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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2001-2100 » Band 2090: Die Bestie aus dem Dschungel
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Umfrage: JS Band 2090: Die Bestie aus dem Dschungel
top 
2
15.38%
sehr gut 
2
15.38%
gut 
8
61.54%
mittel 
1
7.69%
schlecht 
0
0.00%
sehr schlecht 
0
0.00%
Insgesamt: 13 Stimmen 100%
 
Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4575

31.07.2018 20:45
Band 2090: Die Bestie aus dem Dschungel
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Trotz des hell leuchtenden Vollmonds betrug die Sichtweite nicht mehr als eine Armlänge in diesem dichten Geflecht aus Bäumen, Blättern und Ranken. Sie bildeten ein komplexes Puzzle, das das menschliche Auge komplett verwirrte.
Und in der Nacht verschmolz alles zu einer grauschwarzen Masse, die erfüllt wurde von dem Kreischen und Lärmen nachtaktiver Tiere.
Ein schriller, sich wiederholender Schrei, der in ein hohes Gackern überging, ließ den Mann am Lagerfeuer schweißgebadet aufschrecken und nach Machete und Pistole tasten.
Sein Gegenüber bemerkte die Reaktion und schmunzelte.
„Angst, Mister Conolly?“


Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erscheinungstag: 31.7.2018

__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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106832
Der Geist des Weines Der Geist des Weines ist männlich
Doppel-As


Dabei seit: 22.12.2015
Beiträge: 136

01.08.2018 22:00
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Was mit gut gefiel:
- der Ort des Geschehens, der Kongo
- der Plot
- die nebensächlichen guten Ideen, wie z. B. die Beschreibung, als die Kongolesen von John und Suko im Auto mitgenommen werden
- die Art des Epilogs
- die Andeutung, dass da vielleicht noch jemand ist, der älter und (vielleicht) so mächtig wie Luzifer ist
- die Sache mit dem Gift

was mir nicht so gefiel:
- der Part im Finale nach der Benutzung des Bumerangs (eigentlich ist das schon wieder eine gute Idee...)
- und was mir aufgefallen ist: In einigen Romanen verliert John seine Waffe(n) in sehr unwirtlichen Gegenden und findet sie relativ einfach wieder. Diesmal im Regenwald des Kongo ist das schon seeehr unwahrscheinlich
- dass die ganz kleinen Tiere mit am Gefährlichsten sind, wurde nicht berücksichtigt

Vergebe ein "gut"....

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106853
Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5057

01.08.2018 22:03
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Zitat:
Original von Der Geist des Weines
In einigen Romanen verliert John seine Waffe(n) in sehr unwirtlichen Gegenden und findet sie relativ einfach wieder. Diesmal im Regenwald des Kongo ist das schon seeehr unwahrscheinlich.


Vermutlich hat er ein Such-Okapi losgeschickt.

__________________
In der großen Pappel hinter dem Haus rauschte der Wind. Und so nahmen sie endgültig Abschied...

Fanny Morweiser: Ein Sommer in Davids Haus

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106854
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 1228

03.08.2018 15:07
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Auch ich habe mit 'gut' bewertet.

von vorne bis hinten ein solider Roman mit 'Fuchur' Augenzwinkern groes Grinsen

Kann mich dem Weingeist nur anschließen... allerdings... hätten Bill und Mirinda nicht ebenfalls mutieren müssen? Sie waren doch in der Bestie? Oder ging das nur mit Fachans Magie?

Wie Florian in seinem Werkstattbericht erwähnt... die Rückblenden... also ich für meinen Teil mag diese sehr gern und freue mich sogar, wenn ich einen wiedererkenne groes Grinsen

__________________
and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

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106897
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 531

07.08.2018 14:36
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Endlich war Bill mal wieder mit von der Partie, hat den Fall für John und Suko sogar ins Rollen gebracht. Afrika als Handlungsort war eine gelungene Abwechslung. Besonders die Beschreibungen von Land und Leute außerhalb des Regenwaldes, den man sich eigentlich immer gleich vorstellt, konnten mich begeistern.

Als Initiator haben wir hier Fachan, von dem ich leider nicht mehr alles wusste. Band 2060 ist eben auch schon wieder "ewig" her. War das nicht der Silvesterband 2017? Augenzwinkern
Die Geschichte hat mir jedenfalls "sehr gut" gefallen. Für eine Topwertung war es mir von Florian wieder etwas zu viel Kampf und auch die übermenschlichen Leistungen unseres Teams sind zu extrem. z.B. Suko ist hier Superman

Warum sollte man beim Epilog die Augen verdrehen? Endlich werden die von Dark eingeführten, aber nie beendeten Themen aufgegriffen!

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107022
Isaak S. Isaak S. ist männlich
Foren As




Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 96

10.08.2018 18:21
RE: Band 2090: Die Bestie aus dem Dschungel
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Kämpfer in Cargohosen
John und Suko tragen auf ihrem Weg durch den kongolesischen Dschungel beide Cargohosen. Das ist nicht nur äußerst hübsch. Es passt zur kampfbetonten Handlung der ganzen Geschichte. Es geht von Anfang an zur Sache und ich kann sagen, dass mir das außerordentlich gut gefällt. Die abschließende Schlacht zwischen John und Fachan baut sich Schritt für Schritt auf, nachdem John und Suko den Urwald betreten haben (30). Nach dem Aufeinandertreffen von John und Bill (55) steigert sich die Geschichte in ein fulminantes Finale. Als dann die Baka-Krieger dem Sinclair-Team zu Hilfe kommen (61) wurde es für einen wunderschönen Moment lang wahrlich episch!

So ganz ohne Kreuz
Die Betonung eines archaischen Kampfes (Bumerang gegen Echsengott) wurde möglich, weil es einmal so überhaupt und gar nicht um das Kreuz ging. Zwar bin ich überaus skeptisch was Erklärungen angeht, warum das Kreuz aufgrund von Unterschieden in den Kulturkreisen nicht funktionieren solle, hier aber war es rundum gut. Der Echsengott ist alt. Älter als das Kreuz und seine Magie. Vielleicht sogar älter als Luzifer? Im Zusammenspiel mit Aibon bringt das eine für mich neue Dimension in die Sinclair-Reihe, von der ich unbedingt mehr haben will. Eigentlich hatte ich mal gedacht, dass Horror-Tiere nicht immer so mein Ding sind, aber schon Timothy Stahl hatte mich mit der grünen Hölle (Bd. 1919) eines besseren belehrt. Diese IRH-Geschichte ist hundert Prozent Sinclair. Und sie eröffnet neue fantastische Dimensionen, die irgendwo in den Untiefen der Serie verborgen lagen.

Zitat:
Original von Spätaufsteher
Warum sollte man beim Epilog die Augen verdrehen? Endlich werden die von Dark eingeführten, aber nie beendeten Themen aufgegriffen!

