logo
-- www.johnsinclair-forum.de -- www.gruselroman-forum.de --
Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Falls Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.

John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DšmonenKiller » Zaubermond-Verlag » Dorian Hunter - Klassiker » Band 3: Der Folterknecht 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00
« Vorheriges Thema | Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (2): [1] 2 nächste »
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Habibi Habibi ist weiblich
Chefin




Dabei seit: 01.10.2008
Beiträge: 5392

18.02.2012 15:19
Band 3: Der Folterknecht
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Zum ersten Mal kommt Dorian Hunter seiner eigenen Vergangenheit auf die Spur. Sein Hass auf die Schwarze Familie der D√§monen ist untrennbar verkn√ľpft mit den Erlebnissen des Barons Nicolas de Conde, der vor √ľber f√ľnfhundert Jahren einen Pakt mit dem Teufel schloss. Mit Schaudern liest Dorian Hunter in de Condes Tagebuch von dessen Kampf gegen die M√§chte der Finsternis. Hat der Baron damals tats√§chlich die Unsterblichkeit erhalten? Pl√∂tzlich kommt Hunter ein furchtbarer Verdacht ...

Dieser Band beinhaltet folgende Romane der Erstauflage:

10 - Der Folterknecht
11 - Die Todesengel
12 - Das Mädchen in der Pestgrube
13 - Die weiße Wölfin

Autoren: Ernst Vlcek / Neal Davenport

Quelle: http://www.zaubermond.de

                                    Habibi ist offline Email an Habibi senden Beiträge von Habibi suchen Nehmen Sie Habibi in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
33401
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

14.11.2017 12:36
RE: Band 3: Der Folterknecht
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Da ja derzeit meine Artikel-Reihe ¬ĄK√ľrzungen in der DK-Neuauflage¬ď erscheint, fiel mir ein, da√ü Kurt Luif in einer Email folgendes geschrieben hat:
¬ĄZu Band 12 habe ich ohnedies ein gest√∂rtes Verh√§ltnis. Das habe ich ja schon ausf√ľhrlich erz√§hlt. Ich weigerte mich die Buchausgaben zu lesen, dann vor etwa 5 Jahren sah ich mir die ersten B√§nde fl√ľchtig an, konnte mich aber nicht aufraffen, sie zu lesen. Dann kam ich zu Band 12, las den Anfang und bekam einen Wutanfall, eine der wenigen Szenen, die ich gern geschrieben hatte, war total entstellt worden, ich glaube, da wird ein Kaufhaus gebaut und nicht die U-Bahn! Damit war f√ľr mich die Buchausgabe gestorben¬ď.

Also nahm ich mich das DK-Heft Nr. 12 und das Zaubermond-Dorian-Hunter-Buch Nr. 3, in dem der DK-Roman Nr. 12 befindet. In DK-Heft 12 ¬ĄDas M√§dchen in der Pestgrube¬ď, Seite 5, 1. Spalte, 1. Absatz ¬Ė Seite 6, 1. Spalte, 4. Absatz findet man folgenden Anfang:
Die riesige Baugrube vor dem Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein h√ľbscher Anblick. Die Touristen hatten einige M√ľhe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, ohne allzuviel von den st√∂renden Kr√§nen und Baumaschinen draufzubekommen.
Es wurde Tag und Nacht gebaut. Der Lärm war ohrenbetäubend, Fritz Heller hatte sich jedoch schon seit vielen Jahren an ihn gewöhnt. Er hielt den vibrierenden Preßluftbohrer in seinen riesigen Pranken und war mit seinen Gedanken nicht sehr bei der Arbeit.
Heller war ein bulliger Mann von etwa F√ľnfzig. Er trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges wei√ües Leibchen. Auf seinem gewaltigen Sch√§del sa√ü ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein k√ľhles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und besch√§ftigte sich kaum mit Politik. Doch heute dachte er dar√ľber nach, wie es m√∂glich sein konnte, da√ü der B√ľrgermeister noch vor kurzer Zeit erkl√§rt hatte, da√ü Wien keine U-Bahn ben√∂tige; und nun war er einer der unz√§hligen Arbeiter, die damit besch√§ftigt waren, sie zu bauen.
Er sch√ľttelte den Kopf und bohrte weiter.
¬ĄVerdammt noch mal!¬ď rief er w√ľtend, als er ein St√ľck eines Oberschenkelknochens freilegte.
Vor vielen hundert Jahren hatte sich rund um den Dom der sogenannte St. Stephans Freithof befunden. Das war in jener Zeit gewesen, als die innere Stadt noch eine Mauer umgab und sich jeder innerhalb der Stadtmauer hatte bestatten lassen wollen. Bei den Pestseuchen hatte man die Toten ganz einfach in riesige Gruben geworfen und zugesch√ľttet. Daher stie√ü man jetzt immer wieder auf Knochen und Sch√§del, die gesammelt und in den Katakomben des Dorns bestattet wurden.


Im DH-Buch Nr. 3 findet man auf Seite 190:
Die riesige Baugrube ganz in der N√§he vom Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein h√ľbscher Anblick. Die Touristen hatten einige M√ľhe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, oh¬¨ne allzuviel von den st√∂renden Kr√§nen und Baumaschinen draufzubekommen. Hinzu kam der schier ohrenbet√§ubende Krach.
Fritz Heller hatte sich jedoch schon vor vielen Jahren an den L√§rm gew√∂hnt. Er hielt den vibrierenden Pre√üluftbohrer in seinen riesigen Pranken und setzte ihn immer wieder an, ohne mit seinen Gedanken sonderlich bei der Arbeit zu sein. Er war ein bulliger Mann von etwa f√ľnfzig Jahren, trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges wei√ües T-Shirt. Auf seinem gewaltigen Sch√§del sa√ü ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein k√ľhles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und besch√§ftigte sich kaum mit Politik. Deshalb war es ihm auch egal, da√ü eine angeblich historische H√§userzeile mitten in der Wiener Innenstadt zur H√§lfte abgerissen worden war, um Platz f√ľr den Prunkbau irgendeines Versicherungskonzerns zu schaffen, f√ľr den er gerade mithalf, das neue Fundament auszuheben. Immerhin sicherte der Gro√üauftrag seinen Arbeitsplatz in der angeschlagenen Baubranche, und das war alles, was f√ľr ihn z√§hlte.
¬ĽVerdammt noch mal!¬ę rief er w√ľtend, als er ein St√ľck eines Oberschenkelknochens freilegte.
Vor vielen hundert Jahren hatte sich rund um den Dom der sogenannte St. Stephans Freithof befunden. Das war in jener Zeit gewesen, als die innere Stadt noch eine Mauer umgab und sich jeder innerhalb der Stadtmauer hatte bestatten lassen wollen. W√§hrend der Pestepidemien hatte man die Toten ganz einfach in riesige Gruben geworfen und zugesch√ľttet. Daher stie√ü man jetzt immer wieder auf Knochen und Sch√§del, die gesammelt und in den Katakomben des Doms bestattet wurden. Schon als vor vielen Jahren die Wiener U-Bahn gebaut worden war, hatte es √§hnliche Probleme gegeben, wie er aus den Schilderungen √§lterer Kollegen wu√üte.

