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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2201-2300 » Band 2263: Godwins Höllentrip 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00
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Umfrage: JS Band 2263: Godwins Höllentrip
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iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9679

25.10.2021 11:51
Band 2263: Godwins Höllentrip
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Godwins Höllentrip

Geistesabwesend blickte der Mann auf die ruhige See hinaus. Hier oben, von den steilen, weißen Klippen aus betrachtet, wirkte sie geradezu friedlich, ebenso wie das Land, auf dem er stand. Nur selten in der Historie war es an diesem Ort derartig zugegangen, insbesondere nicht zur Zeit der Kreuzzüge. Gottesfürchtige Männer, Ritter und Adlige wie auch einfache Leute waren im Namen der Kirche hierhergezogen, um das Heilige Land von seinen angeblichen Besatzern, den Moslems, zu befreien.
Was davon in der Erinnerung der Menschen zurückblieb, wurde oft verklärt oder romantisiert. Es war eine blutige, brutale und dunkle Zeit gewesen, in der sich beide Seiten in Gräueltaten in nichts nachstanden. Was während der Kreuzzüge geschehen war, war ein Produkt aus Verblendung und Machthunger gewesen, und letztendlich blieben von den Eroberungszügen der Europäer nur Ruinen zurück ...

Geschrieben von Rafael Marques

Erscheinungsdatum: 23.11.2021

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Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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149213
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10965

26.10.2021 10:29
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Nettes Würz-Cover. Gut, von dem bin ich eh Fan.

Ansonsten bin ich froh, dass Rafael Marques hoffentlich keinen Religions-Autorenzeigefinger heben wird und Godwin nach etlichen unterdurchschnittlichen Darks vielleicht endlich wieder einen guten Roman spendiert bekommt.


Allgemein kommt mir das Kloster, Godwin und Sophie und die Baphomet-Templer seit Jahren viel zu kurz. unglücklich

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149230
Destero Destero ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 29.01.2020
Beiträge: 260

26.11.2021 18:25
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Ja, das Cover finde ich auch gut.

Hat mich gewundert, das sich RM dem Thema Godwin annimmt. Ist ja sonst mehr Jason Darks "Domäne". Hat er da eine Idee Darks verarbeitet? Kam mir so vor.

In den letzten Monaten kam ja nicht mehr so viel von JD neu heraus.

Fande die Geschichte etwas langweilig und auch nicht besonders gruselig und spannend. Der Funken sprang bei mir nicht so richtig über.

Bewertung daher nur Irgendwie "mittel".......

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150029
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
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Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 2443

29.11.2021 23:16
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Für eine 'sehr gute' Geschichte mit Tendenz nach oben. Ein Godwin Standalone, naja zumindest fast Augenzwinkern sehr atmosphärische Vergangenheitspassagen. Ein neuer Mitspieler hat das Spielfeld betreten und man darf gespannt sein, wie es weitergeht.



Macht Laune auf mehr. Da ich ja eh Fan von Rafaels Geschichten bin... Daumen hoch großes Grinsen

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150103
Dämonengeist Dämonengeist ist männlich
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Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 2923

03.12.2021 11:24
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Ich verweise hier schon mal auf die bald erscheinende Fortsetzung:


Augenzwinkern

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www.facebook.com/RafaelMarquesJS

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150191
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
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Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 2443

03.12.2021 11:42
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Zitat:
Original von Dämonengeist
Ich verweise hier schon mal auf die bald erscheinende Fortsetzung:

Augenzwinkern



Love Love Love

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150192
lessydragon lessydragon ist männlich
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Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 5879

11.12.2021 01:39
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Ich hatte ja am Anfang so meine Bedenken, als diese Vergangenheitspassage kam, aber im Endeffekt hat man das so herrlich mit der Gegenwart verknüpft, Gegenwart und Vergangenheit haben sich gegenseitig erklärt und beide Passagen hatten ihre spannenden Momente.

Im Endeffekt fand ich das Ganze so gut aufgezogen, da wäre sogar ein kompletter Godwin Fall mit ein bisschen Weißer Macht drinnen gewesen.

Auch die Gedankenspiele um den Würfel des Heils bezüglich dem Todesnebel, einsetzen oder nicht, was passiert, wie beherrscht man das, super.

Godwin hat also einen Sohn, mutiger Versuch, aber über die Vergangenheitsgeschichte nachvollziehbar gelöst, das Ganze ist ein Pfad, der die Templer / Baphomet Linie ganz gut aufgenommen und etwas draus gemacht hat.

Von mir gibt es ein Sehr gut bzw 4 Sterne.

