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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2201-2300 » Band 2260: Carmens Hölleneid
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Umfrage: JS Band 2260: Carmens Hölleneid
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sehr schlecht 
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Insgesamt: 9 Stimmen 100%
 
iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9679

07.10.2021 10:25
Band 2260: Carmens Hölleneid
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Carmens Hölleneid

Es gab mehrere Arten von Hexen. Einmal die weisen alten Frauen, die, die alles wussten. Und dann die neuen Hexen, die der Natur zugetan waren und daraus ihre Kraft schöpften.
Aber es gab auch andere. Zu ihnen gehörte Carmen, die einen Hölleneid ablegte und deshalb besondere Kräfte bekam, die Jane Collins und mir beinahe zum Verhängnis wurden ...

Geschrieben von Jason Dark

Erscheinungsdatum: 02.11.2021

__________________

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10965

06.11.2021 11:37
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Die Hexe Carmen leistet dem Teufel gegenüber einen Hölleneid und wird jetzt ganz böse Dinge für die Hölle tun, weil man das eben so macht. Ihr erstes Opfer ist der Ungar Imre Kozik, der sie im Park anflirtet. Sie tötet ihn nicht, sondern hypnotisiert ihn und schickt ihn mit einem Messer aus Mordtour.

Chief Inspector Tanner feiert gerade das Dienstjubiläum eines Polizisten, als Imre Kozik austickt und einen der anwesenden Polizisten tödlich attackiert. Die Kollegen fackeln nicht lange und schießen ihn einfach nieder. Trotzdem überlebt er, was auch Tanner wundert. Bitte? Er lebt noch. Aber er ist doch getroffen worden. Naja, ist halt praktischer für die Handlungsentwicklung. Tanner hat bei dem Angreifer rötlich schimmernde Pupillen bemerkt, also ahnt er schon, in welche Richtung das gehen könnte.

Er sucht den Geisterjäger direkt in dessen Wohnung auf und fährt dann mit ihm in die Klinik, wo der angeschossene Killer untergebracht wurde. Als sie das Zimmer von Imre Kozik erreicht, liegt schon ein Arzt tot auf dem Boden. Hat Imre Kozik ihn umgebracht? Was ist die Mordwaffe und wo befindet sie sich? Das sind Fragen, die den Leser interessieren, auf deren Beantwortung er aber warten muss. Der Killer liegt seelenruhig in seinem Bett. Man schlägt die Decke ein wenig zurück, seine Augen leuchten rot, man beratschlagt sich und John macht den Kreuztest. Nun reagiert Imre Kozik und schlägt die Decke vollständig zurück. Er ist mit Blutspritzern übersäht und Er hielt sein Messer fest. Ok, er hat den Arzt wirklich umgebracht. Wäre das endlich geklärt. Das heißt aber, dass man ihm die Waffe seines ersten Mordes nicht abgenommen hat, oder wie ist er im Krankenhaus an ein neues Küchenmesser gekommen? Und wieso wird ein Polizistenmörder nicht auf dem Bett fixiert oder wie üblich ein Beamter zu seiner Bewachung abgestellt?

Als er mit erhobenem Messer auf John zuläuft, jagt der ihm einfach eine Kugel ins Bein. Das muss reichen. Das Messer hatte er nicht fallen gelassen. Im Moment bedeutete es keine Gefahr. Wieso auch vorsichtshalber entwaffnen, das passt schon. Die Romane des Altmeisters werden auch immer „schludriger“.

In der obligatorischen Fragerunde packt Imre Kozik gerne aus und erzählt von seiner Herrin, die ihn schon noch rächen wird. “Ihr habt sie herausgefordert, und das wird sie annehmen und zurückschlagen.“ Inzwischen wirkt das geweihte Silber in seinem Bein und tötet ihn über die nächsten Minuten langsam durch eine sich ausbreitende Körperfäule. Wo sich John Sinclair bei anderen Autoren wegen sowas schlimme Vorwürfe machen würde, tut der Geisterjäger es hier mit einem Das Grauen hatte in ihm gesteckt ab. Pech, kann man nichts machen. Ist er halt tot, nicht unser Problem.