Folgender weiterer Text stammte aus DK-Heft 12, Seite 15, 1. Spalte, 15. Absatz ¬Ė Seite 16, 1. Spalte, 1. Absatz:
Das Fr√ľhst√ľck verlief ziemlich schweigsam. Ich trank zwei Tassen Kaffee, w√§hrend Helnwein ausgiebig a√ü. Kurz nach neun Uhr fuhren wir los. Helnwein sa√ü hinter dem Steuer seines klapprigen Volkswagens. Er war ein √ľberraschend sicherer Fahrer, der sich nicht sehr an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt. Auf dem Parkplatz vor der Oper stellten wir den Wagen ab. Wir stiegen aus und gingen die K√§rtnerstra√üe entlang, die direkt zum Stephansplatz f√ľhrt. Wir sprachen nicht viel miteinander. Gelegentlich blickte ich in eine Auslage und beobachtete die Passanten.
Einige Minuten vor zehn Uhr erreichten wir den Stephansplatz, und ich blieb √ľberrascht stehen. Eine riesige Baugrube lag vor uns.
¬ĄSieht nicht besonders sch√∂n aus, was?¬ď fragte Helnwein.
¬ĄDas kann man wohl sagen¬ď, meinte ich.
¬ĄU-Bahn-Bau¬ď, sagte Helnwein erkl√§rend. ¬ĄWie alles in Wien kommt sie zu sp√§t. Ich werde wohl kaum mehr erleben, da√ü eine Linie fertig wird. Unsere Stadtverwaltung ist so ziemlich das letzte, was man sich vorstellen kann. W√ľrde man ein paar dressierte Affen ins Rathaus setzen, w√ľrde man keinen Unterschied merken.¬ď
Ich lachte.
¬ĄSie k√∂nnen gut lachen, Hunter¬ď, sagte Helnwein. ¬ĄLondon hat seit vielen Jahrzehnten eine U-Bahn. Manchmal glaube ich tats√§chlich, da√ü in Wien der Balkan anf√§ngt.¬ď Helnwein seufzte. ¬ĄAber es hat keinen Sinn, sich aufzuregen. Bei den n√§chsten Wahlen wird sich auch nichts √§ndern. Da pr√§sentieren alle Parteien tolle Programme, und wenn die Wahlen vorbei sind, verschimmeln die Pl√§ne in irgendeiner Lade. Wenn ich etwas zu sagen h√§tte, w√ľrde man alle Politiker...¬ď Er winkte mit der rechten Hand resigniert ab. ¬ĄSehen Sie sich nur die Arbeiter an! Die stehen alle wie Denkm√§ler herum.¬ď
Brummend ging er unter einem Bretterverschlag durch, und ich folgte grinsend.
Wir betraten den Dom. Ich hatte ihn schon einmal vor einigen Jahren besichtigt und fand ihn sehr eindrucksvoll. Vor einer Stiege im linken vorderen Seitenschiff des Doms blieben wir stehen. Auf einer Tafel stand: N√§chste F√ľhrung zehn Uhr. Eintritt f√ľr Erwachsene acht Schilling.

Im Zaubermond DH-Buch Nr. 3 steht auf Seite 204 folgendes:
Das Fr√ľhst√ľck verlief ziemlich schweigsam. Ich trank zwei Tassen Kaffee, w√§hrend Helnwein ausgiebig a√ü.
Kurz nach neun Uhr fuhren wir los. Helnwein sa√ü hinter dem Steuer seines klapprigen Volkswagens. Er war ein √ľberraschend sicherer Fahrer, der sich nicht immer an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt. Auf dem Parkplatz vor der Oper stellten wir den Wagen ab. Wir stiegen aus und gingen die K√§rntnerstra√üe entlang, die direkt zum Stephansplatz f√ľhrt. Wir sprachen nicht viel miteinander. Gelegentlich blickte ich in eine Auslage und beobachtete die Passanten. Einige Minuten vor zehn Uhr erreichten wir den Stephansplatz. Eine Baugrube nahm eine Seite des Platzes ein.
Wir betraten den Dom. Ich hatte ihn schon einmal vor einigen Jahren besichtigt und fand ihn sehr eindrucksvoll. Vor einer Stiege im linken vorderen Seitenschiff des Doms blieben wir stehen. Auf einer Tafel stand: N√§chste F√ľhrung zehn Uhr. Eintritt f√ľr Erwachsene acht Schilling.



Ich habe das DK-Heft Nr. 12 und das DH-Buch Nr. 3 nicht weiter durchgelesen, aber ich nehme man an, daß noch weitere Textzeilen in Bezug auf den U-Bahn geändert worden sind.

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
98727
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8758

06.12.2017 18:39
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Der Folterknecht

von Ernst Vlcek




Das erste Vergangenheitsabenteuer des Dämonenkillers macht vieles richtig. Grob sogar alles, finde ich. Ein paar Dinge sind aber nicht richtig rund.

