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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2001-2100 » Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Umfrage: JS Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Insgesamt: 12 Stimmen 100%
 
Michael Michael ist männlich
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Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4573

17.07.2018 17:35
Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Frankreich, vor einigen Jahrhunderten

Es war still. Nichts durchbrach die nächtliche Ruhe. Selbst der Wind hatte sich zurückgezogen, nachdem er den ganzen Tag über in dem dichten Waldgebiet gewütet und sogar einige Bäume entwurzelt hatte. Davon war inzwischen nichts mehr zu spüren.
Der Himmel war sternenklar. Da sich keine einzige Wolke mehr zeigte, konnte der Vollmond seine kräftigen Strahlen auf die Erde schicken. Trotzdem erreichte das Licht nicht alle Bereiche des Waldes. Manche lagen so abgeschieden und waren derart dicht zusammengewachsen, dass man sich selbst am helllichten Tag kaum orientieren konnte.
Die Gestalt, die zu dieser Zeit allein mitten im Wald stand, befand sich an einem genau solchen Ort. Ihr war das nur recht. Sie wollte nicht gesehen oder gehört werden. Diese wenigen Momente des Abschieds sollten ganz ihr gehören ...

Geschrieben von Rafael Marques
Erscheinungstag: 17.07.2018

__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
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Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 666

22.07.2018 21:58
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Hier hatte mich als erstes schon der Flair bei der Auktion gefesselt.
Ich fand es irgendwie total gut beschrieben, wie Patrick Paddy Boyle die Leute für uns Leser auseinander nimmt, die ihm beim Bieten in die Quere kommen könnten.
Und zu dem Zeitpunkt wusste man ja auch noch nicht, um was für ein Objekt es ihm ging.
Nachdem er doch noch überboten wurde, krallt sich Boyle das Objekt trotzdem.
Die Szene, in der das passiert, erinnerte mich an die coolen Edgar Wallace Krimis, wenn der Bösewicht des nachts durch dunkle Gassen schleicht, nur schemenhaft zu erkennen, weil sich Nebelschwaden über den Boden ziehen und seine Identität sozusagen verschleiern. Das fand ich schön atmosphärisch und es hatte gleichzeitig auch einen schaurigen Flair.

Dazu passte dann auch das Grusel-Ambiente, als Boyle mit dem Objekt seiner Begierde auf sein Schloss zurückkehrt und es dann "aktiviert", um ewiges Leben zu erlangen ...
Doch wie man die Hölle und ihre Bewohner so kennt und schätzt, wurde da natürlich nichts draus. Im Gegenteil. Man beseitigt lieber die Leute, die einer Rache aus dem Totenreich im Wege stehen.
Das war der Punkt, an dem Paddy Boyle sich im Club an unseren "Alten" wendet, also Sir James um Hilfe bittet.
Der wägt allerdings erstmal alles ab und will etwas mehr über Boyle's "Geschäfte" wissen.
Ich fand's schön, dass man Sir James mal wieder außerhalb des Büros sehen konnte und er auch zugegen war, als es ein bisschen Action gab.
Die passierte nämlich, als John eintraf und Boyle dann in Schutzhaft nehmen wollte. Der Rächer aus dem Totenreich tauchte plötzlich aus einer Wolke heraus auf und hat den windigen Geschäftsmann Paddy Boyle mal eben niedergemetzelt, was John nicht verhindern konnte.
Doch damit nicht genug: der unheimliche Ritter aus der Wolke spricht John mit "Hector" an und will Rache. Er verlangt, dass John, bzw. Hector, sowie sein alter Freund sich an dem Ort einfinden, wo die beiden dafür gesorgt hatten, dass er für viele Jahre ins Totenreich verschwinden musste.
Dann verzieht sich der unheimliche Ritter ...