LG Lessy Daumen_hoch Alt

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150384
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10965

14.12.2021 17:25
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Im Templerkloster steht der Jahrestag von Abbé Blochs Tod an. Es gibt keine Zwischenfälle, aber Godwin de Salier hat dennoch ein ungutes Bauchgefühl. Etwas lag in der Luft, eine nicht fassbare Bedrohung, die etwas mit seinem Leben als Templer zu tun hatte. Das sagte ihm einfach sein Instinkt. Und weil das JS-Gefühl immer Recht hat, befragt er den Würfel des Heils.

Der ihm die Vergangenheit zeigt, wo er während der grausamen Kreuzzüge die seherisch begabte Araberin Zahra kennenlernt. Sie weist ihm den Weg zu einer verfallenen Festung, wo verdorbene Menschen hausen, die dem Bösen dienen. Mit einem kleinen Trupp Getreuer schleicht er sich in die Feste der Baphomet-Jünger. Der Templer Armand de Maurisse führt die Götzendiener an und wird nach einem blutigen Schwertkampf lebendig eingemauert. “Dafür wirst du bezahlen, Godwin de Salier, das schwöre ich dir. Baphomet lässt seine Diener nicht im Stich, niemals.“ Und tatsächlich buddelt Armands Nachkomme und Namensvetter den Baphomet-Templer in der Gegenwart wieder aus und fängt seine Seele in einem magischen Spiegel.

Godwin hört plötzlich die Stimme von Zahra aus dem Würfel, die ihm die obligatorische Warnung zukommen lässt. Und von seinem Sohn spricht. Hat er die Araberin damals geschwängert, als sie eine Nacht miteinander verbrachten? Der Templerführer bricht sofort ins Heilige Land auf und lässt eine verwirrte Sophie zurück.

John erhält indes einen Anruf von Father Ignatius. Von mir aus hätte man den Serienhelden nicht ins Spiel bringen müssen. Godwin will der Sache bewusst alleine nachgehen, hat allerdings die Weiße Macht um ein wenig Ausrüstung und Informationen vor Ort gebeten. Da ist Ignatius natürlich hellhörig geworden und hat einfach mal John angerufen. “Ich musste Godwin das Versprechen geben, mit niemandem über unser Gespräch zu reden, und obwohl mir so ein Schwur heilig ist, breche ich ihn hiermit.“ Ach, so einfach geht das? Passt irgendwie nicht zu Ignatius, finde ich. Und alles nur, weil Rafael Marques keinen Soloroman mit Godwin wollte?

Bereits vor seinem Ziel Ra’ham wird Godwin mit den Dienern Baphomets konfrontiert, denn diese haben den Ort abgeriegelt. Als er sich darum gekümmert hat, wird er im Ort dann trotzdem von der Gegenseite erwischt. Und von unerwarteter Seite gerettet. Der Mann mit den dunkelblonden Haaren, der direkt vor ihm stand und ein blutgetränktes Schwert in den Händen hielt, war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten und sah – abgesehen von der Haarfarbe und dem deutlich dunkleren Teint – wie er selbst aus, als er noch jung gewesen war. Es gab für ihn keinen Zweifel – sein Lebensretter war sein Sohn. Habe ich jetzt wieder etwas überlesen? Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie Godwin einen Sohn haben kann. Der müsste doch seit Jahrhunderten tot sein? Oder ist da Magie im Spiel? Vielleicht gibt es dafür später noch eine Erklärung, aber sollte Godwin sich nicht das gleiche fragen wie ich? Und dann folglich mit einer Falle rechnen, in die man ihn locken will?

Zwei Agenten der Weißen Macht verfolgen Godwin heimlich. Sie werden in Ra’ham auf seltsame Ratten aufmerksam, die sich zu intelligent aufführen. Zudem gaben ihre Augen ein seltsames, rötliches Funkeln ab. Definitiv, hier befindet sich eine Basis der Gegenseite. Vielleicht sollte man besser Verstärkung holen. Da hallte ein dumpfer, abgehackter Schrei über die Gasse. Der übliche Heftromankniff, dem die Agenten zum nächsten Handlungsschauplatz folgen. Dorfbewohner werden gefoltert, weil die Gegenseite wissen will, wo sich die „Augen des Bösen“ befinden. Diese sind offenbar im Besitz der Hüterin des Dorfes, bei der es sich um keine andere als Zahra handelt. Die nächsten Puzzlestücke. Bevor sie dem nachgehen können, werden die beiden Männer von den Ratten attackiert. Nur einer von ihnen überlebt die Nager und alarmiert seinen Chef. Father Ignatius befiehlt den Rückzug, doch die Ratten haben den fahrenden Wagen geentert und wollen sich ihr nächstes Opfer holen. In der Hektik war er weiter direkt auf den Streifenwagen zugefahren, und genau das wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Autounfall, Bewusstlosigkeit, Rattenfutter. Das war es dann also. Zum Glück für die Handlung konnte das Kanonenfutter vorher alle wichtigen Infos an die richtigen Helden weitergeben.

