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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2101-2200 » Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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Umfrage: JS Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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27.27%
mittel 
4
36.36%
schlecht 
1
9.09%
sehr schlecht 
1
9.09%
Insgesamt: 11 Stimmen 100%
 
iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 8134

22.01.2019 15:23
Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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Horror-Spur der Schattenfrau

„Da kommt jemand!“, sagte Nummer Drei.
„Wo?“, fragte Nummer Vier.
„Ich höre Schritte.“
„Am Kai? Am Wasser?“
„Kann sein.“ Nummer Drei zog die Nase hoch. „Aber so genau weiß ich das nicht.“
„Dann sollten wir nachsehen.“
„Das denke ich auch.“
Die beiden Männer der Zahlenbande waren auf Beutezug. Namen interessierten sie nicht. Sie hatten sich für einen Zahlencode entschieden. Das war besser. So konnte man ihnen nichts beweisen ...

Geschrieben von Jason Dark
Erscheinungstag: 29.01.2019

__________________

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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114424
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1215

29.01.2019 14:41
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Nach längerer Zeit wird der Spuk mal wieder ins Spiel gebracht und das von Dark! Donnerwetter. Seine Dienerin Miranda hat mir gut gefallen und auch die größere Rolle von Jane. Wie beim aktuellen PZ hat die Hauptperson, hier natürlich John, wenig zu tun. Er telefoniert kurz mit Jane, geht mit Suko und Glenda bei Luigi essen und taucht zum Finale auf.
Teilzeitwoche für unsere Serienhelden. Auf jeden Fall erfährt man hier die Hintergründe und das Motiv hinter dem ganzen Treiben. Mit dem üblichen Charme eines Rellergerd-Textes komme ich auf ein "sehr gut".

Wie schon beim letzten Roman von Jason kommt auch die Erotik nicht zu kurz. "Was machen wir?" "Die vögeln wir durch." großes Grinsen
Natürlich gibt es die üblichen Rechtschreib- und kleineren Logikfehler. Sofort ins Auge sprang mir das Problem mit den Jahreszeiten. Miranda trägt einen leichten Sommermantel(S.4), es war ein Sommertag gewesen(S.11), jetzt im Januar war es extrem kalt geworden(S.21) usw. Es geht immer munter zwischen Sommer und Winter hin und her.

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114606
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1078

01.02.2019 00:05
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Rose Lester, eine Bekannte von Lady Sarah, wird von Jane besucht. Sie erteilt der Detektivin einen Auftrag in Erbschaftsangelegenheiten.
Die alte Dame wohnt in einem Seniorenheim und wird von der Pflegerin Miranda betreut.
Doch die hat's faustdick hinter den Ohren und ist mit dem Spuk im Bunde. Er hat sie zu seiner Dienerin gemacht und durch ihn ist sie zur Schattenfrau geworden.
Ihre Horror-Spur zeichnet sich dadurch ab, dass sie Menschen mit ihre Schattengabe "verschlingt" und zu Zwergen macht, die ihr dann gehorchen und für sie arbeiten müssen.
Zwei Typen, Eddy und Shane, eigentlich Mitglieder einer Zahlenbande (auf die aber nicht näher eingegangen wird) hat sie bereits in Zwerge verwandelt, als die sich in deutlich anderer Absicht über sie hermachen wollten. Nun leben sie ebenfalls im Seniorenheim und sollen dort für und mit Miranda "aufräumen".
Nach ihrem Besuch bei Rose will Jane wieder fahren, sieht aber zwergenähnliche Gestalten über den Rasen huschen. Sie fährt trotzdem, unterrichtet allerdings auch John von ihrer Sichtung.
Rose Lester entdeckt in der Nacht die Zwerge zusammen mit Miranda und will mit Jane am nächsten Morgen darüber sprechen.
Doch sie kann auch ihre Neugier nicht zügeln und forscht selbst nach. Dabei gerät sie in Mirandas Fänge und wird selbst zur Zwergin.
Bevor Jane am nächsten Morgen zu ihrer Verabredung mit Rose fährt, kontaktiert sie nochmal John. Er soll nach ihr sehen, falls sie sich in absehbarer Zeit nicht bei ihm meldet.
Als Jane im Seniorenheim eintrifft, sagt man ihr, dass Rose Lester in der Nacht verstorben sei. Doch sie glaubt das natürlich nicht und schleicht sich ins Zimmer der alten Dame. Dort trifft sie auf Miranda, die nach einem kurzen Gespräch angriffslustig wird und Jane ausschaltet. Anschließend schickt sie ihre drei Zwerge ins Zimmer und Zwergin Rose soll Jane töten.
Die Detektivin kann sich allerdings immer wieder wehren und sogar einen der beiden männlichen Zwerge gänzlich ausschalten. Als Rose keine Chance mehr sieht, schluckt sie etwas und stirbt.
Währenddessen macht John sich sorgen, weil er noch nichts von Jane und fährt ebenfalls zum Heim. Dort sagt man ihm auch, dass Jane da war und auf seine Nachfrage hin, ob sie wirklich gegangen wäre, schickt man ihn zur Stationsschwester. Nun sieht auch er sich Miranda gegenüber, worauf sich sein Kreuz erwärmt.
Er fragt sie aus, sie sagt ihm teilweise auch, was er wissen will und dann verwandelt sie sich, um ihn ebenfalls zu einem Zwerg zu machen. Dabei erkennt John, mit wem er es eigentlich zu tun hat: mit dem Spuk! Doch sein Kreuz kann ihn retten und Miranda vergeht.
Anschließend treffen Jane und John aufeinander und Jane erzählt dem Geisterjäger von den beiden toten Zwergen und das einer noch in dem Zimmer wäre. Als die beiden schließlich in das besagte Zimmer gehen, hat sich der dritte Zwerg inzwischen ebenfalls umgebracht.