John macht sich also auf den Weg nach Fronkreisch und trifft sich mit der Leiterin des Auktionshauses, Delphine Maron (cooler Name groes Grinsen ).
Von ihr bekommt er Infos und durch ein Bild auch einen Hinweis. Und der hat es in sich!
Im Hintergrund steht eine blonde Frau im Nonnengewand und im Vordergrund zwei Männer in Gewändern.
John erkennt in einem der Männer nicht nur sich, also sein Alter-Ego Hector de Valois, sondern auch noch den anderen: Dravotan! Doch sie wirken nicht, als würden sie sich gegenseitig bekämpfen, sondern eher, als stünden sie Seite an Seite!
John hält sein Kreuz an das Bild und kurz bevor er's wieder wegnehmen will, tut sich noch was: das Bild verändert sich und zeigt an der Stelle, an der die Nonne stand, die steinerne Figur eines knienden Ritters in Rüstung, der sein Schwert in den Boden rammt.
Dann hört der Geisterjäger eine Flüsterstimme, die von einem Kloster spricht ... und anschließend verwandelt sich das Bild wieder in seinen Ursprungszustand zurück.

Dann kommen noch Patrice, Juliet und Bernard ins Spiel. Sie sind gerade dabei, das Kloster Saint Michele zu erforschen, als der Ritter wieder auftaucht und Juliet in die Krypta entführt.
Währenddessen ist auch John unterwegs zum Kloster und bekommt von Glenda noch ein paar Infos.
Das kleine Telefongespräch zwischen den beiden war auch sehr nett zu lesen smile

Patrice und Bernard wollen ihre Freundin finden und werden Zeuge, wie der Ritter Juliet tötet. Dann will er sich den beiden Jungs zuwenden. Doch bevor er sie erwischen kann, taucht ein bärtiger Mann auf und greift den Ritter an. Letzterer erkennt den Angreifer, verzieht sich dann jedoch, weil er meint, es wäre noch nicht an der Zeit.
Schließlich kommt auch John beim Kloster an und hört Schreie.
Patrice wird nämlich gerade von der untoten Juliet angegriffen. John erscheint noch rechtzeitig und kann die Untote mit ner Silberkugel vernichten.
Im anschließenden Gespräch erfährt er von den beiden Jungs, dass es sich bei dem Ritter um den Anführer der Raubritter, den teuflischen Godefroy de Laville handeln könnte. Der Kerl hat ein Kloster überfallen, die Nonnen geschändet, gefoltert und getötet und danach alles niedergebrannt.
Kurz darauf sieht John in einer Vergangenheitsvision, die Hector de Valois ihm beschert, was passiert ist. Godefroy überfiel das Kloster, weil dort das Mädchen Aurelie versteckt war, das von einem abtrünnigen Höllendiener geliebt wurde: Dravotan! Ihr zuliebe hat er der Hölle abgeschworen und er wollte sie verstecken. Doch de Laville hat sie gefunden und sie vor den Augen Dravotans, der zusammen mit Hector de Valois zur Rettung eilen wollte, getötet. Dravotan wollte Godefroy de Laville dafür vernichten und verfolgte ihn, ebenso wie Hector. Als sie schon glauben, ihn aus den Augen verloren zu haben, stoßen sie auf eine Grotte. Dort kommt es zum Kampf und Dravotan rettet Hector das Leben. Als die beiden Kampfgefährten Godefroy endlich vernichten wollen, verzieht der sich auf ungewöhnliche Weise: er sagt, dass er ewig leben wird und irgendwann zurückkehre würde. Dann rammt er sein Schwert in den Boden, geht in die Knie und spricht eine Zauberformel. Vom Höllendiener Godefroy de Laville bleibt nur noch eine Statue aus Stein übrig.
Dravotan ist außer sich ...
Dann endet die Vision und John sieht den Geist von Hector, der ihm sagt, dass er zu Ende führen müsse, was sie damals vor vielen Jahrhunderten nicht geschafft hätten.
In der Zwischenzeit meint Patrice, die Stimme seiner toten Freundin Juliet zu hören und rennt zurück, direkt in die graue Wolke hinein. Bernard ist nicht ganz so schnell und sieht seinen Freund in der Wolke verschwinden. Als er ihn endlich findet, taucht auch noch jemand anderes auf: der Ritter! Und der handelt sofort. Er rammt Patrice sein Schwert in die Brust.