Für Godwin bestätigt sich, dass Zahra und sein Sohn schlichtweg nicht gealtert sind. Naja. Zahra höchstens um wenige Jahre. Noor musste für die Handlung natürlich altern, damit kein Baby vor Godwin steht sondern ein Zwanzigjähriger. Ich bin nur gealtert, weil ich zunächst meine Kräfte nicht kontrollieren konnte, und später, weil ich es wollte. Wie schön, Rafael Marques hat an eine logische Erklärung gedacht. Das passt alles. Leider wurde Godwin von den Baphomet-Templern bis ins geheime Refugium der Hüterin verfolgt. Der moderne Armand de Maurisse will seinem Ahnherrn jetzt endlich gerecht werden. Rache an Godwin und die Augen des Bösen in seinen Besitz zu bringen, sollte reichen. Zahra stellt sich den Bösewichten mit ihrer Geistmagie entgegen, doch da greift Bapthomet ein und vernichtet sie einfach. Noor nimmt er als Geisel und lässt sich von dem Jungen die Augen aushändigen. Zurück blieb Godwin de Salier – und eine Horde dämonischer Ratten, die sich nichts mehr wünschten, als ihn zu zerfetzen ...

Auf den 10 Seiten trifft dann endlich der Geisterjäger ein. Für ein bisschen Herzschmerz ist eine Agentin der Weißen Macht bei ihm, die mit einem der Rattenopfer zusammen ist. “Wir sind seit sechs Monaten zusammen.“ „Schon gut. Wir werden ihn finden.“ „Fragt sich nur, wie.“ Der Leser weiß bereits, dass es hier kein Happy Ending geben wird.

Die Ratten lassen sich bei Godwin zum Glück Zeit mit ihrem Angriff und belauern ihn nur. Dann attackieren ihn nur fünf der Viecher. Er zieht sich in Zahras magischen Schutzkreis zurück und ist da erstmal sicher. Außerdem meldet sich die Hüterin aus dem Würfel des Heils. Ihr Körper mag vernichtet sein, aber ihr Geist existiert noch.

Jetzt muss schnell alles aufgelöst werden. Ich hätte mir hier wieder einen Zweiteiler vorstellen können. Die Baphomet-Templer haben die Augen des Bösen und wollen mit Noor im Hubschrauber abhauen. Da trifft im Heftromantiming John ein und nimmt mit seinen Helfern der Weißen Macht die Bösewichter unter Beschuss. Armand de Maurisse will sich mit den Augen absetzen, da greift Noor ein und opfert sich selbst, um den Hubschrauber und die Augen des Bösen zu zerstören. Offenbar möchte Rafael Marques mit Godwins Sohn keine neue Figur in die Serie einführen. Ich begrüße das, obwohl ich es dem Autor zugetraut hätte, mit der Figur vorsichtig umzugehen und nicht zu übertreiben. Die Bamphomet-Templer sind Geschichte, die Dorfbewohner gerettet. Aber für Godwin fühlt sich das wie eine klare Niederlage an. Dabei dachte ich daran, wie es wäre, wenn ich erfahren hätte, einen Sohn zu haben und dieser vor meinen Augen gestorben wäre, ohne dass ich die Chance erhalten hätte, ihn richtig kennenzulernen. Es war unvorstellbar, und genau deshalb verstand ich Godwin nur zu gut. Armer Kerl.



Aber ein passendes Ende. Es freut mich sehr, dass Rafael Marques endlich wieder die alte Fehde Templer vs. Baphomet aufleben lässt. Das durch einen überraschenden Sohn von Godwin zu machen, naja. Statt neuer Templer-Themen würde ich mir einen Fokus auf die vielen brachliegenden Dinge von Dark wünschen. Sophie als Wiedergeburt von Maria Magdalena. Ihr Ziehkind Alina Grant. Die Baphomet-Bibel und andere Artefakte im Kloster. Der Autor bekommt es schließlich perfekt hin, das Werk des Altmeisters zu respektieren und trotzdem im eigenen Stil weiter zu erzählen. Einzig wegen Alina Grant finde ich es auch besser, dass man Noor hat sterben lassen. Der Platz ist sozusagen schon besetzt, sonst hätte ich ihn mir als Neuzugang und Pflegesohn sehr gut vorstellen können.

