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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2201-2300 » Band 2289: Kleiner Teufel Marylin
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Umfrage: JS Band 2289: Kleiner Teufel Marylin
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sehr schlecht 
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iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9698

18.04.2022 11:01
Band 2289: Kleiner Teufel Marylin
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Kleiner Teufel Marylin

Wie Stromstöße pulsierten die Schmerzen durch Marylins kindlichen Körper, der von blendend weißer Helligkeit umflutet wurde. Trotzdem musste sie lachen, laut und schrill. Sie konnte gar nicht anders. So wie damals, als ihrem Bruder der Kakao aus der Nase herausgekommen war.
Nur war Lucas leider nicht hier. Er war tot. So wie Marylins gesamte Familie.
Lilith, die Große Mutter, hatte ihr eine Neue geschenkt, zu der auch Cruciata, die Spinnenfrau, gehörte. Doch jetzt sah es so aus, als würde ihr diese Familie ebenfalls wieder genommen werden, denn Cruciata lag blutend vor ihr auf dem Boden.
Und der Mann, der dafür verantwortlich war, stand nur wenige Schritte von Marylin entfernt. In der Hand ein silbernes Kreuz, aus dem das grelle Licht flutete.
John Sinclair!

Geschrieben von Ian Rolf Hill

Erscheinungsdatum: 24.05.2022

__________________

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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153379
Das Hü Das Hü ist männlich
Foren As




Dabei seit: 30.01.2019
Beiträge: 104

23.05.2022 09:55
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Bin zwar gerade noch mittendrin, aber der Roman ist bereits jetzt eine einzige Freude!

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154139
Das Hü Das Hü ist männlich
Foren As




Dabei seit: 30.01.2019
Beiträge: 104

24.05.2022 10:30
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Bin durch und hochzufrieden: TOP!

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154162
Destero Destero ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 29.01.2020
Beiträge: 262

26.05.2022 18:40
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Ich bin beim "TOP" dabei.

Ein von IRH äußerst präzise geschriebener Roman, den ich als "Zwischen-Roman" bezeichnen würde. Dennoch passiert hier eine Menge. Er schliesst an den Roman 2264 "Liliths Liebling" an.

Meint man am Anfang noch, Dr. Hill, ääh ich meine Ian Rolf Hill arbeitet nebenberuflich als Kinderpsychologe, so sehr beschäftigt er sich mit dem "kleinen Teufel Marylin Grey".... Ist sie nun besessen, oder nicht? So entwickelt sich die Story speziell ab Mitte bis hin zum Showdown spannend weiter. Stellenweise etwas brutal und blutig.

Hervorzuheben sind die Szenen zwischen Marylin und Father Ignatius, sowie Signor Conte und Davina Mc Carthy. Sehr schräg am Ende die Idee mit Davinas verrückt spielender Hormone.

Diese hätte ich mir im Vergleich zum Cover, das ansonsten sehr gelungen ist, etwas älter und härter vorgestellt.

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154202
Sinclair Sinclair ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 3741

16.06.2022 18:09
RE: Band 2289: Kleiner Teufel Marylin
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Handlung: Am frühen Morgen erhält John den Anruf von Davina McCarthy aus dem Vatikan. In der vergangenen Nacht war plötzlich eine verängstigte und ziemlich heruntergekommene Marylin Grey im Zentrum der Weißen Macht aufgetaucht und zunächst von Father Ignatius betreut worden. Sie hatte letztendlich sogar zugelassen dass das Kometenfragment, welches sie im Rucksack mit sich führte, im Labor untersucht wird. John macht sich sofort auf den Weg nach Rom und zum Vatikan. Als John endlich in Rom eintrifft ist die Lage im Vatikan bereits außer Kontrolle geraten. Kann der Geisterjäger noch das Schlimmste verhindern oder wird Lilith triumphieren?

Meinung: Mit diesem Roman setzte Ian Rolf Hill die Handlung um Marylin Grey fort, die zuletzt in den unterirdischen Geheimarchiven des Vatikan, ihr vorläufiges Ende gefunden hatte. Um sich leichter wieder in die Handlung hineinfinden zu können, half das erste Kapitel sehr, indem noch einmal das Finale aus Band 2264 „Liliths Liebling“ nacherzählt wurde. Diese Handlung lag ja mittlerweile auch schon wieder ein halbes Jahr zurück. Marylin war schon immer ein stets spannender und unberechenbarer Charakter gewesen. Selbst wenn sie , wie hier, harmlos und schutzbedürftig erschien, konnte sie jederzeit blitzschnell explodieren, wie eine Zeitbombe. Deswegen lag auch über den anfangs sehr ruhigen und ziemlich harmlosen ersten Kapiteln trotzdem eine latente Spannung. Wie immer wurden auch die ruhigen Momente von Ian Rolf Hill gut erzählt. Klarheit gab es nun auch darüber, dass Cruciata ihre schweren Verletzungen, versteckt in den Katakomben von Rom, bislang überlebte.

