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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2201-2300 » Band 2267: Liliths Vollstreckerin 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00
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Umfrage: JS Band 2267: Liliths Vollstreckerin
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sehr schlecht 
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iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9679

13.11.2021 18:34
Band 2267: Liliths Vollstreckerin
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Liliths Vollstreckerin

Bereits beim Öffnen der Haustür wusste Jane Collins instinktiv, dass etwas nicht stimmte.
Die blonde Privatdetektivin hatte im Laufe der Zeit ein Gespür für Gefahr entwickelt. Einen sechsten Sinn, der jetzt Alarm schlug.
Es war später geworden, als geplant, doch die Überstunden hatten sich bezahlt gemacht. Ihre Klientin war mit den Aufnahmen zufrieden gewesen. Und Jane war es ebenfalls, auch wenn das Beschatten untreuer Ehemänner nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählte.
Draußen war es längst Dunkel geworden, und auch in der Diele, jenseits der Eingangstür, ballte sich die Finsternis. Das änderte sich, als Jane das Licht einschaltete. Sie wollte sich nichts anmerken lassen, den Eindringling in Sicherheit wiegen.
Trotzdem wurde sie beim Betreten der Küche eiskalt erwischt, denn mit dieser Besucherin hatte sie nicht gerechnet.
„Hallo, Jane“, begrüßte Justine Cavallo sie und grinste so breit, dass ihre Vampirzähne deutlich zu sehen waren ...

Geschrieben von Ian Rolf Hill

Erscheinungsdatum: 21.12.2021

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*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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149620
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Beiträge: 10965

14.11.2021 12:38
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"Übernimmt" Florian Hilleberg jetzt also auch Trash-Justine. Eine der wenigen verbliebenen Figuren, die ich bei Dark noch gerne gelesen habe. Mir graut es jetzt schon vor ihrer "Weiterentwicklung und Anpassung".

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149655
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
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Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 2443

20.12.2021 23:08
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Ein Jane, Justine, Assunga Stand Alone. Ach ja und Chris Ainsworth.

Sehr dialoglastig, mit auffallend wenig typischer IRH Action.

Lustigerweise nimmt es Darksche Züge an. Die Pensionswirtin Caroline Moore erzählt Jane, dass sie die Pension mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und ihrer Tochter, nur um ein paar Seiten weiter Jane verwundert fragen zu lassen: Sie haben eine Tochter? großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Irgendwie finde ich, dass IRH den Roman nur deswegen geschrieben hat, um am Schluss



Das ständige Vermenschlichen von Vampiren, in diesem Fall Justine, stört mich gewaltig.

Gerade noch mittel.

__________________

God is the name of the cold, dead silence that answers the prayer of a child being molested.

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150664
Destero Destero ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 29.01.2020
Beiträge: 260

24.12.2021 11:58
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Hatte bei Ankündigung von diesem Roman was völlig anderes erwartet.

Der Titel ist ja sehr "doppeldeutig"!?

Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Szene kommt im Roman auch so vor.

Das Justine Cavallo jetzt bei IRH mitspielt, war eine Überraschung für mich.

War es das erste Mal?

Die Handlung läuft im Grund genommen parallel zu Band 2266.

Auf Grund des Hammer-Endes noch "gut".

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150719
Knollo
Haudegen


Dabei seit: 08.09.2018
Beiträge: 560

08.01.2022 17:08
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Nun GUT... lege ich mal eine dezente Schippe auf das Mittel drauf... obwohl ich dank Chris seiner misslichen Rolle das Heft eigentlich deutlicher abwatschen wollte... was interessiert mich schon diese Fehlbesetzung... aber durch den Storyaufbau um Assunga und Justine im Gegenspiel zu Jane konnte ja schlecht Johnny mal wieder eine Rolle spielen...

Mein Desinteresse an dem Herrn spiegelt aber nicht meine Meinung zur schreiberischen Leistung des Herrn Autor dar... den diese war wieder erste Sahne... lies mich sogar zum Finale hin doch wahrlich Jubileeieren... es gibt eben solche Zeiten da ein wenig mehr Streicheleinheiten einfach GUT tun... ich weiß, subtil geht anders, denn das alles wäre aber nun allein wahrlich kein Grund hier aus dem Häuschen zu hüpfen...