Gewünscht hätte ich mir auch ein Weglassen des Geisterjägers. Dass Ignatius ein Versprechen bricht, um John ins Spiel zu bringen, passt mir nicht. Aber das sind alles subjektive Eindrücke und Gedanken.

An echter Kritik habe ich kaum etwas. Hier und da die üblichen Heftromandinge, um die Handlung zurechtzubiegen. Davon abgesehen passt alles und ist von vorn bis hinten spannend, mit Höhen und Tiefen im Tempo. Wie es sein sollte.

Natürlich ist da noch Platz nach oben, weil es im Endeffekt ein Abenteuer der Woche ist.
Aber mit einem lange vermissten Thema, tollem JS-Charme und wenigen Kritikpunkten. SEHR GUTe großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff (9 von 10 Kreuzen).





edit: Liest sich jetzt in den Beiträgen hier so, als wäre Godwins Sohn doch noch nicht abgeschrieben. Obwohl die Helden fest davon ausgehen. Für den Leser gab es einige leichte Andeutungen, aber ich persönlich gehe erst darauf ein, wenn die Sache wirklich steht. Meine Meinung bleibt...lieber Alina Grant als Noor. Klar, beide zusammen können sich auch wunderbar ergänzen. Aber ich bin etwas empfindlich, was das Einführen neuer Figuren bei JS anbelangt.

Von mir aus könnte Rafael Marques dann seine ganzen anderen Baustellen liegen lassen und 2022 für das komplette Jahr einen Templer-Plot aufbauen. Von einigen Abenteuern der Woche (Der Fluch der schwarzen Särge) mal abgesehen.

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Koboldoo Koboldoo ist männlich
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Dabei seit: 18.02.2016
Beiträge: 777

20.12.2021 14:20
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Ein paar (kleine) Kritikpunkte von mir:

- John! Hätte auch in London bleiben können.
- Sophie! Hätte definitiv eine größere Rolle verdient.
- Das Ende! Etwas überhastet.

Toll fand ich hingegen die gesamte Vergangenheitspassage. Dazu natürlich noch den Einsatz des Würfels und das Auftauchen von Baphometh persönlich.

Insgesamt: gut

Cover: Herrlich!

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Sinclair Sinclair ist männlich
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Dabei seit: 12.04.2020
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21.12.2021 17:00
RE: Band 2263: Godwins Höllentrip
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Handlung: Nach einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen Abbé Bloch ist Godwin de Salier seltsam beunruhigt. Als er daraufhin den Würfel des Heils zu Rate zieht, zeigt ihm dieser eine Episode aus seiner Vergangenheit. Damals hatte Godwin, im heiligen Land, eine Gruppe marodierender Templer verfolgt. In einem zerstörten Dorf, traf er als einzige Überlebende, eine attraktive Araberin, die Magie beherrschte und der Godwin verfiel. Sie zeigte ihm eine, am Meer liegende und als Teufelsburg bezeichnete Festung. In ihr sollten sich die Marodeure befinden und außerdem entführte Frauen und Mädchen des Dorfes festhalten. Mit ausgesuchten Männern griff Godwin die Festung über einen Geheimgang an. Der Anführer der Marodeure, die sich Baphomet zugewandt hatten, hieß Armand de Maurisse, bis dahin ein Vertrauter von König Richard. Nachdem sie unter eigenen großen Verlusten, nur Godwin und sein zweiter Anführer überlebten, alle Baphomet-Anhänger getötet hatten, ließ Godwin de Maurisse, mit einigen Ratten, lebendig einmauern. De Maurisse drohte ihm noch damit, dass er eines Tages Godwins Sohn töten würde, weil Godwin beim Angriff Armands Sohn getötet hatte. Godwin ist geschockt als sich nach der Vision, die Seherin Zahra über den Würfel bei ihm meldete. Verzaubert von ihr hatte Godwin damals einmal mit ihr geschlafen. Nun berichtete sie, dass jemand das Grab von de Maurisse geöffnet hätte. Dadurch wären sie und Godwins Sohn in Gefahr. Zur Verwunderung von Sophie bricht Godwin, nahezu kommentarlos, umgehend nach Israel auf.

