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Autor Beitrag
Thema: Infos, Fragen und Antworten, Sonstiges zu UFO-Akten
Das Gleichgewicht

Antworten: 7
Hits: 3097

16.10.2021 12:17 Forum: UFO-Akten

Na, na.

Vielleicht leben diese intelligenten Aliens auch in einer theokratischen Autokratie und kommen auf die Erde, um uns im Namen ihres heiligen Gottes zu konvertieren oder auszulöschen?

Oder sie sind selbst Rassisten oder Kommunisten, die uns dafĂŒr auslachen, wie wir so divers und frei leben können. Kein Wunder, dass wir in der Weltraumerforschung nicht weiter gekommen sind, wenn wir keine Sklaven nutzen oder wie in China die Bevölkerung nach einem Punkte-Bestrafungs-System "abrichten".

Ich denke sogar eher, dass intelligentes Leben im All alles andere als liberale Friedensweltverbesserer sind. Wieso sollte uns so jemand auch besuchen, die wĂŒrden vielleicht aus der Ferne zuschauen und höchstens mal heimlich einen Asteroiden umlenken, um uns zu beschĂŒtzen. Da lohnen sich Genexperimente am Menschen, die Versklavung der Menschheit oder die Ausbeutung der irdischen Rohstoffe doch viel mehr als Besuchsgrund.

Thema: Band 2261: Jagd auf den Engelstöter
Das Gleichgewicht

Antworten: 4
Hits: 184

12.10.2021 22:00 Forum: JS2201-2300

Zitat:
Original von JohnSinclairFanClub
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ich wollte schon schreiben, schönes Oldschool-Cover.


Das ist es ja trotzdem smile


Es ist eher ein old Cover und kein Oldschool-Cover. Zumindest nach meiner Definition.
Buch

Thema: Handlungsort von John Sinclair
Das Gleichgewicht

Antworten: 1638
Hits: 679409

12.10.2021 19:48 Forum: Frage und Antwort

JS 2256 - Die RĂŒckkehr der Königin
St. Theodor (fiktiv) nahe Kirn

JS 2255- Der Fluch der schwarzen SĂ€rge
Aberfeldy
Fearnan
Kenmore

Thema: Band 2256: Die RĂŒckkehr der Königin
Das Gleichgewicht

Antworten: 18
Hits: 1056

12.10.2021 18:27 Forum: JS2201-2300

Ein halbes Jahr nach Marques‘ Angriff der Killerfrösche wird das Örtchen St. Theodor von „den Behörden“ wieder freigegeben und die Bewohner kehren zurĂŒck, um zu beraten, wie es hier weiter gehen wird. Darunter auch die Nebenfiguren des VorgĂ€ngers, Jenny und Paddy. Na, das ist doch schonmal ein nettes Zeichen. Eine Fortsetzung eines alten Romans, wo es wirklich eine Entwicklung gibt. Und dann auch noch von einem anderen Autorenkollegen. Wenn man jetzt noch „die Behörde“ nutzt, um die Spezialabteilung auszubauen, wĂ€re das perfekt. WĂŒrde Sinn machen, dass man nach einem großflĂ€chigen Monsterangriff erstmal den Ort absperrt und weiter untersucht. Leider scheint es sich nur um den ĂŒblichen Staatsapparat zu handeln und darauf wird nicht nĂ€her eingegangen.

Das alte Wasserwerk ist von den Zerstörungen zum GlĂŒck verschont geblieben. Als man es wieder in Betrieb nimmt, beginnt das Grauen. Ein Arbeiter trinkt von dem Wasser. Er entwickelt schnell ungewöhnlich starken Durst und hat das GefĂŒhl, seine Haut wĂŒrde an der Luft austrocknen. Da fiel sein Blick auf einen der Tanklaster, mit denen St Theodor versorgt werden sollte. Man hatte bereits begonnen, sie zu befĂŒllen. Keine gute Idee, dort ein Bad zu nehmen. Und das Wasser statt Luft zu atmen ist noch dĂŒmmer. So beginnt die Kettenreaktion. Den toten Arbeiter im Tank bemerkt keiner, als man am nĂ€chsten Tag damit nach St. Theodor fĂ€hrt, um die Leute mit Trinkwasser zu beliefern.

Zur Sonntagspredigt in der grĂ¶ĂŸtenteils zerstörten Kirche ist damit auch das Taufbecken gefĂŒllt, was auf das Gotteshaus gar nicht gut zu sprechen ist. Erst beginnt es zu brodeln, dann schießt es einer FontĂ€ne gleich in die Höhe. Die Bewohner sind sich sicher, das Böse ist wieder oder immer noch hier. Sie wussten doch alle, was in St Theodor geschehen war. Wie konnten da noch einige fĂŒr den Verbleib im Dorf stimmen? Jenny und Paddy wollen jedenfalls schnellstens hier weg.

Pater Conlon wurde von der WasserfontĂ€ne voll getroffen. Seine Verwandlung beginnt schon ungefĂ€hr eine Stunde nach dem Vorfall. Jesus Christus! Pah! Es gab MĂ€chte, die Ă€lter und stĂ€rker waren. Sie behĂŒteten ihn jetzt. Denn in ihm reifte die Brut Konginas heran. Vielleicht kam sogar ihm die Ehre zuteil, einen neuen König in seinem schwachen Körper zu beherbergen. Das geht mir jetzt etwas zu schnell, Oliver MĂŒller hĂ€tte das Böse ruhig subtiler keimen lassen können. Aber diese verfluchten knappen 64 Seiten. Mal schauen wie das Tempo des restlichen Romans so ist.

Andere KirchgĂ€nger wurden ebenfalls vom verfluchten Wasser benetzt. Etwas verband sie. Die Gnade ihrer neuen Herrin, deren Brut sie im Leib trugen. Und natĂŒrlich wollen sie den Keim ihrer Königin verbreiten. Sie blockieren zum Beispiel die Straßen aus dem Ort. So kommen Paddy und Jenny nicht weg. Außerdem stĂŒrmen die Infizierten das Wasserwerk und zwingen die Arbeiter, den Wasserfilter zu deaktivieren. “Sie werden bald begreifen. Möchten Sie vielleicht ein Glas Wasser bis dahin? Sie und Ihre MĂ€nner?“

Bis jetzt ein ganz ordentlicher Roman. Zeit fĂŒr ein wenig Heftromanzeug. Die Nachtputze im Yard bemerkt zufĂ€llig in der Asservatenkammer ein seltsames Leuchten im Tresor der Spezialabteilung und alarmiert Sir James. Also steht der Tresor mit unberechenbaren Höllenartefakten und unbezahlbaren magischen Waffen einfach in der normalen Asservatenkammer herum, statt im Stockwerk der Spezialabteilung in einem magisch gesicherten Raum? Wenn das Asmodis wĂŒsste.

Das Sinclairteam sitzt mal wieder bei den Conollys zusammen und sĂ€uft Bowle. Ein gemĂŒtliches Zusammensein. Dieses Mal wird es auch ganz sicher nicht unterbrochen. Im Heftromantiming will John gerade sein Handy ausstellen, als es klingelt. “Was ist schon wieder los?“, wollte Bill wissen. „Die Frösche sind los“, sagte ich nur. Wie nett, dass das magische Beschwörungsbuch aus dem letzten Frosch-Fall so eine praktische Alarmfunktion hat. John schaut sich das Buch auch gar nicht erst nochmal an, sondern fĂ€hrt direkt mit Suko nach Schottland. Zum GlĂŒck haben die noch nichts von der Bowle getrunken. Schon wieder eine Szene, wo man der Handlung ruhig mehr Zeit hĂ€tte lassen können.

Als sie in St. Theodor eintreffen, hat der Keim des Bösen schon um sich gegriffen. NatĂŒrlich stoßen sie direkt am Ortseingang auf den Chef der Meute Pater Conlon. Der gibt sich ganz nett und erzĂ€hlt sogar von der ungewöhnlichen WasserfontĂ€ne in der Kirche. Wie und ob das Kreuz auf ihn reagiert, wird an der Stelle leider gar nicht erwĂ€hnt. Das geschieht erst, als der Pater die GeisterjĂ€ger in eine Falle lockt, wo John ĂŒberwĂ€ltigt wird. Ich nahm mir eine Zehntelsekunde, um mich auf mein Kreuz zu konzentrieren. Es blieb kĂŒhl. Es waren also wirklich Menschen, die uns attackierten. Mhh, es sollte auf jedweden „Keim des Bösen“ in Menschen doch reagieren, auch wenn sie nicht direkt zu Monstern mutiert sind. Suko entkommt den Infizierten. Es nĂŒtzte John nichts, wenn auch er sich gefangen nehmen ließ. Besser war es, wenn er auf freiem Fuß blieb. Heimlich verfolgt er die Gruppe, wie sie John zum Wasserwerk bringen.