John, der durch seine Vision etwas abgelenkt war, sucht nun nach den beiden. Er hört noch, wie Bernard nach Patrice ruft, kann dem jungen Mann aber nicht mehr helfen. Da will Godefroy sich auch noch Bernard schnappen, doch in dem Moment schleudert John seinen Bumerang, der dem Ritter die Hand mit dem Schwert abschlägt. De Laville verzieht sich in seine Wolke und lässt John noch ein "Ich eauf dich. Dafür wirst du bezahlen ... " entgegen und ist dann verschwunden.
Der Geisterjäger parkt Bernard mit dem Bumerang im Auto und er selbst macht sich auf den Weg zur Grotte. Er trifft auf Dravotan, der ihm noch erklärt, was es mit Aurelie auf sich hat und ihm sagt, dass Hector ihm freies Geleit versprochen hat. Nur zusammen könnten sie Godefroy de Laville endgültig vernichten. John geht zähneknirschend darauf ein und in der Grotte kommt es zum gemeinsam finalen Kampf gegen den dämonischen Ritter ...


Die Konstellation John/Hector und Dravotan fand ich ja mal echt interessant und rückt den Aibon-Magier, besonders durch die Liebe zu Aurelie, in ein etwas anderes Licht.
Ich fand auch echt gut, dass John sich sträubt, Dravotan nicht gleich zu vernichten und von Hector quasi zurückgehalten wird, damit sein Schwur nicht gebrochen wird.
Ich bin daher schon aufs nächste Mal gespannt, wie eine erneute Begegnung zwischen John und Dravotan dann abläuft, ob sich durch dieses Erlebnis etwas verändert hat ...
Godefroy kommt dagegen echt blutrünstig rüber und er macht auch ziemlich schnell Nägel mit Köpfen. Da könnte sich so manch anderer Höllenbewohner mal ne dicke Scheibe von abschneiden! Augenzwinkern groes Grinsen
Die Beschreibungen der Vision fand ich auch gelungen und angesichts der Gräueltaten de Lavilles und seinen Mannen sorgten sie zeitweise sogar für Gänsehaut.

Die Geschichte hatte durchweg eine spannende und leicht neblige ( Augenzwinkern ) Atmosphäre, die einen fesselte. Etwas überrascht war ich aber schon bei den "Unbeteiligten", dass erst Juliet und dann auch noch ihr Freund Patrice Opfer des Ritters wurden. Und das, wo John doch schon im Anmarsch war.
Aber irgendwie fand ich's auch gut, es passte ... besonders zu Godefroys Blutrünstigkeit. Und außerdem wollte er John/Hector ja anlocken ... wie geht das besser, als mit Todesopfern?! Gut, mit Folterung von Geiseln vor Johns Augen vielleicht, aber der Ritter war ja eh mehr auf Tod und Verderben aus und killte lieber, als nur zu entführen oder zu foltern ... auch okay Augenzwinkern groes Grinsen
Nachdem Patrice Juliet's Ermordung mit ansehen musste, dachte ich noch, dass es ihn auch treffen müsste, sonst wird er doch bestimmt irre.
Am Ende überlebt tatsächlich nur Bernard, der aber immerhin auch noch den Tod zweier Freunde und unheimliche Erlebnisse verwinden muss ....
Ich fand die Geschichte sehr gut und echt schön ambientisch! smile Daumen_hoch

Das Cover ist jetzt nicht so ganz meins, aber der Ritter ist schon gut getroffen mit seinem 5hörnigen Helm ... und passt somit hervorragend zum Romaninhalt smile Daumen_hoch (auch wenn er nur in der Vision auf dem hohen Ross gesessen hat, wenn ich mich recht erinnere)

Auch die Leserseite war wieder nett und das Tattoo von Joe find ich cool! Das ist ja das Einzige, was ich mich niiiieeemals trauen würde ... sowatt tut doch weh (Nadeln ... pfui ... da bin ich ja sowas von ne Mimose^^)

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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Dämonengeist Dmonengeist ist männlich
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Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 2596

