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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Macabros » 51-100 » Macabros Nr. 78 Apokalyptas SintfluthŲlle
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iceman76 iceman76 ist männlich
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Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 7175

17.09.2009 20:22
Macabros Nr. 78 Apokalyptas Sintfluthölle
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Apokalyptas Sintfluthölle

Klappentext:

Sie dachten an diesem Abend und in dieser Nacht nur an ihr Vergn√ľgen. Der Tod hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Platz in ihren Gehirnen. Und doch war er ihnen ganz nahe...
Sie ahnten es nicht. Die Clique bestand aus sechs jungen Leuten. Drei Jungen und drei M√§dchen. Der √§lteste war Stephen Wolfe mit seinen vierundzwanzig Jahren. Ihm hatten es die anderen zu verdanken, da√ü sie √ľberhaupt hier sein konnten. Einem Onkel Stephens geh√∂rte die alte, klapprige H√ľtte an der Steilk√ľste von Dover. Es wurde getanzt und gelacht, Steaks und W√ľrste brutzelten auf dem Grillgitter, und die Glut der Holzkohle wurde jedesmal hell, wenn der auffrischende Wind vom Meer √ľber die Felsen strich. Es war sp√§ter Abend. Die sechs jungen Leute lie√üen die Flasche rundgehen. Da gab es kaum einen, der noch n√ľchtern gewesen w√§re. Joe Pilgram hockte ein wenig abseits und stopfte sich aus seinem Tabakbeutel einer dicke Zigarette, die den Umfang einer Zigarre hatte. Gierig sog der Rauschgifts√ľchtige den Rauch des mit Hasch gemischten Tabaks in seine Lungen. Pilgram schlo√ü die Augen und atmete tief durch...

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*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas was mit Grusel zu tun hat!

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7927
Shadow Shadow ist männlich
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Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2328

15.03.2016 18:24
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Einige junge Leute feiern ordentlich auf den Kreidefelsenklippen nahe Dover in England. Zu vorger√ľckter Stunde und nach etlichen alkoholischen Getr√§nken kommt Stephen Wolfe auf die Idee, zwischen den Strandfelsen Bootsfahrten zu veranstalten. Und so geraten sie in die F√§nge von Apokalypta, der ¬ĄEwigen Unheilbringerin¬ď, die sich anschickt, ihren erkl√§rten Feind, Bj√∂rn Hellmark, zu vernichten, wie sie ihm schwor. Und nebenbei noch so viele andere Menschen wie nur m√∂glich. Zu diesem Zweck entfesselt sie ihre Sintfluth√∂lle, die die jungen Leute gleich einmal als Erste zu sp√ľren bekommen.

Pepe und Jim, der Guuf machen sich n√§chtens auf nach Soho in London. Pepe ist total verliebt in eine Gitarre, die er immer wieder anschaut und auch auf ihr spielt, weil in der Nacht niemand im Haus zugegen ist. Aber diesmal ist alles anders. Pepe und Jim werden Zeuge, wie ein Mann eine in einen Teppich eingewickelte Leiche √ľber die Treppe nach unten zieht. Pepe will einen Bobby alarmieren, l√§sst daf√ľr Jim den M√∂rder weiter beobachten. Als er mit einem Polizisten zur√ľckkehrt, ist Jim verschwunden, aber auch der M√∂rder samt der Leiche. Im ganzen Haus ist nichts und niemand zu finden. Ein Anruf bei Mrs Green, der Besitzerin des Music Shops, ergibt, dass sie quicklebendig ist!

Björn Hellmark glaubt Pepe und macht sich mit ihm und Macabros auf die Suche. Doch auf einmal ist Macabros ebenfalls verschwunden! Etwas, was es eigentlich nicht geben darf! Aber wie es Björn auch dreht und wendet, sein Zweitkörper ist und bleibt weg. Er hat nicht den geringsten Kontakt mehr zu ihm. Was hat das zu bedeuten?

Indes erwacht Stephen Wolfe als Einziger seiner Clique in Gigantopolis, der Alptraumstadt Apokalyptas. Er wird ihr Geliebter, und sie zeigt ihm, was aus seinen Freunden wurde: Monster, denn in Gigantopolis wird alles Lebendige und Tote zu irrealen Monstern. Und dann erkl√§rt ihm Apokalypta, weshalb er nicht so wurde wie die anderen. Er ist auserkoren, etwas zu tun, was sehr wichtig f√ľr ihn, aber auch f√ľr Apokalypta ist. Er nimmt diesen Auftrag an und macht sich auf den Weg ...