Jenny und Paddy sitzen fest und können nur darauf warten, dass man auch sie schnappt. Oder? Da gibt es ja noch den Schmugglertunnel aus dem letzten Fall unter ihrem Haus. Der ist zwar halb eingestĂŒrzt, aber wenn die Schmuggler einen unterirdischen Durchgang angelegt haben, “... dann wird es sicher nicht nur den einen Tunnel geben, sondern vielleicht auch noch andere. Nur eben gut getarnt. Und wir haben damals in der Panik nicht darauf geachtet und sind nur geradeaus gerannt.“ Sicher, wie praktisch. Bei JS hat man mit solchen BauchgefĂŒhlen und Vermutungen meistens total Recht. In der zweiten HĂ€lfte wird die Geschichte langsam schlechter, muss ich leider sagen. Zum GlĂŒck nur stellenweise, hoffentlich wird dieses Niveau mindestens gehalten.

Im Wasserwerk will man John das infizierte Wasser einflĂ¶ĂŸen. Ich warf mich von links nach rechts, aber es half nichts. Oder doch? Auf einmal klirrte Glas. In letzter Heftromansekunde greift Suko ein. Der hat sich eingeschlichen und einen Infizierten ĂŒberwĂ€ltigt, um ihn auszuquetschen. Wieso gibt er dem Chinesen so bereitwillig Auskunft, wenn er doch nun ein loyaler Diener der Königin ist? Passt nicht, aber der Autor brauchte wohl schnell eine Lösung.

Derweil haben Jenny und Paddy natĂŒrlich einen Geheimtunnel entdeckt. Wo sie wohl ungefĂ€hr herauskommen? Im silbrigen Schein erkannte sie gar nicht weit entfernt ein GebĂ€ude, das ihr bekannt vorkam. Dann fiel es ihr ein. Das Wasserwerk. Erst stoßen sie irgendwie auf einen der Geheimtunnel und dann auch noch auf den, der zum Wasserwerk fĂŒhrt. Die MinuspĂŒnktchen sammeln sich an, auf dem Weg zum nur noch mittelmĂ€ĂŸigen Abenteuer der Woche. Dann hören sie auch noch etwas. “Das sind Kampfschreie“ Dem mĂŒssen sie natĂŒrlich als Zivilisten nachgehen. Ok, sie sind verzweifelt und hoffen auf Mitstreiter gegen die Infizierten zu stoßen.

Suko kĂ€mpft auf dem Dach gegen die Infizierten. Die GerĂ€usche haben die Leute in der letzten Sekunde davon abgehalten, John das Wasser zu schlucken zu geben. Man schickt VerstĂ€rkung aufs Dach und kĂŒmmert sich dann wieder um den GeisterjĂ€ger. Meine Gnadenfrist war abgelaufen. Naja, wie ich schon befĂŒrchtet habe, rettet das Heftromantiming ihn auch zum zweiten Mal in Folge. Auf dem Dach helfen nicht nur Jenny und Paddy, auch Myxin und Kara tauchen pĂŒnktlich wie aus dem Nichts auf und greift ins Geschehen ein. Dann teleportiert der Magier die Gruppe zu John. Es passt wieder mal alles perfekt. Unsere atlantischen Freunde waren also zu unserer Rettung erschienen. In letzter Sekunde! Hach ja


Myxin will sie in Sicherheit bringen, wĂ€hrend Kara ihnen den RĂŒcken frei hĂ€lt. Myxin und Kara hatten uns gerettet und jetzt wollte die Schöne aus dem Totenreich sich opfern? Anders konnte man das Antreten gegen so eine Übermacht nicht bezeichnen. Herrje, das sind nur Menschen. Die ziemlich aggressiv sind, ok. Trotzdem kein Problem fĂŒr Kara, denke ich. Vielleicht ist auch Oliver MĂŒller aufgefallen, dass die mĂ€chtigen Atlanter zu stark fĂŒr ein spannendes Finale sind. Deswegen holt er die Frosch-Königin ins Boot. “Die Königin! Sie kommt zu uns!“ Verdammt, das hatte uns gerade noch gefehlt. Perfektes Heftromantiming. Im letzten Abenteuer ist sie schwanger entkommen. Ihre Brut steckt durch das versuchte Wasser in den Dorfbewohnern, die jetzt in Sekundenschnelle heranreift und von den Leuten erbrochen wird, woraufhin sie sich auf ihre Wirte stĂŒrzen. Noch wĂ€hrend das geschah, wuchsen sie. Ich konnte ihnen dabei zusehen. Verdammt, vor meinen Augen wuchs eine Froscharmee heran. Im guten Pater Conlon sogar ein neuer FroschdĂ€monen-König. Soll man ihn erschießen? Erbrochen hat er sich als einziger noch nicht
aus GrĂŒnden...der Handlung. Noch bevor ich mich entscheiden konnte, ĂŒberschlugen sich wieder einmal die Ereignisse. Ja, toll. Noch mehr Heftromantiming. Langsam habe ich keine Lust mehr. Naja, es sind nur noch 4 Seiten und der Epilog, wie ich sehe. Mit seiner Magie vernichtet Myxin die Frischfrösche. Doch ihre getöteten Wirte erheben sich als Frosch-Zombies. Man muss ja die Coverszene noch umsetzen. Silberkugeln und DĂ€monenpeitsche erledigen das Problem. Aber es sind zu viele. Ich verschoss die letzte Kugel und ließ den Arm sinken. Das war es. Wir saßen fest, und es gab keinen Ausweg. Es sei denn, es gibt eine ĂŒberraschende Rettung in letzter Sekunde. Zum Beispiel durch
Mit vielem hatte ich gerechnet, aber nicht mit dem Auftauchen des UmweltdĂ€mons. Mandragoro mag die Frosch-Königin nicht und erledigt sie mal eben fix, wodurch auch die Untoten zusammensacken. Moment mal, die atlantische DĂ€monin kann doch nur von „ihresgleichen“ vernichtet werden. Ein FroschdĂ€mon ist Mandragoro schonmal nicht. Bleibt noch eine andere Möglichkeit. “Ist er vielleicht auch ein Atlanter?“, stellte Suko eine Gegenfrage. Oh, bitte nicht. Da Florian Hilleberg sich schon ordentlich in die Geschichte des UmweltdĂ€mons eingemischt hat, wird hier vielleicht eine weitere Entwicklung angedeutet.

Zum Epilog: Pater Conlon ist die Flucht gelungen und er schleppt sich zum Meer, wo er mit seinem Keim des Bösen in den Fluten versinkt. Im VorgĂ€ngerband wurde ein alter FroschdĂ€monen-König wieder aktiv. Er wurde vernichtet, aber die Königin ĂŒberlebte. Nun wurde die Königin vernichtet, aber dafĂŒr gibt es einen neuen König. Ein ewiger Kreislauf, um sich eine Fortsetzung offen zu halten?



Jetzt hat es mich mal wieder erwischt. Damit hĂ€tte ich wirklich nicht gerechnet. Aber so kann man sich irren. Der Anfang des Romans hat mir sehr gefallen. 7 Punkte und die Aussicht auf mehr. Im Mittelteil gab es einige Heftromandinge und ich hoffte, dass der Roman fĂŒr mich die 7 Punkte halten kann. Das letzte Drittel mit dem Finale im Wasserwerk bescherte mir leider einen DĂ€mpfer nach dem anderen. Es passiert zu viel. Es gibt Heftromantiming in letzter Sekunde am laufenden Band. Dann ĂŒberschlagen sich die Ereignisse alle paar SĂ€tze, wie man es eher von Kollege Hilleberg kennt. Myxin und Kara tauchen auf, Juhu. Dann erscheint die Königin, oh weh. Und die Infizierten erbrechen ihre Brut, Scheiße. Aber Myxin vernichtet die neuen Frösche mit seiner Magie, juhu. DafĂŒr stehen die Infizierten als Zombies wieder auf, oh nein. Aber Mandragoro erscheint und vernichtet die Königin mal eben, wodurch auch die Zombies vergehen, juhu. Aber der Pater konnte entkommen und trĂ€gt einen neuen König in sich, verdammt.

Am Ende wurde ich immer genervter und habe den Rest nur noch weggelesen. Mandragoro ein Atlanter, muss man jeder Dark-Figur seinen eigenen Touch aufdrĂŒcken?