In bester Krimi-Manier zog sich die Schlinge um Ignatius und seine Mitstreiter immer mehr zu, während Marylin gekonnt das unschuldige Mädchen spielte und alle in trügerischer Sicherheit wog. Davina wurde von Signor Conte fortgeschickt, um die römische Polizei zu unterstützen, weil gleichzeitig Cruciata, in den für die Öffentlichkeit gesperrten Katakomben, zuschlug und bereits einige Personen, darunter ein städtischer Mitarbeiter, ein Commissario und ein Carabinere, vermisst wurden. Davina und drei von ihr ausgesuchte Agenten der Weißen Macht, gerieten schon bald in einen verzweifelten Kampf ums Überleben gegen Cruciata und Liliths geheimnisvolle Vollstreckerin. Dabei wurden die drei Agenten der Weißen Macht getötet, darunter auch Andrea Greco, der ein Auge auf Davina geworfen hatte. Happy-End und Glück gab es bei Ian Rolf Hill bekanntermaßen nur äußerst selten. Wieder ein tragischer Tod mehr bevor sich hier etwas hätte entwickeln können. Eine Gruselserie ist halt kein Ponyhof.

Gleichzeitig schrillten bei Ignatius alle Alarmglocken, als er vom Labor erfuhr, dass es sich bei dem vermeintlichen Kometenfragment lediglich um ein Gestein aus dem Vesuv handelte. Durch die Ablenkung waren Signor Conte und die Kinderpsychologin Ahdia mit Marylin kurz alleine, was Lilith dazu nutzte, Ahdias Körper zu übernehmen um Ignatius zu vergewaltigen. Dabei wurden von ihr einige Kommentare benutzt, die auf die aktuellen Missbrauchsprobleme in der katholischen Kirche unzweifelhaft hinwiesen. Um Signor Conte kümmerte sich Marylin persönlich, die mittlerweile wieder mit Ennoia vereint war. So wurde Signor Conte das bekannteste Opfer in diesem Fall. Er endete nicht gerade schön, mit dem Kopf in der Toilettenschüssel. Für Marylin gab es tatsächlich noch ein Zeichen der Hoffnung, als sie sich völlig überraschend gegen Ennoia stellte und damit Father Ignatius das Leben rettete. Überraschenderweise gehorchte Ennoia tatsächlich.

Die Identität von Liliths Vollstreckerin wurde auch dieses Mal nicht enthüllt. Hier war weiter warten und John Sinclair lesen angesagt. smile

Für Humor sorgte zum einen die Anspielung auf die alte Werbung von Drei-Wetter-Taft, als John in Rom landete und zum anderen dass Cruciata Davina suggeriert hatte, dass der Geisterjäger zum Kotzen aussehen würde. Was Davina dann auch ausgiebig tat. Hoffentlich erholte sich die Gute recht schnell, denn so schlimm sah John dann doch nicht aus. smile

Passend zum Roman war das Titelbild von Néstor Taylor, dass gelungen war, mir gut gefiel und alle für diesen Roman wichtigen Personen zeigte.

Insgesamt bewertete ich diesen spannenden Roman von Ian Rolf Hill mit einem Voll gut und damit gab es von mir 4,5 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung habe ich mit Sehr gut abgestimmt.
Daumen_hoch Buch

__________________
Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer !Daumen_hoch Buch
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.

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154535
Koboldoo Koboldoo ist männlich
Koenig




Dabei seit: 18.02.2016
Beiträge: 778

24.06.2022 13:58
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Brutal! Das ist das Erste, was mir zu diesem Roman einfällt. Reihenweise werden diverse italienische Bürger wie die Lemminge in den Katakomben abgeschlachtet. Auch die Zentrale der Weißen Macht vermochte nicht dieses Blutbad zu verhindern. Cruciata, Marylin und die Vollstreckerin sind allesamt sehr sehr interessante Charaktere und es hat stellenweise viel Spaß gemacht zu lesen.
Leider gibt es Minuspunkte für die Fütterung der großen Spinne. Einer nach dem Anderen wurde in die Tiefe geschickt, um ausgelöffelt zu werden. Das hat mir nicht so gefallen.
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Irgendwie habe ich das Gefühl, das sich etwas Großes anbahnt...

Bewertung: Sehr gut (knapp)
Cover: Sehr schön (schrecklich)!