Eher ist das dem unvermutetem und unverhofften Auftreten derer von Cavallo hier geschuldet... eigentlich dachte ich doch das sie seit dem Ehrenplatz neben dem Dienstleister in Band 2237 vergeben ist... so kann man (also ich) sich täuschen... andererseits werde ich bei dem Gedanken an Justine und vor allem bezogen auf das was die zwei Autoren Marques und Hill hier draus machen könnten... hier bremse ich dann lieber meine in mir Spukenden Gedanken...

So war der Bruch zu Matthias seinem unterbrochenem Auftritt mit diesem Heft nicht mal so extrem augenfällig schlimm, sondern eine gute Entscheidung... abschließend hoffe ich natürlich mal händeringend das dieser Chris nicht irgendwann unter der Dusche wieder zu sich kommt... GUT jetzt!

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150937
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10965

13.01.2022 20:01
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Justine Cavallo stattet ihrer alten „Freundin“ Jane Collins einen Besuch ab. Und weil bei Florian Hilleberg ein VIP der Gegenseite nicht reicht, ist Assunga auch mit dabei. Die beiden haben Chris Ainsworth entführt, um Jane zu erpressen. “Worum genau geht es? Ich meine, was kann ich schon tun, das ihr nicht auch alleine hinbekommen würdet?“ Offenbar zwingt Lilith inzwischen auch friedfertige Esoterik-Hexen, ihr die Treue zu schwören oder sie lässt sie von einer Vollstreckerin grausam und qualvoll töten. Also muss die Killerin aufgehalten werden. Jane wird in Burley immerhin von Justine unterstützt.

Wenn sie denn nicht zu spät gekommen sind. “Das Böse hat Burley erreicht. Ich fürchte, dass wir zu spät gekommen sind.“ Jane macht sich an die Ermittlungsarbeit, während Justine sich hungrig absetzt. Sie trifft auf die dreizehnjähriges Teeny-Hexe Jubilee und die beiden verstehen sich ganz gut. Dieses Mädchen war etwas Besonderes. Also nichts mit Aussaugen. Jubilee weiß angeblich, wie Justine die Vollstreckerin finden kann.

Justine stolpert also zufällig in die Arme der Enkelin des ersten Hexenopfers. Und Jane macht unabhängig davon Bekanntschaft mit der Tochter des ersten Opfers. Da passt ja alles zusammen. Es wurde Zeit sich ein wenig eingehender mit Caroline Moore zu unterhalten. Am besten gemeinsam mit Justine Cavallo. Wo auch immer die blonde Bestie gerade stecken mochte.

Die lässt sich von Jubilee Moore leichtgläubig in den Wald führen, wo es Hinweise auf die Killerin gibt. Normalerweise ist Justine doch immer skeptisch und eiskalt. Und sie lässt sich von der Jugendlichen ziemlich geduldig belabern, eigentlich hat sie doch eine extrem kurze Zündschnur. Das Verhalten der blonden Bestie passt irgendwie nicht so wirklich. Der Autor will wohl unbedingt eine vertraute Beziehung zwischen ihr und Jubilee herbeiführen. Die beiden werden von der Killerin überrascht. Kein Zweifel, das war Liliths Vollstreckerin! Und noch im Laufen holte diese aus, um dem Mädchen den Kopf abzuschlagen. In letzter Sekunde rettet Justine ihr das Leben und stellt sich dann der Killerin. Mit einem Satz war sie über der Henkerin, holte mit der Machete aus – und zögerte. Jetzt könnte sie ihre Feindin und das Ziel ihrer Mission erledigen. Doch der Blutdurst ist zu stark, doof. Na, es sind ja auch noch genug Seiten übrig und wie ich es von Florian Hilleberg kenne, gibt es im Hintergrund sicher auch ein Mysterium mit schockierender Enthüllung am Ende. Jedenfalls schickt Lilith eine Eule als Ablenkung und die Killerin nutzt im Gegensatz zu Justine ihre Chance und haut ab. Tja.

In der Hexenwelt wird Chris überraschend von der Schamanin Isabell gerettet. Dagegen hat Assunga etwas und es kommt zum Kampf der beiden Hexen. Isabell ist aber noch so nett, Chris ein Irrlicht zu schicken, das ihm den Weg aus der Hexenwelt zeigen soll. Er landet schließlich in einem Gewässer, wo ihn ein Tentakel nach unten zieht. Es gab in diesen endlosen Sekunden nichts, was Chris lieber getan hätte. Der Druck auf seine Lungen war mittlerweile übermächtig geworden. Und so öffnete er den Mund und hieß den Tod willkommen.