Der Baron h√§lt sich f√ľr unglaublich schlau und das w√ľrde auch sehr gut passen. Bei genauerer Betrachtung verh√§lt er sich aber ziemlich dilettantisch. Den Teufel √ľbers Ohr hauen, ihn sogar offen provozieren und √§rgern. Jeder wirklich weise Mensch w√ľrde das gar nicht erst versuchen. Nicolas de Conde macht es dennoch. Und w√ľnscht sich ganz allgemein Unsterblichkeit, ohne diese n√§her zu definieren. Dumme Idee, daraus kann und wird Asmodi ihm einen Strick drehen. Als Unterw√ľrfigkeitsbeweis verlangt er noch die Familie des Barons als Opfer. Nicolas l√§sst sie daraufhin mit der Kutsche fortbringen und denkt ernsthaft, die paar Kilometer w√ľrden einen Unterschied machen. Asmodi ist ein D√§mon, seine Einlussreichweite erstreckt sich locker √ľber den gesamten Kontinent.

Also ist der Baron am Arsch. Die Kutsche verungl√ľckt, Frau und Kinder von W√∂lfen zerrissen und das mit der Unsterblichkeit wurde nicht gerade zu seinen Gunsten ausgelegt. Dabei h√§tte es ihn schlimmer treffen k√∂nnen. Ewige Qualen im H√∂llenfeuer, mit einer unsterblichen Seele. Auch bei der Familie w√§re mehr m√∂glich gewesen als ein simpler Tod. Das Tagebuch will Dorians urspr√ľngliche Existenz als schlauen Mann darstellen. Das ist er aber nicht. Nicolas de Conde mag ein dufter Typ sein, irgendwo ist er aber auch ein arroganter Trottel, der seine Strafe verdient hat.

Verst√§ndlicher Weise ist der Baron ziemlich angepisst und will es allen D√§monen heimzahlen. Die Ereignisse in Konstanz sind wunderbar geschrieben. Ordentlich recherchiert und spannend. An zwei wichtigen Punkten habe ich f√ľr mich einfach festgelegt, dass das Tagebuch √ľbertreibt. Nicolas wei√ü mehr als die Inquisition. Belehrt die Hexenj√§ger √ľber D√§monen und gibt ihnen wichtige Tipps. Sollte es nicht anders herum sein? Dorian/Nicolas mag die Hauptperson der Serie sein, aber er ist kein Superheld. Nur ein normaler Mensch. Er hat ein paar B√ľcher √ľber D√§monen gelesen, doch der Vatikan hat sicher eine Geheimbibliothek oder sowas, mit Werken, an die Nicolas zu Lebzeiten nicht rankommen w√ľrde. Und sie hat als alte Institution garantiert mehr praktische Erfahrung, die sie an die n√§chsten Hexenj√§ger-Generationen weitergeben kann.

Beim Bezug auf den Hexenhammer sind mir die Mittel gegen D√§monen sehr klischeehaft. Vampire die sich in Flederm√§use verwandeln k√∂nnen und beim Tod zu Asche zerfallen. Ja, so hat man sich das damals zur Hexenverfolgung vorgestellt. Knoblauch, Bekreuzigen gegen den b√∂sen Blick, und so weiter. JS ist auch sehr klassisch und selbst da lachen die D√§monen √ľber solche Mittel. Sogar Silberkreuze sind wirkungslos, wenn sie nicht von einem Priester geweiht wurden. Ein elementarer Handlungsknoten ist zudem, dass man D√§monen sofort vernichten kann, wenn man ein von ihnen angefertigtes Bildnis zerst√∂rt. Solche Ideen sind ganz interessant. Aber ich k√∂nnte jetzt den Rest der B√ľcher auf diese Gesetzm√§√üigkeit achten und mir denken ¬Ąden D√§mon h√§tte man aber auch einfacher t√∂ten k√∂nnen, indem man ein Bild von ihm macht oder findet.¬ď Deshalb vergesse ich das ganz schnell wieder. Das mag zum DH von Ernst Vlcek geh√∂ren, zu meinem geh√∂rt es nicht. Hoffentlich erledigt sich das schnell, dass Dorian nun ein Kupferstich-Druckmittel gegen Olivaro hat. Der spielt n√§mlich √ľberraschend auch mit. In der Vergangenheit und in der Zukunft. Seine Motive werden logisch erkl√§rt. Aber so ganz glaube ich ihm nicht. Vielleicht will er Asmodi st√ľrzen. Vielleicht hilft er Dorian wirklich. Doch ob es wirklich gute D√§monen gibt? Irgendwann wird er ihm in den R√ľcken fallen.

Was gibt es zur Vergangenheitshandlung noch zu schreiben? Ah, ja. Equinus! Das alte Thema. Von den D√§monen versto√üen und zum Freak gemacht. Weder wahnsinnig geworden noch exotisch verwandelt. Der Stallbursche ist einfach nur ein Kr√ľppel. K√∂rperlich behindert, geistig aber noch sehr fit. Sollte seine Aura des Irrsinns nicht den D√§monen schaden? Er hat keine, er ist ja nicht irrinnig. Sollte er aber als Freak sein, dachte ich. Das Thema habe ich schon mehrmals in den vorangegangenen Geschichten angesprochen, ich muss mich nicht noch ausf√ľhrlicher wiederholen, denke ich.

Dies alles sind eher Hintergr√ľnde der Handlung. Die Darstellung des Barons. Die Darstellung der Mittel gegen Hexen und Monster. Die Darstellung des Freaks. Ansonsten kann ich auch hier wieder sagen, f√ľr die 70er erstaunlich gut geschrieben.



Ebenso die Gegenwarts-Szenen. Da geht es f√ľr Dorian etwas ruhiger zu. Philip und Olivaro versuchen nur, ihn davon abzuhalten, das Tagebuch zu lesen. Was jemanden wie den D√§monenkiller nat√ľrlich noch mehr dazu animiert. Obwohl ich seine ruppige Art mag ging er mir hier einige male doch zu hart mit dem Wunderkind um. Geistig behinderte derb anzupacken und anzufauchen muss nun echt nicht sein. Soweit sollte Dorian sich im Griff haben. Hoffentlich gleitet er nicht weiter in die Arschloch-Richtung ab. Von mir aus kann er so mit der alten Pickford umgehen, aber Philip kann nun wirklich nichts f√ľr sein Handeln.