Ja, genau! Hier gibt es nichts zum Augen verdrehen, lieber IRH. Ganz im Gegenteil!

Die Verwandlung der Evelyn Carter
Der Weg der Kryptozoologin in den Abgrund war für mich der Höhepunkt des Horrors. Ihre Verwandlung war die Verkörperung des eigentlich eher schlichten Titels. Sie wurde Schritt für Schritt zu einer Bestie aus dem Dschungel.

Meine Lektüre
Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Geschichte dieses Titels so begeistern würde.
Ich sage Danke und Topp!

__________________
Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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107211
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8676

13.08.2018 20:32
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Bevor ich die üblichen Meckerpunkte aufzähle möchte ich unbedingt das Flair des Romans loben. Ein richtig schönes Dschungelabenteuer. Habe ich kürzlich auch beim DK gelesen und war noch in der passenden Stimmung. Außerdem die interessante Verknüpfung zu realen Mythen. Die Actionszenen sind wie vom Autor gewohnt erstklassig. Das ist nicht überraschend, schreiben kann Ian Rolf Hill. Das macht Logikfehler und nicht eben perfekt gelöste Szenen wett.

Um die geht es mir hier. In der ersten Hälfte habe ich nur wenig zu beanstanden. John nimmt Suko mit in den Kongo. Ich fände es besser, wenn immer „Notfallpersonal“ in London zurück bleibt, falls mal zwei Aktivitäten der Gegenseite gleichzeitig auf dem Radar erscheinen. Das ist beim Heftroman meistens wie in Actionfilmen, wo die Feinde den Helden umkreist haben und brav nacheinander angreifen, statt zusammen koordiniert.

Als kleiner Heftromanzufall ist mir hier noch aufgefallen, dass Kuna genau zum richtigen Zeitpunkt reumütig zurück kommt, damit Bill ihn als Führer für seine Freunde zurück lassen kann.

Alles nicht so tragisch. Die Sachen, die mich wirklich gestört haben, kommen erst noch und werden zum Finale hin immer schlimmer.

Mit Fachan gibt es wieder einen Gegner, der viel redet, im entscheidenden Moment aber zu inaktiv ist. Da können die Figuren noch so bedrohlich und mächtig aufgebaut sein, wenn sie ihre Stärken nicht eiskalt ausnutzen, macht das für mich keinen Spaß. Er lässt den vermeintlich toten John im Dschungel liegen, in Ordnung. Ohne sicher zu gehen, ob er wirklich erledigt ist, schon weniger in Ordnung. Und ohne ihm die Waffen wegzunehmen, ganz und gar nicht in Ordnung. Er kann die Gegenstände nicht anfassen? Wozu hat er Gehilfen?

Später kann Bill aus der Gefangenschaft fliehen, logisch. John hat den eigentlich tödlichen Schlangenbiss überlebt, weil er gegen Schlangengift immun ist. Immerhin gibt es dafür eine Erklärung, auch wenn mir die Idee nicht zusagt, den Helden noch stärker zu machen, als er ohnehin schon ist.

Der erste Punkt, der mich dann wirklich gestört hat ist Bills Rettung durch John. Der hat im Dickicht des Dschungels also zufällig die perfekte Richtung eingeschlagen, um über seinen Freund zu stolpern. Genau als dieser angegriffen wird. So wird ein Krokodilkrieger ausgeschaltet. Einer von dreien, die Fachan hinterher geschickt hat. Und die anderen beiden? Trotz Bills überhasteter Flucht findet er zielgenau den Weg zurück ins Eingeborenendorf. Weil man sich an den Feuern orientieren kann, und an den Geräuschen. Ob man die paar Fackeln im Dorf durch den Urwald so weit sieht? Und Geräusche sind in so einer Umgebung eher verwirrend als hilfreich. Nicht nur die Fauna ist gefährlich im tiefen Dschungel. Vor allem ist es die Gefahr, sich zu verlaufen. Dann orientierungslos zu verhungern oder zu verdursten. Sich auf dem tückischen Terrain zu verletzen und daran zu sterben. Nicht zu vergessen Krankheiten. Wenn ein Roman in einer solchen Umgebung spielt. Dann ist nicht nur der Gegner der Woche der Feind der Helden, sondern auch die Natur an sich. Vielleicht sogar gefährlicher. Ich würde mir wünschen, dass man das allgemein mehr bedenkt und umsetzt. Auch wenn es schwer ist.

Suko kann unterdessen mit dem Stab des Buddha Zeit schinden. John und Bill treffen heftromantypisch genau rechtzeitig ein. Und weil das immer noch eine ausweglose Situation ist schreibt der Autor einfach mal ein paar helfende Eingeborene hinein. Trotzdem ist die Lage heikel. Man kämpft gegen den Avatar eines Gottes, gegen seine fleischgewordene Form. Nicht einmal der Silberne Bumerang - bei der Einsatzhäufigkeit bei einigen Co-Autoren das neue Kreuz - kann das Schleimwesen vernichten. Es setzt sich ungerührt wieder zusammen. Und haut dann ab. Wieso? Ich hasse es, wenn man die Helden in eine ausweglose Situation schreibt und dann auf solche Art davon kommen lässt. Was wäre besser gewesen? Während sich der Gott langsam wieder zusammen setzt nutzen die Helden ihre Chance und treten schellen Fußes den Rückzug an. Die Forscher, Söldner und Ureinwohner müssen sich zurück lassen. Das wäre aber zu böse für JS und dann hätte ich mich wieder beschwert, warum sie sich im Dschungel nicht verlaufen. Tja, das Autorenleben ist kein Zuckerschlecken. Einen wirklich guten Roman zu schreiben ist sehr schwer. Es bedarf neben einer guten Schreibe – die viele Autoren im Heftromansektor haben – auch eines guten Konzepts und einer fehlerlosen Handlungsstruktur. Ich glaube für die paar wählerischen Hanseln wie mich ist es die Mühe einfach nicht wert, an einer Geschichte so lange zu feilen und sie abzuändern, bis sie makellos ist. Dann lieber tolle Action schreiben, wer hinterfragt schon das Geschehen?

Zuletzt wieder eine Geschmackssache. Jetzt gibt es also auch noch einen uralten Gott aus dem All. Der aus Protoplasma besteht, das über den ganzen Erdball verteilt ist. Der dadurch jede lustige Form annehmen kann und eigentlich nicht zu besiegen ist. Ein echter Übergegner mit Potential für die neue Seriennemesis. Braucht es das momentan? Haben wir nicht schon genug neue Gegner und auch einige alte Bekannte? Je mehr Feinde die Autoren einbauen, desto gestreuter erscheinen sie, das heißt, desto seltener hat ein Gegner einen Auftritt. Das sehe ich schon bei PZ kritisch.