Ich fand die Geschichte schön kurzweilig und konnte sie auch in einem Rutsch lesen.
Die eigentlichen Geschehnisse spielen sich über 2 Tage/1 Nacht ab, aber Shane und Eddy sind schon sind schon länger zu Zwergen geworden und mussten sich für eine gewissen Zeit im Seniorenheim versteckt halten. Bis Miranda zum Angriff blies. Ihre Motivation war auch nett, kam sie doch vom Spuk, der sie dazu noch mit entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet hatte.
Die Art und Weise, WIE Miranda die Menschen zu Zwergen machte, fand ich gut beschrieben und die Kälte, die an eine Todeskälte erinnerte und die Opfer selbiges auch zunächst glauben lösst, war schon irgendwie spürbar.

Die arme Rose hat mir doch leid getan und irgendwie hatte ich noch gehofft, dass sie vielleicht wieder zurück verwandelt werden könnte.
Ihre Gedanken, als sie die Stationsschwester/Pflegerin mit den Zwergen entdeckte und sie verfolgte, fand ich echt gut beschrieben. Genauso wie ihre Denkweise und dass die Neugier siegte, als sie die wahnwitzige Idee hatte, im Zimmer nach den kleinen Kerlen zu sehen.

Ebenso gut beschrieben war, wie sich die beiden Typen fühlten, als sie wieder erwachten und feststellten, dass sie plötzlich zu Zwergen geworden waren.
Sie haben sich zusammengereimt, dass nur die merkwürdige, nackte Frau, die sie eigentlich vernaschen wollten, dafür verantwortlich sein kann und wollen sie zur Rechenschaft ziehen, damit sie sie zurückverwandelt.
Auch hier gab es wieder, wie Spätaufsteher ebenfalls schrieb, eine erotische Passage, was ich in der Form für einen JD-Roman immer noch recht ungewöhnlich fand. Klar, auch er hat schon früher von gut gebauten Frauen geschrieben, von Brüsten, usw. Aber irgendwie hat sich das verändert. Die Beschreibungen der nackten Frau waren eine Nuance detailierter, bewegende Brüste, Dreieck zwischen den Schenkeln, etc., sowie es "härtere" Ausdrucksweisen und Handlungen der Kerle gab ...durchvögeln, Geilheit, Brüste kneten, etc.
Sie fangen an, die Unbekannte zu begrabschen und zu "bearbeiten", als die sich schließlich verwandelt.
Sonst war es bei JD eher eine UMschreibung der erotischen Passagen, inzwischen BEschreibt er da ebenfalls etwas mehr (oder ich hab seine Romane von früher anders, "harmloser" in Erinnerung^^).
Hier war das alles aber für die Sache an sich von Nöten (so lockte Miranda die beiden Opfer an und konnte sich auch, während die zwei "beschäftigt" waren, in aller Seelenruhe verwandeln, bis es für Eddy und Shane zu spät war, um zu handeln) und auch recht kurz, daher hatte es durchaus seine Berechtigung und las sich auch nicht wie mutwillig oder zusätzlich reingebracht, um undbedingt einen "Erotik-Part" in einen Gruselroman zu packen.

Schade fand ich, dass man so gar nicht erfährt, warum die Knilche sich jetzt anfangs nur mit Zahlen (Nummer 3, Nummer 4) ansprachen. Eigentlich hätte es ja noch mindestens ne Nummer 2 und eine Nummer 1 geben müssen oder wenigstens einen Grund, warum sie sich "Die Zahlenbande" nannten.
So in einem Satz vielleicht. Dass sie möglicherweise einen Coup geplant hatten und dort auf die beiden anderen oder noch mehr Leute gewartet hatten, etc.
Oder ob sie tatsächlich allein waren, sich nur wegen der Anonymität so genannt hatten und es von vorne herein auf Frauen abgesehen hatten ...
So aber bleibt der interessante Einstieg leider eher blass.