Hier finde ich es sogar gut, dass er sich wie ein Arsch benimmt. Miss Pickford ist eigentlich ganz in Ordnung und es ist unangemessen. Aber es sind zwei erwachsene Menschen und die Haushälterin weiß sich durchzusetzen. Diese Nuss wird Dorian nicht so einfach knacken. Das kann noch lustig werden, hoffentlich verzweifelt der Dämonenkiller an ihr. Macht er ja jetzt schon teilweise genervt. Weiter so, Martha!

Ob D√§monen oder Menschen. Die Charaktere sind bis jetzt erstklassig. Ich mag sie und lese l√§ngere Dialoge gern, weil es Dynamik gibt. Das fehlt anderen Serien v√∂llig, wo sich alle vertragen und einig sind. Ja, DH hat gleich mehrere Faktoren, warum ich trotz √ľblicher Kritik weiterhin begeistert bin. Figuren, Schreibstil, Handlungsablauf, Ideen, die M√∂glichkeiten von Vergangenheitsabenteuern. Von sowas bin ich sowieso Fan.


Aber f√ľr die Topnote reicht es hier wieder nicht. groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff (gute 8 von 10 Schnauzern)
Wenigstens ist mein Tagesbadarf an ¬ĄAbers¬ď und ¬ĄAuchs¬ď f√ľr heute wieder gedeckt. groŖes Grinsen




PS. Ich weiß es eigentlich nur von CZ, das kann von der Hauptserie abweichen. Aber sollte das in der Vergangenheit nicht Asmodi I gewesen sein und Dorian hat es mit Asmodi II zu tun? Zwei völlig verschiedene Figuren? In CZ wurde ja mal angedeutet, wann die Regierungszeit von Asmodi I war und wann nicht mehr.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99534
Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5306

06.12.2017 19:23
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

@Das Gleichgewicht

Nat√ľrlich ist es jedem belassen, wie er an den D√§monenkiller herangeht, aber man muss der Serie ebenso nat√ľrlich zugestehen, dass sie ihre eigenen Standards und Grunds√§tze definiert, die auch f√ľr den Leser gelten sollten. Serien, die sich beim Leser anbiedern und dabei ihren eigenen Charakter aufgeben, gibt es zur Gen√ľge. Warum sollte Nicolas de Conde nicht √ľber andere Quellen/B√ľcher verf√ľgt haben, die nur im Roman nicht erw√§hnt wurden (also quasi off-scene)? Warum sollte es nicht so sein, dass Vampire sich in Flederm√§use verwandeln k√∂nnen (wahlweise Nebel oder W√∂lfe)? Der D√§monenkiller gef√§llt mir unter anderem deshalb so gut, weil die D√§monen eben nicht den √ľblichen Klischees entsprechen: Vampire sind nicht die handels√ľblichen Beissmaschinen, Werw√∂lfe nicht die Zerfleischer vom Dienst und Ghouls schleimen nicht einfach in der Gegend herum.

Warum sollte Dorian Hunter immer und unter jeder noch so extremen Situation der beherrschte Gutmensch sein? Ich mag die Darstellung von Hunter genauso, wie er in der Serie dargestellt wurde, und ja, er wird sich noch √∂fter wie ein Arschloch auff√ľhren - und das ist auch gut so.

Dass man im 15. Jahrhundert eine ganz andere Sichtweise besessen hat, ist nur nat√ľrlich. Da dachte so mancher, dem Teufel ein Schnippchen schlagen zu k√∂nnen - nur um dann festzustellen, dass der Teufel immer zuletzt lacht. Das gibt es aber auch heute noch.

Der Einfall mit den bildlichen Darstellungen von D√§monen, die dadurch angreifbar werden, ist wohl ebenso unsinnig oder genial wie die Tatsache, dass es ungez√§hlten Horden von D√§monen und der entfesselten H√∂lle in √ľber vierzig Jahren nicht gelungen ist, Gegener wie John Sinclair, Tony Ballard oder Bj√∂rn Hellmark zu t√∂ten. Und dass eine Serie ihr eigenes Gepr√§ge besitzt, kann nur von Vorteil sein, sonst w√ľrde es ja reichen, nur eine Serie zu lesen.

Noch einmal: Philip Hayward ist nicht geisteskrank oder psychisch gest√∂rt im medizinischen Sinne. Er ist ein Wesen, das als vielschichtiges Mysterium mit vielen Facetten darstellt wird - und das mitunter auch recht schlitzohrig agieren kann. groŖes Grinsen

Du solltest nicht allzu traurig sein, weil Du Deine "Abers" und "Auchs" verbraucht hast - ich besitze keine "Nat√ľrlichs" mehr.

Dein Postskriptum liest sich interessant.

__________________
Es d√§mmerte, ein Windsto√ü fuhr durch das welke Laub unter den B√§umen, da√ü es raschelte. Dr√ľben auf dem neuen Friedhof wurden die roten Lichter sichtbar, die die Leute an Allerseelen auf die Gr√§ber gestellt hatten und die immer noch brannten.

Fanny Morweiser: Laura

                                    Olivaro ist offline Email an Olivaro senden Beiträge von Olivaro suchen Nehmen Sie Olivaro in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99536
woodstock woodstock ist männlich
Administrator




Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 11658

06.12.2017 19:36
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Da gebe ich meinen Senf auch mal zu. Keine Angst wird auch nur ganz kurz sein.

Ich gebe Olivaro aber so etwas von Recht. Gerade weil alles etwas anders ist und DH ab und an ein echtes Arschloch ist, war es ein großer Spaß diese Serie zu lesen.

__________________
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch√ľler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr√§gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage

                                    woodstock ist offline Email an woodstock senden Beiträge von woodstock suchen Nehmen Sie woodstock in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99538
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8758

07.12.2017 10:25
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Bei gewissen Sachen kommt ihr mit Argumenten einfach nicht zu mir durch. Ich finden den Einfall mit dem Kupferdurck interessant. Er dient nicht nur als Druckmittel gegen Olivaro, sondern auch als Br√ľcke in die Gegenwart und Hinweis f√ľr Dorian. Als Waffe gegen die Schwarze Familie aber zu m√§chtig.



Was Dorians Verhalten angeht, denke ich, dass wir gar nicht mal so unterschiedliche Ansichten haben. Ich zitiere mich aus dem zweiten Zaubermondbuch.

"Dorian finde ich erstklassig, fast schon sympathisch. "

Und dann woodys Meinung zu einen diesem Folterknechtroman.