23.07.2018 17:46
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Danke für das "Sehr Gut". smile "Ambientisch" sollte es auch sein, zumindest habe ich mir das so beim Schreiben vorgestellt. Augenzwinkern

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Koboldoo Koboldoo ist männlich
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Dabei seit: 18.02.2016
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24.07.2018 12:51
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Zitat:
Original von Sheila Conolly
Die Konstellation John/Hector und Dravotan fand ich ja mal echt interessant und rückt den Aibon-Magier, besonders durch die Liebe zu Aurelie, in ein etwas anderes Licht.
Ich fand auch echt gut, dass John sich sträubt, Dravotan nicht gleich zu vernichten und von Hector quasi zurückgehalten wird, damit sein Schwur nicht gebrochen wird.
Ich bin daher schon aufs nächste Mal gespannt, wie eine erneute Begegnung zwischen John und Dravotan dann abläuft, ob sich durch dieses Erlebnis etwas verändert hat ...


Das hat meinen Geschmack auch genau getroffen. Ich mag es sowieso, wenn Bösewichte mal die Seiten wechseln (trifft natürlich auch auf Helden zu, die zu Teufelsdienern werden). Hinter Dravotan scheint ja auch noch mehr zu stecken. Das macht Lust auf mehr! Der Rückblick in Johns früheres Leben als Hector und auch der Rest des Romans hat mir (sehr) gut gefallen. Daher vergebe ich auch diese Bewertung.

Cover: Gefällt mir leider gar nicht. Irgendwie unförmig.

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX

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Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
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Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 527

25.07.2018 11:24
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Zum Inhalt wurde alles gesagt. Der Roman gefiel mir "sehr gut". Besonders die Szenen der Vergangenheit (Beerdigung Aurelie/Überfall auf das Kloster) und Hector de Valois waren interessant. Allgemein habe ich bislang praktisch nichts über Johns "Vorgänger" gelesen und finde das Thema super interessant. Nach dem Finale bleibt die Frage, wie oder warum Luzifer Dravotan zwingen konnte in seinem Sinn zu handeln. Angeblich geschah das ja nicht freiwillig. Wir werden sehen, nein lesen smile

Das Cover sieht gut aus und auch das Tattoo auf der LKS ist mal etwas Neues.

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Isaak S. Isaak S. ist männlich
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Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 90

25.07.2018 12:00
RE: Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Premiere
Für mich persönlich war die Geschichte eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal hatte ich einen Text von Rafael Marques vor der Nase und zum ersten Mal bekam ich es mit Hector de Valois zu tun. Zur Spannung kam also nicht nur die Gänsehaut dazu, sondern auch noch große Neugierde!

Saint Michele
Ich möchte mich Sheila hier voll und ganz anschließen: Angefangen im Auktionshaus (8 ), dann im Schloss im Wales (9), der Club von Sir James (15) und schließlich in den Ruinen von Saint Michele (25) war die Stimmung einfach nur großartig „ambientisch“! (Was für ein netter Neologismus! Danke, Sheila!) Eine multidimensionale Zeitreise in das vorletzte Jahrhundert und noch viel, viel weiter! Das Ambiente war aber nicht nur ästhetischer Selbstzweck sondern der perfekte Ausdruck für das erneute Aufeinandertreffen von John (Hector), Dravotan und Godefroy über die Zeiten hinaus. Inhalt und Form waren in bester Harmonie. Ein erzählerisches Zuckerstück, wie ich finde.

Das kämpferische Dreieck
Das Zusammenspiel von John/Hector und Dravotan gegen Godefroy war mitreißend und bildreich. Schon die erste Begegnung mit dem Raubritter in London war stark:
- „Anscheinend kannte der Ritter mich, was jedoch nichts heißen musste. Ich war im Reich der Finsternis bekannt wie ein bunter Hund. (…)
- Natürlich kenne ich dich. Du kannst dich nur nicht mehr an mich erinnern, fürchte ich, Hector.“ (18 )
Von da an war die Geschichte „ready for take off“. In gleicher Weise sehr gut waren die beiden großen Kämpfe; der erste in der Vergangenheit (42-49) und der zweite in der Gegenwart (60-63).