Ich wĂŒrde gern verschiedene Teile des Romans einzeln bewerten. Bis zum Finale war ich gespannt, ob es am Ende von mir ein Gut oder ein Sehr Gut wird. Dem letzten Part hĂ€tte ich jetzt ein Schlecht gegeben. Es hĂ€tte schon sehr geholfen, sich am Ende mehr Zeit zu lassen. Ein Zweiteiler vielleicht? So Leid es mir auch tut- Oliver MĂŒllers Romane schĂ€tze ich sehr – gibt es von mir nur MITTELmĂ€ĂŸige großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (knappe 6 von 10 Kreuzen) Puh, das sind zwei sehr unterschiedliche EindrĂŒcke. Sowohl echter begeisterter Lesespaß als auch enorme Frustration.



Zitat:
Original von Myxin der Magier
Generell sind von mir eher keine gewaltigen Actionspektakel zu erwarten, in denen alles explodiert. Kann passieren, aber wird wohl eher die Ausnahme als die Regel.


Was glaubst du wohl, warum ich deine Abenteuer sonst so mag? großes Grinsen

Es soll doch jeder Autor seinen Stil behalten dĂŒrfen, also ruhig das nĂ€chste mal darauf verzichten. Die Geschichte hĂ€tte auch ohne Myxin, Kara und Mandragoro auf den letzten Seiten fĂŒr mich super funktioniert. Jenny und Paddy als unerwartete Hilfe in letzter Sekunde sind genug Heftoman-Kniff. Und natĂŒrlich der "aber einer hat ĂŒberlebt" Cliffhanger am Ende.

Thema: Band 2261: Jagd auf den Engelstöter
Das Gleichgewicht

Antworten: 4
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11.10.2021 21:53 Forum: JS2201-2300

Ich wollte schon schreiben, schönes Oldschool-Cover.

Thema: Hallo an alle
Das Gleichgewicht

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10.10.2021 23:01 Forum: Vorstell-Ecke

Hauptsache, es geht jetzt wieder bergauf. Ich wĂŒnsche dir viel Kraft! Auch wenn dir nicht der Sinn nach Grusel steht, freue ich mich, dass du dich gemeldet hast und so offen bist.

In der Corona-Zeit hat es hier ja so einige mit SchicksalsschlĂ€gen getroffen, unabhĂ€ngig vom Virus. unglĂŒcklich

Thema: JS-SammelbÀnde
Das Gleichgewicht

Antworten: 9
Hits: 227

10.10.2021 22:58 Forum: Sonstiges

Ich kann nur sagen, dass auch herkömmliche Buchhandlungen mit Zeitschriftenangebot die Heftromane bestellen können. Also auch die neuen SammelbÀnde, denke ich mal. Wenn sie denn wollen.

Thema: Veritas stellt sich vor
Das Gleichgewicht

Antworten: 8
Hits: 144

10.10.2021 22:49 Forum: Vorstell-Ecke

Willkommen im Forum, Veritas smile

Zamorra lohnt sich durchaus. Nur mit dem Einstieg ist es so eine Sache. Oder einfach ein paar Àltere Romane, probieren.

Thema: Gestatten Sie? Sepp ist mein Name, DunkelSepp ...
Das Gleichgewicht

Antworten: 11
Hits: 195

10.10.2021 22:42 Forum: Vorstell-Ecke

Willkommen im Forum Sepp. Ein weiterer stiller Mitleser, der sich jetzt auch mal traut. großes Grinsen

Freut mich sehr. Ich bin schon gespannt, was du so fĂŒr interessante neue Einblicke aus deiner Sicht reinstellst.

Die alten JS Romane sind auch toll und haben ihren besonderen Zauber. Mach dir keinen Druck, wir sind ja kein "Hypeforum", wo nur ĂŒber die Neuerscheinungen diskutiert wird. Im Gegenteil, es gibt hier eine Menge Nostalgiker. Augenzwinkern

Thema: Maddrax
Das Gleichgewicht

Antworten: 6
Hits: 125

10.10.2021 22:31 Forum: Maddrax

Bereiche kann ich hier leider auch nicht eröffnen, nur Threads.

Das mĂŒssen die Super-Mods oder Admins erledigen.

Thema: E-Books
Das Gleichgewicht

Antworten: 35
Hits: 32310

10.10.2021 22:29 Forum: Tony Ballard

Den Roman 34?
Totentanz der Ghouls?

Puh


https://www.amazon.de/gp/product/B08H3RGHM1?ref_=dbs_p_mng_rwt_ser_shvlr&storeType=ebooks

Das hier sind sÀmtliche ebook Balards von Morland.

Hat er da eine ganze Menge ausgelassen? Ich blicke da auch nicht durch.

Thema: Band 1969: Die Vampirfee
Das Gleichgewicht

Antworten: 14
Hits: 5329

10.10.2021 22:22 Forum: JS1901-2000

Tja, ich wĂŒrde mich jetzt gern dazu Ă€ußern, weil ich mich freue, wenn es im Forum lebendige Diskussionen gibt. Aber das ist jetzt schon zu lange her.

Deshalb nochmal der Aufruf: Keiner muss sich fragen, "normal" zu sein, weil er Dark mag. Da der Altmeister bei den Romanen ab....mhh, 1200?....allgemein tatsÀchlich eher schlecht wegkommt, wÀre doch jede positive Meinung wichtig.

So muss man denken. Nicht den anderen die Meinung oder das Lesen verbieten. Sondern auch mal aufzeigen, wo der Roman gut war und wie man selbst gewisse Dinge gar nicht so negativ aufgefasst hat. Daumen_hoch

Thema: Dorian Hunter - DĂ€monenkiller Nr. 81: Befehle aus dem Jenseits
Das Gleichgewicht

Antworten: 2
Hits: 424

10.10.2021 21:56 Forum: 3. Auflage bei Bastei

Der Hexer Afanasjewitsch Gorgol wird in einer Gruft lebendig eingemauert. Eigentlich sollte er geköpft und gehÀngt werden, doch seine Henker hat er bezaubert und in den Tod getrieben. Wieso er die Magie nicht auch jetzt gegen den Mob anwendet, ist schonmal das erste Logikloch des Romans. Die Dörfler wollen ihn direkt töten, was sicher die beste Variante ist. Doch der Klerus wiegelt diese Forderungen ab. Jeder ahnte instinktiv, dass der Terror des Bösen noch lange nicht zu Ende war.

Die DĂ€monenkiller sind mit der erweckten Steinmenschen-Mumie auf dem Weg ins Castillo, als Dorian ein Funkspruch erreicht. Jemand versucht den Geist seiner toten Frau zu beschwören. Das kann er natĂŒrlich nicht zulassen und macht sich auf den Weg dorthin. Er wird vom KGB-Agenten Kiwibin abgefangen, der das alles eingefĂ€delt hat, um ihn wie immer unfreiwillig in seine Dienste zu zwingen. Wie jedes Mal, Dorian weigert sich und Kiwibin greift zu anderen Mitteln. BetĂ€ubungsspitze, ins Flugzeug verfrachten, Zack. Dass der Agent mit sowas durchkommt ist wieder dem Umstand verschuldet, dass es fĂŒr die Plotentwicklung passen muss. Dorian muss nun undercover als „Mr. Petropov“ ein Fernsehteam begleiten. Entweder ich bin heute furchtbar unaufmerksam oder es stehen einfach viele Fragezeichen im Raum. Was soll das ganze Theater? Auf diese ErklĂ€rung bin ich gespannt.

In Russland trĂ€umt Genosse Jurka Pawlowa, wie er tot ist und beerdigt wird, aber sein Geist noch funktioniert. Sogleich sucht er einen Sargtischler auf. “Weißt du, Genosse, ich brauche den Sarg fĂŒr mich selbst. Es ist fĂŒr den Fall, dass ich vorzeitig aus dem Leben scheiden sollte. Nicht, dass ich sterbenskrank bin, aber man weiß ja nie. Es könnte doch möglich sein, dass ich eines Morgens nicht aufwache.“ Sicher, total nachvollziehbare Reaktion nach einem Albtraum.

Der erste Teil des Abenteuers ist fĂŒr mich einfach nur verwirrend und kein Einstieg, der den Leser packt. Langsam wird die Lage aber deutlicher und sinniger. Im StĂ€dtchen Saboroschje haben die Bewohner plötzlich „Taphophobie“. Also eigentlich Taphephobie, die Angst davor, lebendig begraben zu werden. Ich brannte darauf, in der kleinen Stadt mit meinen Untersuchungen beginnen zu können. Endlich ein Ziel vor Augen, dann kann der Fall ja beginnen.