Mitten in der Nacht erhält John einen Anruf von Father Ignatius. Ignatius macht sich Sorgen um Godwin, seit dieser in kontaktierte um sich in Israel, von Agenten der Weißen Macht, eine Pistole mit Silberkugeln aushändigen zu lassen. Eine alte Bekannte und der Sohn von Godwin wären in Gefahr. Mit den Mitteln der Weißen Macht fliegt John auch nach Israel um Godwin, wenn möglich, bei zu stehen. Hat John überhaupt eine Chance Godwin noch rechtzeitig zu erreichen?

Meinung: Rafael Marques hatte seinen neuen Roman mit einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen ehemaligen Templerführer Abbé Bloch begonnen. Es hatte mir sehr gut gefallen, dass Rafael hier nicht nur kurz auf die wechselhafte Templer-Geschichte zurückblickte, sondern gleichzeitig auch endlich einmal den Jahrestag des Todes des Abbés, in einem Roman erwähnte. Das eindrucksvolle Cover zum Roman schuf einmal mehr Timo Wuerz.
Was John betraf, gab es für ihn in diesem, auf Godwin zugeschnittenen, Roman nicht viel zu tun. Nach dem voraus gegangen heftigen Zweiteiler und seinem fortgeschrittenen Alter, stand ihm dass eigentlich auch zu. smile

Es war nur etwas schade gewesen, dass die letzten Ereignisse hier mit keinem Wort erwähnt wurden. Jedenfalls spielte John hier erst einmal nur eine kleine Alibirolle. Allerdings durfte er dann wenigstens noch, beim Finale, zusammen mit den Agenten von Mossad und Weißer Macht, die fliehenden Söldner aufhalten.

Ansonsten war der Roman von Rafael, wie immer wenn es um die Templer ging, eine gelungene Mischung aus Grusel- und Historienroman. Egal ob Gegenwart oder Vergangenheit, Rafael schilderte die Ereignisse anschaulich und lebendig. Sogar sehr viel nachhaltiger als Jason Dark, der bislang meist alleine für die Templer-Romane verantwortlich gewesen war. Leider hatte Jason schon seit Jahren die Geschichte nur noch vor sich hin dümpeln lassen, sie nicht mehr weiter entwickelt und nur noch relativ belanglose Gegner ins Spiel gebracht, die genauso schnell wieder verschwanden, wie sie aufgetaucht waren. Mit Armand de Maurisse, der Seherin Zahra und Godwins Sohn Noor betraten hier durchaus interessante neue Charaktere die Templer-Bühne. Am Ende wurden zwar keine Leichenteile mehr gefunden. Es schien aber so, dass nach der uralten Seherin Zahra, auch Godwins Sohn Noor und der namensgleiche Nachfahre des Armand de Maurisse zusammen mit den Söldnern den Tod gefunden hatten. Dass war für Godwin besonders tragisch, weil er seinen Sohn nun genauso schnell wieder verloren hatte, wie er überhaupt erst von seiner Existenz erfuhr. Die beiden Artefakte, der magische Spiegel mit der dunklen Seele des Armand de Maurisse und die magischen Kristalle, die die Augen des Bösen genannt wurden, waren ebenfalls verschwunden. Möglicherweise oder ganz bestimmt sogar könnten diese in der Zukunft noch eine Rolle spielen.

Irritiert hatte mich allerdings die Aussage von Father Ignatius auf der Seite 44: In Ra`ham gab es keinen Handyempfang. Auch kein Ausgangsnetz. Um telefonieren zu können musste Adam Goldstein zumindest das Zentrum des Ortes erst einmal verlassen. Wie soll dann, bitte schön, der von den Ratten, in der Ortsmitte, getötete Nazir, kurz zuvor Ignatius angerufen haben? Dass war meiner Meinung nach unmöglich gewesen, auch wenn es wohl nicht zum persönlichen Gespräch gekommen war.

Als bekannte Größe aus der Vergangenheit wurde auch Vincent van Akkeren einige Male im Roman erwähnt.

Für diesen Roman von Rafael, der das Templer-Thema endlich wieder ein wenig mehr belebt hatte, gebe ich insgesamt ein verdientes voll gut und damit dann 4,5 von 5 Kreuzen. Nach der im forum üblichen Wertung habe ich mit Sehr Gut abgestimmt.

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150678
Sinclair Sinclair ist männlich
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Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 3730

21.12.2021 17:02
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Zitat:
Original von Dämonengeist
Ich verweise hier schon mal auf die bald erscheinende Fortsetzung:

Augenzwinkern


Da bin ich dann mal sehr gespannt. Daumen_hoch

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