Nun wird die übliche Taktik angewendet. Abwarten, bis die Gegenseite wieder aktiv wird. Carmen steht in der Nähe der Klinik und hat mitbekommen, dass ihr Diener erledigt wurde. Sie hypnotisiert einen Krankenhausmitarbeiter und fragt ihn über die beiden Besucher aus. Den Namen kannte sie, und den Wohnort würde sie noch herausfinden.

Wie genau ist total unwichtig, das muss den Leser nicht interessieren. Jedenfalls spricht sie Kate Tanner in der nächsten Szene auf dem Gehsteig vor ihrem Haus an und bringt sie unter ihre Kontrolle. Schöne Idee, den alten Eisenfresser so persönlich zu treffen. Zwar wird der Altmeister sicher nichts aus dieser Gelegenheit machen, aber wenigstens wird er es auch nicht völlig überzogen als Mittel für extremes Drama einsetzen. Passt. Carmen lockt Tanner über seine Frau nun in eine Falle. Bei Tanner trennen sich die Wege der beiden Ermittler nach diesem harten Tag. Der Chief Inspector wird von seiner manipulierten Frau niedergeschlagen. John hat ein böses Bauchgefühl und wendet, um nochmal nach seinem Freund zu sehen. Es war meine innere Stimme, die sich bemerkbar gemacht hatte. Es ging nicht um mich, sondern um Freund Tanner. Wie das nicht nur stets zuverlässig ist, sondern auch Einzelheiten ausspuckt, toll. Diese Heftromanintuition hätte ich auch gerne.

Wie es sich gehört hat Carmen die Chance nicht genutzt und ihren Feind direkt von seiner Frau töten lassen. Sie will ja noch ihre Bösewichtrede halten und Tanner alle Informationen geben, die er braucht. Kate hat sie inzwischen aus ihrem Bann entlassen, damit sie zusehen kann, wie sie Tanner über den Boden schweben lässt. Na, wenigstens zeigt Carmen mal ihre Hexenkräfte. Als John die Wohnung erreicht, schweben inzwischen beide Tanners. Carmen will den Chief Inspector jetzt endlich abkballen, doch es kommt alles anders. Sie lachte, zielte noch genauer, krümmte schon den rechten Zeigefinger, als die Scheibe eines Fensters zerbrach und der Schuss von dort fiel .. Carmen wird durch die Schüsse zumindest in ihrer Konzentration gestört und haut ab. Sie war weg! Einfach entkommen, und darüber konnte ich mich ärgern. John bleibt nichts anderes übrig, als wieder abzuziehen.

Im letzten Viertel nimmt die Geschichte noch einmal eine ganz andere Wendung. Carmen ruft Jane Collins an. Sie will sich mit ihr treffen und etwas besprechen. “Wir Hexen müssen zusammenhalten und uns gegenseitig helfen.“ Es ist jetzt schon Jahrzehnte her, dass Jane ihren aktiven Hexendienst beendet hat. Trotzdem kennt Carmen sie, aber vom Geisterjäger und Erzfeind der Hölle hat sie noch nie etwas gehört? Trotz dem magischen Erbe in sich, hat Jane keine Chance, als Carmen ihre telekinetischen Kräfte gegen sie anwendet. Sie zwingt Jane, den Geisterjäger anzurufen und in eine Falle zu locken. Mhh, man könnte sagen, Johns Bauchgefühl ist eine stärkere Waffe als sein Kreuz. Wieder ahnt er etwas und ist vorbereitet. Deshalb nimmt er auch Suko mit, als er zu Jane fährt. Er schleicht sich heimlich ins Haus und überrumpelt Carmen. Die lässt zum Ende nochmal fix Feuerspeere aus ihren Augen schießen, die vom Kreuz abgewehrt werden. Carmen flieht erneut, dieses Mal läuft sie aber Sukos Dämonenpeitsche in die Riemen. “Okay“, sagte Suko, „das war’s.“