Dafür war der Rest aber gut.
U. a. kam John erst ziemlich zum Schluss ins Spiel, was dieser Geschichte auch gutgetan hat.
Jane ging das alles erstmal allein an und wie man lesen konnte, hat sie sich ja auch zu wehren gewusst, selbst als sie einiges einstecken musste.
Ganz besonders hat mich dann gefreut, dass JD auch von Chris schrieb!!
Und natürlich, dass der Spuk mal wieder dabei war, wenn auch nicht selbst, höchstpersönlich, live und in Farbe ... aber ER war der Drahtzieher. Seine Dienerin Miranda wollte/sollte die Leute im Seniorenheim, die sowieso nicht mehr viel vom Leben erwarteten und quasi täglich oder nächtlich "einfach so" sterben konnten, zu Zwergen machen. Wohl als eine Art Armee, da die Schattenfrau ihre zwei Lüstlingszwerge ja auch mit Waffen (Messern) ausstattete. Eine Arme von den Dingern hätte schon einiges anrichten können und wäre sicher nicht ohne gewesen ...

Einen kleinen Fauxpas hat's noch gegeben, als Jane und Rose sich plötzlich kurz duzen und dann wieder beim gewohnten Sie ankommen Augenzwinkern Das brachte mich glatt zum Blättern, ob ich da irgendwas falsch gelesen hatte^^ großes Grinsen
Aber wirklich gestört hat's mich dann nu auch nicht.
Ebenso wie die Tatsache, dass Rose eigentlich am Boden lag und kurz darauf dort SAß, nachdem sie von einem der Zwerge zu Fall gebracht wurde. Beim Sturz hatte sie sich auch noch den Arm verstaucht. Dann aber, als sie einen Plan erdacht hatte, machte sie einen Schritt nach vorne, stützte sich auf ihrem Stock ab und trat sogar nach einem der Zwerge. Wann hatte sie sich denn wieder aufgerappelt, in eine stehende Position gebracht und vor allem, ohne dass die Zwerge das mitkriegten, bzw. darauf reagiert hätten?
Gegen den anderen wehrte sie sich dann, in dem sie es auch noch schafft, sich ein Kissen vom Bett zu schnappen und dem zwergenhaften Knilch entgegen zu schleudern, der sie gerade mit dem Messer angreifen will.
Das alles kam mir dann doch etwas viel für eine alte, eher gebrechliche Dame vor, die bei ihrem nächtlichen Rundgang durchs Haus sogar noch eine Pause einlegen musste, weil's mit dem Laufen nicht mehr so gut klappte.
Und nun war sie ja sogar gestürzt, hatte sich den Arm verstaucht, saß am Boden ... und bekam dann noch diese Art von Gegenwehr hin?? Aber vielleicht war's auch der Überlebenswille, der ihr da ein wenig geholfen hatte ... Augenzwinkern großes Grinsen
Dafür hat mich das mit der Jahreszeit irgendwie überhaupt nicht gekratzt, bzw. fiel es bei mir gar nicht ins Gewicht oder groß auf.

Andererseits war dann aber wieder sehr gut beschrieben, wie die in Zwerge verwandelten Menschen sich veränderten. Erst wollten die beiden Typen noch, dass Miranda sie wieder zurückverwandelte und auch Rose hatte nicht die Absicht, zu tun, was die Pflegerin von ihr verlangte. Doch dann, nachdem Miranda ihnen jeweils verklickert hatte, dass sie tun müssten, was sie sagt, waren die Zwerge allesamt auch davon überzeugt, das tatsächlich tun zu müssen.
Für Eddy und Shane gab es keine Rückverwandlung mehr und Rose wollte sogar Jane töten.
Als Miranda alle über ihren Plan in Kenntnis gesetzt hat und sie losziehen, haben sie sich längst damit abgefunden, genau das zu tun und den Auftrag auszuführen. Sie hatten alles Menschliche verloren ...

John kam bei Miranda auch ziemlich schnell zur Sache und sie legte ihrerseits ebenfalls umgehend die Karten auf den Tisch. Sie sah sich mächtig genug, es mit ihrem Gegner aufnehmen zu können.
Fast wäre es ihr auch gelungen, wenn da nicht Johns Kreuz gewesen wäre, das plötzlich auf die schattenhafte Schwärze reagierte, die ihn durch Mirandas Verwandlung umgab ...

Mir hat auch nicht gefehlt, dass es keine Erklärung gab, seit wann oder wie die Pflegerin überhaupt zur Dienerin des Spuks geworden war.
Viele Gruselgeschichten beginnen direkt mit einem "fertigen" Bösewicht und kommen nicht erst mit dessen Entstehungsgeschichte daher. Manchmal erfährt man im Laufe der Handlung noch etwas darüber, manchmal auch nicht. Dann liegt's wohl im Auge des Betrachters, ob man da noch gerne was gehabt hätte. Ich brauchte es nicht, denn es funktionierte auch so. smile
Die Story war nette, kurzweilige, sehr gute Unterhaltung! Daumen_hoch

Ziemlich unterirdisch waren aber mal wieder die Fehler. Über ein paar kann man hinwegsehen, aber die Nummer mit den komplett fehlenden Worten, das geht immer noch nicht! Sowas gehört lektoriert!
Lektorieren ... das war die Sache mit dem Betalesen und mal drübergucken und so ... warum schert sich da niemand drum? Beim Autorenteam, sowie bei JD's TB "Engel?" klappt/e das doch auch ...
Ist schon ne echt traurige Geschichte, die zudem auch noch richtig wütend macht (aus bereits mehrmalig genannten Gründen)!