Der Autor hat wieder bei der Gegnerstärke die ganz großen Geschütze aufgefahren. Aber nicht bei der Gegneranzahl, die bleibt mit Fachan und dem Gott angenehm übersichtlich. Beschreibungen und Spannungseinlagen sind spitze, aber der Handlungsaufbau schwächelt zum Ende hin.

Ich schwanke zwischen einer guten und sehr guten Wertung, bei meinen Vorlieben aber dann doch nur eine gute Note.

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Isaak S. Isaak S. ist männlich
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Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 96

14.08.2018 12:33
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Tja, das Autorenleben ist kein Zuckerschlecken. Einen wirklich guten Roman zu schreiben ist sehr schwer. Es bedarf neben einer guten Schreibe – die viele Autoren im Heftromansektor haben – auch eines guten Konzepts und einer fehlerlosen Handlungsstruktur. Ich glaube für die paar wählerischen Hanseln wie mich ist es die Mühe einfach nicht wert, an einer Geschichte so lange zu feilen und sie abzuändern, bis sie makellos ist. Dann lieber tolle Action schreiben, wer hinterfragt schon das Geschehen?

Erst einmal meinen Dank für die intensive Rezension dieses Bandes, liebes Gleichgewicht! Danke für deine Denkanstöße.

Meiner Meinung nach sind die Leser einer Geschichte genauso wichtig wie die Erzähler. Einen guten Roman zu schreiben ist sicherlich kein Zuckerschlecken. Aber einen Roman gut zu lesen ist genauso wenig ein Schokolutschen! Will sagen: Das Heftroman-Genre im Allgemeinen und die Sinclair-Reihe im Besonderen entwickelt sich gemeinsam mit seinen Lesern. Und diese Leserschaft ist heute eine andere als vor dreißig Jahren. Ganz simpel gesagt: Heute gibt es eine Menge hervorragend "geschulter" Leserinnen und Leser mit einer unglaublichen Leseerfahrung. Vor dreißig Jahren gab es das noch nicht. Die Tatsache, dass sich die Sinclair-Serie seit den Neu-Autoren so dynamisch entwickelt ist der Leserschaft geschuldet. Also: Du, wählerischer Hansel bist mit-schuld, dass wir hier heute auf einem so krass hohen Niveau über Heftromane sprechen, die auf einem so krass hohen Niveau geschrieben sind. Makellos muss eine Geschichte dabei, meiner Meinung nach, gar nicht sein. Aber es geht um die wirklich wichtigen Fragen, die das Erzählen der Sinclair-Geschichte betreffen. Also, zurück zur Bestie aus dem Dschungel!

Immun gegen Schlangengift?
Ja, ich finde, dass du damit Recht hast. Erzählerisch war das auch irgendwie ohne Spannung, denn zu keinem Zeitpunkt der Lektüre hatte ich daran gezweifelt, dass John noch lebt.

Bills Rettung?
Der Dschungel war ja von Beginn an "der Feind"! Hast du eine Idee, wie man das noch mit mehr Spannung ausbauen könnte? Vielleicht mehr Verirrung? Mehr Labyrinth?

Mahamba haut ab?
Ja, da gebe ich dir nach einigem Nachdenken durchaus Recht. Ich war auf den letzten 10 Seiten wirklich in erster Linie von der Action und dem Bumerang fasziniert, dass ich fast nicht einmal bemerkt hatte, dass der Echsengott verschwunden war! groes Grinsen

Übergegner?
Nun. Vielleicht braucht es da noch etwas Geduld. Mir scheint, dass sich die Sinclair-Serie seit den 2000ern in einer neuen Findungsphase befindet, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Je nachdem, wie lange Jason Rellergerd noch mitschreiben will, wird sich das auch noch ein bisschen hinziehen. Ich bin mir allerdings sicher, oder zumindest hoffe ich das sehr, dass wir in drei-vier Jahren eine gründlich erneuerte Serie lesen werden. Und eine Frage, da gebe ich dir voll und ganz Recht, ist die Frage der Übergegner und der Übersichtlichkeit.

Also, liebes Gleichgewicht!
Bitte immer so schön und gehaltvoll weitermeckern wie bisher! groes Grinsen

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Koboldoo Koboldoo ist männlich
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Dabei seit: 18.02.2016
Beiträge: 464

14.08.2018 13:09
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Für mich ebenfalls ein grundsolider Roman. Bill und Suko rückten in den Mittelpunkt, was ich gut fand. Leider gab es ein paar glückliche Zufälle zuviel, was Punktabzug bedeutet ;-)

Bewertung: gut

Cover: Der Gott ist zu klein, ansonsten OK.

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX

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107366
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8676

14.08.2018 20:43
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Zitat:
Original von Isaak S.
Du, wählerischer Hansel bist mit-schuld, dass wir hier heute auf einem so krass hohen Niveau über Heftromane sprechen, die auf einem so krass hohen Niveau geschrieben sind.

Das stimmt, bei allem Meckern sind die meisten modernen Heftromanserien ihr Geld wert.

Zitat:
Makellos muss eine Geschichte dabei, meiner Meinung nach, gar nicht sein.

Müssen natürlich nicht. Wie die Adjektive schon sagen. Ein mittelmäßiger Roman reicht. Ein guter Roman ist ein Grund zur Freude. Und einen makellosen Top-Roman erwarte ich nie, ein Highlight muss ja sehr selten sein, damit es etwas besonderes ist.

Zitat:
Hast du eine Idee, wie man das noch mit mehr Spannung ausbauen könnte? Vielleicht mehr Verirrung? Mehr Labyrinth?

Mehr Vorbereitung. John und Suko kommen an, dann geht es ab in den Dschungel. Beim alten DK-Inka-Abenteuer aus den 70ern gab es erstmal ein Basislager, in dem man sich mehrere Tage aufgehalten hat, bevor die eigentliche Reise in den Urwald los ging. Wenn es in so eine Klimazone geht darf man der Geschichte deshalb gern einen Mehrteiler spendieren. Auf 64 Seiten ist kein Platz für solche Details, das ist klar.

Im Dschungel am besten gar nicht verirren. Florian hat Bill in die Lage einer koordinationslosen Flucht geschrieben, vielleicht war das schon der Fehler. Es ist halt wirklich sauschwer, so ein Abenteuer zu schreiben.

Zitat:
Ich bin mir allerdings sicher, oder zumindest hoffe ich das sehr, dass wir in drei-vier Jahren eine gründlich erneuerte Serie lesen werden. Und eine Frage, da gebe ich dir voll und ganz Recht, ist die Frage der Übergegner und der Übersichtlichkeit.

