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iceman76 iceman76 ist männlich
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Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 6886

Macabros Nr. 39 Im Verlies der Hexendrachen Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Im Verlies der Hexendrachen

Klappentext:

Als der Fremde zum drittenmal in dieser Woche in das kleine Gasthaus kam, freute sich der Wirt. Nun war der Mann ihm nicht mehr unbekannt. Das Gesicht mit den hellen, fast durchsichtigen Augen und der geraden, aristokratischen Nase war ihm schon vertraut. Der Besucher, der in das abgelegene und um diese frühe Stunde von keinem Menschen sonst besuchte Gasthaus kam, nahm den Platz an der Außenwand wieder ein, wo zwei kleine Fenster den Blick zur, Steilküste ermöglichten.
"Guten Morgen, Monsieur!", sagte der untersetzte Wirt fröhlich. "Das gleiche?"
Von den beiden vorhergegangenen Tagen. wußte er, daß der Fremde ein Petit Dejeuner wünschte. Der Mann nickte, klopfte sich eine Zigarette aus einer frischen Packung und blickte versonnen durch das Fenster hinüber zur Küste, wo eine düstere Ruine in den morgendlich blauen Himmel ragte...

__________________

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas was mit Grusel zu tun hat!

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von iceman76 am 17.11.2014 20:36.

04.09.2009 21:31 iceman76 ist offline Email an iceman76 senden Homepage von iceman76 Beiträge von iceman76 suchen Nehmen Sie iceman76 in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2054

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Das Titelbild stammt von Rafael López Espí.

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Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen – versuche es.

17.11.2014 19:05 Shadow ist offline Beiträge von Shadow suchen Nehmen Sie Shadow in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Talis Talis ist männlich
Kaiser




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Beiträge: 1472

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Das Espi-Bild ist auch auf dem Titelbild von Fantom Nr. 8 erschienen.

04.05.2017 13:34 Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2054

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Harry Frandon will ein Buch mit von ihm gezeichneten Spukschlössern und -burgen herausgeben. Deshalb kommt er auch an die spanisch-französische Grenze, um das Schloss des Comte de Noir zu zeichnen. Obwohl der Wirt eines Gasthauses, das vis-à-vis des finsteren Schlosses auf einem anderen Berg steht, ihn davor warnt, es auch nur zu betreten, macht er es dennoch, da er eine wunderschöne nackte Frau im Schlossgarten sonnenbaden sah. Diese Frau ist niemand anderes als Danielle de Barteauliée, die Tochter des Comte de Noir. Sie sieht aus wie 18, ist aber bereits über 500 Jahre alt. Ihr Vater hat Rha-Ta-N'my die ewige Jugend für seine Tochter abgeluchst, dafür zwar mit seinem Tod bezahlt, aber Danielle kann diese ewige Jugend von den Dämonen nicht mehr genommen werden. Sie wird aber dazu verdammt, als Geist auf der Erde zu leben und als Mensch in einer jenseitigen Welt, in der die Hexendrachen existieren. Auf der Erde ist sie eine Vampirin, die jeden, der ihrem Anblick verfällt, töten muss. Auch Frandon verfällt ihr, aber sie schickt ihn wieder zurück ins Leben, damit er ein zweites Mal zu ihr kommt, denn nur dann kann der Bann gebrochen werden. Sie könnte endlich die Erde verlassen und bei den Hexendrachen als deren Königin leben, nach denen sie sich inzwischen sehnt. Und Harry Frandon steigt ein zweites Mal auf das finstere Kap, voller Sehnsucht nach Danielle entflammt, nicht ahnend, dass Danielle ihn dazu benutzen wird, als ihr Opfer ihr den Weg zu den Hexendrachen zu ebnen.