__________________
Ich lese John Sinclair + MADDRAX (Ziel für 2020 = Band 220 - 280 lesen)

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154665
Herr der Finsternis
Kaiser


Dabei seit: 01.07.2018
Beiträge: 1872

31.07.2022 08:42
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Sehr guter Roman,finde ich!

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155809
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10965

06.08.2022 17:53
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Die kleine Marylin Grey spaziert einfach in die Basis der Weißen Macht und fragt nach Father Ignatius. Nach dem letzten Vorfall dort schlägt die Gesichtserkennung natürlich sofort an. Marylin mag unschuldig aussehen, aber Lilith hat sie ausgezeichnet manipuliert und außerdem steckt in ihr ein dunkler Engel. Logisch, dass da erstmal sämtliche Waffen auf sie gerichtet werden. Father Ignatius will lieber deeskalieren. Bringt sie in seine Wohnung und bietet ihr ein leckeres Eis an, damit man sich in Ruhe unterhalten kann. Was soll schon schief gehen? “Im Prinzip ist sie brandgefährlich. Ich habe die Berichte von Sinclair gelesen. Dieses Kind ist eine tickende Zeitbombe.“ “Wir können ihr helfen. Nein, wir müssen ihr sogar helfen. Was, wenn sie von Ennoia befreit wurde? Wenn die Magie des Kreuzes sie neutralisiert hat?“ „Was, wenn es eine Falle ist?“, konterte sein Stellvertreter. „Ein trojanisches Pferd?“ „Die Gefahr besteht, aber sie ist kalkulierbar.“ Nochmal, was soll schon schief gehen? Davina McCarthy muss als Verstärkung reichen, die ist Frau und Mutter, sollte also gut mit dem besessenen Mädchen umgehen können. Dass sie auch Marylins lilithdienende Mutter erschossen hat, kann man mal vernachlässigen. Was soll schon schief gehen? Die Weiße Macht hat sich also der quengeligen, reizbaren Marylin angenommen. Es gilt herauszufinden, ob in ihr immer nach Ennoia steckt. Vielleicht hat die Macht von Johns Kreuz den dunklen Engel aus ihrem Körper vertrieben und sie ist wieder ein ganz normales Mädchen. Wäre das nicht schön? Bei Florian Hilleberg rechne ich ehrlich gesagt nicht damit, dass dieser Roman ein gutes Ende nimmt. Eher das Gegenteil.

Die Spinnenfrau Cruciata befindet sich in den römischen Katakomben. Lilith hat sie wohl doch nicht in ihr Reich gerettet. Da sie eine Gedächtnislücke hat, erfährt man leider nicht wirklich viel. Zwei Gangster verirren sich hierher, die ihr zum Opfer fallen. Beziehungsweise Liliths Bodysuit-Vollstreckerin, die plötzlich auftaucht. Hat die Große Mutter also doch Hilfe geschickt. Später erwischt es noch ein paar Polizisten.

Darüber werden die Fälle in der zweiten Hälfte zusammengeführt. Bei einer Befragung packt Marylin gerade aus, dass sie sich mit Cruciata in den Katakomben aufgehalten hat, als die Weiße Macht eine Nachricht erreicht. “Das war unser Kontaktmann bei den Carabinieri. Einer ihrer Commissarios wird vermisst.“ Verschwunden ist er in den Katakomben. Davina geht der Sache nach. Sie und der Polizeitrupp werden in den Stollen von Cruciata und der Vollstreckerin angegriffen und Davina gefangen genommen. Man hat sie in eine Falle gelockt.

In der Basis der Weißen Macht schnappt zeitgleich die zweite Falle zu. Lilith ergreift Besitz von einer Psychologin. Marylin und Signor Conte, der Stellvertreter von Ignatius, sind plötzlich spurlos verschwunden. Lilith spielt ein wenig ihr übliches Spiel. Sie verhöhnt Ignatius da, wo es weh tut, und bedrängt ihn unangenehm auf sexuelle Weise. Dann bricht sie ihrem Wirtkörper das Genick.

Als der obligatorisch als Experte hinzugerufene Geisterjäger in Rom landet, ahnt er von der zugespitzten Lage noch nichts. Er soll nur dabei helfen, Marylins Status herauszufinden. Doch es kommt alles anders. “Wo ist Marylin?“ In den folgenden Sekunden erlebte ich, wie Ignatius förmlich zusammenfiel. „John, ich ... ich glaube, ich habe einen riesigen Fehler begangen.“

In einer kleinen Rückblende erfahren wir, wie Marylin Signor Conto killt, indem sie seinen Schädel langsam zerquetscht. Die Qualen waren unbeschreiblich. Natürlich, dem Leser müssen ja die üblichen grafischen Darstellungen geboten werden. Wie schon beim Polizistenmassaker in den Katakomben.