Nachdem die beiden MĂ€nner im obligatorischen Gasthaus untergekommen sind, geht es auf den Friedhof, fĂŒr eine kleine Besichtigung. Konkrete Spuren, denen sie nachgehen können, haben sie aktuell nĂ€mlich noch keine. Kiwibin ist sich noch nicht einmal sicher, ob hier wirklich Menschen lebendig begraben wurden oder es sich lediglich um eine Hysterie handelt. Aber die Panik schrĂ€nkt die Stahlproduktion ein und Moskau ist ziemlich angepisst. Im Heftromantiming werden sie dann natĂŒrlich bei ihrer GrĂ€bertour auf einen Mann aufmerksam, der hier gerade einen „Überlebenssarg“ mit Warnfunktion austestet. Er erzĂ€hlt ihnen von seinen TrĂ€umen, als
Weiter kam er nicht. Ein entsetzlicher Schrei hallte durch die Nacht. Es war der Schrei eines Mannes in höchster Not. Der Schrei brach ab. Ah, das nĂ€chste PuzzlestĂŒck liegt schon bereit. Gerade legt der junge Nikolaj den Sarg seiner frisch verstorbenen Geliebten Laika frei. Doch die Holzkiste ist leer, dafĂŒr befindet sich im Boden ein Loch, das in die Tiefe fĂŒhrt. Oh, ich ahne schon etwas. Da haben sich unsere Leichenfresser wie ĂŒblich einen perfiden Plan fĂŒr Frischfleisch einfallen lassen. Oder Derek Chess fĂŒhrt mich bewusst auf eine falsche FĂ€hrte. WĂŒrde mich freuen.

Nikolaj vermutet, dass Laika wirklich lebendig begraben wurde und sich einen Tunnel gebuddelt hat. Mit bloßen HĂ€nden? Weiter nach unten, statt die paar Meter rauf bis an die OberflĂ€che? Sicher. Er trifft nicht auf Ghouls, sondern auf hungrige Ratten, sie ĂŒber ihn herfallen. Dorian und Kiwibin kommen zu spĂ€t am Sarg an. Der Tunnel ist verschĂŒttet, dieser Spur können sie nicht folgen. Aber sie erfahren, wer hier beerdigt wurde. Zuerst befragt Dorian Laikas Eltern, erfĂ€hrt aber nichts NĂŒtzliches. DafĂŒr hat Kiwibin herausgefunden, dass Nikolaj verschwunden ist. Und die Hysterie breitet sich aus. Jetzt ist schon der Nachbarort betroffen. Das Krematorium dort wird belagert, weil man weitere Feuerbestattungen verhindern will und die Leichen von dort mitnimmt, damit sie vielleicht wieder aufwachen. Morbide Angelegenheit. Hier hört Dorian das erste Mal von einem Schamanen, der die Scheintoten aufwecken kann. “Vielleicht steckt dieser Kerl hinter der Panikwelle“, murmelte ich.

Andernorts wollen sich drei junge MĂ€nner selbst töten, damit sie sicher sein können, wirklich zu sterben und nicht eines Tages scheintot im Sarg aufzuwachen. “Das einzige Mittel dagegen ist der richtige Tod. Sonst hilft nichts.“ Seltsame Logik. Aber sie sind nicht die einzigen, Verzweiflung und Wahnsinn greifen um sich. Dorian und Kiwibin kĂ€mpfen also gegen die Zeit, bevor das Chaos noch mehr wird. Sie suchen den BĂŒrgermeister von Saboroschje auf. Den hat es aber auch schon erwischt. Seinem Abschiedsbrief nach zu urteilen hat ihn eine „innere Stimme“ in den Suizid getrieben. “Was nĂŒtzen einem so MĂ€chtigen die vielen Selbstmörder? Das ist doch absurd.“ Gute Frage. Um hungrige Ghouls handelt es sich nicht mehr. Vielleicht eine simple Rachegeschichte?

Jetzt muss man langsam der Lösung nĂ€herkommen. Dorian folgt auf gut GlĂŒck irgendwelchen Leuten, die in der Nacht herumschleichen. Sie fĂŒhren ihn zu einem Höhleneinbruch, um sich von einem Abhang zu stĂŒrzen. Wieso die Gegenseite ihre Opfer plötzlich zum Suizid zu sich ruft, wird nicht erklĂ€rt. Wohl, damit Dorian einen Blick auf den Schamanen werfen kann. Der hetzt die beeinflussten Leute auf ihn und verzieht sich. Zum GlĂŒck sieht der DĂ€monenkiller, wie er als leuchtender Schemen zu der alten Burgruine in der Ferne flieht. Dorthin geht es aber erstmal nicht, seltsam. Ich wartete darauf, dass sich der Unheimliche direkt an mich wandte.

Dorian wartet in Saboroschje also ab, bis der Schamane sich meldet. WĂ€hrend die Lage dort immer beschissener wird. Dann zieht auch noch ein Nebel auf, der die Leute in Tiefschlaf versetzt (und schließlich tötet?). Mh, das wird mir jetzt zu viel. Dorian hat sich nicht mit DĂ€monenbannern oder weißmagischen GegenstĂ€nden geschĂŒtzt und wird auch ohnmĂ€chtig. Die Heftromanhelden lernen es auch nie, sich oder ihre Wohnungen entsprechend auszustatten.

Dorian stirbt nicht. TatsĂ€chlich erlebt er in einer magischen Starre, wie man ihn in einen Sarg legt und beerdigt. Wie kam ich hierher? Wer hatte die GrabstĂ€tte fĂŒr mich gekauft? Ich war ein Fremder in diesem Land. Genau das fragte ich mich gerade auch. Doch keine Sorge, es handelt sich nur um einen der AlptrĂ€ume. Ich hatte hier gelegen und meine eigene Beerdigung getrĂ€umt. War das eine Warnung des Unbekannten, die HĂ€nde aus dem Spiel zu lassen? Und die anderen vom Nebel betroffenen? Die haben wohl auch nur geschlafen. Jetzt sind sie wieder auf den Beinen und werden vom Schamanen gerufen. Wieso Dorian nicht? Der magische Schlaf hat ihn erwischt, also mĂŒsste er auch die EinflĂŒsterung des Gegenspielers hören. Meine Rechte umkrampfte die gnostische Gemme. Ich trug den DĂ€monenbanner stĂ€ndig bei mir. Die Gemme hing an einer Silberkette. Wie? Die Gemme schĂŒtzt also vor der EinflĂŒsterung, nicht aber vor dem Schlafnebel? Ich sollte aufhören, dieses logikloch zu hinterfragen und mich wie Dorian dem Finale zuwenden.

Kiwibin hat es auch erwischt. Dorian mischt sich unter die Leute. Offenbar hat der Schamane nicht gemerkt, dass er noch bei Sinnen ist. Sie wĂŒrden sich zu Hunderten in die Schlucht stĂŒrzen, weil es ihnen ein Satanist so befahl. Wie konnte ich das verhindern? Der Schamane rauscht an und verkĂŒndet, dass die Bewohner in einer Stunde um Mitternacht erlöst werden. Es ist also noch ein wenig Zeit. Plötzlich sprang Kiwibin auf den Unheimlichen zu. Ich war so ĂŒberrascht, dass ich keine Zeit zum Reagieren fand. Der Russe hatte mich die ganze Zeit ĂŒber getĂ€uscht. Er war dem Zwang nicht erlegen, im Gegenteil, er hatte nur auf einen gĂŒnstigen Moment gelauert, den Schamanen zu vernichten. Womit hat der sich gegen die Manipulation geschĂŒtzt? Kiwibin gelingt es natĂŒrlich nicht, den Marionettenspieler hinter allem zu vernichten. Er verzieht sich erneut in seine Burg und hetzt die Leute auf die Fremden. Ich ahnte, wo er jetzt steckte. „Dort oben, Kiwibin! In der Bojarenruine werden wir ihn aufstöbern.“ Naja, das hast du auch schon vor einem Tag gewusst und nichts unternommen. Statt einer kleinen Gruppe Menschen steht jetzt die gesamte Stadt gegen Dorian und Kiwibin. Gewonnen wurde durch diese Verzögerung nichts. Außerdem sitzt ihnen die Zeit im Nacken, wenn sie die Burg nicht binnen einer Stunde erreichen und den Schamane aufhalten, wird er alle Menschen in den Tod stĂŒrzen lassen. Viele Manipulierte verfolgen sie, wĂ€hrend sie zur Burg eilen. Und es gibt ein weiteres Problem. Der Schamane versucht die Kontrolle ĂŒber Dorian und Kiwibin zu ĂŒbernehmen und man hat nur eine gnostische Gemme, um seine Beeinflussung abzuwehren. Was? Vorher hat es doch auch geklappt, dass der KGB-Agent ohne Zaubertricks immun ist. Um es jetzt extrem spannend und knifflig zu machen, ist Derek Chess dieses Logikloch recht. Es folgen weitere Gefahren. Eine Substanz tritt aus den WĂ€nden aus und formt groteske Fantasiemonster. Gemeine FalltĂŒren. Illusionen des Schamanen/Hexers. Ich mag es nicht, wenn sich Autoren irgendwelche Dinge einfallen lassen und lieblos aneinander reihen. Schließlich schlĂ€gt Dorian Kiwibin nieder, damit er schneller voran kommt.