" Noch besser aber nun die Aussicht das er mit diesem Wissen vielleicht nun endlich etwas netter wird. "



Klingt f√ľr mich so, das wir ihn an dieser Stelle der Serie beide m√∂gen, aber er ruhig einen Gang zur√ľck fahren kann. Augenzwinkern

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99547
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

07.12.2017 10:25
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Der Dämonenkiller-Roman Nr. 10 "Der Folterknecht" war der erste Roman mit Vergangenheitssepisoden aus dem ersten Leben des Dämonenkillers und damit begann der Erfolgsgeschichte. So etwas hatten die anderen Gruselhelden nicht vorzuweisen.

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99548
Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5306

07.12.2017 15:05
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ich finden den Einfall mit dem Kupferdurck interessant. Er dient nicht nur als Druckmittel gegen Olivaro, sondern auch als Br√ľcke in die Gegenwart und Hinweis f√ľr Dorian. Als Waffe gegen die Schwarze Familie aber zu m√§chtig.

In diesem Fall also ein "Kupferdruckmittel". groŖes Grinsen

__________________
Es d√§mmerte, ein Windsto√ü fuhr durch das welke Laub unter den B√§umen, da√ü es raschelte. Dr√ľben auf dem neuen Friedhof wurden die roten Lichter sichtbar, die die Leute an Allerseelen auf die Gr√§ber gestellt hatten und die immer noch brannten.

Fanny Morweiser: Laura

                                    Olivaro ist offline Email an Olivaro senden Beiträge von Olivaro suchen Nehmen Sie Olivaro in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99552
Estrangain Estrangain ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 22.05.2013
Beiträge: 1817

07.12.2017 15:12
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Wenigstens hat man nirgends abgekupfert....

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und-Kunstecke-1242141035869037/

                                    Estrangain ist offline Email an Estrangain senden Homepage von Estrangain Beiträge von Estrangain suchen Nehmen Sie Estrangain in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99553
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

08.12.2017 08:47
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Bis du da sicher?

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99565
Estrangain Estrangain ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 22.05.2013
Beiträge: 1817

08.12.2017 09:16
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Sicher.
Nein, im Ernst. Es war nur ein Kalauer Augenzwinkern

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und-Kunstecke-1242141035869037/

                                    Estrangain ist offline Email an Estrangain senden Homepage von Estrangain Beiträge von Estrangain suchen Nehmen Sie Estrangain in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99566
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

08.12.2017 14:15
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

@Gleichgewicht: Auf deine Frage zu Asmodi I. und Asmodi II.:
Ich weiß es eigentlich nur von CZ, das kann von der Hauptserie abweichen. Aber sollte das in der Vergangenheit nicht Asmodi I gewesen sein und Dorian hat es mit Asmodi II zu tun? Zwei völlig verschiedene Figuren? In CZ wurde ja mal angedeutet, wann die Regierungszeit von Asmodi I war und wann nicht mehr.

Hier mal die Eintr√§ge √ľber die beiden Asmodi in meinen D√§monenkiller-Lexikon:

Aber Vorsicht beim Lesen. Ich verrate etwas von den folgenden Romanenhandlungen.





Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Talis am 08.12.2017 15:21.

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99569
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8758

11.12.2017 18:54
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Danke f√ľr die Erkl√§rungen, abr auf Spoiler klicke ich lieber nicht. Augenzwinkern


Die Todesengel

von Ernst Vlcek



Diese Geschichte konnte bei mir ebenso wenig punkten, wie der Internats-Roman. Die Zust√§nde in der Anstalt sind totaler Bl√∂dsinn und Ernst Vlcek h√§tte sich mal entscheiden sollen, was die Institution darstellen soll. Eine knallharte geschlossene Irrenanstalt f√ľr echte Straft√§ter, eine offene Klinik f√ľr Leute mit Psychosen oder ein Sanatorium zur Erholung. Da hocken von Vergewaltigern √ľber Suchtkranke bis hin zu bipolar Gest√∂rten beim Kaffeekr√§nzchen alle auf einen Haufen. Warum die Schwestern und der Chefarzt so seltsam sind wird am Ende immerhin noch glaubhaft aufgel√∂st. So kann man sich vielleicht auch die irrsinnigen Details erkl√§ren. Zum Beispiel gibt es kein striktes Alkoholverbot in der Klinik, der feine Stoff geh√∂rt sogar zum Therapieprogramm und wird von den Schwestern zug√§nglich stehen gelassen. Man muss doch nicht selbst in einer Anstalt gewesen sein, um sich ein halbwegs glaubw√ľrdiges Bild zu machen. Andererseits ist man in den 70ern noch nicht so offen mit dem Thema umgegangen und hat lieber irgendwelchen Mist zusammen geschrieben, statt sich mit dem Tabuthema zu besch√§ftigen. Jedenfalls gibt es wie bei den Lehrern im D√§monen-Internat auch hier eine bunte Ansammlung an verschiedenen Figuren, von denen jede eine eigene Geschichte hat. Das h√§tte bei einer realistischeren Umgebung sicher etwas werden k√∂nnen.


Bei der Inquisitionsabteilung gibt es akuten √Ąrger. Dorian hat zwar die Basis mit D√§monenbannern abgesichert, nicht aber seine Mitarbeiter. Hat er aus dem Fall in Hongkong echt nichts gelernt? So wird einer √ľbernommen und sprengt fast die Villa in die Luft. Auch weitere d√§monische Sticheleien nerven die Agenten. Da schl√§gt Coco vor, dass Dorian sich erstmal zur√ľck ziehen soll. In eine Nervenheilanstalt, weil die Aura der Insassen D√§monen abwehrt. Sie ist davon √ľberzeugt, dass Asmodi nur hinter Dorian her ist. Wenn der nicht mehr zu greifen ist wird er auch von seinen Freunden und Kollegen ablassen. Machen B√∂sewichte nicht eher das Gegenteil? Wenn sie den Helden nicht pers√∂nlich zu fassen bekommen, locken sie ihn √ľber seine Freunde? Beziehungsweise t√∂ten sein Umfeld aus Prinzip, um ihn leiden zu lassen? Dass diese Sache tats√§chlich wie geplant funktioniert ist absolut l√§cherlich. Oder Asmodi ist bei DH genau so ein Versager wie bei CZ.

