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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DämonenKiller » Zaubermond-Verlag » Coco Zamis/Das Haus Zamis » Band 10: Der Dämonenbastard
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Habibi Habibi ist weiblich
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Dabei seit: 01.10.2008
Beiträge: 5392

18.10.2012 12:55
Band 10: Der Dämonenbastard
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Das Abenteuer um die Fluchtafel hat es nach Meinung von Michael Zamis eindeutig gezeigt: Seine Tochter ist isoliert innerhalb der Schwarzen Familie und kaum in der Lage, sich gegen Bedrohungen wirkungsvoll zu schützen. Diesen Schutz kann ihr der französische Graf Guy de Guedelon bieten, der in der Schwarzen Familie einen hervorragenden Leumund besitzt. Gegen ihren Willen wird Coco mit Guy de Guedelon vermählt. Als sie vom Comte de Guedelon ein Kind erwartet, steigert sich das Grauen ins Unermessliche. Rings um Coco beginnen Menschen auf grausamste Weise zu sterben, und im selben Maß, wie in ihrem Leib der Dämonenbastard heranwächst, schwinden ihre Kräfte ...

Autoren: Ernst Vlcek, Uwe Voehl & Dario Vandis

Quelle: http://www.zaubermond.de


Mit der Umstellung der Reihe auf Taschenbuch-Format wurden auch die ehemals gebundenen Ausgaben mit einem neuen Titelbild von Mark Freier und einem neuen Serientitel versehen. Hier nun das aktuelle Erscheinungsbild:



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Beiträge: 8673

14.04.2016 19:42
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Schwarze Hochzeit



Es ist ein gar mittelalterlicher Deal. Coco Zamis soll an das Dämonengeschlecht de Guedelon verschachert werden und den Sohn eines Dämons austragen. Der ist nämlich kurz vor seinem Ende. Im Gegenzug ist ihre Familie die Gutmenschhexe los und es wird ein neues Bündnis geschmiedet.

Der Dämon wird ausgerechnet als das charakterisiert, was ich befüchtete. Ein alter kleiner notgeiler Opa und Franzosenlüstling. Schon vor der Hochzeit besucht er Coco regelmäßig und macht sich eklig an sie ran. Fliehen kann die junge Frau nicht, weil ihr Bruder einen Bannkreis um ihr Zimmer gelegt hat. Zur Hochzeit bekommt sie ein verzaubertes Brautkleid, das ihre Kräfte unterdrückt. Ihre Hilflosigkeit ist eine Sache, die durchgehend erklärt ist und Sinn ergibt.

Auf der Burg Liechtenstein nahe Wiens kommt es dann zur Hochzeit. Cocos Familie ist nicht mit dabei. Sie gehört von nun an nicht mehr ihrem Clan an, sondern ist eine de Guedelon. Man darf gespannt sein, wie es ihr später gelingen soll, sich wieder ihrer Familie anzuschließen. Die anschließende schwängernde Vergewaltigung von Coco wird ausführlich und nicht im Ansatz angemessen geschrieben. Am nächsten Morgen hat sie auch schon einen dicken Bauch und bald darauf verlässt der Dämonenfötus namens Achthon – klingt in meinen Ohren wie ein genuscheltes Achtung – selbstständig ihren Körper für Mordtouren und krabbelt unhöflich durch ihre Vagina wieder hinein. Coco muss hier einiges erdulden und kann sich nicht wehren.

Inzwischen macht sich eines von Cocos Männerspielzeugen Sorgen um sie. Zusammen mit den Freaks von Wien will man die Hexe befreien. Bei einem seiner Ausflüge bekommt Achthon Wind davon und die Gegenseite ist vorgewarnt. Der Sturm auf die Burg wird ein Desaster. Der Toyboy stirbt und die Freaks werden ordentlich dezimiert. Für Coco geht es ab nach Frankreich auf den Heimsitz ihres Mannes, wo sie ihr Höllenbalg gebären und vermutlich dabei draufgehen soll.



Ich hatte echt ein wenig Angst vor der Handlung. Grundsätzlich ist es besser gekommen als erwartet. Im Kern ist die Geschichte schlüssig und hat gute Ideen. Das Problem hier sehe ich beim Autor. Herr Vlcek hat nicht die schriftstellerischen Qualitäten, sich eines so heiklen Themas angemessen anzunehmen. Politisch motivierte Zwangsverheiratung und Vergewaltigung ist einfach eine sehr erwachsene Sache, die mit viel Feingefühl behandelt werden sollte. Vleck ist eher der Mann mit dem Dampfhammer. Ich werfe der Story keineswegs vor, dass Coco so geschändet wird und die Hölle durchleiden muss. Es ist traurig aber passt. Ich werfe dem Autor vor, dass er es nicht gut verpackt.