Es ist wortwörtlich FĂŒnf Minuten vor zwölf, sah ich auf meiner Uhr. Wenn ich das Versteck des Schamanen nicht sofort aufstöberte, waren die Bewohner von Saboroschje rettungslos verloren. Den Hexer findet Dorian nicht und das ist auch gut so. DafĂŒr aber rein zufĂ€llig in den Katakomben der Burg seine eingemauerte Leiche. HeftromanglĂŒck muss man haben.

Auf den letzten Seiten ist es Mitternacht. Das Massensterben hatte begonnen. Der Schamane lachte triumphierend. Zwei Menschen erwischt es noch, dann vernichtet Dorian in den Katakomben das Skelett des Hexers und erlöst die Leute damit aus seinem Bann. Nicht in allerallerletzter Sekunde, wie man es kennt. Eher ein paar SekĂŒndchen zu spĂ€t. Wenn ich es recht bedachte, hatte ich mehr GlĂŒck als Verstand gehabt. Ich hatte weder die Vorgeschichte noch die konkrete Situation gekannt. Wenn ich nicht instinktiv im richtigen Moment das Richtige getan hĂ€tte, wĂ€re diese Stadt heute entvölkert gewesen. Das Leben eines Heftromanhelden. Wenigstens ist das ein nettes Schlusswort.


Der Anfang des Einstiegsabenteuers von Derek Chess gefĂ€llt mir ĂŒberhaupt nicht. Ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, dass man eher zur Sache kommt. In Saboroschje entwickelt sich dann zum GlĂŒck ziemlich schnell ein spannendes Abenteuer. Die AlptrĂ€ume und Ängste der Bewohner, die immer grĂ¶ĂŸere Ausmaße annimmt. Dann die Suizid-EinflĂŒsterungen. Nicht immer ist es dem Autor gelungen, das perfekt in Szene zu setzen. Aber es liest sich interessant. Außerdem die Frage, ob die Leute wirklich lebendig begraben werden oder nicht. Und wie der Hexer aus dem Prolog hinter allem steckt. Das hĂ€tten andere DK-Autoren sicher besser hinbekommen, aber man kann nicht immer alles haben. Am Ende ĂŒbertreibt Derek Chess es dann etwas. Die KrĂ€fte des Hexers werden zu stark. Es passiert zu viel. Die Logiklöcher hĂ€ufen sich, um ein möglichst spannendes Finale einzulĂ€uten. Dorian bemerkt am Ende selbst, wie viel HeftromanglĂŒck er bei der ganzen Sache hatte.

Auffallend, aber nicht unbedingt störend, ist auch der eingestaubte Schauplatz. Die Sowjetunion in vergangenen Tagen. NatĂŒrlich schön ĂŒberall den Klischeestempel aufdrĂŒcken.

Ich kann von einem Neueinsteiger nicht erwarten, dass er sich direkt am Hauptplot beteiligt. Aber was ist jetzt mit Hekate los? Das dĂŒmpelt momentan irgendwie im Hintergrund dahin. Das Castillo als neue Zweitbasis, der Stein der Weisen, Chapmans neue Flamme, der Magiekongress. Es wurden jetzt genug andere Dinge abgearbeitet.

FĂŒr diesen Roman gibt es wirklich GUTe großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Freaks) von mir. Das Mysterium der Woche hat mich einfach gepackt.

Thema: Band 2255: Der Fluch der schwarzen SĂ€rge
Das Gleichgewicht

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03.10.2021 16:17 Forum: JS2201-2300

John erhĂ€lt einen mysteriösen Brief. Er wird nach Schottland eingeladen, wo bereits ein Sarg fĂŒr ihn bereit steht. Gleichzeitig hat Sir James einen neuen Fall fĂŒr die GeisterjĂ€ger. In Schottland ist ein Ehepaar spurlos verschwunden, dafĂŒr stand ein alter Sarg vor ihrem Haus. “Wenn das mal kein Zufall ist“, sagte Glenda. Außerdem haben Anwohner eine unheimliche Pferdekutsche durch das Dorf preschen gesehen. Das klingt schon alles seltsam, wenn auch noch nicht unbedingt paranormal.

Mit dem alten Fischer Eaghan Cross gibt es den obligatorischen „Wissenden“, der die Legenden kennt. Er will herausfinden, ob der alte Spuk zurĂŒckgekehrt ist und stattet mit seiner Urenkelin dem Clach-na-Gruich-Stein einen Besuch ab. TatsĂ€chlich erhĂ€lt er eine Botschaft, als er den Stein berĂŒhrt. “HĂŒte dich, denn der Fluch ist zurĂŒckgekehrt“, hörte er wieder die FlĂŒsterstimme, die vom Wind an seine Ohren getragen worden zu sein schien. „In der nĂ€chsten Nacht wird der Kutscher zurĂŒckkehren und einen neuen Sarg mit sich fĂŒhren. Es endet nie, und es ist alles meine Schuld ..“

John ist inzwischen in Schottland angekommen und nimmt den Sarg unter die Lupe. Der Kreuztest bleibt negativ. Doch als er den Sarg öffnet, wird er in eine bodenlose SchwÀrze hinein gesogen. Mhh, welche Magie ist das, wenn das Kreuz an seiner Hand baumelt und beim Hineinziehen mit der Masse in Kontakt gerÀt?

Die Fangarme hatten mich in eine andere Dimension gezogen. Das vermutet John zumindest. Er befindet sich in einer alten Kapelle. Hier trifft er auf Kenneth Daonan, den Auslöser des Fluchs. “Nach all den Jahrhunderten habe ich gedacht, man hĂ€tte mich vergessen und wollte mich einfach bis in alle Ewigkeit leiden lassen, aber jetzt ist der Fluch wieder aktiv. Mein eigener Fluch ...“ Kenneth löst sich aber schnell auf, den er muss fĂŒr die Gegenseite einen neuen Sarg herstellen. Dann gibt es da noch die unheimliche Sensenfrau-Statue in der Kapelle, vor der John nur dank des Kreuzes geschĂŒtzt ist. Als er die Formel rufen will, zieht die Gegenseite die Notbremse und spuckt ihn auf der Polizeiwache wieder aus. Von dem Vorgang ist Inspektor Leona Phelan Zeugin gewesen, also weiht John sie ein. Mit dem Name Kenneth Daonan kann sie nichts anfangen. Ich nickte, konnte aber nicht sagen, ob mir die Frau die volle Wahrheit sagte. Etwas an ihrer Art ließ mich misstrauisch werden. DafĂŒr schickt sie ihn ins obligatorische Heimatkundemuseum des Dörfchens, vielleicht kann er dort mehr herausfinden. Suko ist nun mit ein wenig Abstand ebenfalls eingetroffen. Wie passend. Dann kann er die Inspektor beschatten, wĂ€hrend John sich im Museum umschaut.

Das ist auch das Ziel von Eaghan Cross. Museumsleiterin Deborah Phelan hĂŒtet ein dunkles Geheimnis und ist vielleicht eine Mörderin. Dem Name nach ist sie außerdem mit der Inspektorin verwandt. Hoffentlich baut Rafael Marques kein zu großes und verworrenes Mysterium auf. Wenn er schon einen Einzelroman schreiben muss, statt eine seiner Baustellen fortzusetzen, dann doch bitte ein einfaches altmodisches Gruselabenteuer zum nostalgieren. “Wenn du mich fragst, hĂ€tte sie niemals aus dem GefĂ€ngnis freikommen dĂŒrfen, denn jeder hat gewusst, dass sie ihren Mann auf dem Gewissen hat.“ Deborah weiß sogar mehr ĂŒber die Legende als Eaghan Cross und fĂŒhrt ihn zu einem alten GemĂ€lde, das mit dem Fluch zusammenhĂ€ngt. Ganz sicher keine Falle. Auf dem Bild ist die Sensenfrau aus der Kapelle zu sehen. Eine alte Gottheit, die Eaghan in ihren Bann zieht und ausbrennen lĂ€sst. Tja.