Soll man jetzt bei Altmeister Dark dankbar sein, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist, oder berechtigte Kritik üben? Die erste Hälfte des Romans war jedenfalls so gar nichts. Haufenweise unnötige Dialoge und es passiert kaum was. So kommt beim Leser keine Spannung auf. Carmen quatscht mit dem Teufel und leistet ihren Hölleneid. Carmen quatscht mit Imre Kozik und lockt ihn in eine Falle. Wo sie ihn bezaubert und nochmal mit ihm quatscht. Tanner quatscht auf der Party mit einem Kollegen. Kurze Actionszene, in der ein Polizist getötet wird. Man merkt aber sofort, dass sowas bei Dark eher im Hintergrund steht. Danach wieder viele Dialoge zwischen Tanner und John. Man fährt zum Krankenhaus und führt weitere Gespräche mit den Mitarbeitern. Entdeckt den Mord am Arzt, der Autor nutzt diese Chance leider kaum zum Spannungsaufbau. Weitere Gespräche über Imre Kozik, bis der angreift.

Ab hier wird der Roman dann interessanter. Spätestens, als Carmen sich an Kate Tanner ranmacht. Johns berühmtes Bauchgefühl verhindert zwar schlimmeres, aber die Hexe hat schon den nächsten Plan und wendet sich an Jane. So richtig glaubhaft finde ich diese Verknüpfung nicht. Es liest sich, als würde der Altmeister eine spontane Idee ohne viel Hinterfragen direkt umsetzen, wie er es gern tut. Wieder schützt das Bauchgefühl John und Carmen wird erledigt. Fall abgeschlossen, aber wenigstens wurde die Geschichte zum Ende hin besser.

Ganz so schlimm wie Darks Rentner-Roman vor zweieinhalb Monaten ist dieses Abenteuer nicht, obwohl es in der ersten Hälfte schon auf diesem Niveau angesiedelt ist. Danach nähert es sich schon eher dem bekannten Dark-Standard. Weshalb es von mir auch ein schwaches MITTEL gibt mit großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Kreuzen)

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Dämonenkiller
2. John Sinclair
3. Tony Ballard

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lessydragon lessydragon ist männlich
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Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 5879

26.11.2021 00:59
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Mir erging es so ähnlich wie dem Gleichgewicht, ich habe mit einem Mittel abgestimmt, weil ich manchen Ansatz ganz gut fand, aber die ständigen Kreisdialoge und so manche komische Fügung waren halt nicht so nachvollziehbar und bremsten den Spaß.

Das Messer in der Hand von Imre, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, wo er das in seinem Zustand schon wieder her hat, aber er behielt es immer noch in der Hand, als John und Tanner bei ihm waren, weil es ja nicht so schlimm war. Okay, jeder, der sich schon mal mit Kampfsport beschäftigt hat, wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn selbst eine Distanz von mehreren Metern ist schnell überbrückt, auch mit einem Schuss zum Stoppen reicht das schnell noch zum Angriff, ein Messer ist wirklich saugefährlich.

Der Übergang, wie die Hexe dann auf Jane kam, der fehlte einfach. Man kann sich das zusammenreimen, der Teufel wird ihr ausreichend Wissen hinterlassen haben, dazu kann sie die latent vorhandenen Kräfte eventuell noch spüren, trotzdem war das kein gelungener Übergang.

Die Hexe hatte ordentliche Kräfte, das sie ihre Gegner damit schweben lassen kann war ja mal nicht schlecht. Aber bei einem Angriff auf John wehrt sich das Kreuz, fängt das nicht nur ab (hier war es quasi ein Beschuss durch die Augen der Hexe), sondern wehrt sich durch helles Licht. Genau vor diesem fliehen sogar hochrangige Dämonen, aber die Hexe wird nur zurückgeschleudert und kann dann wieder ganz normal die Treppe runter. Wenn das Kreuz schon so regiert, dann final, oder besser gar nicht.

Die Wirkung der vom Gleichgewicht erwähnten Silberkugel fühlte sich zumindest ungewohnt an. Es sind so diese Kleinigkeiten, die das große Ganze ausbremsen, wieder ne ganz ordentliche Idee mit einigen Lücken führt zu einer Mittel-Wertung.