Justine und Jubilee sind wohlbehalten zurück in Burley angekommen. Die Blutsaugerin hat aber immer noch ihr Problemchen, das immer dringender wird. “Ich brauche Blut!“ Jane hilft Justine selbstverständlich nicht beim Morden, aber bevor die Vampirin austickt, lässt sie sich von einer Dorfärztin Blut für Justine abnehmen. Außerdem erfahren sie, dass die arme Jubilee Krebs hat. „Wie lange hat Jubilee noch?“, fragte Justine. Die Ärztin schüttelte den Kopf. „Drei Monate. Vielleicht weniger.“ Die blonde Bestie sah aus, als wollte sie sich jeden Moment auf Imelda stürzen. Jane war verblüfft von Justines Verhalten. So emotional hatte sie die Vampirin nicht eingeschätzt. Dieses Kind musste etwas in ihr ausgelöst haben. Wie rührselig. Und es wird noch dramatischer, ausgerechnet die Kleine und ihre Mutter sollen die nächsten Opfer von der Vollstreckerin sein. Das muss Justine natürlich verhindern!

Sie und Jane laufen am Ende in eine Falle der Gegenseite. Wie erwartet gibt es dann die schockierenden Enthüllungen, unter anderem um eine manipulierte Opferauswahl für die Killerin. Und “Selbst Assunga konnte ihr nicht helfen. Aber wissen Sie wer es kann? Wer die Macht dazu hat, mein Kind zu retten? Lilith! Jawohl, die Große Mutter. Ich bin mit ihrer Vollstreckerin einen Pakt eingegangen.“ Caroline Moore liefert Justine ans Messer. Davon ist ihre Tochter absolut nicht begeistert, hat sie in der Blutsaugerin doch eine neue Freundin gefunden. Als sich Jubilee einmischt ist die Vollstreckerin ziemlich angepisst und will das Mädchen töten, woraufhin sich Caroline in die Waffe wirft und durchbohrt wird. Toll, das nächste für ihr Leben gezeichnete junge Mädchen, das den Tod eines Familienmitglieds mit anschauen musste. Ich weiß nicht, ob ich mich aufregen oder mit den Augen rollen soll. Florian Hilleberg schafft es echt zuverlässig, mir fast jedes Heft spätestens zum Finale wenige Seiten vor Schluss zu versauen. Jedenfalls erschießt Jane die Killerin.

Zurück zu Chris Ainsworth, der natürlich nicht von Liliths Tentakeln ertränkt wurde. Isabell griff irgendwie im letzten Moment ein und irgendwie ist ihnen der Dimensionsübergang gelungen. Details oder eine ausgeschriebene Szene dazu gibt es nicht, der Roman ist fast zu Ende und der Autor beendet nur noch fix seine Handlungen. Nicht ohne Isabell ein paar mystische Worte faseln zu lassen, um Material für Folgebände zu haben. Sie trat auf ihn zu und hob das Zepter, bis die Kugel ihn beinahe berührte. „Wichtig ist nur das, was jetzt in dir schlummert.“ Chris senkte den Kopf und betastete seine Brust. „In mir? Was ... was hast du getan?“ und “Aber allzu lange wird es nicht dauern, bis ich dich wieder rufe, damit du Jane ihrer wahren Bestimmung zuführen kannst.“ „Ihrer wahren Bestimmung?“ Sein Magen zog sich zu einem kalten, schweren Klumpen zusammen. Als hätte er eine Bowlingkugel aus Eis im Bauch. Gleichzeitig regte sich aber auch Zorn in ihm. „Was, zum Teufel, meinst du damit? Was hast du mit Jane vor?“ Isabell nimmt Chris noch die Erinnerungen der letzten Stunden und schickt ihn dann zurück zu Jane.

Als gewohnten Hilleberg-Epilog gibt es noch eine herzzerreißende Abschiedsszene zwischen Justine und Jubilee.