Im Heftromantiming kommt der GeisterjĂ€ger am Museum an. Caroline Cross sitzt noch im Wagen und wartet auf ihren Uropa. John schleicht sich ins Haus. Ganz praktisch ist die TĂŒr nicht verschlossen und um die Konfrontation noch etwas hinauszuzögern ist Deborah Phelan irgendwie verschwunden. So kann John das GemĂ€lde mal eben fix mit dem Kreuz zerstören. Ein Problem weniger. Was Eaghan Cross angeht ahnt John aber schlimmes und hat keine guten Nachrichten fĂŒr seine Urenkelin. Von ihr erfĂ€hrt er einiges. Ab geht es zum Clach-na-Gruich. Suko kann John nicht erreichen. Vermutlich nur ein Funkloch, kein Grund zur Sorge.

TatsĂ€chlich hat der Chinese einfach nur kein Netz. Er ist Leona Phelan in einen abgelegenen Wald gefolgt. Er wollte sich schon bemerkbar machen, als sich hinter Leona Phelan eine Gestalt aus dem grauen Dunst schob. Es handelte sich um die mit einer Sense bewaffnete Frau, die John als lebendig gewordene Statue wĂ€hrend seiner Zeit- oder Dimensionsreise erlebt hatte. VerbĂŒndet scheinen die nicht zu sein, Leona schießt auf die Göttin. Die sich davon natĂŒrlich nicht beeindrucken lĂ€sst. Suko muss eingreifen und die Göttin zieht sich zurĂŒck. Nun wĂ€re es Zeit fĂŒr Antworten, doch da greift ein massiger DĂ€monenhund an. Zack, DĂ€monenpeitsche. Anscheinend hatte sich das Wesen aufgelöst, bevor die Riemen der Peitsche es vernichten konnten. Oder eine andere Kraft, die hinter dem Hund stand, war dafĂŒr verantwortlich. Wie schon im Museum beschĂŒtzt der Autor seine Figuren. Den Showdown gibt es erst zum Finale. Ist ja nicht schlimm.

So. Jetzt aber. “Ich glaube, da mĂŒssen Sie mir einiges erklĂ€ren.“ FĂŒr den Leser gibt es das nĂ€chste StĂŒckchen Auflösung. Es sieht alles nach einem tragischen Familiendrama aus. Dreck! Davon ist JS inzwischen so dermaßen verseucht. Deborah Phelan hat ihren Mann damals vor den Augen ihrer kleinen Tochter Leona erdrosselt. War einige Jahre im GefĂ€ngnis, aber es gab keine Beweise und durch einen geschickten Verteidiger kam sie dann wieder frei. Leona wurde Polizistin, doch das schreckliche Geheimnis behielt sie all die Jahre fĂŒr sich. Wissen Sie eigentlich, was das mit einem macht? Dank duzender Hilleberg-Romane weiß ich das inzwischen sehr genau, danke. Um es kurz zu machen, Deborah Phelan verehrt wohl die nordische Totengöttin und Sensenfrau Hel und ist deshalb eine Killerin geworden. Einfach weil! ZufĂ€llig hat Leona bei einer polizeilichen Weiterbildung den GeisterjĂ€ger kennen gelernt. Und ihm deshalb jetzt die Postkarte geschickt, wo der Fluch wieder aktiv wird. Das ist ja wie bei PZ wo stĂ€ndig irgendwelche Leute den Professor bei Vorlesungen gehört haben und Jahre spĂ€ter rein zufĂ€llig genau diese Personen in den Bann paranormaler Ereignisse geraten. Das letzte Drittel des Abenteuers gefĂ€llt mir mit seinen Auflösungen und ErklĂ€rungen immer weniger. Aber gut, ĂŒber die ĂŒblichen Heftroman-Bequemlichkeiten kann ich hinwegsehen.

Leona will zu Kenneth Daonan Kontakt aufnehmen, um den Fluch irgendwie zu beenden. Sie und Suko werden von einem dichten Nebel eingehĂŒllt, der sie durch die Zeiten oder Dimensionen transportiert. Wie im Zeitraffer zogen sich die Mauern in die Höhe, bildeten sich Fenster und eine TĂŒr, und schließlich entstand auch das Holzdach. Im Heftromantiming hat Kenneth Daonan jetzt gerade den neusten Sarg fertiggestellt und verlĂ€sst das Haus, um ihn zum nĂ€chsten Opfer zu bringen. Suko will das verhindern und schießt auf den Kutscher, ohne etwas auszurichten. Der Zug, oder eher die Kutsche, ist abgefahren. Suko und Leona betreten Kenneths HĂŒtte, um ihn zur Rede zu stellen. Er ist auch nur ein Opfer des Fluchs, den er selbst heraufbeschworen hat. Mit der DĂ€monenpeitsche erlöst Suko ihn netter Weise.

Der Clach-na-Gruich wurde irgendwie zerstört, obwohl er vor Stunden noch existierte. John und Caroline Cross können hier nichts mehr unternehmen, Pech. Mhh, ich hĂ€tte gern ein paar kurze SĂ€tze ĂŒber diesen Vorgang aus Sicht der Gegenseite gelesen, wĂ€re eine nette ErgĂ€nzung gewesen. Der GeisterjĂ€ger kommt erstmal bei Caroline und ihren Eltern unter. Suko erreicht er immer noch nicht und es wird schon dunkel. Schön ist das nicht. Er bricht gerade zu einem Spaziergang durch den Ort auf, als ihm die Kutsche entgegenkommt. Konnte es sein, dass ich das Ziel des Pferdewagens war? Nein, die ist unterwegs zu den Cross‘, um Zeugen auszuschalten. Das muss John natĂŒrlich verhindern. Die Tentakel greifen schon nach Carolines Eltern, da ruft er die Kreuzformel. Der Kampf hatte nur wenige Sekunden gedauert, und auch wenn ich es hier vielleicht nicht mit allzu mĂ€chtigen, dĂ€monischen Wesen zu tun gehabt hatte, wĂ€re es mir ohne die Aktivierung wohl nicht gelungen, das Ehepaar Cross zu retten.

Jetzt geht es den Gegnern nacheinander an den Kragen. Es darf keine Zeit verschwendet werden. Kaum hat John den Kutscher erledigt, ruft Suko ihn an. Noch gibt es die Göttin und Deborah Phelan. Man will sich beim Museum treffen, um die Frau dingfest zu machen. Dort ist Caroline Cross schon. Deborah lĂ€sst sie zu sich in ihren obligatorischen Geheimraum und greift sie mit einer Sense an. Das Blatt der Sense huschte nur wenige Zentimeter vor ihrem Gesicht durch die Luft, und wĂ€re sie nicht einen Schritt zurĂŒckgewichen, hĂ€tte sie jetzt bereits ihren Kopf verloren. Das war knapp. Nochmal so viel GlĂŒck haben wird Caroline nicht. Ihre Beine gaben nach, und als sie in die Knie sackte, wusste sie bereits, dass sie sterben wĂŒrde. Deborah Phelan – oder das Monster, zu dem sie geworden war – riss ihre Sense in die Höhe, um ihr den Kopf abzuschlagen. Genau in diesem Moment hörte sie einen lauten Ruf. In allerletzter Heftromansekunde taucht Leona Phelan auf. Da kommen zum Finale alle relevanten Figuren gleichzeitig zusammen, schön. Als Deborah jetzt nĂ€mlich auf ihre Tochter losgeht, treffen John und Suko im richtigen Timing ein. Der Chinese schlĂ€gt mit der DĂ€monenpeitsche nach ihr und erwischt den Kopf, der in einer kleinen Splatterszene einfach explodiert. “Es ist vorbei“, hauchte er ihr zu. „Sie ist tot.“ Die Inspektorin nickte schwach. „Ja, das ist sie. Wir haben es geschafft.“ WĂ€re ein schönes Ende, bei dem relativ wenig Leute gestorben sind und die Bösewichte ihre gerechte Strafe bekommen haben. Bei einem modernen JS kann man das natĂŒrlich nicht dabei belassen. Zu wenig Drama. Deshalb erschießt Leona sich dann auf den letzten Seiten, damit der Fluch ihrer Mutter sie nicht auch erfasst. Und John macht sich wieder einmal VorwĂŒrfe. War es ein Fehler gewesen, Leona Phelan allein zu lassen? HĂ€tten wir vorausahnen können, dass so etwas geschah?


Zum Ende nochmal einen reinwĂŒrgen, weil es gewisse Dinge gibt, die moderne JS offenbar einfach haben mĂŒssen. Schauen wir mal. An sich ist das ein netter altmodischer JS mit schöner Schauergeschichte. Ein abgeschlossener Fall der Woche, obwohl Rafael Marques genug Baustellen hat. Kann man jetzt sehen, wie man möchte. Schlecht war das Heft nicht. Wieder einmal Ă€hnelt der Autor der Art von Altmeister Dark an guten Tagen, ohne ihn zu kopieren. Dazu sehr gute Beschreibungen der Szenerie, da kommt Fernweh auf. So einige perfekte HeftromanumstĂ€nde, die der Autor auch vermeiden hĂ€tte können. Das Talent dazu hat er. Offenbar legt er darauf schlichtweg keinen Wert, die meisten Leser stört sowas ja auch nicht. Selbst ich kann darĂŒber relativ gut hinweg sehen, wenn der Rest stimmt.