LG Lessy Daumen_hoch Alt

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Koboldoo Koboldoo ist männlich
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Dabei seit: 18.02.2016
Beiträge: 777

08.12.2021 14:03
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Die erste Hälfte war wegen der Kreisdialoge nicht so toll. Dann wurde es besser. Gut fand ich die Einbindung der Tanners. Der Switch auf Jane war... na ja ... gewöhnungsbedürftig. Kam halt aus freiem Himmel. Insgesamt trotzdem noch in Ordnung.

Bewertung: Mittel

Cover: Ja, geht auch in Ordnung

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX (Ziel für 2020 = Band 220 - 280 lesen)

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Sinclair Sinclair ist männlich
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Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 3730

14.12.2021 16:52
RE: Band 2260: Carmens Hölleneid
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Handlung: John erhält Besuch von Chiefinspektor Tanner. Er erzählt John, von einem Kollegen, der auf einer Jubiläumsfeier von einem scheinbar besessenen Kellner ermordet wurde. Dieser fiel durch seine unnatürlich roten Pupillen auf. Tanner und John suchen den verletzten Mörder, namens Imre Kozik, im Krankenhaus auf. Als sie das Zimmer betreten, sehen sie bestürzt, dass Kozik gerade mit dem Stationsarzt ein weiteres Opfer gefunden hatte. Nach einem kurzen Kampf stirbt Kozik an der Verletzung durch eine Silberkugel. Nicht ohne zuvor mit einer mächtigen Person im Hintergrund zu drohen, die ihn rächen wird. Ohne dass John und Tanner ihre Gegnerin im Hintergrund kennen, reagiert diese bereits und stellt Tanner eine Falle.

Meinung: Ein Roman von Jason Dark, in dem es einmal mehr um eine Frau ging, eben Carmen, die sich unbedingt auf den Teufel einlassen wollte. Bestimmt kein neues oder besonders originelles Thema. So etwas hatte es in zahlreich Variationen schon oft in der Serie gegeben. Allerdings war es für eine Gruselserie auch ein immer wieder beliebtes oder ewig junges Thema. Was dann am Ende daraus wurde, ob es spannend und unterhaltsam war, dass liegt stets an der Umsetzung durch den Autor.

Der Anfang dieses Romans war zumindest schon einmal solide gewesen. Es sollte aber wieder Unstimmigkeiten folgen. Die erste gab es auf Seite 9, als Imre Kozik behauptete Carmen hätte davon gesprochen eine Hexe zu sein. Dieses stand aber, zumindest an dieser Stelle, nicht im Text. Dean Kelly feierte sein Jubiläum. Daher war die Bemerkung, dass sein Ausstand gefeiert werden sollte, auf Seite 14, ebenfalls unpassend gewesen. Auch auf Seite 16 wurde das Jubiläum in eine Abschiedsfeier verwandelt. Seltsam? Aber so stand es geschrieben.

Danach hatte der Roman, besonders durch Tanner und John, einige starke und auch witzige Momente. Allerdings dachte John in dieser Phase auch doppelt darüber nach, warum er komische Gefühle beim Betreten eines Krankenhauses hatte. Im weiteren Verlauf spielten die berühmten Bauchgefühle und Ahnungen einmal mehr eine entscheidende Rolle. Kommissar Zufall hatte wieder Hochkonjunktur. Was nicht unbedingt schlimm gewesen war.

Es hatte mir auch gut gefallen, dass Kate Tanner nach langer Zeit mal wieder eine größere Rolle spielen durfte. Zudem möchte ich lobend erwähnen, dass der Roman stets recht gute Unterhaltung geboten hatte und komplett kurzweilig zu lesen war. Er wurde auch nicht durch überzogene Dialoge künstlich in die Länge gezogen. Stattdessen wurde im letzten Romandrittel auch Jane Collins noch in die Handlung einbezogen. In ihrem Haus kam es schließlich zum spannenden Finale, bei dem auch Suko noch eine kleine aber sehr entscheidende Rolle spielen durfte.

So hatte es mir nach der längeren Pause durchaus Spaß bereitet, diesen unkomplizierten Roman im typischen Jason Dark-Stil gelesen zu haben. Hin und wieder war dann auch ein schlichter und solider Roman, ohne große Serienanbindung, mit dem Monster der Woche, ganz angenehm gewesen.