Dabei sind die meisten Patienten der Anstalt sowieso nicht irre, sondern nur ein wenig seelisch angeschlagen. Der n√§chste unglaubw√ľrdige Hammer kommt direkt danach. Dorians Chef trickst ihn aus. Statt Bescheid zu sagen, dass Dorian kein gew√∂hnlicher Patient ist l√§sst er ihn als Geisteskranken mit D√§monen-Wahnvorstellungen auflaufen. Toll. Wieso genau ist das n√∂tig? Ich als Dorian w√ľrde nach der ganzen Sache dort aber kr√§ftig auf den Tisch hauen. Wie soll so eine Vertrauensbasis entstehen?

In der Anstalt wird Dorian dann auf die Ereignisse um die Todesengel aufmerksam. Es entwickelt sich alles pr√§chtig. Zwei von der Schwarzen Familie versto√üenen, aber nicht zum Freaks gemachten, Schwestern stecken dahinter. Sie besitzen rein zuf√§llig belastendes Material gegen Asmodi, dem Dorian habhaft werden kann. Ob es wirklich n√ľtzlich ist muss sich noch zeigen, aber ein paar kleine Informationen werden garantiert dabei sein. Genau das habe ich k√ľrzlich bei JS kritisiert und ironischer Weise gesagt, dass mir wegen sowas erwachsene Serien wie DH besser gefallen. Aus etwas Schlechtem wird im Endeffekt etwas gutes. H√§tte Asmodi nicht die Villa attackiert, h√§tte Dorian sich nicht in dem Moment in ausgerechnet diese Anstalt zur√ľck gezogen und h√§tte die Dokumente nicht bekommen.

Als w√§ren das nicht genug Negativpunkte fehlt mir das √úbersinnliche. Die D√§monenschwestern haben als Versto√üene kaum noch Magie, der Todesengel ist eine l√§ppische Kost√ľmierung. Der Anstaltsleister steht unter ihrem Einfluss und hat ganz klischeehaft seine eigene Macke, aber mehr ist da nicht. Fast schon ein Krimi und das mag ich bei Gruselserien eher weniger.


groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Schnauzern)

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99699
Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5306

11.12.2017 20:12
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

@Das Gleichgewicht

Da muss ich die Beatles zitieren, aber es passt recht gut: It's getting better all the time. Augenzwinkern

Und verkneife mir, dass diese erstmals hier

http://www.gruselroman-forum.de/thread.php?threadid=6373&sid=

begonnene Thematik tats√§chlich erst √ľber drei√üig Jahre sp√§ter (in Echtzeit!) zu einem Abschluss gef√ľhrt wurde. groŖes Grinsen

__________________
Es d√§mmerte, ein Windsto√ü fuhr durch das welke Laub unter den B√§umen, da√ü es raschelte. Dr√ľben auf dem neuen Friedhof wurden die roten Lichter sichtbar, die die Leute an Allerseelen auf die Gr√§ber gestellt hatten und die immer noch brannten.

Fanny Morweiser: Laura

                                    Olivaro ist offline Email an Olivaro senden Beiträge von Olivaro suchen Nehmen Sie Olivaro in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99702
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8758

14.12.2017 18:49
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Das Mädchen in der Pestgrube

von Neal Davenport



Wenn man die Kritikpunkte betrachtet ist diese Geschichte erst einmal eine Fortsetzung des letzten Falles.

Da hat Dorians Chef ihn unn√∂tig verarscht und als Patienten in die Anstalt gebracht. Nun haben wir es anders herum, Dorian reist nach Wien. Ohne seinem Chef oder Coco Bescheid zu sagen. Einem D√§mon, dem er nicht voll vertrauen kann und sollte, sagt er als einzigen Bescheid. Diese Inquisitionsabteilung wird so niemals richtig funktionieren. Und wenn Dorian pl√∂tzlich einfach weg ist, wird man sich nicht Sorgen machen und alles tun, um ihn zu suchen? Er k√∂nnte auch von der Gegenseite entf√ľhrt worden sein.

Die Zufallskette setzt sich ebenso fort. In der Anstalt, in der Dorian sich vor Asmodi versteckt hielt, waren zuf√§llig auch die Hexenschwestern. Die zuf√§llig belastende Dokumente gegen Asmodi besitzen, die Dorian nun hat. Also ab nach Wien, den Hinweisen folgen. Exakt jetzt ist dort zuf√§llig das titelgebende Pestgruben-M√§dchen aktiv geworden. Zuf√§llig wird es von Dorians altem Freund Helnwein aufgegriffen, der es bei sich wohnen l√§sst, obwohl es polizeilich wegen Mordverdachts gesucht wird. Dorian will in Wien nat√ľrlich bei Helnwein unterkommen, der einzige freundliche Kontakt, den er dort hat. Das ist nun der zweite Fall in Folge, in den Dorian extrem zuf√§llig hineingezogen wird. Und weil ich das Wort nicht oft genug verwenden kann, wisst ihr was noch Zufall ist? Ausgerechnet dieses Pestm√§dchen hat Dorian in einer fr√ľheren Existenz gekannt. Daf√ľr also direkt eine R√ľge. Das gef√§llt mir √ľberhaupt nicht. Dass dieses Pestm√§dchen zuf√§llig eine Br√ľcke zu einer weiteren Vergangenheit des D√§monenkillers schl√§gt kann ich hinnehmen. Ein paar Zuf√§lle gehen, sie d√ľrfen nur nicht √úberhand nehmen. Daher h√§tte ich es besser gefunden wenn zwischen diesen Ereignissen einige andere F√§lle gewesen w√§ren. Und Dorian nicht in die Sache hineinstolpert, w√§hrend er eigentlich in Wien wegen einer ganz anderen Sache ist. Sondern daheim in London von Helnwein angerufen und hergebeten wird.

Die Zutaten an sich sind hervorragend. Das R√§tsel um das M√§dchen. Ein √ľberraschendes Wiedersehen mit Helnwein. Die Einbindung der Zamis-Familie. Und Dorian als Ferdinand Dunkel. H√§tte man besser zubereiten k√∂nnen.