Das Cover passte super zur Geschichte (auch wenn ich mir Miranda doch etwas älter vorgestellt hatte, wogegen aber die Beschreibungen von Shane und Eddy zu Beginn stehen); aber auch das Bild für sich fand ich ziemlich cool, irgendwie mystisch, mysteriös ... cool halt smile

Auf der LKS zeigt JD nochmal zwei Fotos der Con. Das Mädel hab ich auch gesehen, den Vermummten leider nicht. Hat aber was, die Klamotte! smile Daumen_hoch

__________________
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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114665
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9874

07.02.2019 18:28
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Da der Roman recht gute Bewertungen bekommen hat, habe ich ihn mir zu Gemüte geführt. Dark legt auch gleich in einer seiner bekannten Szenen los. Pöbelnde Klischeegangster, die sich eine Gelegenheit zur Vergewaltigung nicht entgehen lassen wollen. Und dabei selbst Opfer der Schattenfrau Miranda werden. Sie wird schattenhaft, zieht die beiden Kerle in sich hinein und verwandelt sie in Zwerge. Kleidung und sogar Gegenstände schrumpfen mit.

„Jane Collins, die Privatdetektivin, hatte es sich letztendlich doch anders überlegt. Schließlich war Sarah Goldwyn, die Horror-Oma, eine alte Klientin. Sie hatte sie darum gebeten, Rose Lester zu besuchen. „. Diese Passage ließ mich zunächst denken, dass Janes Einstieg Jahre in der Vergangenheit liegt. Wenig später stellt sich aber heraus, dass dem nicht so ist. Wie lange ist Lady Sarah jetzt Tod? 15 Jahre? Die Jane mindestens gewartet hat, bis sie Lady Sarahs Wunsch nachkommt und Rose besucht? Außerdem würde die aktuelle Jane Lady Sarah nicht als Klientin sondern als gute Freundin bezeichnen. Und grammatikalisch hätte es doch eher „schließlich war die Horror-Oma eine alte Klientin gewesen“ heißen müssen. Kurzum, diesen Übergang hat Dark versaut. Dabei hätte mir ein Rückblick in die gute alte Zeit sehr gut gefallen. Vielleicht sogar mit Auftritt der Horror-Oma herself.

Jedenfalls besucht Jane deshalb im Seniorenheim Rose und sieht später beim Verlassen des Gebäudes kurz die Zwerge. Die Schattenfrau hat sie am Leben gelassen, um sie als Diener zu verpflichten. Fortan wohnen sie im Keller des Seniorenheims. Wie hat Miranda es eigentlich geschafft, die Einrichtung auf Zwergengröße zu schrumpfen? Oder hat sie die Möbel in dieser Größe erworben? Es fehlen mir mal wieder elementare Erklärungen. Ich akzeptiere nicht, dass es im Keller des Hauses zufällig Sanitäranlagen in Zwergengröße gibt.

Mit John trifft die Detektivin sich zum Essen und erzählt nebenbei von ihrer seltsamen Zwergensichtung. Ist das möglich? Die Gegenwarts-Jane müsste definitiv genug Erfahrung haben um selbst zu wissen, dass es natürlich aus unterschiedlichsten Gründen Zwergenwesen gibt.

Was ist nun der genaue Zweck der Geschrumpften? Ihr erster Auftrag besteht einfach nur darin, Miranda durch das Seniorenheim zu folgen. Rose schleicht spät herum und sieht die Gruppe natürlich. Dabei wird sie erwischt, aber Miranda lässt sie laufen. Damit Rose auch noch genug Zeit hat, Jane anzurufen. Die Zwerge warten brav das Telefonat ab und greifen erst dann an, damit die Handlung am Rollen bleibt. Rose wird jedoch nicht getötet, sondern ebenfalls in eine Zwergin verwandelt.

Am nächsten Morgen macht sich Jane allein zum Seniorenheim auf, benachrichtigt aber den Geisterjäger, um als Notfallplan Rückendeckung zu haben. Beim Herumschnüffeln wird sie von Miranda erwischt und müsste von Rose wissen, dass diese mit den Zwergen zusammenarbeitet. Oder auch nicht. Nach einem üblichen Dark-Dialog kann die Heimleiterin die erfahrene Privatdetektivin überraschen und mit einem klassischen Handkantenschlag auf die Bretter schicken.

Wird sie nun ebenfalls geschrumpft? Der Versuch hätte mich interessiert, und wie die Hexenkräfte darauf reagieren. Stattdessen soll Rose Jane als Prüfung erschießen. Auch gut. Aber Miranda hat Jane nicht gefesselt oder irgendwie fixiert. Sie ist auch nicht dabei, falls etwas aus dem Ruder laufen sollte. Daher gelingt es Jane, im Handgemenge an die Waffe zu kommen. Doch die Zwergin entreißt ihr den Revolver wieder. Bis Jane die Waffe erneut an sich bringen kann. Kurz gesagt, Jane ist auf dem Weg zum Finale erstmal mit den Zwergen beschäftigt.