Insgesamt möchte ich diesen Roman von Altmeister Jason Dark mit einer guten Note 3 = Befriedigend bewerten und vergebe daher 3 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung habe ich mit Mittel abgestimmt.

Buch Daumen_hoch

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Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer !Daumen_hoch Buch
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.

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150511
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1343

09.03.2022 01:21
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Imre Kozik gerät in den Bann von Carmen, die den Hölleneid abgelegt hat und alles für den Teufel tut. Kozik soll in ihrem Namen morden … und das tut er.
Tanner, der auf der Party eines Kollegen ist, wird Zeuge des Mordes.
Fand ich schon irgendwie traurig, weil man den jüngeren Kollegen, den es hier erwischt hat, vorher noch durch eine nette kleine Unterhaltung mit Tanner kennengelernt hat.
Die war auch witzig, weil der junge Mann namens Crossland einen Sportwagen fuhr, in den unser Columbo nur schwer rein und raus kam …

Ein Kellner, der sich als Imre Kozik herausstellt, ist der Täter. Der junge Polizist ist tot und der Täter wurde angeschossen ins Krankenhaus gebracht. Tanner bittet John, mit ihm dahin zu fahren und sich den Typen mal anzusehen. Der Chiefinspektor glaubt nämlich nicht, dass der Kerl ein normaler Mensch ist, weil er seltsame, rote Augen hatte.
Im Krankhaus dann der nächste Klopper: Kozik hat mal eben den Doc umgenietet und geht auf John los. Der ballert ihm ne Kugel ins Bein und verhört ihn dann.
Ne coole Sache war auch, dass während der Befragung die Wirkung der Silberkugel einsetzte. Der Typ war ja böse beeinflusst, als hauts ihn nicht direkt komplett aus den Socken, sondern das Silber tut nach und nach seine Wirkung. Leider fühlt sich der Mörder nicht dazu berufen, John noch zu sagen, mit wem er zusammenarbeitet, bzw. wer ihn beeinflusst und beauftragt hat, bevor er vollends weggefault ist.

Etwas befremdlich war allerdings die Reaktion von Krankenschwester Elsa. Erst ist sie auf Grund der zwei Toten buchstäblich am Boden zerstört. Doch als John dann sagt, dass die Spurensicherung gleich erscheint, lacht sie nur und meint ganz trocken, dass das ja wie im Fernsehen sei.
Vielleicht hatte sie aber auch einen Schock, dann würde sich diese Reaktion noch erklären … Augenzwinkern smile
Aber John und Tanner haben erstmal keine Spur und hoffen das Beste.

Carmen hatte sich in der Nähe aufgehalten, um ein Auge auf ihren Schützling zu haben. Als Tanner und John ins Krankenhaus gehen und quasi an ihr vorbei laufen, bemerkt sie die "Kreuz-Aura", ohne zu wissen, was es genau ist. Dann beeinflusst sie den Typen an der Rezeption und erfährt, dass die beiden Typen Polizisten sind. Sogar, dass einer von ihnen Tanner heißt. Und auf den hat sie es jetzt abgesehen, ihr Racheplan reift.
Das fand ich auch alles ok, vor allem, weil sie eben zweimal zur Rezeption gehen musste, da sie sich beim ersten Mal nicht alle Infos geholt hatte ... und dann nachher "plötzlich trotzdem alles gewusst hätte". War eben NICHT so, fand ich gut smile

Dann macht sich Carmen an Kate Tanner ran, lässt ihre roten Hypnoseaugen den Dienst aufnehmen und beeinflusst sie. Kate soll ihren Gatten anrufen und fragen, wann er nach Hause kommt.
Der sitzt grad bei John im Audi und ist auf dem Weg. Als Kate ihn anruft, kommt sie Tanner komisch vor, irgendwie nicht natürlich. Auch sonst hatte er ja vorher schon das Gefühl, dass da noch was kommt. Ist ja irgendwie auch logisch. Sie haben einen Typen kalt gestellt, der vorher noch gesagt hat, dass er mit jemandem zusammenarbeitet. Da wird’s wohl nicht lang dauern, bis derjenige sich irgendwie zeigt. Dann der untypische Anruf von Kate, quasi ausgerechnet jetzt. Wie soll man da nicht an alles Mögliche denken?