Plot-Probleme
In der Gestaltung der Geschichte stieß ich auf zwei Probleme, die ich mir ein klein wenig anders gewünscht hätte. Zum einen fand ich, dass die drei Studenten und ihre Forschungen eine zu kleine und irgendwie unwichtige Rolle spielten. Gerade wenn es um einen alten Fluch geht, der durch menschliche Gier ins Rollen gebracht wird, hätte ich mir gewünscht, dass die Sache mit Patrick Boyle und den Forschern von der Universität Vincennes-Saint Dennis intensiver verknüpft wird. Denn es ging auf allen Ebenen der Geschichte darum, „mehr über die Geschichte dieses von der Geschichtswissenschaft vergessenen Ortes zu erfahren“ (25). So wie es war, brachten Juliet, Patrice und Bernard nichts Interessantes für die Geschichte, außer dass sie als blutige Opfer herhalten mussten. Eine Variante wäre vielleicht gewesen, die Sache mit der Auktion und Patrick Boyle irgendwie zu ändern und vor Ort im Kloster Saint Michele anzusiedeln. In Hinsicht auf die Linie Dravotan-Aurelie-Aibon könnte in Saint Michele noch weiter und tiefer gegraben werden. Wikipedia erzählt mir über die Geschichte des Departments Eure-et-Loir (wo das Kloster liegt) das Folgende:

Zitat:
Original von Wikipedia
The current department corresponds to the central part of the land of the Carnutes who had their capital at Autricum (Chartres). The Carnutes are known for their commitment, real or imagined, to the ancient Druidic religion. A holy place in the "Forest of the Carnutes" used to host the annual Druidic assembly. In the north of the department another pre-Roman people, the little-known Durocasses, had their capital at Dreux.

Vielleicht waren die Nonnen und Aurelie ja Nachfahren der Carnutes? groes Grinsen
Ach und noch etwas wegen des Klosters: Wenn das Ding schon dem Erzengel Michael geweiht ist, wie wäre es dann, wenn dieser Engel eine größere Rolle spielt, sobald John sein Kreuz an den Ort des Geschehens bringt? Wäre das gut?
Mein zweites Plot-Problem war die Frage, warum Godefroy damals nicht vernichtet wurde. Hector berichtet:
„Ich hätte die Statue, in die er sich damals verwandelt hat, zerschlagen und zertreten sollen. Das war mein Fehler. Stattdessen habe ich sie einfach in der Grotte stehen lassen. Ich wusste nicht, dass der Teufelsdiener vorgesorgt hatte. Er hat eine Chronik angefertigt, in der verzeichnet war, wie man ihn aus seinem Zustand wieder befreien konnte.“ (50)
Das war mir – offen gesagt – zu dünn, zu flach und zu oberflächlich. Ich war etwas enttäuscht, muss ich gestehen. Hier rief alles in mir: Gib mir mehr!!

Meine Lektüre
Diese beiden Probleme sind es, warum ich hier nicht sagen kann, dass die Geschichte von vorne bis hinten Topp war. Wie dem aber auch sei, Rafael Marques hat mich großartig mit Hector de Valois und Dravotan bekannt gemacht. Ich bin begeistert von dem romanischen Flair und muss mal schauen, ob mir jemand beibringen kann, wie man die ganzen französischen Wörter richtig ausspricht. Ich bedanke mich für diese sehr, sehr gute Geschichte!

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Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Isaak S. am 10.08.2018 18:30.