Für Björn Hellmark ist die Zeit ohne sein Luxusleben mit Bungalow in Genf, Sportwagen, Flugzeug, Segeljacht etc. angebrochen. Er hat nur noch Marlos als sein Refugium, und ist dort ziemlich abgeschnitten von der Welt. So entschließt er sich, nach Tschinandoah aufzubrechen, um eine Möglichkeit zu finden, hinter ein Geheimnis Molochos' zu kommen, das dessen Untergang beschleunigen könnte. Björn weiß, dass dies eine Reise ohne Wiederkehr werden kann, wenn es ihm nicht gelingt, Tschinandoah zu erreichen, von dem nicht einmal sein geistiger Mentor Al Nafuur sagen kann, wo es liegt. Er geht allein durch den Spiegel der Kiuna Macgullyghosh – und landet auf der Welt der Hexendrachen, wo er sogleich auf ein Schlachtfeld stößt mit nur einem einzigen Überlebenden, einem Gaafhs namens Ogh. Die übrigen Gaafhs wurden von den Tzschizz, den Hexendrachen, getötet oder gefangen genommen. Die Gefangenen landen in deren Verliesen und warten auf ihren Kampf in der Arena, der in der Nacht der Hexendrachen stattfinden soll. Björn und Ogh werden ebenfalls gefangen genommen, denn die Tzschizz setzen Magie ein, um ihre Opfer zu lähmen.

Als die Nacht der Hexendrachen beginnt, kann Björn beobachten, dass alle Gaafhs durch das Essen betäubt und danach in die Arena geschleppt werden, um schließlich in einem beispiellos grausamen Ritual abgeschlachtet zu werden. Die Getöteten dienen als Nahrung für die drachenartigen Zuschauer. Björn gelingt es aber, einen Drachen zu überwältigen. Dieser entpuppt sich als Dämon. Mit ihm als Faustpfand will er sich an Tuur, den Herrscher, heranmachen, um ihre Freiheit zu erzwingen. Er tötet im Laufe dieses Vorhabens sechs von sieben Dämonen, als diese ihn angreifen. Doch da greift Rha-Ta-N'my ein, erscheint in ihrer Lieblingsform als gigantischer schwarzer Vogel in der Arena und zerstört diese halb. Auch Danielle de Barteauliée befindet sich dort, möchte wieder zur Erde abhauen, aber mit ihr hat die Dämonengöttin noch etwas Spezielles vor.


Ohne dass Björn davon weiß – und gegen seine ausdrückliche Anordnung –, folgt Rani Mahay seinem Freund heimlich nach, um ihm beizustehen bei seinem gefahrvollen Weg nach Tschinandoah. Rani weiß aber nicht, dass dieser Weg ein Weg ohne Wiederkehr ist, denn durch den Spiegel der Kiuna Macgullyghosh gibt es keine Rückkehrmöglichkeit ...

Meinung: Das ist er – der Beginn des bisher längsten Zyklus von Dan Shocker, der bis zur Nr. 48 »Die Parasitengruft« andauern wird, nur unterbrochen durch ein Mirakel-Abenteuer als Nr. 44. Dazu noch die Rani-Mahay-Trilogie der Nrn. 51, 52 und 53 um Tamuur und Skelettus.

Ich finde, er beginnt fulminant! Jürgen Grasmück/Dan Shocker hat einen sehr spannenden Roman abgeliefert, der mit einer Menge an überraschenden Wendungen daherkommt, der zweifellos seinen Höhepunkt in der Metamorphose der Raupen zu Tzschizz, der Tzschizz zu Gaafhs findet. Das ist allererste Sahne. Gab oder gibt es einen Heftromanautor (Wolfgang Hohlbein mit den Hexer-Romanen könnte so einer sein), der so einen abwechslungsreichen Roman zustande brachte oder zustande bringt? Dan Shocker hat sich mit diesem Roman meiner Meinung nach selbst ein Denkmal gesetzt: er ist (war!) ein echter Könner, ein Magier der Texte, des Erfindens von Landschaften, fremden Welten, fremden Völkern und deren Gepflogenheiten. Hier streift er meines Erachtens an Tolkien an, wenn es auch viele geben mag, die nun der Meinung sind, das grenze an Blasphemie. Wer mir nicht glaubt, der lese diesen Roman aufmerksam von A - Z durch, ohne ihn bloß zu überfliegen oder quer zu lesen, weil es ja nur ein »Schundroman« ist und keine große Literatur. Mitnichten! Ich behaupte gar, dass es viele Bücher gibt, die mehr »Schund« sind als dieser Roman.