Aber was hei√üt das jetzt im Fazit? Ich greife kurz vor. Das hei√üt, dass der Roman wegen diesen Dingen von mir keine Topnote bekommt. Die h√§tte er sich sonst verdient, denn als der Handlungsaufbau fertig ist und man sich in der zweiten H√§lfte auf die eigentlichen Enth√ľllungen konzentriert, ist er genial. Wir bekommen eine Erkl√§rung, warum die Hexenschwestern bei Asmodi II verschissen haben. Dazu die Geschichte, wie Asmodi I gest√ľrzt wurde. Dann wiederum die Bem√ľhungen der Zamisfamilie, Asmodi II zu st√ľrzten. Am Ende wird mit alten Themen abgerechnet. Und auch Olivaro darf mitmischen. Auf welcher Seite steht er nun wirklich? Wem spielt er seine Loyalit√§t vor? Asmodi oder Dorian? So viel passiert hier. Zu fr√ľh? Vielleicht. Zu viel in einem Heft? Zum Gl√ľck nicht. Ab der Szene, wo Dorian durch den Geheimgang in die Pestgrube steigt, habe ich an der Geschichte so gar nichts mehr auszusetzen. Zwischendurch einige Zweifel, aber das wurde am Ende alles befriedigend aufgekl√§rt. Und ich setze schon meine harten Ma√üst√§be bei DH an, das hat sich die Serie ¬Ąverdient¬ď.

Als reiner Leser bin ich mit diesem Abenteuer wunschlos gl√ľcklich. Es hat mich √ľberrascht, geschockt, begeistert. Richtig mitfiebern lassen. Nicht zu vergessen, ich trauere gewissen Figuren nach, weil ich von ihnen gern mehr gelesen h√§tte. F√ľr die Rezension muss ich aber einen Punkt abziehen, also groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff (9 von 10 Schnauzern)


PS. Ferdinand Dunkel m√ľsste damals auch noch D√§monenj√§ger geworden sein und von seinen fr√ľheren Leben erfahren haben, oder? Das sagt Olivaro ja. In jedem fr√ľheren Leben hat Dorian wegen seinen Erinnerungen irgendwann angefangen, Asmodi und die Schwarze Familie zu jagen und ist jedes mal gescheitert.


Und es ist lobenswert, dass die Vernichtung von Asmodi I damals und die Informationen aus der CZ-Serie zusammenpassen. Ich habe extra nochmal nachgeschaut, die Jahreszahlen widersprechen sich da nicht.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99799
Estrangain Estrangain ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 22.05.2013
Beiträge: 1817

14.12.2017 19:06
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Der Ferdinand wird in der "Klassischen" Serie nicht mehr auftauchen.

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und-Kunstecke-1242141035869037/

                                    Estrangain ist offline Email an Estrangain senden Homepage von Estrangain Beiträge von Estrangain suchen Nehmen Sie Estrangain in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99802
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

15.12.2017 15:01
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Estrangain
Der Ferdinand wird in der "Klassischen" Serie nicht mehr auftauchen.


Und das lag daran, da√ü in der Erstauflage ab Band 150 erst das 6. Leben des D√§monenkillers Matthias Troger von Mummelsee geschilldert werden sollte, und Ferdinand Dunkel war das 8. Leben und w√§re vermutlich ab ca. Band 200 dran gekommen, denn erst h√§tten noch die Erlebnisse des 7. Leben geschildert werden m√ľssen.

Wie bekannt, wurde ja die Erstauflage mit Band 143 eingestellt.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Talis am 15.12.2017 15:02.

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99815
Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 5306

15.12.2017 15:14
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Nicht zu vergessen, ich trauere gewissen Figuren nach, weil ich von ihnen gern mehr gelesen hätte.


Ja, das war damals eine fatale Entscheidung, die die Expokraten im Nachhinein sicher sehr bedauert haben - und viele Leser auch. Georg Zamis sollte einer meiner liebsten Charaktere werden, was sich erst sp√§ter in den DK-Taschenb√ľchern und den Zaubermond-B√§nden herausstellen sollte.

__________________
Es d√§mmerte, ein Windsto√ü fuhr durch das welke Laub unter den B√§umen, da√ü es raschelte. Dr√ľben auf dem neuen Friedhof wurden die roten Lichter sichtbar, die die Leute an Allerseelen auf die Gr√§ber gestellt hatten und die immer noch brannten.

Fanny Morweiser: Laura

                                    Olivaro ist offline Email an Olivaro senden Beiträge von Olivaro suchen Nehmen Sie Olivaro in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99816
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2216

15.12.2017 19:02
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Georg Zamis ist neben Coco auch mein Lieblingszamis. Mir hat deshalb auch das D√§monenkiller-Taschenbuch Nr. 58 ¬ĄCocos unheimliche Verwandlung¬ď weil hier Georg und Adalmar Zamis hier die wichtigsten Part haben.

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99824
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8758

15.12.2017 22:35
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Die weiße Wölfin

von Neal Davenport



Zur√ľck in London richtet sich Dorian auf eine Standpauke und Aussprache von Coco und seinem Chef ein. Doch dazu kommt es nicht. Schon wieder wird er von der Schwarzen Familie manipuliert. Im letzten Abenteuer trug er noch ein Schutzamulett gegen sowas, das ist wohl nicht stark genug. Dorian muss hier unbedingt etwas unternehmen, das passiert ihm deutlich zu oft.

In einer Villa soll er Zivilisten ermordet haben. Darunter ein bekannter S√§nger ¬Ė erst Pops√§nger und dann Schlagers√§nger, das sind so kleine Fehlerchen ¬Ė und eine bekannte Schauspielerin. Die Sache ist also ernst. Und es stellt sich f√ľr den Obersten Inquisitor Sullivan die Frage: Hat Dorian die Morde wirklich begangen und wenn ja wurde er wirklich fremdbestimmt?

Nach all den Geschehnissen in den letzten Wochen sind die beiden nicht eben gute Kumpels. Wie steht es so sch√∂n im Text, ¬Ądamit hatte er mich fallen gelassen¬ď. Denn Sullivan schaltet ganz nach Dienstweg die Beh√∂rden ein und das wird nicht gut f√ľr den D√§monenkiller ausgehen. Auf der einen Seite ist das konsequent und logisch. Auf der anderen Seite h√§tte ich schon gern, dass diese innere Destruktion der Inquisitionsabteilung endlich aufh√∂rt.