Beim Geisterjäger läuft es viel ruhiger ab. Da er nichts von Jane gehört hat fährt er zum Seniorenheim. Im Gespräch mit Miranda erwärmt sich sein Kreuz. Die beiden plaudern nur ausgiebig, bis zum Finale.

Dann ist es soweit. Jane kann einen Zwerg erschießen. Rose und der andere schmeißen sich irgendwelche Giftpillen ein, oder so. Völlig unerwartet, na gut, für mehr Action waren wohl nicht genug Seiten übrig. Und John muss wirklich überhaupt gar nichts tun. Er steht da, lässt Miranda auf sich zu kommen und dann reagiert das Kreuz. Toll.

Wie üblich gibt es neben den Textfehlern, die mich persönlich weniger stören als inhaltliche Schwächen, kleinere Details. Die Größe der Zwerge verändert Dark nach Belieben. Einmal müssen sie normale Treppenstufen mühsam erklettern, dann können sie einen schweren Revolver halten. Oder Miranda, die als Heimleiterin keinen Nachname hat, was aber irgendwie niemanden stört.


Beim besten Willen kann ich dem Roman keine gute Wertung geben. Mir hat die Richtung der Geschichte auch nicht gefallen. Da geht es um eine Schattenfrau. Aber alles was sie macht ist Leute auf Zwergengröße schrumpfen. Wofür jetzt eigentlich? Diese Zwerge hätte Dark sich sparen können. Der Bezug zum Spuk war mir viel zu wenig. Wieso nicht die Menschen in sich pressen und sie in der Welt des Spuks wieder herauslassen, wo sie um ihr Überleben kämpfen müssen? Oder irgendwelche Kräfte, die ihrem Namen gerecht werden? Miranda ist eher „Schrumpferin“ denn „Schattenfrau“.


Richtig schlecht war die Geschichte aber auch nicht. Eine schwache mittlere Wertung.


PS. Hach ja, so lange ist es schon her, dass Dark mit der Rückkehr des Schwarzen Todes, van Akkeren und später seinem Partner Saladin noch zusammenhängende Romane geschrieben hat und vor allem hartnäckig am Ball blieb. Mit Auftragscovern, bei wichtigen Bänden.

__________________
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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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114838
Isaak S. Isaak S. ist männlich
Routinier




Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 258

08.02.2019 18:24
RE: Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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Zitat:
Original von Spätaufsteher
Natürlich gibt es die üblichen Rechtschreib- und kleineren Logikfehler.

Wenn das hier kleinere Logikfehler sind, wie sehen denn dann mittlere oder gar größere Logikfehler aus? Die Unsauberkeiten im Text (Rechtschreibfehler) sind mir egal. Aber die Sache mit den Jahreszeiten, das Duzen und Siezen, die Größe der Zwerge und und und... Eine unbeschwerte Lektüre ist mir da nicht möglich gewesen. Einmal muss man bei der Anmeldung im Altenheim unterschreiben (S. 13), dann kann man einfach rein und raus (S. 52), einmal sagt Jane zu John, er solle kommen, wenn sie ihn zu einer "bestimmten Uhrzeit" nicht anruft (S. 38 ), dann sagt John zu Suko, er und Jane haben keine bestimmte Zeit ausgemacht (S. 49). Alles war wirr! Ja und zwischendurch war ich wirklich schon soweit dem Autoren pure Absicht zu unterstellen, weil ich nicht glauben konnte, dass man ein solches Wirrwarr planlos produzieren kann.

Zitat:
Original von Sheila Conolly
Die eigentlichen Geschehnisse spielen sich über 2 Tage/1 Nacht ab, aber Shane und Eddy sind schon sind schon länger zu Zwergen geworden und mussten sich für eine gewissen Zeit im Seniorenheim versteckt halten.

Das ist nicht richtig. Zuerst sieht Jane die Zwerge, dann treffen die Zwerge auf Miranda (S. 13-16) und sie beherbergt sie. Jane kommt einen Tag später wieder, aber die Zwergen wohnen zu diesem Zeitpunkt bereits Wochen dort. Also: Der Plot ist kaputt. Schlicht und ergreifend.

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Wie lange ist Lady Sarah jetzt Tod? 15 Jahre? Die Jane mindestens gewartet hat, bis sie Lady Sarahs Wunsch nachkommt und Rose besucht? (...) Dabei hätte mir ein Rückblick in die gute alte Zeit sehr gut gefallen. Vielleicht sogar mit Auftritt der Horror-Oma herself.

Das wäre eine großartige Sache gewesen! Etwas ähnliches hatte ich mir schon bei der Galgenalm (Bd. 2113) gedacht: JD könnte doch sehr gut alte Fälle erzählen, die noch nicht erzählt wurden. So im Sinne von Reminiszenzen. Stahl hat das in Band 2058 fantastisch gemacht.

Zitat:
Original von Sheila Conolly
Die arme Rose hat mir doch leid getan und irgendwie hatte ich noch gehofft, dass sie vielleicht wieder zurück verwandelt werden könnte.