Dazu kommt die Burg Liechtenstein als „ich stelle einen Ort der Woche vor“ und am Ende blutige Action. Der Angriff der Freaks ließt sich wesentlich besser. Das liegt Ernst Vlcek viel mehr. Ein erwähnenswerter Charakter ist auch dabei. Der Marquis Amarquos hat mich an den Herzbube aus „Alice in Wonderland“ erinnert. Warum kann ich nicht mal richtig sagen, aber im Gegensatz zu seinem Herrn fand ich die Figur interessant.


groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Freaks) Ein in gewissen Punkten begabterer Autor hätte die Geschichte gut gemacht. So war sie eher durchschnittlich.

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8673

15.04.2016 17:29
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Die Saat des Dämons



Die Handlung schließt direkt an die vorherige Geschichte an. Nach dem misslungenen Befreiungsversuch fliehen die Freaks tiefer in die Gewölbe der Burg und treffen dort auf Georg Zamis. Warum ist er auch vor Ort? Wollte er Coco mit einem besseren Plan selbst befreien, der durch das Eingreifen der Freaks vereitelt wurde? Jedenfalls ist er wütend darüber, dass die französischen Dämonen sich nun mit Coco aus dem Staub gemacht haben. Das könnte ein spannender Roman werden, aber meine Augen erblicken den Name des Autors. Uwe Voehl schrieb bisher immer meine Tiefpunkte der Serie.

Ein gutes Beispiel ist das Fahrzeug, in dem Coco nach Frankreich transportiert werden soll. Es vereint die zwei Sachen, die bei Voehl extrem ausgeprägt sind. Die unsichtbare Limousine lebt und spricht mit Coco. Und irgendwie sind verfluchte Kindergeister an das Gefährt gebunden, die dann irgendwas machen. Muss bei dem Autor keinen Grund haben, Hauptsache es wird verrücktes Zeug eingebaut. Später hat Coco Durst und wird durch einen Schlauch von dem Fahrzeug gefüttert. Dabei empfindet sie neben der Durstlöschung eine „lustvolle Befriedigung“. Wie sie dann erfährt war das nicht irgendeine Flüssigkeit, sondern Autosperma. Weiber finden den Geschmack von Sperma also total geil? Als würde das nicht reichen wird die Hexe noch von der Limo mit Tentakeln vergewaltigt. Menschen reichen inzwischen nicht mehr, deshalb geht man einen Schritt weiter. Lese ich hier einen abgedrehten Animeporno oder einen Gruselroman? Voehl nutzt jede kleinste Vorlage um sexuelle Anspielungen und Gedanken unterzubringen. Wichtig ist auch, dass Coco irgendwelche seelischen oder körperlichen Schmerzen erfährt. Inzwischen ist Achthon zum Beispiel auf die Größe eines Bernhardiners herangewachsen und zerreißt ihr beim „Wiedereintritt“ die Vagina. Aber sich dann darüber auslassen, dass Kinder heutzutage „blutrünstige Computerspiele“ spielen. Was wäre die Alternative? Sich beim Schreiben von perversen Horrorgeschichten einen schubbern? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor eine persönliche Freude an seiner Tätigkeit hat. Und sowas ist auch noch Hauptautor. Zwei Romane lang hatte ich Ruhe vor Voehl, die nächsten Bücher ist er leider immer dabei.

Immerhin schreibt er nur einen Brückenroman. Coco wird in dem Auto mit Zwischenstopps von A nach B kutschiert und Georg folgt ihr mit Zwischenstopps von A nach B. Nahe der Burg hat er zufällig einen paranormal begabten Jungen aufgelesen, der die Spur des unsichtbaren Wagens als Glitzerstaub ausmachen kann. Die Zwischenstopps sind für die Geschichte unwichtig. Da wird an einem Mc Donalds halt gemacht und es endet damit, dass das Gebäude abbrennt und die darin gefangenen Gäste elendig verbrennen. Oder Coco trifft auf den Schäferdämon Nocturno, der ihr den total wichtigen Tipp mitgibt, die Schwäche ihres Dämonenkindes zu finden, um ihn zu besiegen. Darauf wäre aber auch niemand gekommen. Dabei reißt er seinen Schafen Organe heraus, um zu verdeutlichen, dass jedes Wesen einen Schwachpunkt hat. Stimmt, wenn ich einem Schaf die Organe entferne stirbt es durch diesen „Schwachpunkt“. Damit hätte niemand gerechnet. Offenbar rutscht Voehl beim Schreiben das Blut vom Gehirn in andere Regionen.