John lässt Tanner dann raus und der geht ins Haus, in seine Wohnung. Er hat noch den Eindruck, dass ihm seine Frau, die er im Wohnzimmer sitzen sieht, mit Blicken was sagen will, dann kriegt er schon eins auf die Mütze, weil Carmen hinter ihm gelauert hatte.
John fährt nachdenklich weiter und dann an den Straßenrand.
Und da hat JD was geschrieben, woran ich in dem Moment gar nicht gedacht hatte: John fuhr LINKS an den Straßenrand!
Da liest man jahrelang Sinclair, war in London, weiß seit Ewigkeiten um den Linksverkehr da … und wundert sich trotzdem zwei Sekunden lang, warum John links am Straßenrand hält.
JD hat dran gedacht und nicht aus Gewohnheit den rechten Straßenrand genommen. Respekt. Er hätte ja auch einfach schreiben können, dass er am Straßenrand hält …
Jedenfalls hat John dann eine böse Ahnung und wendet.
Ok, die böse Vorahnung hätte ich auch gehabt, sogar schon, als Tanner meinte, dass die Stimme seiner Frau so seltsam geklungen hätte … monoton hätte ichs wohl genannt … und dass da was nicht stimmen könnte.

Tanner ist inzwischen wieder auf der Höhe und hat Bekanntschaft mit Carmen gemacht, die ihm auch offenbart, eine Hexe zu sein, sich dem Teufel verschrieben hat und einen Hexenzirkel gründen will ... dem Gehörnten zu ehren.
Außerdem will sie wissen, wer ihren Vasallen Kozik umgenietet hat.
Tanner geht nicht drauf ein, sondern fragt sie seinerseits weiter aus … bis sie ihre roten Augen ins Spiel bringt und ihn beeinflusst. Aber nicht so, wie sie es mit seiner Frau gemacht hat, sondern sie lässt ihn schweben. Sie quält Kate damit, ihren Mann so zu sehen, die auch befürchtet, dass die Hexe ihn einfach abstürzen lassen will. Doch dann ist sie selbst an der Reihe …
Irgendwie war ungewohnt, dass Kate so viel flucht großes Grinsen Ich meine, sie ist ja auch schon etwas älter, durch ihren Mann auch einiges gewohnt und auch im Bilde, dass es mehr als nur normale Polizeiarbeit gibt … aber so viel Flucherei? Irgendwie aber auch cool, weil sie nicht kleinbei gibt oder dasitzt, wie ein verängstigtes Mäuschen smile

Allerdings wird ihre Lage noch ein wenig verschlechtert. Sie kleben nicht nur beide unter der Decke, Carmen will sie auch töten. Und sie leiert das schon recht geschickt an, in dem sie die Tanners durch ihre Worte noch etwas drangsaliert. Sie erzählt Kate in allen Einzelheiten, dass sie ihrem Mann den Kopf wegballern will und solche Sachen. Also quasi ein bisschen Psychoterror. Das ist schon ne fiese Aktion, wenn die potenziellen Opfer nicht den Hauch einer Chance haben, sich zur Wehr zu setzen … und das ist bei den Tanners so, weil sie ja schweben und sich selbst nicht aus dieser Lage befreien können.

