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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2301-2400 » Band 2306: Die Toten kriegen dich
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Umfrage: JS Band 2306: Die Toten kriegen dich
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iceman76 iceman76 ist männlich
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Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9804

25.08.2022 08:56
Band 2306: Die Toten kriegen dich
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Die Toten kriegen dich

Ellie betrat das karg eingerichtete Zimmer und sah sich mit einer unnatürlich dünnen Frau konfrontiert, die weniger an einen Menschen als an ein Wesen aus einem finsteren Märchen erinnerte. Die Gestalt kauerte auf dem Bett und starrte sie aus großen, tief in den Höhlen liegenden Augen an.
Ellie erschrak furchtbar. Seit ihrem letzten Besuch hatte ihre Mutter stark abgebaut und war kaum wiederzuerkennen. Ihr Kopf war von kahlen, teils blutverkrusteten Stellen übersät. Das Gesicht eingefallen.
"Mom?" Ellies Stimme zitterte. "Mom, was ist mit dir?"

Geschrieben von Daniel Stulgies

Erscheinungsdatum: 20.09.2022

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*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 11000

24.09.2022 17:47
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Ellie Rogers hatte ein dramatisches Erlebnis mit ihrer Mutter und immer noch grausige Halluzinationen. Drei Ganoven rauben ein Wettbüro aus. Ellie Rogers und ihr Mann haben einen Verkehrsunfall mit Toten, die als Zombies wieder auferstehen und in ihrem Mordwahn den Keim weiter verbreiten. Der Einstieg in Daniel Stulgies neustes Abenteuer ist ziemlich verwirrend. Klar ist nur, dass das ein Fall für die Geisterjäger ist. John und Suko können die Lage entschärfen, aber die Zombies haben Ellie entführt. Ich war genauso verwirrt wie mein Partner. Herkömmliche Untote entführten normalerweise keine Menschen. John verfolgt die Wiedergänger und rettet Ellie aus ihren Klauen. Bevor er vernünftige Antworten bekommen soll, gibt es eine weitere Zombiesichtung. Ellie wird ins Krankenhaus gebracht. John begleitet sie, Suko kümmert sich um die anderen Untoten.

Indes fliehen die drei Räuber vom Tatort. Einer von ihnen wurde angeschossen. Auf dem Weg zu ihrem Versteck im Wald stolpern sie über ein heruntergekommenes Dorf. Vielleicht können die Dörfler ihnen helfen. “Entweder die gehören zu einer Sekte oder haben selbst Dreck am Stecken. Vertrau mir. Ich weiß schon, was ich denen erzählen werde.“ Die Dörfler bringen den verletzten Colin zur geheimnisvollen Lady Faye. Die versteht sich auf „Heilkunst“. Patrick und Richard müssen im Dorf bleiben. Später schnüffelt Patrick herum und wird natürlich erwischt. Richard sieht nach Colin, der alles andere als gesundgepflegt wird. Colin lag ausgeweidet auf einem überdimensionierten Tisch. Sein Peiniger hatte nicht nur Organe, sondern auch Teile des Skeletts entfernt. Unversehrt war nur der Kopf geblieben. „Hilf mir ...“, heulte das, was von Colin übrig geblieben war. Lady Faye freut sich, dass sie einen weiteren Besuchter bekommen hat.

Im Krankenhaus werden die nächsten Toten lebendig. Das Bild verdichtet sich, wo immer sich Ellie befindet, erwachen Tote als Zombies zum Leben. Wieso sie diese Aura verströmt und seit wann die Magie aktiv ist, wird sicher später noch erklärt. Die Zombies werden von irgendeiner Person im Hintergrund gesteuert und diese überredet Ellie, dass der Schrecken ein Ende haben wird, wenn sie mit den Zombies geht. John verpasst Ellie und wird nur noch bedroht, sich aus der Angelegenheit herauszuhalten. “Wenn du von mir gehört hast, kennst du die Antwort bereits.“

Richard versucht aus dem Anwesen von Lady Faye zu entkommen. Er wird von ihrer Tochter Rachel gerettet, die ihn versteckt und ihrer Mutter erzählt, der Fremde sei in den Wald geflohen. Dann haben sie Sex. Ah, ja. Richard kann Rachel dazu überreden, dass sie beide nach London fliehen und ein gemeinsames Leben beginnen. Natürlich werden sie aufgehalten. Von Colin, der von der Lady in ein schreckliches Monster verwandelt wurde. Richard erwischt es, Rachel gelingt die Flucht.