Father Ignatius macht sich inzwischen furchtbare Vorwürfe, weil er die Situation und die von Marylin ausgehende Gefahr völlig unterschätzt hat. Jetzt ist es zu spät. Im Geheimarchiv hat das Mädchen inzwischen ein weiteres grausiges Blutbad angerichtet. Hier stellen John und Ignatius sie zum Finale. Eigentlich ist die übliche Textmenge erreicht, aber Florian Hilleberg gönnt sich mal 10 zusätzliche Seiten. Deshalb entkommt Marylin nach diesem kurzen Aufeinandertreffen. Jetzt ist Ennoia in ihr wieder aktiv und brennt ihr einen Weg durch’s Gestein in die Katakomben. Hier trifft John nicht auf das gesuchte Mädchen, aber auf Liliths Vollstreckerin.

Marylin hat John irgendwie ausgetrickst. Ein Trugbild? Teleportation? Bei Hilleberg würde ich sogar eine schockierende Offenbarung erwarten, dass Marylin eine bisher unerwähnte Zwillingsschwester hat, die er auch nach 10 Bänden irgendwie in ihre Hintergrundgeschichte drückt, nur um den Leser zu überraschen. Marylin und Ennoia befinden sich nicht in den Katakomben, sondern noch in der Weißen Macht, um Ignatius zu töten. Father Ignatius schloss mit seinem Leben ab. Gegen Ennoia hatte er nicht den Hauch einer Chance. Weil der aber immer so übertrieben geduldig und total lieb mit der Kleinen war, hält sie ihren dunklen Engel davon ab.

In den Katakomben wird John durch Cruciata davon abgehalten, die vermummte Vollstreckerin zu enttarnen. Da wartet sicher der nächste Schock für den Leser. Sie killt ihn jedoch nicht, genau so wie Davina bewusst am Leben gelassen wurde. Weil man mit ihnen noch etwas vor hat und sie für irgendetwas braucht. Auch eine Möglichkeit, die Gefahr von den Haupthelden zu nehmen.



Hier zeigt sich wieder sehr deutlich, welches Problem mit ich Florian Hilleberg selbst bei seinen guten Romanen habe. Es ist einfach kein JS, sondern etwas eigenes. Klar, jeder Co-Autor hat seine eigenen Baustellen und schreibt sie in seinem eigenen Stil. Aber sie alle schreiben auf ihre Art „Gruselheftchen“. Das reicht Florian Hilleberg nicht, er braucht Blockbusterkino. Merkt man auch daran, dass ihm die üblichen 64 Seiten oft nicht reichen. Damals mussten Heftromanautoren Passagen streichen oder der Lektor hat gekürzt, bei Sinclairstar Florian Hilleberg geht das schon klar.

Mhh, sorry, das schießt zu sehr gegen die Person an sich. Zurück zum Heft. Der Autor streut mal mehr und mal weniger unauffällig Kirchenkritik und Feminismus ein, moderne Themen und Botschaften gehören bei ihm einfach als Autorenzeigefinger dazu. War aber schon wesentlich schlimmer. Genauso wie das Teeniedrama und die Schicksalsschläge. Passt. Nur bei der Brutalität und der Ausführlichkeit dieser Szenen macht Hilleberg keine Abstriche, das ist schon recht heftig.


Würde mich alles nicht stören, wenn es das eigene Ding des Autors wäre und ich nicht meinen eigenen Anspruch hätte, dass JS schon noch im Geiste des Altmeisters geschrieben sein muss. Ich sage mal so. Als JS ist das für mich maximal eine 4/10, an sich aber eine SEHR GUTe großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff(8 von 10 Kreuze ) Für seine Verhältnisse hält Florian Hilleberg sich hier ziemlich zurück, Spaß hatte ich schon. Wieso bekommt der Autor kein eigenes Pseudo-JS-Spin Off wie Dark Land? Das eigentlich bis auf ein paar Namen und Querverweise gar nichts mit der Hauptserie zu tun hat. Oder eine eigene Gruselserie? Ich weiß, das schreibe ich ständig und es ändert nichts. Aber mir blutet so das Herz und welches Potential da verschwendet wird.

Naja, die Wertung hier fiel mir schwer und sie ist klar von JS ausgekoppelt. Viele JS haben von mir in der letzten Zeit schlechtere Wertungen bekommen, sind aber als Beiträge zur Serie viel besser und fühlen sich mehr wie JS an.

__________________
https://gruselroman.fandom.com/de

Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Dämonenkiller
2. John Sinclair
3. Tony Ballard

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