Das war mal wieder ein Wechselbad der Gefühle und nach der Lektüre spuken mir einige Gedanken im Kopf herum. Leider war auch dieser Hilleberg nicht richtig zufriedenstellend für mich. Am Ende liest sich alles so, als wäre wieder einmal alles nur ein abgekartetes Spiel gewesen. Assunga agiert gar nicht heimlich gegen Lilith. Die beiden haben sich abgesprochen. Jane und vor allem Chris wurden nur manipuliert. Um mit Chris irgendetwas in der Hexenwelt anzustellen und auch mit Jane hat Lilith noch einiges vor. Wie erst letzte Woche bei Abes Hochzeit mit Lilith und Matthias, wo Lilith John vielleicht nur in einen Pakt manipulieren wollte. Es nervt vor allem, dass sich Florian Hilleberg eigentlich guter Ideen und Stilmittel so regelmäßig bedient. Zu seiner Anfangszeit hat er auch mal „simplere“ Gruselabenteuer ohne diesen Schnickschnack geschrieben. Jetzt muss jeder auch auf den ersten Blick einfache Fall der Woche etwas Besonderes beinhalten.

Und was hat er immer mit seinen Teeny-Mädchen, die Schicksalsschläge erdulden müssen und dramatische Hintergrundgeschichten haben? Wieder so ein Ding. Früher hat mich sowas mitgenommen, jetzt wo es andauernd passiert, geht mir Jubilee nur auf den Keks.

Dann die Vermenschlichung der Gegenspieler. Da ist Justine nicht die einzige, macht der Autor auch bei zu vielen Figuren. Anfangs hat mich an Trash-Justine eher gestört, dass sie mit ihrer chaotischen Art und den frechen Sprüchen an eine Harley Quinn erinnert. Passt nicht. Spätestens ab ihrem Zusammentreffen mit Jubilee vermenschlicht sie aber wirklich extrem, was ebenso wenig zu ihrem Charakter passt. Aber Florian Hilleberg ist ja egal, wie der Altmeister eine Figur zeichnet, wenn er sie „weiterentwickeln“ kann.

Auch nicht unerwähnt lassen möchte ich die doch recht deutliche Anspielung auf eine eventuelle lesbische Beziehung zwischen Assunga und Justine. Oder steigere ich mich da in etwas hinein?

“Keine Ahnung, aber ihr wirktet sehr vertraut. Ich meine, läuft da irgendwas zwischen euch?“ Justine trommelte ungeduldig mit den Fingern auf die Tischplatte. „Wüsste nicht, was dich das angeht.“ Oha, dachte Jane. Da hab ich wohl einen wunden Punkt erwischt.
[…]
“Ist doch auffallend. Zwei Ex-Partnerinnen eines Supervampirs, die sich zusammentun. Klingt fast ein bisschen nach Klischee, findest du nicht?“ Justine schüttelte den Kopf. „Was für ein Klischee soll’n das sein?“ „Na, das der ausgenutzten Geliebten, die sich gegen den gemeinsamen Feind verbünden und merken, dass sie einander mehr verbindet als nur der Wunsch nach Vergeltung.“

Aber naja…ist halt modern und inzwischen auch nichts Verwerfliches mehr. Es würde mich nicht mehr wundern, wenn Florian Hilleberg sich hier austobt. Unter ihm hat die Reihe ja viel „Leben“ bekommen. Weg von der simplen Monsterjagd-Gruselserie, mehr hin zum Sozialgefüge der Figuren und ihrem Alltagsleben. Das will der moderne Heftromankäufer offenbar so.

Bevor ich wieder anfange, mich über den Autor auszulassen, (ja, irgendwie habe ich Florian Hilleberg gefressen. Ich weiß. Das muss jedem klar sein, der meine Rezis liest. Gewisse Spitzen an den üblichen Dingen kann ich einfach nicht lassen. Ganz fair und unvoreingenommen ist das nicht. Gebe ich zu.) komme ich zum Fazit.


An sich eine schöne Geschichte, wenn nur nicht die üblichen Hilleberg-Dinge drin währen. Die mich vor allem am Ende aufregen, wo sie sich häufen. Der Roman an sich geht noch, ich habe eher Befürchtungen für die zukünftigen Hefte. Falls Teeny Jubilee wieder mitspielt und was mit Jane und Chris alles für schockierende Dinge geplant wurden.

Hier erstmal GUTe großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6,5 von 10 Punkten). Wie schon der Lilith-Roman in Rom wäre für die Grundhandlung an sich ein Sehr Gut drinnen gewesen, wenn der Autor etwas weniger seinen Stempel aufgedrückt hätte.