Am Ende kann Coco fliehen, wird aber von Georg aufgefangen. Der bringt die Hexe zurück zu ihrem Peiniger, fühlt sich dabei aber jämmerlich. Georg ist ein Lichtblick des Romans. Man kann seine Handlungen nachvollziehen. Würde er Coco jetzt mitnehmen und man würde das herausfinden wäre Krieg vorprogrammiert. Es ist für mich schön zu lesen, dass er innerlich leidet und seiner Schwester helfen will. Aber er handelt nicht kopflos aus reinen Emotionen heraus.

Auch interessant sind die wenigen Passagen mit Toth. Der dämonische Schiedsrichter hat inzwischen genug Klagen gegen den Zamis-Clan erhalten, damit er aktiv werden kann. Andererseits steht Michael Zamis gegen Asmodis, der auch Toths Feind ist. Wenn er jetzt offiziell gegen die Hexensippe vorgeht stärkt das nur seinen Feind. Wenn er nichts tut wird Asmodis misstrauisch. Auf wessen Seite wird sich der nicht wirklich neutrale Schiedsrichter am Ende stellen?


Die eigentliche Geschichte im Coco wird hier nicht wirklich fortgeführt, da sie nur von einem Punkt zum anderen reist. Voehl nutzt die Seiten, um seine Fantasien auszuleben oder aber einfach professionell die vermeintliche Zielgruppe zu begeistern. Entweder Voehl ist pervers oder er hat ein armseliges Bild von den Lesern. Normalerweise gehe ich mit einem Autor nicht so hart ins Gericht, aber dieser hier regt mich enorm auf. Dark verheddert sich in wichtigen Details seiner eigenen Haupthandlungen, Morland verfängt sich in Nebenhandlungen statt tolle Hauptgeschichten zu schreiben, Logan Dee übertreibt es mit dem Trash und vernachlässigt Logik. Das stört mich, aber bei keinem von den Herren habe ich bisher eine persönliche Abneigung entwickelt wie bei Voehl. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Er müsste einfach mal realisieren, dass er seinem Ruf und vor allem der Serie keinen Gefallen tut. Der Wegfall dieses Sadismusmülls würde seine Texte wahnsinnig aufwerten. Oder ich bin übersensibel und zu penibel. Bei all den Leuten auf verschiedensten Plattformen, mit denen ich mich über die Serie ausgetauscht habe, war aber nie ein Voehl-Fan dabei.


groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Freaks), ohne Georg und Skarabäus Toth hätte es noch weniger Punkte gegeben.

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18.04.2016 22:33
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Der Dämonenbastard


Die Geschichte um die Geburt des Dämons endet direkt zu Beginn des Abenteuers. Achthon verschont Coco nach einer blutigen Niederkunft zum Glück und verschlingt stattdessen dem Comte. Als Coco später von ihrer Schwäche erwacht, ist der Dämon schon im Teenageralter. Er hat die Hexe am Leben gelassen, um sich selbst mit ihr zu vermählen.

Was folgt ist eine eher lahme Handlung. Achthon ist ein intriganter Dämon. Es gibt gleich drei Sterbliche, mit die er zu ermorden gedenkt. Gutmenschhexe Coco will das natürlich nach Kräften verhindern. Dabei kommt sie auf die Spur einer Beschwörungsformel, die ihrer Familie in der bevorstehenden Konfrontation helfen könnte. Trotz aller Widerstände gelangt Coco an den Zauberspruch, kann das sterbliche Ehepaar retten, Achthon und seine Diener töten und sein Anwesen niederbrennen. Zeitmagie und unheimlich viel Glück sei Dank. Die Formel entpuppt sich am Ende als Fälschung, aber immerhin ist die Heldin wieder bei ihrer Familie.

Ab und an gibt es Vergangenheitspassagen. Achthon und seine Dämonenrasse haben schon zu Zeiten von Jeanne d'Arc und der Französischen Revolution ihre Spielchen gespielt.



Selbstverständlich darf der sexuelle Flair der Serie nicht fehlen, aber er hält sich im Vergleich zum Vorgängerroman in Grenzen. Es gab hier weder Dinge die mich arg gestört haben noch Dinge die mich großartig unterhalten konnten.


groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Freaks)


Das ist jetzt der zweite Band in Folge ohne auch nur ein wirklich gutes Abenteuer. Schade, aber ohne eine tolle Haupthandlung und ansprechend exotische Charaktere täuscht nichts mehr über die Schwächen von CZ hinweg.

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04.01.2018 19:44
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Ein kleiner Nachtrag zu Taschenbuchversion:
Die Taschenbuch-Ausgabe von Das Haus Zamis Nr. 10 "Der Dämonenbastard" erschien 2013 und hatte einen Umfang von 267 Seiten.

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