Rose war für mich der einzige Lichtblick in diesem Zwergen-Wirrwarr. Umso mehr empfand ich es als eine Frechheit, dass sie sich unvermittelt in eine Zwergenbestie verwandelt und von Jane zusammengeprügelt wird, nur um schließlich eine Giftkapsel einzuschmeißen. Es war ein Trauerspiel wie hier eine schöne und überzeugende Figur einfach so zu Grunde gerichtet wurde.

Meine Lektüre
Ich halte mich da an das, was das Gleichgewicht in einer früheren Rezension geschrieben hat: Die Geschichten von JD sind eine bestimmte Form von Kunst, die keine kritische Auseinandersetzung und Bewertung zulässt. Da gibt es in all dem Wirrwarr noch irgendwo dieses Sinclair-Feeling, was ich durchaus wahrnehme. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Von mir daher: Keine Bewertung.

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Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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Koboldoo Koboldoo ist männlich
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13.02.2019 12:35
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Leider wieder einmal sehr viele Ungereimtheiten, die ich bei JD aber mittlerweile versuche zu "überlesen". Die Zwergengeschichte fing eigentlich ganz interessant an, wurde aber mit der Zeit immer verworrener. Keine Ahnung, was der Spuk am Ende eigentlich mit Miranda und den Zwergen wollte. Trotzdem vergebe ich ein knappes "mittel", da es doch einigermaßen unterhaltsam war.

Cover: Ganz in Ordnung, auch wenn der Übergang der Gesichtshälften eher zu SF passen würde.

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX (Ziel für 2020 = Band 220 - 280 lesen)

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09.03.2019 02:11
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Nach langer Zeit des Hexer Lesens mal wieder ein Sinclair von JD...

Meine Bedenken haben sich nicht erfüllt, dann nach sehr gut, spannend und neugierig machenden Hexer Romanen hatte ich Bedenken wegnnKreisdialogen etc.

Aber es war ein ganz ordentlcher Band der Woche, aufgezogen über Jane Collins, die einer alten Freundin einen Gefallen tun soll und so in die Nähe der Schattenfrau und ihrer Zwergengerät...

Insgesamt ganz gut geschrieben und flüssig zu lesen, dass der Spuk im yhintergrund die Schattenfrau erst erschaffen hat, war eine mal wieder positive Freude, auch wenn er selbst gar nicht vorkommt war er mal wieder bedacht.

Warum die Schattenfrau nun dank ihres finsteren Schattens Zwerge schafft und somit die Beeinflußten schwächt, habe ich nicht als gelungenen Plan erachtet, was sich der Spuk mit der Schattenfrau versprach war auch nicht ersten chtlich.

Die Auflösung über John, der eigentlich stumpf stehen bleibt umd das Kreuz so ganz allein reagiert, war jetzt kein besonderes Spektakel und auch eher schwach voon John...

Insgesamt ein durchschnittlicher Band aufgrund dessen, der aber aufgrund des flüssigen Lesens und wider Erwarten interessanten Falles gibt es noch ein ganz, ganz ganz knappes, wohlwollendes Gut.

LG Lessy großes Grinsen Alt

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28.04.2020 15:36
RE: Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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Handlung: Jane Collins bittet John um Rückendeckung, bevor sie sich aufmacht, ihre Klientin Rose Lester, in einem Seniorenheim zu besuchen. Rose hatte Jane am Vorabend besorgt an-gerufen. Sie hatte die leitende Stationsschwester Miranda beobachtet, wie sie in Begleitung, zweier mit Messer bewaffneten Zwerge, ein Zimmer auf ihrer Etage aufgesucht hatte. Auch Jane glaubte, bei ihrem letzten Besuch, Zwerge auf dem Gelände des Seniorenheims gese-hen zu haben. Als sich Jane nach längerer Zeit nicht wieder meldet, wird John unruhig. Dar-aufhin entschließt er sich dazu, dem Seniorenheim selbst einen Besuch abzustatten. Was ist mit Jane und Rose Lester geschehen? Welche Rolle spielt Miranda und was hat es mit den Zwergen auf sich?