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lessydragon lessydragon ist männlich
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Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 5879

14.01.2022 01:34
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Ich würde hier mal ein Gut vergeben. Der Autor hat es schön geschafft, der Story zum Schluss noch mal einen Extra-Touch zu geben und aus einem "warum nur" Abenteuer der Woche noch etwas mehr zu machen, in die Vorbereitungen der großen Schlacht einzubauen und ein neugierig fragen zu lassen, was da jetzt genau "in" Jane vorbereitet wurde.

Assunga und Justine also, locken Jane in einen Sachverhalt, bei dem Assunga vor Lilith nicht auffallen will, trotzdem aber ihre für die Schlacht angeforderten Menschenhexen nicht opfern will.

Ausreichend gut erklärt, trotzdem fragt man sich, warum? Hätte das Justine nicht allein hinbekommen? Und musste man sogar soviel Druck aufbauen und Chris in die Hexenwelt entführen.

Tja, dort schließt sich schließlich der Kreis, denn dort ist die Helferin eigentlich die Schirmherrin des Planes, in Jane irgend etwas vorzubereiten.

Bei dem was da alles so vorbereitet wird, muss man da ja schon eine mehrteilige, ephische Schlacht erwarten, die sich Lilith und Pandora da liefern werden. Und irgendeine Rolle soll oder wird der Spuk da wohl auch noch spielen, oder???

Wie gesagt, guter Band und 4 Sterne.

LG Lessy Daumen_hoch Alt

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Sinclair Sinclair ist männlich
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Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 3730

15.01.2022 14:43
RE: Band 2267: Liliths Vollstreckerin
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Handlung: Während nahezu das gesamte Sinclair-Team in den USA die Hochzeit von Abe Douglas und Stephanie Kruger feiert, hält Jane Collins in London die Stellung. Als sie von einem einfachen Fall abends nach Hause kommt, wird sie bereits von Justine Cavallo und Assunga erwartet. Die beiden unterbreiten ihr, dass sie ihren Freund Chris Ainsworth in Assungas Hexenwelt entführt haben und belegen dieses durch entsprechende Fotos. Lilith verlangte, dass sich Assunga und ihre überwiegend friedlichen Hexen, ihrem Kampf gegen Pandora anschließen sollten. Als sich Assunga weigerte, begann Lilith damit die harmlosen Kräuterhexen des kleinen Ortes Burley, die Assunga treu ergeben sind, durch ihre sogenannte Vollstreckerin brutal ermorden zu lassen. Weil Assunga die Hände gebunden sind, soll Jane Collins zusammen mit Justine Cavallo die Vollstreckerin ausschalten. Also macht sich das ungleiche Duo auf den Weg um Assungas Auftrag zu erfüllen.

Meinung: Ein weiterer Roman von Ian Rolf Hill, indem dieses Mal Jane Collins und Justine Cavallo im Mittelpunkt standen, weil er zeitlich parallel zu den Ereignissen in den USA spielte, die sich um die Hochzeit von Abe Douglas drehten. Wie es schon Jane Collins ausgedrückt hatte, waren das Entführen und Foltern von Chris Ainsworth eigentlich überflüssig gewesen. Jane hätte wohl auch ohne dieses Druckmittel den bedrohten Frauen von Burley beigestanden. Lilith plante also auch sogenanntes Kanonenfutter um sich herum zu versammeln. Normalerweise dürften diese Hexen kaum eine Chance im Kampf gegen Pandora und ihre Unheilsbringer haben. Aber auch eingeplante Verluste gehörten bei solchen Auseinandersetzungen meistens dazu. Egal ob in der Hölle oder auf Erden.

Was Assunga betraf, hatte Ian Rolf Hill eine tolle und schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum sie sowohl als Schattenhexe als auch als Vampirin aufgetreten war. Dadurch wurde die Seriengeschichte wieder ein wenig geglättet und mögliche Widersprüche ausgeschlossen. Über Justine konnte man im Roman lesen, dass die Zeit, in der sie durch Mallmanns Geist beeinflusst wurde, wohl vorbei war. Leider war in keinem Roman zu lesen gewesen, wie ihr die Befreiung gelungen war. Wo war Mallmanns Geist gelandet? Vermutlich dorthin wo er schon längst hätte sein sollen-im Reich des Spuks. Oder hatte Justine ihn so tief in ihrem Inneren versteckt, dass er sie nicht mehr beeinflussen konnte? Fragen, die wohl leider nicht mehr endgültig beantwortet werden. Daher werde ich sie einfach mal bei Seite legen. Zumindest wurde ein klarer aktueller Status festgelegt, der aber nicht verhindern kann, dass Justines Vernichtung trotzdem längst überfällig ist.