Erneuert nicht unbedingt. Optimiert lieber. Darks JS ist im Kern schon eine wunderbare Gruselserie, sie braucht nur etwas Feinschliff.
Und der Altmeister sollte unbedingt dabei bleiben. Wenn nicht als Autor dann als Ideengeber.


Zitat:
Bitte immer so schön und gehaltvoll weitermeckern wie bisher! groes Grinsen

Mach ich. Wir haben eine schön bunte Community. Enorm begeisterungsfähige Leute wie Loxagon, Darkfreunde wie Sheila Conolly und sehr kritische Leser wie ich. Um nur mal einige Beispiele zu nennen. Und das ist nur der JS-Bereich.

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Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 671

15.08.2018 01:39
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Sorry, hat etwas gedauert, aber ich hab's vorm Urlaub einfach nicht mehr geschafft und "mal eben schnell" kann ich nicht^^ Augenzwinkern smile

Okay, dann mal los: auch wenn ich das Gesicht auf dem Cover nicht gaaaanz so gelungen fand, das Kroko machte sofort Laune, gleich mit dem Lesen anzufangen! smile

Und ich wurde nicht enttäuscht!
Es ging gleich los ... mit Bill. Yeah. groes Grinsen
Aber nicht nur der Reporter war mit von der Partie, denn er forderte nach einem einschlägigen Erlebnis auch John an, der sich mit Suko zusammen in den Flieger setzte.
Es ging in den Kongo, denn dort hatte Bill eine unheimliche Begegnung mit Krokodilmenschen und Mahamba.
Entwicklungshelferin Miranda Myers und ihr Kollege Marc Spencer waren ebenfalls dabei, sowie die Wissenschaftlerin Dr. Evelyn Carter und der junge Baka Kuna, der sie alle durch den Dschungel führte.

Ich fand die Geschichte im Kongo, wie auch die Einbindung der Mahamba-Legende echt spannend.
Mit der Entführung von Dr. Carter und Marc am Anfang fängt es schon spannend an. Außerdem gab es Spuren, einen riesigen Fußabdruck, der den Verdacht aufkommen ließ, dass es sich bei Mahamba vielleicht doch nicht nur um eine Legende handeln könnte ...

Während John und Suko sich noch mit den Fliegern und nem altersschwachen Volvo rumärgern müssen, zieht Bill mit Miranda und einigen Söldnern schon los, um nach den Vermissten zu suchen.
Kuna soll auf John und Suko warten, um sie nachzubringen.
Gut fand ich auch, dass die Waffen der Geisterjäger erwähnt wurden. Ist ja heutzutage nicht mehr so einfach, sein (berufliches) Arsenal mit an Bord eines Flugzeugs zu nehmen.
Außerdem haben mir die kleinen Frotzleien zwischen John und Suko gefallen. Im Flieger ging's auf John, mit dem Auto auf Suko. Aber beides passte und so hätte ich mir die Situation(en), wie sie geschildert wurden, auch tatsächlich vorstellen können.

Weiter im Text: schon direkt nachdem sich das Trüppchen um Bill auf den Wasserweg gemacht hat, werden sie von einem Riesenkrokodil angegriffen, teils erschossen und/oder verspeist Augenzwinkern smile
Cliffi. Miranda verschlungen, Söldner verschlungen oder versehentlich erschossen ... aber Bill gefressen? Teufel noch eins, dem Kroko hätte ich gleich den Bauch aufgeschlitzt!!
Aber das musste ich zum Glück nicht (außerdem wäre da wohl der Mund wieder schneller gewesen, als der Mut hinterher gekrochen käme Augenzwinkern ) ...

Erst ging es allerdings mal bei den Entführten, Dr. Evelyn Carter und Marc Spencer, weiter. Die beiden waren in eine Art von Käfigen aus dünnen Baumstämmen gesperrt worden, die in/zwischen den Bäumen hingen.
(Hier fühlte ich mich leicht an die baumelnden Kugelknochenkäfige aus "FdK 2" erinnert und hatte gleich die musikalische Untermalung "Dinner is served" im Kopf. Sehr cool! groes Grinsen ).
Die Szene, in der Evelyn sich über den gehäuteten Affen hermacht, war schon irgendwie eklig, aber auch cool. Man muss ja schließlich überleben, da hatte sie schon Recht!
Auch die Erwähnung, dass das "Kleintierzeugs" im Dschungel ebenfalls nicht ohne ist, fand ich gut. So waren sie z.B. übersät mit Moskitostichen, die da rumschwirren.
Oder die Widrigkeiten an sich, mit denen sie zu kämpfen hatten, denn einen Lokus hatten die Käfige ja nicht.
Allerdings war mir Evelyn ab da, auch wenn sie nur ums Überleben kämpfte, irgendwie unsympathisch. Ich meine, viel hatte man im Vorfeld ja nicht von ihr persönlich gehört, bzw. gelesen, außer den informativen Beschreibungen, aber ihr Charakter kam mir so ... na irgendwie selbstsüchtig, burschikos, unangenehm zäh oder so ähnlich vor ... ne andere Beschreibung fällt mir grad nicht ein^^
Die beiden werden dann Zeugen in luftiger Höhe, als sich die mutierten Baka versammeln und sich ein Neuankömmling in weißer Kutte und mit knotigem Stock dazugesellt. Er wirkte wie eine Art Anführer, da alle vor ihm niederknien. Doch kurz drauf sehen Marc und Evelyn, dass sie wohl doch nicht vor dem Kuttentypen knien, sondern vor dem, was da aus dem Fluss auf sie zukam!
Spannung: wer ist der Kuttentyp und was wird Mahamba tun?!

In der Zwischenzeit stoßen John, Suko und Kuna auf die Überreste der Boote und identifizieren auf einigen Trümmerstücken riesige Zahnabdrücke.
Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass es Bill und die anderen erwischt haben könnte, aber daran wollen unsere Freunde nicht glauben und versuchen, Bills Handy zu orten. Das haut aber nicht hin und so versuchen sie es über die Nummer von Spencer, die Bill ihnen geschickt hatte.
Das klappt dann auch! (Ob Handy-Empfang im Dschungel, speziell im Kongo so möglich ist ... keine Ahnung. Hier war's mir aber irgendwie egal, ob das so funktionieren könnte oder nicht. Vielleicht hatten sie ja auch diese fetteren, leistungsfähigeren Handyknochen oder sowas ähnliches ... ?!)
So zieht das dreier Trüppchen dann durch den Dschungel. Auch hier fand ich wieder ziemlich gut, dass das Kleintierzeugs erwähnt wurde. So werden wir z.B. gewahr, dass John sein Cargohöschen in die Schuhe gestopft hat, damit keine fiesen, bissigen Ameisen reinkrabbeln oder dass sie trotz Spray noch von genug Moskitoviechern umschwirrt wurden oder auch Spinnen irgendwo lauern könnten ...