Meinung: Ein Roman von Jason Dark, der für mich eher zur unteren Mittelklasse gehört. Er lässt sich zwar recht zügig und unterhaltsam lesen, jedoch ist der Spannungsfaktor eher mit-telmäßig. Außerdem gibt es im Text, einige Passagen, die mich ziemlich irritiert haben. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, das Jane aufgrund eines Wunsches von Lady Sarah Goldwyn, Rose Lester aufgesucht hatte. Nur ist Lady Sarah bereits seit 15 Jahren tot. Hat Jane wirklich 15 Jahre abgewartet, bevor sie diesen Auftrag ausführte? Weitere Probleme gibt es mit der Handlungszeit. Die ersten Kapitel spielen eindeutig im Sommer. Auf Seite 11 steht geschrieben, dass Janes erster Besuch bei Rose Lester an einem Sommertag erfolgte. Ab Seite 17 macht die Handlung dann einen Sprung von einem halben Jahr, wenn sich Jane und John in einem Londoner Lokal treffen. Auf Seite 21 steht eindeutig, dass es nun Winter und Januar ist. Da Jane bei ihrem Anruf in Johns Büro auf Seite 38 behauptet, sie hätte John am Vortag, von den gesichteten Zwergen am Seniorenheim erzählt, muss logischerweise auch das vorausgegangene Kapitel im Januar spielen. Später behauptet Jane auch Miranda gegenüber (Seite 44) sie hätte Rose noch am Vortag besucht. Dann kann dieser Besuch aber nicht im Roman geschildert worden sein. Den einzig geschilderten Besuch gab es ja im Som-mer. Hilfreich wäre es gewesen, Hinweise zur Handlungszeit, als Überschrift, über die ent-sprechenden Kapitel zu setzen. Auf Seite 49 fragt Suko, John, wie es mit einem Mittagessen bei Luigi wäre? Da fragt John: „Bei dieser Hitze?“ Im Januar? Wie ist denn das zu verstehen? Haben die Geisterjäger, die Heizung im Büro, zu hoch aufgedreht? So schlimm ist die Erder-wärmung noch nicht vorangeschritten, als das John im Januar von Hitze in London sprechen könnte. Es mutet ohnehin seltsam an, wenn über den Roman verteilt, ständig die Rede von angenehm kühlen Räumen ist. Im Winter sollten es eher angenehm warme Räume sein. Au-ßerdem war es für mich mehr als unlogisch, das Jane unbewaffnet loszieht, wenn sie als De-tektivin in einem Fall ermittelt. Dass irgendetwas im Seniorenheim faul ist, weiß sie doch selber. Positiv gefallen hat mir der Mini-Auftritt des Spuks. Dieser hätte ruhig länger sein können. Schön wäre eine kurze Aufarbeitung des vorherigen spektakulären Falles im Büro gewesen. Nicht unbedingt nötig, aber besser wäre es schon gewesen. Es war ja einiges pas-siert. Noch ein paar Worte zum Cover des Romans. Als ich dieses gesehen habe, musste ich gleich an die klassische Star Trek Folge „Bele jagt Lokai“ denken. Bele und L okai hatten auch diese geteilten schwarz-weiß Gesichter. Für den Roman gebe ich insgesamt die Note 4 = Ausreichend (2 von 5 Kreuze). Gerade noch ein Mittel.

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Secret_of_Atlantis
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02.08.2020 14:10
RE: Band 2116: Horror-Spur der Schattenfrau
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Mir hat die Geschichte gut gefallen, es war ein kurzweiliger Roman, der sich zügig lesen ließ, auch wenn der Spuk nicht selbst in die Handlung eingriff, sondern seine Dienerin vorschickte, ich sehe das ähnlich wie Sheila, es muss nicht alles restlos geklärt werden und ist es doch spannend, als Leser sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Was viele hier gestört haben mag habe ich ganz anders empfunden, wie unterschiedlich doch manche Empfindungen sind. Nachdem einige Punkte doch einen Großteil der Konversationen hier beherrschen, möchte ich auch meine Sichtweise dazu darstellen:

1. Die Jahreszeiten:
Also für mich kam es nicht rüber wie unterschiedliche Jahreszeiten. Auf Seite 11 schreibt Jason Dark "Es war ein warmer Sommertag gewesen...", auf Seite 21 schildert Rose ihre Gedanken, wo sie sich an den überdurchschnittlich heißen Sommer des vergangenen Jahres erinnert und die damit verbundene hohe Sterberate im Heim. "Jetzt, im Januar, war es wiederum extrem kalt geworden..." und weiter: "Auch Rose Lester machte das ständig wechselnde Klima zu schaffen..." Der vorliegende Band ist aus 2019 und Jason Dark lässt bekanntlich unsere aktuellen Weltgeschehnisse in seine Geschichten mit einfließen. Ich erinnere mich genau, 2019 war ein sehr milder Winter, bei uns im Flachland, ich musste kein einziges Mal Schnee schaufeln und an manchem Tagen im Dezember hatten wir höhere Temperaturen als an manchen Tagen im Sommer. Somit ist für mich klar, Jason bezieht sich auf einen warmen Sommertag im Winter. Gut, hätte man anders schreiben, aber auch anders lesen können, ehe man JD als einen dementen Menschen hinstellt (kam mir so vor) anstatt sich mit seinen Geschichten auseinander zu setzen. Ein guter Lektor könnte die Geschichten groß rausbringen, aber leider scheint das kein Schwein zu interessieren.

Rechtschreibfehler:
Hier kann man dem Autor absolut keinen Vorwurf machen, nur dem Verlag. Das ganze Heft strotzt vor lauter Fehler, die mich nicht sonderlich gestört haben, durch meinen Beruf muss ich sehr viel lesen, oftmals überlese ich Fehler, weil ich unbewusst den korrekten Satz lese, auch wenn dieser nicht am Papier steht. Somit konnte ich das gut überbrücken, ohne, dass mein Lesespaß gehemmt wurde.

