz, als der Farmer Edgar Brown auf dem Nachhauseweg in der Nacht durch das tückische Moor vom rechten Weg abkommt und kurz vor dem »Whirl-Topf« haltmacht. Dort muss er die gesamte restliche Nacht stehen bleiben, weil er nicht wenden kann mit seinem Pferdewagen, ohne im Moor zu versinken. Was er in dieser finsteren Nacht und im folgenden Morgengrauen so alles erlebt, lässt einem wahrlich die Haare zu Berge stehen. Auch die Szenen mit den Gehenkten auf dem »Teufelspick« sind recht unheimlich beschrieben, ebenso die Szenen mit dem schwarzen Leichenwagen. Was mich ein wenig stört, ist die seitenlange Erklärung aller Zusammenhänge am Schluss des Romans, aber da so viele Handlungsstränge aufgebaut wurden, blieb dem Autor wohl nicht viel anderes übrig, als zu diesem Kunstgriff zu greifen. Wie alles schließlich zusammenhängt, das finde ich ebenfalls sehr gelungen und könnte direkt aus einem Edgar-Wallace-Roman stammen.

Fazit: Ein gelungener Grusel-Krimi der alten Schule. Hier stimmt eigentlich alles und jedes. Die Figuren agieren glaubwürdig, und selbst Chiefinspector Higgins hat einen ausführlichen Part in diesem Roman. Alles in allem ein wirklich gelungener Gruselroman, der sich vor dem Meister selbst nicht zu verstecken braucht!

Daher vergebe ich 5 von 5 Smith & Wesson Laser.


Da zu diesem Roman kein Titelbild abgebildet wurde, gibt es hierzu auch keine Bewertung.

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Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen – versuche es.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Shadow am 17.12.2017 18:42.

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Shadow Shadow ist männlich
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Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2405

17.12.2017 18:29
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Rezension zu Teil 2: »Bis zum letzten Schrei«

Wir haben hier als Ausgangssituation eine klassische Gruselstory um eine alte Burg im elsässischen Frankreich; einen alten, etwas verschrobenen Burgherrn; dessen nichtsnutzigen Sohn, der keiner Arbeit nachgeht, sondern nur sein Playboy-Image pflegt und seinem alten Herrn möglichst auf der Tasche liegt; einen Burgverwalter nebst Gattin – und eine Weiße Frau, die alle hundert Jahre mordend in der Burg umgeht. Dazu kommen noch ein paar junge Frauen, die sogleich gemeuchelt werden, und später ein Bus voll mit amerikanischen Touristen, die das Gruseln lernen wollen, was ihnen hier gelingen wird. Im Bus dabei ist auch ein weibliches Medium sowie ein »Ghost Hunter« namens Larry Brent alias X-RAY-3, der der geheimen PSA in New York angehört. In einem Nebenstrang wirkt eine Schwedin namens Morna Ulbrandson alias X-GIRL-C mit, deren Wege sich immer wieder mit jenen des Burgherrnsohnes kreuzen. Somit sind alle Zutaten angerichtet, um einem ordentlichen Gruselroman-Feeling zu frönen ...

Meinung: Leider hält der Roman das nicht ganz aufrecht, was er durchaus gruselig beginnt. Alle Zutaten sind da, aber das Gericht will nicht richtig gelingen. Es fehlt die spezielle Würze. Der Funke will nicht so recht überspringen, damit man sich sagen kann, das war ein toller Grusler, den man mit anerkennendem, vielleicht ein bisschen eingefrorenem Lächeln zur Seite legen kann. Was schade ist! Es fällt mir gar nicht so leicht, zu bestimmen, was hier fehlt. Im Großen und Ganzen ist der Roman durchaus gruselig, aber meines Erachtens kommt der Part der Weißen Frau etwas zu vage herüber, kommt sie viel zu lange nicht so recht in Schuss, um die unheimliche Komponente zu betonen. Der Burgherr und der Burgverwalter können so mir nichts, dir nichts in der nächtlichen Burg herumspazieren und ihre Dinge erledigen, ohne dass ihnen das Gespenst auf den Leib rückt. Das hätte so nicht stattfinden sollen. Da wäre einiges mehr an Gruselfeeling herauszuholen gewesen. Auch die Parts in den Katakomben der Burg sind mir trotz allem zu wenig gruselig, da kommen die Leute zu leicht wieder an die Oberfläche. Jürgen Grasmück alias Dan Shocker hat ansonsten ein sehr gutes Händchen gehabt, sobald es um alte Burgen, Schlösser oder Häuser ging. Das konnte er wirklich gut. Aber hier ging es ihm nicht so recht von der Hand. Leider!

Fazit: Erneut ein gelungener Grusel-Krimi der alten Schule. Der Roman ist locker flockig zu lesen, aber das gewisse Etwas fehlt ihm. Dennoch kann ich ihn ohne Weiteres empfehlen, man darf sich nur nicht die ultimative Gruselstory erwarten. Dann kann man recht gut unterhalten werden.

Daher vergebe ich 4 von 5 Smith & Wesson Laser (mit Tendenz zu 3½).


Das Titelbild ist ein Gustostückerl von Meister Lonati. Da stimmt einfach alles. Es ist appetitanregend anzuschauen, obgleich die Szene so im Roman gar nicht vorkommt. Aber das macht gar nichts, denn es ist ein absoluter Eyecatcher, dem man nur schwer widerstehen konnte, falls jemand überlegte, ob er den Roman kaufen sollte oder nicht ...

Ich vergebe 5 von 5 Smith & Wesson Laser.

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