Schließlich kommt der Schlangenangriff. Aus allen Richtung zischeln sie an ... einfach überall sind die Viecher ... und so kommt es, dass ein vorwitziges Biest John in den Hals beißt. Kuna flieht, während Suko die magisch beeinflusste Schlangenbrut mit der Dämonenpeitsche vernichtet.
Anschließend will Suko sich um John kümmern, der auch noch Bisse ins Bein einkassiert hat und die Wirkung des Giftes zu spüren bekommt. Doch da wird auch er ausgeknockt und zwar von niemand geringerem als dem in weiß gekleideten Kuttentypen: Fachan!!
Dann ist es auch mit Johns Bewusstsein vorbei, das sich in dem Moment verabschiedet, als Fachan ihn diabolisch angrinst.

Fachan hält John für tot, da der ja von den magischen Schlangen gebissen wurde und er auch alle Anzeichen aufweist, die solche Vergiftungen mit sich bringen. Außerdem lässt der dunkle Druide Dämonenpeitsche und Bumerang liegen, weil er Angst hat, sie anzufassen. Gut, hätte ich als fiese Möpp wohl auch, da sie bei Berührung ja eine eventuelle Vernichtung zur Folge haben könnten ... und wohl auch für sämtliche mutierten Dienerkreaturen Fachans.
Ergo kann sie niemand an sich nehmen (auch wenn Fachan das vielleicht durch einen seiner Krokomenschen hätte austesten können Augenzwinkern ).
Suko nimmt er allerdings mit und lässt ihn von seinen Dienern ins Dorf schleppen.

In der Zwischenzeit sehen Evelyn und Marc, wie Mahamba Menschenkörper auswürgt. Unter den teils toten Söldnern entdecken sie auch Bill und Miranda!
Das Vieh hatte sie im Fluss verschluckt und mitgenommen ... und sie leben. Das sieht auch Fachan, der sich sichtlich über Bills Anwesenheit freut. Als er nach Sinclair fragt, verrät Evelyn, was Bill nicht sagen will und zum Dank füttert er sie mit dem Schleim Mahambas, mit dessen Hilfe sie die Geheimnisse dieser Welt ergründen kann ...
Evelyn verwandelt sich also auch in so eine Echsenfrau und steht von nun an auf Fachans Seite, sowie auf Mahambas und die der Krokomenschen. Immerhin ist sie ja selbst einer. Näher kann ein Forscher seinem Themengebiet wohl nicht kommen ... Augenzwinkern
Dass sie diese Verwandlung auch noch halbwegs selbst gewollt hat, fand ich für sich genommen auch schon irgendwie gruselig ...

Es kommt zum großen Showdown und Suko kann man wieder zeigen, was in ihm steckt, wenn er so richtig sauer ist! Und das ist er ja, wähnt er John noch tot und will Bill die Flucht ermöglichen.
Ich finde seine Kämpferei auch nicht übertrieben, denn schließlich wurde er bei den Mönchen speziell unterwiesen, kann meditativ Kraft tanken und solche Sachen ... und dass er sowas zeitweise drauf hat, ist ja u.a. noch vom Roman "Suche nach Leben" bestens in Erinnerung.
Und Suko konnte wohl auch nicht auf sich sitzen lassen, dass Fachan ihn 1. so überrumpelt und auch noch eins übergebraten hat und 2. ihn davon abhielt, John zu helfen, der offenkundig mit dem Tode rang! Wenn es um wichtige Dinge, wie z.B. um Leib und Leben geht, dann können Menschen auch mal übermenschliche Kräfte entwickeln: wie z.B. ein verunfalltes Auto anheben, um ihren Lieben zu helfen. Zudem befinden wir uns in fiktiven Gefilden, in denen Helden auch mal wirklich Helden sein können. MIR gefällt das und es passiert ja auch nicht dauernd.
Außerdem haben alle drei, Suko, John und Bill (<- war sogar in nem Kroko-Bauch!!), in diesem Fall so einige Blessuren einstecken müssen und sind bestimmt auch nicht mit nur einem Kratzer am Lack zu Hause angekommen Augenzwinkern

Okay, weiter: Bill befindet sich auf der Flucht durch den stockdunklen Dschungel.
Anfangs hat er noch ne Fackel, die er dann aber wegschmeisst, weil sie 1. eh kaum noch Licht spendet und 2. seinen Verfolgern auch den Weg weisen könnte.
Allerdings konnte er dadurch vielleicht schon von Anfang an den "besten Weg" einschlagen, um sich zu retten. Fachan und seine Dienerkreaturen werden mit Suko im Schlepptau ja auch irgendwo langgelatscht sein und dieser Weg könnte evt. auch für Bill, als er noch die Fackel hatte, sichtbar (oder intuitiv der aktuell beste) gewesen sein.
Außerdem wird ja auch oft genug erwähnt, dass er gegen Blätter und Äste, wie auch Baumwurzeln, etc. ankämpfen musste, mehr als einmal auf die Nase flog und lungentechnisch schließlich auch ziemlich abgekämpft war.
Schlussendlich landet er in ner Senke mit Regenwasser und durch silbriges Mondlicht kann er auch etwas erkennen. So auch den Angriff der drei Echsenkrieger, nachdem er Luft holen muss und nicht mehr unter Wasser versteckt bleiben kann. Hätte wohl auch ohnehin nichts mehr genutzt, da die Monster ja schon zu ihm gesprungen waren.
Als es für ihn eng wird, taucht Hilfe von unerwarteter Seite auf: John!

Der Geisterjäger erklärt seinem Freund, was passiert ist und rückwirkend auch für uns, wie es ihm nach seiner Bewusstlosigkeit und Sukos Entführung ergangen ist.
So finde ich auch nicht an den Haaren herbeigezogen, dass John die Waffen wiederfindet und an sich nimmt.
Als er gebissen wurde, knöpft er sich lediglich noch die Schlange vor, dann setzen zusammen mit den weiteren Bissen die Vergiftungserscheinungen ein. Er ist am Boden, seine Waffen wohl nicht weit von ihm, da er ja keine "weggeworfen" hat. Selbst Fachan sieht sie ja noch teilweise bei John rumliegen. Suko ist ja nur bis zum Erste-Hilfe-Päcki gegangen und wieder zurück, seine Waffen liegen also auch in der Nähe. Als John die alle sucht, hatte er, je nach dem, wann genau er aufgewacht ist und rumgegöbelt hat, usw., sogar noch einen Rest Tageslicht oder halt Dämmerungslicht. Und selbst wenn nicht, sobald sich die Augen dran gewöhnen, kann man tatsächlich im Dunkeln noch so einiges erkennen. (Letztens erst selbst gemerkt, als wir beim Mond, Mars, MIR gucken durch den Garten getigert sind - die MIR nach 1h nochmal - Augenzwinkern und da wars definitiv stockdunkel!)
Außerdem sucht, fischt, angelt unser Geisterjäger ja nicht zum erstem Mal nach seinem Hab und Gut und man könnte ihn daher vielleicht schon als routiniert ansehen Augenzwinkern groes Grinsen
Auch die Erklärung der Gift-Immunität (die Krämpfe und die Göbeleien waren bestimmt auch nicht die angehmste Sache) erschien mir durch die Vorgeschichte logisch.