John ist indes am Haus angekommen, schleicht sich in den Garten und erfasst die Situation mit einem Blick durchs Fenster. Da sein Kollege und dessen Frau unter der Decke schweben, weiß er auch, dass er es bei der Angreiferin nicht mit einem normalen Menschen zu tun hat und kann im Notfall kurzen Prozess machen.
Das tut er dann auch, als das Weib sich anschickt, einen der beiden zu erschießen. John schießt auch, die Schreibe geht zu Bruch und Carmen ballert sofort in seine Richtung. John ist ja nicht von gestern und duckt sich geistesgegenwärtig. Als er nachsieht, ist Carmen gerade auf dem Weg zur Türe und die Tanners auf dem Weg zum Boden.
Doch die beiden haben Glück und landen auf ihren Polstermöbeln. So kann John gleich der Hexe hinterherjagen. Doch die entwischt.
Das anschließende Gespräch mit den Tanners fand ich richtig süß. Der Chiefinspektor macht natürlich auf harten Brummbären … und seine Frau tut es ihm gleich. Beide sind durch den Sturz angeschlagen, halten Händchen, aber keinem wills schlecht gehen, bzw. wollen beide keinen Arzt smile
Dann will John nach Hause, aber es wird noch erwähnt, dass er sich später nochmal nach dem Befinden der Tanners erkundigen will, entschuldigt sich sogar für die Scheibe und so.
Die Unterhaltungen fand ich völlig normal, gut und manchmal auch richtig schön amüsant zu lesen und total angemessen.
John kann sich jedenfalls erstmal unbehelligt zu Hause hinhauen.

Dann versucht Carmen es bei Jane. Sie weiß um deren latente Hexenkräfte und will sie auf ihre Seite ziehen. Als Jane nicht will, greift Carmen sie an, schleudert sie durch die Gegend und lässt sie dann auch schweben. Ist ja ein bewährtes Mittel, um so Forderungen zu stellen und Leute zu erpressen.
Jane soll John her zitieren, was sie auch tut … aber nicht ohne ihn mit dem Klang ihrer Stimme zu warnen. Zudem ist John ja eh vorsichtig, da Carmen geflohen ist und sicher nicht aufgegeben hat.
Deshalb fährt auch Suko mit, der sich von hinten an Haus schleicht, während John den Schlüssel benutzt.
Im Haus kommt es dann zur Auseinandersetzung und Carmen benutzt John und Jane gegeneinander … im wahrsten Sinne des Wortes. Danach will sie fliehen, weil sie jetzt um die Macht von Johns Kreuz weiß. Aber da fängt Suko sie ab und noch bevor sie ihn auch noch beeinflussen kann, schlägt er mit der Peitsche zu. Carmen ist Geschichte.
Erst hab ich mich ja gefragt, warum die Hexe auf Jane kommt. Aber ich schätze mal, nachdem sie von John wusste und dass er auch Geisterjäger genannt wird, hat sie vielleicht Rücksprache mit el Cheffe gehalten, der sie dann von Jane, ihrer Beziehung zu John und natürlich ihrer Hexenzugehörigkeit unterrichtet hat. Zumindest würde ich es mir so erklären, ein klitzekleines Bisschen Info dazu wäre nicht schlecht gewesen.
Aber dafür hat Sukos Aktion entschädigt, bzw. die Art und Weise, wie die Vernichtung der Hexe vonstatten ging. Das war schon ein bisschen eklig … so ohne Beine über den Boden und dann nach und nach alles weg … brrr.

Ich hab mich jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt, gerade auch wegen der Dialoge der Tanners, dem von Tanner und John und der Action beim Chiefinspektor und seiner Gattin.
Dass Carmen dann auf Jane kam, war so wegen dem Hexending schon irgendwie logisch, aber da hätte noch ein bisschen mehr (Hintergrund-)Info bei sein können. Ansonsten fand ichs schon cool zu lesen und es hat auch echt Spaß gemacht … wobei diesmal eindeutig Kate und Columbo nen fetten Sympathiebonus inne hatten smile

Das Cover fand ich eher ungruselig und fast schon nichtssagend. Schade eigentlich … schwebende Tanners oder Jane oder so wäre da wesentlich besser gekommen, auch wenn JD Carmen ja so, wie sie abgebildet ist, beschrieben hat. Da kommen die Augen noch am besten weg, um die es sich letztendlich ja auch vornehmlich ging smile

Auf der LKS zeigt JD ein Bild von Fan Roy Amme, der sich das Kreuz im Fanshop geholt hat. Allerdings hat er es dann benutzt, um es zu verfeinern, bzw. seine ganz eigene Version davon herstellen zu lassen: aus Silber UND geweiht! Doch, das ist schon ne echt coole Sache! smile Daumen_hoch

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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