Dann haben wir aber als Hintergrund ein schlimmes Familiendrama und das traumatische Kindheitserlebnis von Inspektor Leona Phelan. Schon wieder. Es nervt einfach nur. Um dieses spezielle „JS-Schema“ komplett zu machen tötet sich Leona am Ende selbst und John darf sich VorwĂŒrfe machen. Ihm wird auch nichts gegönnt. Das nĂ€chste PĂ€ckchen auf seiner Schulter, oder ist er inzwischen durch die HĂ€ufigkeit solcher Momente abgehĂ€rtet?

Ernsthaft, muss das denn sein? Ergab eine Marketingauswertung, dass der moderne Heftromanleser eine bittere Pille am Ende unbedingt braucht und die Helden sich nicht ĂŒber einen echten Sieg freuen dĂŒrfen? Es reicht doch, wenn ein Autor das stoisch als Stilmittel verwendet. Bei Rafael Marques sind diese Hilleberg-Dinge in letzter Zeit auch zur Regel geworden. Irgendein Kindheits-/Jugenddrama in der Hintergrundgeschichte einer (meist weiblichen) SchlĂŒsselperson des Romans und einen DĂ€mpfer zum Finale.

Das beeinflusst auch meine Wertung. HĂ€tte trotz "Abenteuer der Woche" ein knappes Sehr Gut werden können. Aber das Ende hat mich dann ĂŒberzeugt, GUT zu vergeben.
Trotz großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Kreuzen) Das klingt jetzt ĂŒberheblich und anmaßend, aber ich werde weiterhin konsequent die Autoren fĂŒr sowas "abstrafen", wenn sie diese Dinge stĂ€ndig anwenden. Ein paar mal ein tragisches Ende ist ja in Ordnung, aber es sollte nicht die Norm werden. Inzwischen ist es mir nĂ€mlich egal geworden. Unter Dark hat mich sowas noch getroffen. Wenigstens habe ich das GefĂŒhl, HeftromanzufĂ€lle entspannter mitzunehmen. Wie zum Finale alles nacheinander perfekt aufeinander abgestimmt ist, mag ĂŒbertrieben sein, aber wenn der Rest stimmt, stört es kaum.

Thema: Band 2259: Old MacKill
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02.10.2021 16:15 Forum: JS2201-2300

Wieder ein verschollener alter Bekannter. Nach 2 Jahren wieder mit dem obligatorischen Halloween-JS? Buch

Thema: Band 1235: Am Höllengrund
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02.10.2021 16:13 Forum: PZ1201-1400

Zitat:
Original von Loxagon
Aber wieso willst du, GW, jetzt das Crossover auslassen? Vielleicht wirds ja besser, als das Letzte. Das war in der Tat eher enttĂ€uschend, vor allem weil alles so groß angekĂŒndigt war.


Ist es inzwischen nicht das dritte Crossover bei PZ?

Ich bin allgemein kein Freund der Idee und ihrer Umsetzung mit den Parallelwelten. Bei JS hat man das nach einem Versuch schon abgeschlossen, aber bei PZ bleibt es ein Thema. Wenn es wenigstens weiter 1xJS und 1xPZ wÀre.

Thema: Band 1235: Am Höllengrund
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29.09.2021 19:11 Forum: PZ1201-1400

2015. Der IS ist auf dem Vormarsch. Bei einer Tempelsprengung wird das klassische Übel freigesetzt, weil das obligatorische Schutzsiegel bricht. Es herrschte Krieg! Wer gegen wen und warum, das erschloss sich Binmot nicht. Es war ihm auch egal. Hauptsache der orientalische Drache hat durch das Chaos Gelegenheit, auf Menschenjagd zu gehen. FĂ€llt bei dem ganzen Sterben eh niemandem auf. Bei sich hat er seine loyalen DĂ€monen. Als Binmot sich mit einem Kampfjet anlegt, erwischt es ihn und er hat erstmal Pause.

Da setzt dann die Handlung mit den bekannten Nebenfiguren dieser Autorenbaustelle ein. Der letzte Roman der Autorin dĂŒrfte anderthalb Jahre her sein. Da mich die Geschichten von Stephanie Seidel sowieso nicht sehr mitgerissen haben, bin ich wieder mal raus. Wer war nochmal wer und worum ging es in ihrem letzten Heft? Ich muss mich wohl an dem entlanghangeln, was kein Vorwissen erfordert.

Erstmal gibt es wie bei Stephanie Seidel ĂŒblich sowieso nur stilistische Szenebeschreibungen von Damaskus und irgendwelche Lokalinfos. Der ErzdĂ€mon Hazakil hat sich die letzten Jahre um den verletzten Binmot gekĂŒmmert und mit Nahrung versorgt. Der dĂ€monenkundige Historiker Ibrahim Choukri befindet sich nicht weit entfernt im Nationalmuseum, weil ihn das Palmyra-Projekt interessiert. Dabei wird er auf den Tempel mit dem gebrochenen Siegel aufmerksam. Und es gibt seitdem immer wieder Berichte und Aufnahmen von einem Drachenwesen. “Vielleicht wussten nur die Baalpriester von ihm. Oder er ist nie in Erscheinung getreten“, vermutete Jamal. „Und das wĂ€re er auch nie, hĂ€tte der IS nicht vor fĂŒnf Jahren den Tempel gesprengt!“, fĂŒgte er zornig hinzu. Choukri lachte auf. „Welch Ironie! Ausgerechnet die befreien einen antiken Gott!“

Auf dem Markt ist Ibrahim gerade in einem GeschĂ€ft, als in unmittelbarer NĂ€he Hazakil zuschlĂ€gt und einen Jungen fĂŒr den Drachen entfĂŒhrt. Ibrahim hört die verzweifelten Schreie des Vaters und wird so natĂŒrlich zufĂ€llig auf den Gegner der Woche aufmerksam, ohne es zu wissen. Als die Polizei kommt, haut er aber ab. Zu Hause in Marokko wĂ€re Choukri nicht von der Stelle gewichen, hĂ€tte dem unglĂŒcklichen Mann beigestanden. Doch er war davor gewarnt worden, sich mit syrischen SicherheitskrĂ€ften anzulegen. Der Junge ist angeblich von einer Tasche verschlungen worden, das klingt eh etwas unglaubwĂŒrdig. Aber weil der TaschenhĂ€ndler ihn so bejammert, kauft Ibrahim dann noch eine Aktentasche, um den Kerl los zu sein. Wieder ein totaler Zufall, mit dem die Autorin ihn auf der richtigen Spur bleiben lĂ€sst. Denn als er die verschlossene Tasche in seinem Hotel liegen lĂ€sst und spĂ€ter zurĂŒckkehrt, erwartet ihn eine Überraschung. Auf seinem Bett stand die schwarze Aktentasche. Weit geöffnet.

Zamorra fĂŒhrt mit seinem alten Studienfreund, DĂ€monenjĂ€ger und Seidel-Nebenfigur Willem van Kamp ein SkypegesprĂ€ch. Da erreicht Willem gerade eine Textnachricht von Ibrahim. Wie schreibe ich gerne
es passt wieder einmal alles perfekt zusammen. Willem macht sich mit dem Dschinn Rhannoud auf den Weg zu Ibrahim, um ihn bei der Untersuchung des Taschen-Mysteriums zu unterstĂŒtzen. Es kommen fast alle Seidel-Figuren zum Einsatz. Muss ja, wenn man so selten die Chance erhĂ€lt, seinen Plot fortzusetzen. Zamorra hat ja zufĂ€llig von der Notlage Wind bekommen und ruft Ibrahim an, der Zamorras Hilfe vorerst ablehnt. “Es wird nicht nötig sein, dass Sie sich herbemĂŒhen, Professor Zamorra!“ Was ganz sicher auch bis zum Ende des Abenteuers so bleiben wird


Der Dschinn Rhannoud untersucht die Tasche ziemlich sorglos, weswegen Ibrahim sie ihm wegnehmen will, bevor etwas passiert. Tja. “Ich hab doch gesagt ...“ – Weiter kam er nicht. Seine Finger hatten die Innenseite berĂŒhrt; ein Fehler, der sich nicht mehr korrigieren ließ. Mit ungeheurer Wucht wurde Choukri vom Bett gerissen, ĂŒber die Tasche, in sie hinein. Willem bekam Choukris hochfliegendes Bein zu fassen, wollte sich nach hinten werfen, als Gegengewicht. Doch die Zeit reichte nicht aus. Zwei HerzschlĂ€ge, dann waren die MĂ€nner verschwunden. Eine Heftroman-Verkettung unglĂŒcklicher Ereignisse. Rhannoud steht dumm da, aber er hat eine Idee. “Zamorra muss her! Der findet immer eine Lösung.“ Das ging schnell. Sie kommen vor Ort aber auch nicht weiter. Zum GlĂŒck meldet sich da der Mythenforscher Abu Jamal aus dem Nationalmuseum im Hotel, weil er sich mit Ibrahim treffen wollte. “Sie wissen von Doktor Choukris ... inoffizieller TĂ€tigkeit?“ Jamal nickte. „Ich weiß auch, wer Sie sind, Herr Professor.“ Perfekt, dann kann man ihn gefahrlos einweihen. Weiterhin passt alles perfekt.