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28.07.2018 14:33
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Der zwielichtige Geschäftsmann Patrick Boyle sehnt sich nach dem ewigen Leben. Durch einen Zufall ist ihm vor einigen Monaten eine uralte Chronik in die Hände gefallen. In dieser ist von einem Ritter die Rede, der zu Stein erstarrt sein sollte. Durch ein bestimmtes Ritual, könnte er jedoch wieder zum Leben erweckt werden. Als "Paddy" Boyle von einer Auktion in Paris erfährt, wo diese sagenumworbene Statue versteigert werden soll, wittert er seine große Chance. Doch auf der Auktion erleidet Paddy wenig später jedoch Schiffbruch und verliert das Bieter-Duell gegen seinen Konkurrenten. Um dennoch noch an die wertvolle Statue zu gelangen, lässt er den Gewinner der Auktion, mitsammt des Auktionspersonals, kaltblütig hinrichten. Doch die Beschwörung sollte einen anderen Ausgang nehmen wie vorgesehen. Patrick Boyle gelingt so gerade eben noch die Flucht vor dem Grauen. Doch wie der Zufall im Leben so spielt, ist "Paddy" im gleichen Club Mitglied wie ein gewisser "Sir James Powell. An dem Superintendenten wendet er sich dann auch und bittet ihn um Hilfe. John Sinclair wird hinzugezogen und es entwickelt sich ein Fall, mit derem Verlauf der Geisterjäger nun wahrlich nicht mit rechnen konnte. Sein früheres Ich und ein alter Gegner sollten dabei eine große Rolle spielen.

Fazit:
Für mich war es eine gelungene story, die mich gut unterhalten hatte. Mit Dravotan hat Marques in nächster Zeit wohl noch so einiges vor. Schön zu sehen, dass das Land der Druiden durch ihn und einen gewissen LUZIFER nicht in Vergessenheit gerät. Die Szene wo John Bernard Chapel den Bumerang für kurze Zeit überlässt, fand ich dagegen nicht so wirklich gut gelöst. Schauen wir mal was die Zukunft uns mit Dravotan und AIBON so mit sich bringen wird Ngel Buch .

Besonderes:
1. Vergangenheitssequenz mit Hector de Valois (einschließlich geistigen Kontakt) .
2. Auftritt des Aibon-Magier Dravotan.

Bewertung:
Bewerte den Roman mit einem "gut".

Cover:
Kommt irgendwie nix bei mir rüber, daher nicht so mein Ding.

__________________

Demnächst:
1. JS: 2095 Der Geist aus der Maschine
2. JS: 2096 Kolonien der Bestien
3. LB: 0033 Zur Herberge der tausend Schrecken

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30.07.2018 21:46
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Hat mir gefallen... gibt ein 'sehr gut' groes Grinsen

ich könnte ja jetzt ausschweifend darlegen, warum und wieso... aber ich mag net… Augenzwinkern

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and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

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31.07.2018 10:39
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Von mir gibt's ein gut.
Obwohl sehr gut geschrieben, hat mich die Gescichte irgendwie nicht gepackt.
Am besten fand ich noch den Strang um Hector de Vaois.

Cover : shutterstock ist einfach nich mein Fall.

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07.08.2018 18:03
RE: Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Roman halten soll. Er ist rund geschrieben und eigentlich gibt es bis auf ein paar Kleinigkeiten keinen Grund zum Meckern.

Dinge die mich etwas mehr gestört haben wurden alle erklärt oder sind Geschmackssache. Zum Beispiel war mir der Part der Studenten zu groß. Mehrmals sind sie außer Gefahr, dann passiert aber doch wieder irgendetwas. Dienen sie letztendlich nur dazu, John im Finalkampf um den Bumerang zu erleichtern, damit es spannender wird? Und Hector erklärt zwar, dass es ziemlich dumm von ihm war, den zu Stein gewordenen Dämon nicht zu vernichten (nachdem dieser bewusst eine Zauberforgel gesprochen hat) sondern so stehen zu lassen, das macht die Sache aber nicht besser. Das ist für mich, als wäre de Laville böse gestürzt und hätte sich den Knöchel verstaucht und Hecor lässt ihn liegen „der ist ja momentan keine Gefahr mehr, mir egal. Ich bin weg.“

Nein, das sind alles Dinge, über die man diskutieren kann. Auch dass John hier ziemlich oft sein typisches Bauchgefühl hat, auch wenn sich sein Kreuz nicht meldet.