Es wiederholt sich also zu oft, dass Dorian von Dämonen manipuliert wird. Bei einer anderen Sache ist das genau so. Später ist Dorian erneut auf der Flucht vor den Behörden, als polizeilich gesuchter Mörder, und muss sich verstecken, während er parallel die Wahrheit aufdeckt und sich entlastet. Jetzt reicht es aber wirklich! Von diesem Handlungsablauf will ich sehr lange nichts mehr sehen.

Dorian nimmt Chapman als bereitwillige Gei√üel, doch attackiert ihn sp√§ter betrunken oder manipuliert. Der Puppenmann haut ab, ein Freund weniger auf seiner Seite. Bleibt noch Coco, mit der er sich in einem Park treffen will. Dort entdeckt Coco jedoch einen Scheiterhaufen, vermutet dass er von Dorian errichtet wurde, und sucht ebenfalls das Weite. Ein Anruf bei Timothy Morton in New York folgt als n√§chstes. Der FBI Agent macht ihm eine Unterkunft bei einigen Freaks in London klar. Endlich mal gute Freaks, wie ich sie sehe. Mit verschiedenfarbigen Augen √ľberall am K√∂rper oder Tentakelarmen. Hier wird dann Dorians Optik ver√§ndert, damit er unerkannt bleibt. Ziemlich genau in der Mitte des Textes wird es ernst. Wie gesagt, die √ľbliche Handlungsabfolge. Erst reine Flucht, in der zweiten H√§lfte kann er sich darum k√ľmmern, was wirklich dahinter steckt. Er muss nicht lange suchen. Die Mord-Villa geh√∂rt einer gewissen Jennifer Jennings, die offenbar eine Werw√∂lfin ist. Der D√§monenkiller will gerade aufbrechen, als ein anderer Werwolf das Versteck st√ľrmt. Es ist einer seiner Br√ľder, J√∂rg Eklund. Wie sch√∂n, da kann man nebenbei gleich noch etwas von der Liste streichen.

Und was jetzt? Die Freaks erz√§hlen Dorian, dass eine Wolfsblume eine starke Waffe w√§re. Aber weder besitzen sie eine noch haben sie irgendeine Ahnung, wo man so ein Gew√§chs jetzt auftreiben k√∂nnte. Da Dorian eh keine Wahl hat macht er sich trotzdem auf den Weg zu Jennifer. Moment, die Autoren haben f√ľr solche verzwickten F√§lle doch ihre Wunderwaffe. Auf dem Weg kreuzt Phillip auf. Er hat Miss Pickford hypnotisiert, damit sie ihn f√§hrt. Und auf seiner Brust w√§chst eine Wolfsblume, Heureka. Angekommen bei der Werw√∂lfin lauern echte W√∂lfe im Garten. Gef√§hrlich! Aber es ist ja unser Lieblingsorakel dabei, der mit Dorian einfach so durch den Garten spaziert. Die W√∂lfchen halten Abstand zu Phillip. Man erreicht problemlos das Geb√§ude, wo einiges klar wird. Hier findet gerade heute, gerade jetzt eine Hochzeit von Jennifer und J√∂rg statt. Zum Gl√ľck sind die beiden zerstritten, so k√∂nnen sie einzeln nacheinander ausgeschaltet werden. Dorian erledigt seinen Bruder, Jennifer f√§llt Phillips Wolfsblume zum Opfer.

Womit Dorian entlastet ist. Er hat jetzt aber wirklich die Schnauze voll und setzt sich direkt ab. Somit l√∂st er sich von seinem Arbeitgeber und wird Einzelk√§mpfer. Nach Z√ľrich geht es. Erst wenn Asmodi erledigt ist will er sich Gedanken machen, wie es mit ihm und Sullivan weiter geht.



Das war jetzt wieder eine ziemlich Inhaltsangabe, weil ich einige Gedanken habe, die mich st√∂ren. Dinge, die ich unbedingt ge√§ndert sehen will, oder gar nicht mehr. F√ľr sich ist die Geschichte spannend und gut erz√§hlt. Aber

- Dorian wurde mir jetzt zu oft in zu kurzer Zeit von der Gegenseite magisch manipuliert beziehungsweise hypnotisiert. Wäre schön, wenn er sich endlich ein stärkeres Amulett zulegt oder die Autoren sowas erstmal nicht mehr schreiben.

- Zum dritten mal in Folge schlittert Dorian unfreiwillig in einen Fall der Woche, obwohl er eigentlich etwas ganz anderes vor hat. Eigentlich zum vierten mal, dass Dorian auf seine Vergangenheit aufmerksam wird, war auch Zufall. Ich h√§tte momentan gern mehr gezielte ¬ĄIch jage diesen D√§mon¬ď-Romane.

- Und mit ¬ĄDorian wird f√§lschlicher Weise f√ľr einen M√∂rder gehalten und von der Polizei gesucht. Er ist auf der Flucht, darf nicht gefasst werden. Und muss seine Unschuld beweisen¬ď muss unbedingt f√ľr die n√§chste Zeit Schluss sein! Ganz ehrlich, ich konnte es schon hier nicht mehr sehen.


Das schl√§gt sich auf die Bewertung nieder. Die Entwicklung der Spezialabteilung finde ich bescheiden, aber sie ist von den Autoren glaubw√ľrdig konstruiert. Erst ist Sullivan ein Arsch, dann ist Dorian ein Arsch und jetzt vertrauen sie sich gegenseitig nicht mehr. Vielleicht etwas √ľbertrieben. groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen groŖes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (5 von 10 Schnauzern)




PS. Vielleicht h√∂re ich mal in die H√∂rspiele rein. Nach dem was Talis immer schreibt und was die Inhaltsteaser bei Zaubermond versprechen, wurden einige meiner Kritikpunkte von Band 1 an dort ver√§ndert. F√ľr Heftpuristen nat√ľrlich nicht sch√∂n, mich w√ľrde es interessieren.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
99833
Seiten (2): [1] 2 nächste »
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Powered by Burning Board Lite © 2001-2004 WoltLab GmbH
Design based on Red After Dark © by K. Kleinert 2007
Add-ons and WEB2-Style by M. Sachse 2008-2018