Suko und John folgen Ellie in die Kanalisation unter dem Krankenhaus und schließlich auf einen Friedhof, wo die Untoten Ellie mitnehmen. Suko versucht das Teleportritual zu stören, wird aber selbst mitgerissen. Zum Glück hat John gehört, wo die Reise hingeht. Das bringt ihm aber leider nichts. Anfangs war ich noch davon ausgegangen, dass es sich um eine Stadt oder ein Dorf handeln musste, aber die Suche hatte nichts ergeben. Es gab weder eine Person noch einen Ort oder ein Gebäude mit diesem Namen. Er durchwühlt Ellies Sachen in ihrem Krankenzimmer und findet ein interessantes Foto. Darauf erkennt er Niridis. Ich war sehr froh, dass Daniel Stulgies nach seiner langen Pause scheinbar ein unabhängiges Einzelabenteuer erzählt. Naja, mit dieser Figur spannt er einen Bogen zu Hilleberg-Romanen von 2019. Ist ja noch nicht so lange her, da braucht es auch keine Fußnoten. Ich bin mir sicher, der Name sagt allen Lesern noch etwas. Für John geht es jetzt also zum Bethlem Royal Krankenhaus, wohin auch sonst. Ich habe diese Romane von Florian Hilleberg ausgelassen und musste Google bemühen. Dementsprechend wenig Interesse habe ich jetzt an dieser Handlung. Schließlich zeigt eine historische Karte aus 1743 John den Weg.

Suko und Ellie sind kaum im Dorf angekommen, da wird Ellie auch schon von einem Monster zu Lady Faye entführt. Die Lady stellt sich überraschend als Ellies Großmutter heraus, die ihre Enkelin jetzt endlich bei sich hat. “Ich brenne darauf, dich deiner Bestimmung zuzuführen, liebe Enkeltochter.“ Suko erreicht das Anwesen und kann Ellie vor der Lady retten. Er vernichtet die Nekromantin. Leider hat Lady Faye Ellies Körper übernommen und Suko hat damit unwissentlich die echte Ellie vernichtet. Suko fühlte sich elend. Er hatte alles darangesetzt, Ellie zu retten und war am Ende zu ihrem Henker geworden. Jetzt soll auch aus Suko ein Monster werden. Aber zuvor packt die Lady im obligatorischen Bösewichtmonolog aus und erzählt die ganze Geschichte. Das führt zur willkommenen Überraschung, dass die beiden Handlungen in unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Die Gangstergeschichte ist viele Jahrzehnte her und Rachel ist Ellies Mutter gewesen.

Daniel Stulgies will der Geschichte wohl noch ein Happy End spendieren. Ellie ist doch noch in ihrem eigenen Körper und liefert sich ein geistiges Duell mit der Lady. Dann trifft John im Heftromantiming ein. “Irgendwas muss beim Körpertausch schiefgelaufen sein.“ Der Geisterjäger kann den bösen Geist mit dem Kreuz zerstören. Ellies Verstand bleibt zwar durch heftige Erinnerungslücken vernarbt, aber immerhin lebt sie noch. Sie wird in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Ihre Gabe beherrscht sie noch, in der letzten Heftszene belebt sie eine tote Krähe wieder. Folgebände wären also möglich, denn der Autor nicht wieder für mehrere Jahre von der JS-Bildfläche verschwindet.



Und das wäre ziemlich Schade. Daniel Stulgies schreibt nämlich echt solide Romane. Dieser hier hat mich sehr an die Videospielereihe „Resident Evil“ erinnert. Untotes Kanonenfutter, gefährliche exotische Zombiemonster, groteske Experimente, ein vergessenes Dörfchen mitten im Nirgendwo, seine kauzigen Einwohner mit ihrem Geheimnis und das obligatorische Herrenhaus als Zentrum des Bösen. Passt zu JS, kann man mal machen.

Auch die Enthüllung der beiden Zeitebenen ist gelungen. Niridis hingegen hätte man weglassen können. Da findet John also zufällig ein Foto, auf dem ein Diener des Schwarzen Todes zu sehen ist und erinnert sich sofort an das passende Abenteuer im Bethlem, über das er schließlich an die alte Landkarte kommt. Unnötig billig gelöst. Für manches wandelnde JS-Lexikon aber auch ein nettes Detail.

Es freut mich sehr, dass der Autor wieder einen Roman beigesteuert hat und ich hoffe, dass er uns vielleicht erhalten bleibt. Mit netten kleinen Schauergeschichten der Woche. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Kreuzen) und ein unterhaltsames GUT. Da ist noch Platz nach oben, mit Augenzudrücken hätte ich auch ein Sehr Gut vergeben können. Aber ich habe so das Gefühl, dass zum Beispiel unserer Sheila der Band sehr gefallen wird und sie das ausgleicht. Augenzwinkern

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Dämonenkiller
2. John Sinclair
3. Tony Ballard

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