Meinung: Nach zehn beziehungsweise acht Romanen kommt es wieder zu einer Begegnung mit einem der sieben Hauptd√§monen, die der Macabros-Kosmos aufzuweisen hat: Apokalypta. Die sch√∂ne D√§monin ist immer noch hinter Bj√∂rn Hellmark her, dem sie ihre letzte Schlappe nicht verziehen hat. Aber statt ihn direkt zu attackieren, f√§delt sie ein intrigantes Spiel ein (wie es sich f√ľr Dan Shocker¬ís/J√ľrgen Grasm√ľcks D√§monen halt so geh√∂rt), um den Herrn von Marlos sozusagen hintenrum aufzumischen.


Leider nimmt das ganze Drumherum so viel Raum in dem Roman ein, dass das titelgebende Geschehen eher wie eine Randerscheinung wirkt. Wobei es allerdings nicht an Spannung mangelt, denn ein Bj√∂rn Hellmark, der einer seiner st√§rksten ¬ĄWaffen¬ď beraubt wurde, seines Zweitk√∂rpers, wagt sich dennoch unbeirrt in die H√∂hle des L√∂wen, sprich in das Haus, in dem sich ein D√§mon eingenistet hat. Nicht einmal sein Schwert des Toten Gottes nimmt er mit, lediglich die D√§monenmaske. Sehr mutig, unser Held! Aber dennoch wird wieder einmal den Nebenfiguren √ľberaus viel Raum einger√§umt, der zulasten der eigentlichen Auseinandersetzung zwischen Apokalypta und Bj√∂rn Hellmark geht. Das war es doch, was ich erwartet hatte, in dieser Beziehung aber wieder einmal entt√§uscht wurde.

Dennoch zieht einem Dan Shocker/J√ľrgen Grasm√ľck wieder einmal gekonnt in seinen Bann, denn er verquickt die drei Handlungsstr√§nge recht gekonnt zu einem gro√üen Ganzen, wobei sich lange keine Parallele auftut, wie und warum der Pepe-Handlungsstrang denn nun dazupassen sollte. Aber er tut es!

Detail am Rande: Dass sich ein D√§mon einfach so mit seinem Namen bei seinem Widersacher vorstellt, widerspricht eigentlich allen g√§ngigen Modellen. Bekommt so doch der Wissende dadurch viel leichter Macht √ľber den D√§mon. Ansonsten sind sie doch immer sosehr darauf bedacht, eher nicht ihren Namen preiszugeben. Hier aber scheint es, als w√§re der D√§mon ganz begierig darauf, seinen Namen bekannt zu geben. Schon ein wenig eigenartig (siehe dazu Seite 48, 1. Spalte, 7. Absatz ff.).

Fazit: Ein Roman, der es wieder nicht ganz schafft, die ¬ĄEwige Unheilbringerin¬ď voll in den Vordergrund zu spielen, aber andererseits doch ihre F√§higkeit, R√§nke zu schmieden, ganz gut darstellt. Wozu aber das ganze geheimnisvolle Getue gut ist, Stephen Wolfe erst lange suchen zu lassen, das wusste wohl nur der Autor selbst! Insgesamt aber doch ein lesbarer Roman, der au√üer den allgemeinen keine weiteren L√§ngen aufweist.

Besonderheiten:
Pepe giert nach einer Gitarre, und hilft so mit, einen perfiden Plan aufzudecken.
Apokalypta, die ewige Unheilbringerin, hat hier ihren 2. persönlichen Auftritt.
Gigantopolis, die Alptraumstadt Apokalyptas, entsteht in der Gegenwart der Erde vor Dover.
Bj√∂rn Hellmark verliert erstmals seinen Zweitk√∂rper Macabros und trifft daf√ľr auf einen m√§chtigen D√§mon.

Ich vergebe 3 Schwerter des Toten Gottes.

Das Titelbild zeigt die im Roman vorkommende Szene, als die ¬ĄSintflut¬ď die gerade erst errichteten Hochh√§user am Westende von Dover zu vernichten beginnt. Ich finde, dass Apokalypta und ihr Zwitterwesen von Reittier sehr gut getroffen sind. Lediglich ein wenig zu freundlich erscheint mir ihr Gesichtsausdruck, aber das kann t√§uschen. Toll auch der schwefelgelbe Hintergrund, aus dem sie hervorzubrechen scheint, sowie der bedrohliche Regenwolkenhimmel im Vordergrund. Gut gef√§llt mir auch, dass Apokalyptas Krummschwert kein ¬ĄOpfer¬ď des Macabros-Schriftzuges wurde. Nur die Hochh√§user wirken etwas zu sehr nach Dominosteinen, die jemand angestupst hat ...

F√ľr das Titelbild gibt es 4 Schwerter des Toten Gottes mit der Tendenz zu 3¬Ĺ wegen der "Dominosteine".

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Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen ¬Ė versuche es.

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