Okay, dann der Rückweg: da sie ja nun einmal da und noch frisch ist, gehen sie Bills Fluchtschneise zurück zum Dorf (zuzüglich geleitet von Feuerscheinen, Schreien und wütenden Echsenlauten), um Suko und Co zu helfen.
Bill war ca. eine Meile durch den Dschungel gehetzt, das sind ungefähr 1,6 km. DAS könnte vielleicht etwas weit gewesen sein, um in einer dschungeligen Umgebung etwas zu erkennen. Aber dafür ist ja auch noch von einsetzender Morgendämmerung die Rede.
Innerhalb der Story geht man nun also den selben Weg zurück und ich schätze, dass man auch in einem Dschungel ab einer gewissen Entfernung Schreie hören und Feuerschein im Dunkeln erkennen kann. Die Feuer, die dort an Bills Ausgangspunkt ja definitiv lodern, scheinen wohl ein Stück weit in den Dschungel, in diese Fluchtschneise. In der Dunkelheit also auch irgendwann zu erkennen, während sich die beiden diesem Platz wieder nähern.
Was Bills Fluchtweg an sich betrifft: da dort die mutierten Krieger leben, gibt es vielleicht auch den ein oder anderen Mini-Pfad oder eben kurze Strecken, die schon "bearbeitet" waren, so dass es dort nicht mehr ganz so dschungelig ist, wie man es im tiefsten Kongo vermutet ... ?!

Diese ganzen Sachen haben mich aber beim Lesen weder gestört, noch sind sie mir überhaupt irgendwie negativ aufgefallen. Ich lese so eine Story, weil sie mir Spaß macht und nicht, weil ich auf "Fehlersuche" gehe. Dann würde, bei mir zumindest, der Spaß nämlich auf der Strecke bleiben. Außerdem suche ich in einer Sinclair-Story nicht unbedingt nach realistischen Begebenheiten, denn dann müsste man ja mit zweierlei Maß messen Augenzwinkern
Ins Grübeln kam ich in dieser Sache erst, nachdem ich die Kommentare dazu gelesen hatte ... was aber auch nicht uninteressant war. Im Gegenteil: worauf manche Leute so achten oder was ihnen auffällt, das für mich wiederum so überhaupt nicht ins Gewicht fällt, find ich echt interessant!

Für mich passte das alles aber so, wie es beschrieben wurde, denn so einige Widrigkeiten wurden ja auch extra dafür erwähnt. Genau das hat mir hier in diesem Zusammenhang auch gereicht, um mir das alles vorstellen zu können. Und genau deswegen hat für mich auch alles so vorm geistigen Auge ausgesehen, dass es wie beschrieben funktionieren konnte. Mich hat nichts, aber auch gar nichts gestört, geschweige denn den Lesefluss getrübt, nur weil irgendwas "in echt" vielleicht nicht funktionieren würde/könnte.
Für mich kommt es darauf an, ob es nachvollziehbar passen könnte ... und das hat es. Vielleicht weil ich den Kongo nicht kenne, vielleicht weil mein Hirn eventuelle Ungereimtheiten direkt mit den in der Story angeführten Begebenheiten als ausreichende Lösungen oder Erklärungen angenommen hat ... keine Ahnung. Es war jedenfalls toll! Die Geschichte war spannend ... gleich drei gern gesehene "Team-Mitglieder" waren mit von der Partie (mag ich lieber, als "John-Solo-Gänge" smile ) ... ein bekannter Gegner tauchte auf, den ich mit seinem Schlangenfaible schon cool finde ... Viecher waren dabei (besonders eben das Riesenkroko) ... Kuna und seine Stammeskollegen tautchen im letzten Moment als Helfer auf ... die Infos über Land, Leute und Essen ... dass aus dem vermeintlichen Mahamba noch Mokele Mbembe wurde, der sich dann verzieht (so bleiben auch die Legenden um Mahamba und Mokele erhalten Augenzwinkern ) ... Johns Schlangengiftimmunität, die sich logisch aus vorangegangenen Ereignissen erklärt (macht ihn in meinen Augen auch zu keinem "Überhelden", da er bei weitem nicht in jedem Fall gegen magisch beeinflusste Schlangen kämpft) ... kleine nette Sachen, wie "Danach machten die beiden Komiker ein Rennen mit, dass die anwesenden Baka nur die Köpfe über uns Kindsköpfe schütteln könnten." ... und last but not least noch der Epilog, der wieder Rückschlüsse auf "alte" Geschichten einbringt ... diese ganzen Dinge und der Flair des Unbekannten und Geheimnisvollen, des Dschungels, der Legenden, usw. haben den Roman rundum zu einem echten Lesevergnügen gemacht!
Wenn ich Dialoge nahezu im Ohr hören und die Szenen vorm geistigen Auge förmlich sehen kann, dann hat ein Autor es geschafft, mich IN die Story zu holen und zu fesseln!
Und das war hier der Fall: top Daumen_hoch


Das Cover mit dem Kroko find ich super, mit der Darstellung des (nicht "weichgezeichneten") Gesichts hadere allerdings ich sehr. Es rundet das ansonsten coole Titelbild irgendwie nicht richtig ab ... sorry, aber Gesichter und ich, das ist wohl ne ganz eigene Geschichte ... Augenzwinkern smile

Die LKS, also der Werkstattbericht, war wieder ganz nach meinem Geschmack. Mein Herz schlägt definitiv für die Riesen der Urzeit und auch sonst fahr ich ja auf diese "Viecher-Geschichten" mordsmäßig ab ... dann noch das Einbringen von Mythen und Legenden, gepaart mit den generellen, wissenswerten Infos und auch die Bezüge (rückwirkende, aber passende Verbindungen) zu vergangenen Romanen. Ich musste mich schwer zusammenreißen, die Seiten nicht VOR dem Roman zu lesen, weil man ja manchmal doch auf den Inhalt schließen kann und den wollte ich "unwissend" genießen groes Grinsen Hat also alles wunderbar gepasst! smile


Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Dann ist nicht nur der Gegner der Woche der Feind der Helden, sondern auch die Natur an sich. Vielleicht sogar gefährlicher. Ich würde mir wünschen, dass man das allgemein mehr bedenkt und umsetzt. Auch wenn es schwer ist.