Warum? Zum einen ist es einmal mehr Dan Shockers besondere Gabe, Nebenfiguren vorzüglich aufzubauen, ihre Begierden, Ängste, Nöte, Freuden usw. dem Leser nahezubringen – das alles im Rahmen einer Handlung von etwa 60 Seiten. Da hätten gewiss auch große Autoren Probleme, ihre Figuren »lebensecht« zu gestalten. Dan Shocker konnte es! Wenn auch seine Hauptfiguren immer stereotyp wirken: groß, blond, gut aussehend usw., so muss ich aber auch einmal sagen, dass mir persönlich ein »Grantscherben« (österreichisch für stets übellauniger Mensch) wie Dorian Hunter oftmals auf die Nerven geht, denn manchmal sind die Dämonen, die er bekämpft, nicht bösartiger als er selbst! Da ist mir ein Björn Hellmark, der Spaß am Leben hat, doch allemal lieber. Was bietet einem Leser ein ewig übellauniger Mensch wie Dorian Hunter für Alternativen, außer alles im Leben nur negativ zu sehen?! Ein guter, ehrlicher Charakter, wie Björn Hellmark ihn aufweist: Wünschen wir uns das nicht gerade heutzutage mehr als vieles andere auf der Welt, wirft man einen Blick auf die aktuelle Politik, Finanzwesen, Managergebarung usw.? Doch das nur am Rande.

Die Figur der Danielle de Barteauliée ist dem Autor hervorragend gelungen. Ihre Charakterisierung, die zwischen Böse und Gut schwankt, ihre innere Zerrissenheit, ob sie Rha-Ta-N'my dienen soll oder nicht, ist sehr gut dargestellt. Das Böse, das sie verbreitet, bietet einen Silberstreifen am Horizont, ist nicht nur »böse«, obwohl sie ihre Opfer ebenfalls beißt, ihr Blut trinkt und sie tötet. Danielle wirkt trotzdem anders als die meisten der sonst beschriebenen Hexen; sie ist eine Vorläuferin der heute üblichen Protagonistinnen, bei denen die Psyche eine immer größere Rolle spielt.

Zum anderen ist der Roman exzellent gegliedert, sodass die einzelnen Handlungsstränge niemals Langeweile aufkommen lassen, sondern stetig ansteigend die Spannung nach oben treiben bis zum fulminanten Showdown in der Arena der Hexendrachen, der seinesgleichen sucht. Wenn es auch hier und da kleine Unstimmigkeiten gibt; ein echter Fan sieht da einfach drüber hinweg …


Fazit: Ein großartig geschriebener Roman, der es verdient, aus dem Schattendasein der nicht so beachteten Romane herauszukommen.
Mein Tipp: Den Roman unbedingt genau lesen, dann spürt man gewiss die unausweichliche Tragik der Protagonisten, beispielsweise die des Gastwirts und des blinden Buchautors, den Harry Frandon ebenfalls aufsucht. Aber auch jene der schönen Danielle de Barteauliée …


Besonderheiten:
1. Danielle de Barteauliée, die Tochter des Comte de Noir, hat ihren ersten Auftritt.
2. Harry Frandon begegnet einer überaus begehrenswerten Frau, die ihm den Tod bringt.
3. Björn Hellmark macht sich auf den gefahrvollen Weg nach dem legendären Tschinandoah.
4. Jacques Dupont, der Wirt, sucht im Schloss des Comte de Noir nach seinem verschollenen Sohn.

Für diesen Roman gibt es 5 Schwerter des Toten Gottes.


Das zweite Titelbild (nach der Nr. 6), das dieses Mal oben beim Schriftzug einen dottergelben Rand mit weißem Streifen zum Bild aufweist (sieht man von Mirakel-Titelbildern ab der Nr. 49 ab, aber so sollten diese sich wohl besser unterscheiden lassen). Dadurch wirkt es anders als gewohnt, meiner Meinung nach gedrückter. Mit absoluter Sicherheit war dieses Bild vorher da und nicht vom Autor mit dessen Beschreibung geordert. Die Figur des schwertschwingenden Kämpfers stellt Björn Hellmark so dar, wie er im Roman beschrieben wird. Die beiden Drachen sind ebenfalls so oder so ähnlich beschrieben. Die Szene stellt gewiss Björns Kampf gegen die Dämonen-Tzschizz dar. Ein actiongeladenes Cover, aber die geänderte Aufmachung stört mich etwas. Deshalb gibt es 1 Schwert weniger; das Bild selbst würde von mir 4 Schwerter erhalten.

Für dieses Titelbild gibt es 3 Schwerter des Toten Gottes.

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21.05.2017 09:56 Shadow ist offline Beiträge von Shadow suchen Nehmen Sie Shadow in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

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