Die größte Überraschung im Ablauf der Handlung war zunächst, dass die geheimnisvolle Isabell, die ja bekannterweise eine Dienerin Liliths ist, in Assungas Hexenwelt auftauchte um Chris zu befreien. Während Jane versuchte Spuren der Vollstreckerin zu finden, machte Justine die interessante Bekanntschaft des Mädchens Jubilee. Diese führte schon bald zu einem heftigen Kampf zwischen Justine und der Vollstreckerin. Als Justine die Mörderin enttarnen wollte, wurde sie von einer Eule angegriffen, die die Vampirin wirklich übel zurichtete. Dieses Ereignis führte zu der krassen Situation, dass sich Jane tatsächlich bei der örtlichen Ärztin einen Zugang legen ließ um Blut für Justine zu spenden. Soweit war es also schon gekommen. Dabei erfuhren Jane und Justine von Jubilees traurigem persönlichen Schicksal, dass sogar die Vampirin betroffen machte. Justine überraschte dabei mit unerwarteten menschlichen Regungen und Gefühlen, die ich in dieser Form nicht erwartet hatte.

Am Ende kam es zu einem packenden und emotional berührenden Finale, dass den Roman perfekt abrundete. Die Identität der Vollstreckerin wurde nicht preis gegeben. Ich hätte da zwar eine sehr gewagte Theorie, werde diese aber erst einmal für mich behalten und die weitere Entwicklung abwarten. Isabell hatte erwartungsgemäß nicht selbstlos gehandelt, sondern etwas in Chris verankert, dass dazu führen soll, dass Jane in der Zukunft eine von vier Frauen wird, die einen Engel der Hurerei in sich aufnehmen. Keine rosigen Aussichten für die Detektivin, der in ihrem bewegten Leben auch nichts erspart bleibt.

Das passende Cover zum Roman lieferte einmal mehr der hervorragende Künstler Timo Wuerz. Mal wieder ein verdientes Lob an Timo.

Im Gegensatz zur Zamorra-Serie wurde, vor lauter Kampfvorbereitungen für das Duell Pandora gegen Lilith, in der Sinclair-Serie leider das Weihnachtsfest erneut ignoriert. Statt eines Weihnachtsromans spielte dieser Roman sogar noch im Spätsommer. Dass fand ich schon ein wenig schade, auch wenn ich aufgrund der Lieferbedingungen meines Abos, einen möglichen Weihnachtsroman auch erst im Januar hätte lesen können. Aber es war immer wieder schön gewesen, wenn auch das Sinclair-Team große Feste feiern und einmal innehalten und das abgelaufene Jahr Revue passieren lassen konnte.

Insgesamt war es aber definitiv ein unterhaltsamer, spannender und gut geschriebener Roman gewesen. Dass sich die Spannung wesentlich langsamer als in Band 2266 aufbaute war klar gewesen und auch dem komplett anderen Thema geschuldet. Ian Rolf Hill schilderte am Beispiel des Lilith/ Pandora Konfliktes Ereignisse, die auch bei einem Krieg in der realen Welt ein aktuelles Thema sind. Egal ob es sich um eine reale oder fiktive Auseinandersetzung handelte, es werden stets auch eigentlich unbeteiligte Personen genötigt Partei zu ergreifen und sich zu beteiligen. In der Gesamtbewertung gebe ich für diesen Roman die Note = gut und damit 4 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung habe ich ebenfalls mit Gut abgestimmt.
Daumen_hoch Buch

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Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer !Daumen_hoch Buch
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151143
Koboldoo Koboldoo ist männlich
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16.02.2022 14:50
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SEHR GUTE Unterhaltung! Gerade die "menschliche" Seite von Justine gefällt mir außerordentlich. Warum muss alles schwarz oder weiß sein? Auch das Einbauen von Teenagern belebt die Handlung. Einzig Chris' Rolle fand ich nicht so toll, bin aber auf den weiteren Verlauf sehr gespannt...

Cover: TOP! Habe fertig!

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Ich lese John Sinclair + MADDRAX (Ziel für 2020 = Band 220 - 280 lesen)

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