Ich für meinen Teil fand es da z.B. echt ausreichend, als erwähnt wurde, wie und warum John sich die Hose in die Schuhe stopft, dass Bill sich etliche Male während seiner Flucht mault, dass die Moskitos überall zugegen waren und zustachen, dass generelles Kleingetier und auch Krieger überall lauern könnten, etc. ...
Ich lese die Geschichte der Spannung, des Inhalts und der Charaktere wegen, und nicht, um dauernd mit den Gefahren der Örtlichkeit, in diesem Fall des Dschungels/Kongos, konfrontiert zu werden. Das wurde zwischendurch mit einbezogen und erwähnt ... und mehr hätte ich auch nicht gebraucht. Es war für mich wohl dosiert Augenzwinkern groes Grinsen
So unterschiedlich kann man's sehen ... also nix für ungut smile
Ich finds immer noch sehr interessant, andere (unterschiedliche) Meinungen zu lesen! Daumen_hoch

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
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20.08.2018 15:38
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Zusammen mit zwei Reporterkollegen befindet sich Bill Conolly im Dschungel der Demokratischen Republik Kongo. Stein des Anstoßes sind Aussagen der Einheimischen, die von grauenhaften Missbildungen der menschenfressenden Bakas berichten. Miranda Myers und und Marc Spencer, die für das Department for international Development (DFID), einer britischen Organsiation für eine weltweite Entwicklungshilfe tätig sind, kennen Bill durch frühere gemeinsame arbeiten. Der Kontakt riss nie ab und wurde über die Jahre lose aufrecht erhalten. Die Zwei sind es auch, die Bill über dieses mysteriöses Phänomen in Kenntnis setzen. Bill's über die vielen Jahre entwickelter Instinkt (vergleichbar mit John's Bauchgefühl) sagt ihm, dass an der Geschichte was dran sein könnte. Schon wenig später sollte sich seine Annahme bestätigen. Bill wird hautnah mit dem ultimativen Grauen konfrontiert.

Fazit:
Wie vom Autor gewohnt, bekommt der Leser hier eine flotte/actionreiche Story serviert. Über Verlauf ( Echsengott) und manchen hanebüchenen Zufällen (u.a. Orientierung im tiefsten Dschungel bzw. wiederfinden der Waffen etc. ) kann man jedoch zumindest geteilter Meinung sein.

Besonderes:
1. Auftritt des Echsengottes. Er existiert schon seit Milliarden von Jahren. Es besteht aus intelligenten Protoplasma und kommt ursprünglich von den Sternen (so in etwa vergleichbar mit dem SPUK) .

Bewertung:
Von mir bekommt die Geschichte ein "gut".

Cover:
Tolle Farbgestaltung. Hintergrund und Krokodil wurden gut getroffen und gefallen mir.

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Demnächst:
1. JS: 2096 Kolonien der Bestien
2. JS: 2097 Willkommen im Shocking Palace
3. LB: 0033 Zur Herberge der tausend Schrecken

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20.08.2018 20:23
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Zitat:
Original von Isaak S.
[quote]Hast du eine Idee, wie man das noch mit mehr Spannung ausbauen könnte? Vielleicht mehr Verirrung? Mehr Labyrinth?

Mehr Vorbereitung. John und Suko kommen an, dann geht es ab in den Dschungel. Beim alten DK-Inka-Abenteuer aus den 70ern gab es erstmal ein Basislager, in dem man sich mehrere Tage aufgehalten hat, bevor die eigentliche Reise in den Urwald los ging. Wenn es in so eine Klimazone geht darf man der Geschichte deshalb gern einen Mehrteiler spendieren. Auf 64 Seiten ist kein Platz für solche Details, das ist klar.

Ja. Das kann ich voll und ganz nachvollziehen und gebe dir Recht. Überhaupt war das Thema Mehrteiler in der letzten Zeit ja häufiger eine Frage. Hier kommt neben Zeit und Tiefe noch die Kategorie des Raumes rein. Also ja: Wenn solche krassen räumlichen, geographischen Distanzen zurückgelegt werden sollen wie hier, dann muss oder könnte zumindest ein Mehrteiler in Betracht gezogen werden.
Zitat:
Original von Sheila
Ich für meinen Teil fand es da z.B. echt ausreichend, als erwähnt wurde, wie und warum John sich die Hose in die Schuhe stopft, dass Bill sich etliche Male während seiner Flucht mault, dass die Moskitos überall zugegen waren und zustachen, dass generelles Kleingetier und auch Krieger überall lauern könnten, etc. ...
Ich lese die Geschichte der Spannung, des Inhalts und der Charaktere wegen, und nicht, um dauernd mit den Gefahren der Örtlichkeit, in diesem Fall des Dschungels/Kongos, konfrontiert zu werden. Das wurde zwischendurch mit einbezogen und erwähnt ... und mehr hätte ich auch nicht gebraucht. Es war für mich wohl dosiert

Okey.... Klar, Geschmackssache. Aber war es wirklich so wohl dosiert? In diesem Fall gab es mit Fachan und Mahamba gleich eine doppelte Metaphorisierung des Handlungsortes. Und der kongolesische Dschungel war ja nicht nur "nette" Kulisse für ein Monster der Woche. Daher ist es hier die Wechselwirkung zwischen den bösen Über-Charakteren und dem Ort, die den Rahmen von 64 Seiten zu sprengen droht.
Ich schrieb ja bereits, dass ich die Verwandlung von Evelyn Carter in eine Bestie für einen Horror-Glanzpunkt halte. Dieser Punkt hätte in einer etwas anderen Plot-Struktur nicht nur glänzen sondern seine volle emotionale Tiefe entwickeln können. Die Geschichte hatte ja durchaus in so einer Art Basis-Lager begonnen. Hier hätten alle drei Charaktere plus Bill langsam im Laufe eines Tages eingeführt werden können.

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21.08.2018 01:06
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Zitat:
Original von Isaak S.
Zitat:
Original von Sheila
Ich für meinen Teil fand es da z.B. echt ausreichend, als erwähnt wurde, wie und warum John sich die Hose in die Schuhe stopft, dass Bill sich etliche Male während seiner Flucht mault, dass die Moskitos überall zugegen waren und zustachen, dass generelles Kleingetier und auch Krieger überall lauern könnten, etc. ...
Ich lese die Geschichte der Spannung, des Inhalts und der Charaktere wegen, und nicht, um dauernd mit den Gefahren der Örtlichkeit, in diesem Fall des Dschungels/Kongos, konfrontiert zu werden. Das wurde zwischendurch mit einbezogen und erwähnt ... und mehr hätte ich auch nicht gebraucht. Es war für mich wohl dosiert.