Seite 11 - der Passus mit Lady Sarah und Jane Collins - auch hier hätte ein Lektor Wunder wirken können mit dem einfachen Zusatz: "Sie hatte darum gebeten, Rose Lester zu besuchen...." Und zusätzlich hätte man schreiben können "... Wenn sie deine Hilfe braucht..." Lady Sarah hätte als Freundin zu Lebzeiten ja wissen können, dass Rose eine schwierige Verwandtschaft hat und klingt logisch, dass sie Jane damals schon erwähnte, als Hilfe für die Freundin. Damals bestand kein Bedarf, aber Rose dürfte sich jetzt, im Seniorenheim, daran erinnert haben, denn sie selbst nimmt mit Jane Kontakt auf.

Viel eher gestört hat mich, dass John sofort darauf schließt, dass Miranda nicht mit dem Teufel in Verbindung steht, nur weil sich sein Kreuz meldet. Mit satanischen Zwergen gabs in der Vergangenheit schon öfter Probleme, also das war etwas zu aufgezogen, wenn es denn eine Finte gewesen wäre und John einfach mal in den Raum schießt, dass nicht der Teufel hinter dieser Aktion steckt und hätte hier erst die Verwandlung von Miranda zugewartet werden müssen.

Auch die angeblich vereinbarte Uhrzeit, ist richtig, es gab eine, aber auf den nachfolgenden Seiten antwortet John an Suko und Glenda, dass es keine vereinbarte Zeit gegeben hätte. Auch das könnte ein motivierter Lektor überarbeiten. Schade, dass der Verlag sich da überhaupt keine Mühe mehr gibt, denn unter aller Kritik, die Ideen von Jason Dark sind lesenswert und mit seinem Lebenswerk hat er dem Verlag genug Gewinn beschert, ihm zumindest einen Lektor zur Verfügung zu stellen, wäre das Mindeste an Dank!

Ich vergebe ein ehrliches Gut, ohne Bonuspunkte, die gibt es bei mir nicht. Entweder gefällt eine Geschichte oder nicht. Die Dialoge sind eben sehr einfach gehalten, aber gut, das sind kleine Fehler, die man leicht korrigieren könnte. Will keiner, gut, ist halt so. Somit zählt die Geschichte aber auch nicht zu den Schlechtesten.

Wie Isaak S. in seinem Beitrag schreibt wäre es eine feine Sache, wenn sich Jason Dark auf Reminiszenen spezialisieren würde, eben wie Timothy Stahl es gelegentlich tut. Der Autor ist 56, im Vergleich, JD ist 75. Natürlich gibt es das Sinclair Lexikon, aber was wäre, wenn Jason Dark es einfach nur noch ruhiger angehen möchte, nicht umsonst hat er einen Großteil der Serie an die Co-Autoren abgegeben. Ich glaube auch, dass JD sich oftmals nicht mehr an seine alten Geschichten erinnert, aber wem ist das zu verdenken?? Wer erinnert sich im völligen Detail an einen Sinclair, den er vor einem Jahr gelesen hat? Und Jason Dark hat alle geschrieben(!) und schreibt munter weiter, all das verdient in meinen Augen einen ungeheuren Respekt. Wie geschrieben, ein eigener Lektor wäre das Mindeste an Dank.

Und wer sich schlussendlich die Frage stellen muss, was der Spuk mit dieser Aktion, Menschen durch eine Dienerin in Zwerge zu verwandeln bezweckt, nun, warum es Zwerge sein müssen bleibt ungeklärt. Letztendlich ist der Spuk der eigentliche Gewinner in diesem Fall. Er bekommt 4 Seelen, die er seinem Reich einverleiben kann, denn er ist der Herrscher über die getöteten Dämonen, den Seelen, die sein Schattenreich vergrößern. Jason Dark nimmt Bezug auf Chris, den Freund von Jane Collins. Somit ist der Autor über das Wirken der Co-Autoren zumindest im Bilde. Weshalb der Spuk nun wieder mitmischt lässt sich für einen Serienleser vermutlich nicht nachvollziehen, für mich als Querleser, wo die gewaltige Auseinandersetzung zwischen Lykaon und Fenris bereits der Vergangenheit angehört, ist dieser vorliegende Band ein Auftakt, schließlich müssen diese gewaltigen Unruhen bereits im Dämonenreich zu spüren sein und jeder Herrscher versucht seine Position zu stärken. Für mich also nachvollziehbar, weshalb der Spuk wieder von sich hören lässt. Dass seine Dienerin so schnell ausgeschaltet wird, Pech, womöglich hat er ja noch andere Reserven und Trümpfe..

Das Finale war schnell und ohne großer Worte, zumindest hätte ich mir einen kurzen Auftritt des Spuks oder eben nur seine Stimme, Worte, die er John mit auf den Weg gibt, gewünscht, vielleicht auch eine kryptische Botschaft aus der man deuten könnte, dass Veränderungen im Dämonenreich anstehen, jedoch ist und bleibt dies eine Schlussfolgerung meiner Fantasie und ändert auch nichts an meiner Wertung.

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