Abu Jamal hat auch direkt den richtigen Einfall. “Drachen hĂ€uten sich einmal im Jahr, das wissen Sie ja sicher.“ „Und ihre Magie sitzt auch in der Haut“, ergĂ€nzte Zamorra. „Die wirft er seit der Zeitenwende ab. Wieder und wieder.“ Vor seinem geistigen Auge formte sich das Bild riesiger Taschenstapel, genug, um unzĂ€hlige Menschen in den Tod zu reißen. Es gibt zwar einen heiligen Zugang in die Welt des Drachen. Doch der wird von der syrischen Armee bewacht.

Willem und Ibrahim landen im Höllengrund, der Dimension des Drachen. Ausgerechnet der Dschinn, der ihnen hier helfen könnte, ist nicht mit dabei. Sie werden auch sogleich von einem DĂ€mon begrĂŒĂŸt, den sie aber vernichten können. Und sie treffen auf andere Gefangene. Außerdem gibt es viel orientalische Mythologie zum mitnehmen. Einen fĂŒr Sterbliche nutzbaren Ausgang aus der Dimension gibt es auch, komische Todesfalle. “Der einzig Erreichbare wĂ€re der in der Schwarzen Grotte, aber da kann man kaum treten vor lauter Dienern.“

Da gibt es bei Zamorra also einen schwer bewachten Eingang in die Welt und bei den anderen einen schwer bewachten Ausgang aus der Welt. Ich macht es jetzt mal kurz und muss wohl nicht weiter auf Momente eingehen, wo zufĂ€llig alles perfekt zusammenpasst, um die Handlung in die von der Autorin gewĂŒnschte Bahn zu lenken. Dabei werden selbst kleinste Details wichtig. Wie der rote Gummiball des auf dem Markt entfĂŒhrten Jungen, der jetzt genau vor der Statue eines Götzen liegt und genutzt werden kann, um in Kombination mit anderen Zutaten die Statue zu vernichten. Was fĂŒr ein GlĂŒck, das passt perf
ah, ich tue es schon wieder, sorry. Der Junge wird auch noch entdeckt und kann mitgenommen werden, um am Ende gerettet zu werden und den Kreis zum Anfang der Geschichte zu schließen. Ach, und der Gefangene, der die Helden durch diese Welt fĂŒhrt entpuppt sich noch als Werwolf. Wenn der sich jetzt genau zum Finale verwandelt wĂ€re das doof. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Er wĂŒrde einsetzen, wenn der Mond aufging – gleich, jeden Moment. Ach stimmt, ja sowas ist bei Stephanie Seidel irrelevant, sie macht es sich, wie sie es braucht. Deshalb greift der Werwolf auch die DĂ€monen an und nicht die Helden, deren Munition just in diesem Augenblick leer geschossen ist. Überraschende Rettung in letzter Sekunde, toll.

Auf der Erde versuchen Zamorra und Rhannoud, ihren Freunden zu helfen. Der Dschinn ist unsichtbar, die syrischen Truppen sind kein Problem. Er bringt sich und Zamorra zum Eingang in die Welt des Drachen. Der natĂŒrlich genau an dem Ausgang mĂŒndet, wo der Rest der Helden sich gerade befindet. Wer hĂ€tte es gedacht. So kann das versammelte Seidel-Team zusammen den Drache und seine Diener bekĂ€mpfen. Und am Ende mit einem Bannspruch den Höllengrund versiegeln. Der ErzdĂ€mon Hazakil ist zu dem Zeitpunkt aber auf der Erde. Er bemerkt, dass er nicht mehr Heim kann und macht sich auf die Suche nach den Verursachern der Versiegelung. Das wird dann die Fortsetzung des Plots sein
.in ein bis zwei Jahren
.



Man kann das positiv oder negativ auffassen: Stephanie Seidel bleibt sich treu. Sie schreibt MĂ€rchen, keine Gruselgeschichten. Und in MĂ€rchen passieren eben auf wundersame Weise stĂ€ndig Dinge, damit die Helden in verzwickte Situationen kommen, um sich zu beweisen. Aber am Ende fĂŒgt sich dann auf ebensolche Art alles zusammen und die Protagonisten siegen ĂŒber das Böse. Da darf man einfach nicht nach der Logik suchen. Dazu gibt es wie immer eine ordentliche Ladung Informationen ĂŒber orientalische Mythologie, Gepflogenheiten, Geschichte und LokalitĂ€ten.

Das ist Geschmackssache. Ich möchte aber auch objektiv fragen, schreibt die Autorin PZ-Romane? Es ist auch nichts Neues. Ihre ErzdĂ€monen sind andere als die von PZ. Und ich glaube ihr Baal ist ein anderer als der von PZ. FĂŒr mich ist Stephanie Seidel aus all diesen GrĂŒnden eine Autorin, die beim neuen Gespenster-Krimi wesentlich besser aufgehoben wĂ€re.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Amuletten) fĂŒr meinen Lesegeschmack. Im Gegensatz – ich muss es wieder erwĂ€hnen, tut mir Leid – zu Florian Hilleberg kann ich das hier als „ist einfach nicht mein Fall“ abtun. Zum Beispiel sind ihre Beschreibungen um den IS genau richtig. Weder zu moralisch, noch zu ĂŒberdreht brutal fĂŒr den Schockeffekt und keine persönliche Meinung als Autorenzeigefinger. Der IS ist scheiße und furchtbar, da sind wir uns alle einig. Aber es reicht, wenn man neutral die Tatsachen beschreibt und jeder nicht verblödete Leser sich daraus selbst die Moral ableiten kann. Ich möchte ihr wirklich nur ankreiden, dass sie sich nicht an das Setting PZ anpasst. Sie beteiligt sich abgesehen von einer kurzen ErwĂ€hnung auch nicht am Überthema der Zauberschule, was fĂŒr mich einerseits sehr schön ist (ich finde auch immer einen Grund zum Meckern), andererseits ist das Schade fĂŒr das gemeinschaftliche Konzept.

Nachdem ich jetzt drei Wochen JS-Pause wegen Ghoul-Trilogie hatte, gibt es wohl einen Monat PZ-Ruhe durch das Crossover. Ich wĂŒnsche allen Lesern viel Spaß und freue mich auf eure Rezi-Texte. smile

Thema: Veranstaltungs-Thread
Das Gleichgewicht

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25.09.2021 16:48 Forum: Talk

Zitat:
Original von Tulimyrsky
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Darf man als Autor ĂŒberhaupt dort mitmachen? Man weiß ja schon, wer der Killer ist. großes Grinsen


ach weiß ich das? Der Kellner mit der weißen Weste? Die fesche Bardame? Oder gar der Koch?

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen! großes Grinsen großes Grinsen


Wenn der Kellner mit Nachname Costello heißt und etwas muffig riecht, wĂ€re ich gaaaanz vorsichtig. Augenzwinkern

Thema: DĂ€monenkiller-Serie startet im September 2018 beim Bastei-Verlag
Das Gleichgewicht

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25.09.2021 13:02 Forum: DĂ€monenkiller

Bilde ich mir das ein...oder werden seit dem Deal mit Bastei keine neuen Zaubermond-BĂŒcher mehr geschrieben, zu Hunter und Zamis. Weiß da jemand mehr? Auf der Shopseite gab es lange Zeit kein Update.

Thema: Gibt es noch Ballard-Fans?
Das Gleichgewicht

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Hits: 156029

25.09.2021 12:58 Forum: Tony Ballard

Liest die Serie unter der Romantruhe noch jemand?

Auch bei Serien die ich aktuell nur beobachte schaue ich mir gern die Cover und Teasertexte an. Leider gibt es da auf der Seite der Romantruhe nie welche. Keine Ahnung warum, finde ich sehr schade. Genau so wenig das Erscheinungsdatum der (bereits erschienenen) BĂŒcher. Alles sehr spĂ€rlich.

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