Okey.... Klar, Geschmackssache. Aber war es wirklich so wohl dosiert? In diesem Fall gab es mit Fachan und Mahamba gleich eine doppelte Metaphorisierung des Handlungsortes. Und der kongolesische Dschungel war ja nicht nur "nette" Kulisse für ein Monster der Woche. Daher ist es hier die Wechselwirkung zwischen den bösen Über-Charakteren und dem Ort, die den Rahmen von 64 Seiten zu sprengen droht.
Ich schrieb ja bereits, dass ich die Verwandlung von Evelyn Carter in eine Bestie für einen Horror-Glanzpunkt halte. Dieser Punkt hätte in einer etwas anderen Plot-Struktur nicht nur glänzen sondern seine volle emotionale Tiefe entwickeln können. Die Geschichte hatte ja durchaus in so einer Art Basis-Lager begonnen. Hier hätten alle drei Charaktere plus Bill langsam im Laufe eines Tages eingeführt werden können.

Das stimmt schon ... allerdings war es für MICH nicht erforderlich, dass die Charaktere noch mehr Einführung bekommen. Es wurde jemand aus den Reihen der Guten verwandelt ... das war sogesehen schlimm, denn man ist ja eigentlich erpicht drauf, ALLE zu retten. Klappt aber nicht immer. Evelyns Verwandlung HÄTTE durch mehr Einführung ihres Charas dramatischer und schauriger werden können ... aber wozu das? Die Tatsache, DASS es passiert ist, fand ich schon gruselig genug. Für diese Geschichte. Es gab viel Input (Erklärungen Fachans) und Action ... eigentlich alles, worauf es so ankommt. Mehr "Drumherum" hätte dann vielleicht wirklich den Rahmen gesprengt und/oder der Schluss, der Showdown hätte möglicherweise dann drunter leiden und kürzer gefasst werden müssen. Für einen Zweiteiler, also 64 Seiten mehr, wäre es dann vielleicht doch zu wenig gewesen und man hätte gemutmaßt, dass man es evt. mehr hätte straffen und in einen Roman packen können ... Ich glaube, du hast Recht: es ist wohl wirklich Geschmackssache und wie ein Leser das Gelesene so auffasst smile
Wie auch Fachan: er ist für mich der Böse, der Drahtzieher und hat sich des Mahamba-Mythos' bedient, der ja in den Kongo gehört (plus Magie und vorhandenen Schleimzeugs) und für mich waren die Geschehnisse dort so tatsächlich ausgewogen genug smile
Warum gab es mit Fachan eine Metaphorisierung des Handlungsortes ... hab ich da vielleicht was überlesen? Möglich ist auch, dass ich grad irgendwie auf der Leitung stehe^^ smile ?!
Mahamba ist ja im Prinzip nicht direkt der "Über-Gegner", er ist nur die visuell gewählte Form, die am besten in die Gegend passt. Der Über-Gegner ist doch eher das Schleim-Zeugs, dieses Protoplasma ... samt Fachans Plan/Vorhaben/Umsetzung, ... oder nicht?

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21.08.2018 18:15
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Reden wir von der selben Evelyn? Ich meine, die war doch keine wirklich gute Figur. Man könnte sagen, die hatte von Anfang an einen Schuss weg. Wurde auch nicht verwandelt, hat sich freiwillig verwandeln lassen.

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23.08.2018 12:10
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Japp, ich schätze, es IST dieselbe!^^
Ich hab auch nicht gesagt, dass sie ne gute Figur war, sie gehörte nur augenscheinlich zur Seite der Guten. Für mich gab's über sie lediglich zu wenig positive Hintergrundinfos, um sie als eine "tolle Figur" zu empfinden. Sie hatte nen Schuss weg, das auf alle Fälle, bedenkt man, wie sie sich gab, was sie machte und sagte, das hat ja auch Marc festgestellt Augenzwinkern
Daher hatte ich auch nicht das geringste Problem oder Bedauern, als sie nicht mehr sie selbst war. Augenzwinkern
Und doch, sie WURDE verwandelt, sie hat's nur freiwillig zugelassen, weil sie nicht genug kriegen konnte und möglichst nah dran sein und sich so eine Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte groes Grinsen
Sie selbst hätte sich ja nicht so einfach umwandeln können, da bedurfte es schon der Fremdeinwirkung Augenzwinkern smile

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24.08.2018 18:41
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Reden wir von der selben Evelyn? Ich meine, die war doch keine wirklich gute Figur. Man könnte sagen, die hatte von Anfang an einen Schuss weg.

Gut hin, gut her. Sie war interessant. Und in einem Zweiteiler hätte ihre Verwandlung einen richtig bösen Spannungsbogen bilden können (Überlebenskampf, Neugierde, Verrat, Gier, Verblendung). Sie war das einzige Opfer und sie war so wunderschön ambivalent. Aber: hätte-hätte-Fahrradkette! Es ist ja kein Zweiteiler. Aber es ist so fulminant, wie man es von IRH nun gewohnt ist. Und manchmal ist diese Fülle so brillant wie der Engelstöter (2085) und manchmal, wie ich finde, etwas überladen wie in dieser Geschichte.

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24.08.2018 18:56
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Da kann ich zustimmen. Man hätte mehr aus ihr machen können. Sie weniger als Psycho hinstellen, und mehr als pragmatische gefühlskalte Person. Und interessant war sie auch.

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29.08.2018 02:42
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So, nun ist dieser Band auch gelesen. Nachdem ich erstmal recht schwer rein kam, hat sich das baenteuer echt sehr interessant entwickelt und wie ich finde gut aufeinander aufgebaut. War weiß Gott kein Selbstläufer und unsere helden mußten so einiges einstecken.
Nun hatte ich, wie immer, in den Rezis geschnüffelt und beim Lesen drauf geachtet. Kann natürlichmeine Suko-Brille sein, aber ich fand, er wurde so eingesetzt, wie er von den anderen in seinem Trainingszustand immer wieder beschreiben wird, sicherlich für den Otto-Normalverbraucher sehr krass, aber seiner Umschreibung entsprechend.
Das John den Bumerang so schnell wieder findet, gut, er ist an keinem Baum hängen geblieben, da wäre es schwerer geworden, aber es schien mir immer in einer art Kleinlichtung zu passieren oder eben in dem Dorf selbst. Kam mir deswegen gar nicht so auffällig vor.
Ich fand die Evelyn auch nicht wirklich "Gut" erscheinend, empfand sie auch eher als schwierig, wozu ihr gegangener Weg dann auch passte.
Der Druide scheint sich zu entwickeln, den fand ich ganz gut eingesetzt, der wird zu einem interessanten Gegner entwickelt.
Alles in allem gut aufgebaut und gut gelöst, hat mir ganz knapp sehr gut gefallen.

LG Lessy groes Grinsen Alt

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