Mich stört aber enorm, wie man Dravotan weiter schreibt. Als treuer Diener Guywanos, der sich nach dessen Vernichtung bewusst Luzifer angeschlossen hat, gefiel mir dieser Charakter. Simpel, aber effizient. Nun erhält er eine tragische Vorgeschichte. War mal mit vollem Herzen in eine Sterbliche verliebt und hat der Hölle abgeschworen. Nun arbeitet er augenscheinlich zwar wieder für Luzifer, aber es ist offenbar erzwungen und nicht freiwillig. Die Zusammenarbeit mit Hector de Valios nehme ich zähneknirschend hin, damit kann ich noch leben. Ich befürchte aber, dass Dravotan als Gegenspieler mir mit diesem Roman kaputt gemacht wurde. Mal schauen, was noch so kommt.



PS. Ich sollte eine Fragenliste anfangen und irgendwann einen Leserbrief abschicken. Folgendes: Ist der Sohn des Lichts ein Titel oder eine Reinkarnation? So wie es bisher dargestellt wurde letzteres. Aber dann kann sich die Seele von Hector de Valios nicht bei John melden, weil sie noch in ihm steckt bzw. John die Seele seiner „Vorgängerexistenzen“ IST. Es hätte mehr Sinn gemacht, wenn John einfach einen durch irgendwas getriggert Flashback zu seinem früheren Leben bekommt. Wie es bei DH bisher so schlüssig dargestellt wird.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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10.08.2018 18:57
RE: Band 2088: Rache aus dem Totenreich
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ist der Sohn des Lichts ein Titel oder eine Reinkarnation? So wie es bisher dargestellt wurde letzteres. Aber dann kann sich die Seele von Hector de Valios nicht bei John melden, weil sie noch in ihm steckt bzw. John die Seele seiner „Vorgängerexistenzen“ IST. Es hätte mehr Sinn gemacht, wenn John einfach einen durch irgendwas getriggert Flashback zu seinem früheren Leben bekommt. Wie es bei DH bisher so schlüssig dargestellt wird.

Sind ja im Grunde genommen zwei Fragen: einmal die "theologische" Frage, um was für eine Art von Verwandtschaft des Lichtes es sich handelt und dann um die Frage, wie das von wem erzählerisch dargestellt wird. Hier in dieser Geschichte könnte man auch sagen, dass in John eine Erinnerung getriggert wird und er es dann in der Form eines (Selbst-)Gesprächs erzählt. Das hängt davon ab, wie sein "theologisches" Denken gestrickt ist und wie viel und was er über seine Existenz als Sohn des Lichtes weiß. (Da bin ich überfragt. Fehlt mir der Lesehorizont.) In jedem Fall kann sich die Art und Weise, wie er uns diese Reminiszenzen erzählt auch in der Zukunft noch ändern, wenn John ein neues Verständnis für seine Reinkarnation findet.

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Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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21.08.2018 01:32
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Mir hat dieser Band auch sehr gut gefallen. Die astory wurde interessant aufgebaut und entwickelte sich, der Autor hat es gut verstanden, die ganzen Wege zusammen zu führen. Auch war der gegnerische Ritter lange nicht enttarnt, das wurde auch sehr gut entwickelt.

Die Geschichte um John und Hector wurde so geheimnisvoll umschrieben, dass eigentlich immer noch nicht wirklich klar ist, wie das mit dem Vorfahren und dem Sohn des Lichtes genau ist, was die Seele da nun wirklich verbindet, oder ob es eine ist in verschiedenen Entwicklungsstufen.

Auch das kurzfristige Verbünden von John und Dravotan hat mir gefallen, zum Schluss ja auch mystisch aufgelöst. Was mag der Druide mit seinen Andeutungen zu Aibon und Luzifer gemeint haben, der ihn ja dann scheinbar nich zurückgeholt hat.

Ein sehr guter Finalkampf mit einem nachvollziehbaren und spannenden Verlauf, gelungen. Auch wenn mir da ein Fehler ins Auge schoss, weil er halt so wenige Zeilen auseinanderlag und ich es gerade eben erst gelesen habe. Als Dravotan fast vernichtet wird, fallen vier Schüsse, ein paar azeilen später aus Johns Sicht drückt der aber nur dreimal ab. Passiert, stört aber gar nicht, der Effekt bleibt ja der gleiche...

LG Lessy groes Grinsen Alt

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